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Insolvenznachrichten

In dieser Rubrik  finden Sie unter anderem die  Beiträge, die in der ZInsO unter ZInsO-Kompakt abgedruckt werden. Damit haben Sie die Möglichkeit, diese Beiträge auch über das ZInsO-Archiv zu suchen.  

 


Neuer Betreiber für Kaviaranlage

Demmin:

Der angeschlagene Kaviarproduzent Caviar Creator hat einen neuen Betreiber für seine Zuchtanlage im vorpommerschen Demmin gefunden. Ein russischer Investor habe den Kaufvertrag unterzeichnet, teilte der Insolvenzverwalter am 23.6.2010 mit. Über die Summe wurde Stillschweigen vereinbart. Der neue Eigentümer betreibt selbst bereits zwei Störzuchtanlagen und verfügt über eigene Vertriebswege auf dem russischen Markt. Die 20 Arbeitsplätze in Demmin sollen erhalten bleiben. Der ursprüngliche Betreiber der 2005 eröffneten Anlage steht derzeit wegen Betrugs vor Gericht.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung)


Kuriose Klinik-Insolvenz

Bad Aussee:

Die Holding der Psychosomatik-Klinik in Bad Aussee mit Sitz in Deutschland hat Insolvenz angemeldet. Hintergrund ist aber nicht Zahlungsunfähigkeit, sondern ein Gesellschafterstreit.

Bis zu neun Monate wartet man in der Klinik für Psychosomatische Krankheiten in Bad Aussee auf ein Bett. 500 Personen stehen auf der Warteliste, um Burn-out, Angstzustände und Magersucht auszukurieren. Obwohl der Klinikbetrieb mit rd. 125 Betten auf Hochtouren läuft, hat die deutsche Mutterholding, die Romed-Gruppe und damit auch deren für Österreich zuständige Zwischenholding Romed Austria GmbH, nun Insolvenz angemeldet. Schlüsselfigur ist dabei Wolfhardt Rother, der die Ausseer Klinik initiiert hat und in Deutschland zwei ähnliche Einrichtungen betreibt.

In der steirischen Gesundheitslandschaft sorgte diese Meldung vorerst für Unsicherheit. Beim zuständigen Insolvenzverwalter in München gibt man jedoch Entwarnung: „Der Klinikbetrieb in Österreich ist von den Vorgängen in Deutschland in keiner Weise betroffen“, so Sebastian Brunner von der Kanzlei Jaffé. In Bad Aussee ist der Betrieb zudem in vier eigenständigen Gesellschaften organisiert. „Alle schreiben schwarze Zahlen“, erklärt die Bad Ausseer Betriebsdirektorin Bettina Petter. Überraschend: Nicht einmal die deutsche Romed-Gruppe ist im herkömmlichen Sinne insolvent. Im Gegenteil: Mit rd. 420 Mitarbeitern und 20 Mio. Jahresumsatz wirtschaftet man positiv.

„Hintergrund für den Insolvenzantrag ist ein Gesellschafterstreit“, erklärt Brunner. Familiäre Unstimmigkeiten dürften dazu geführt haben, dass derzeit gar nichts mehr geht. Der Insolvenzverwalter soll nun als externe, neutrale Figur die Gesellschaftsstruktur neu ordnen. „Ein eher untypischer Fall“, bestätigt man auch in der Münchner Kanzlei.

(Quelle: Kleine Zeitung)


XXXLutz übernimmt Möbel Feldmann

24.6.2010 Rheine/Holsterfeld:

Das insolvente Möbelhaus Feldmann in Holsterfeld hat einen Käufer gefunden. Die XXXLutz-Unternehmensgruppe will das Möbelhaus an der Autobahn A 30 übernehmen. „Die Verträge werden kurzfristig unterschrieben“, bestätigte Robert Röpert, Expansionsleiter bei XXXLutz. Zum Kaufpreis äußerte sich Röpert nicht.

Konkrete Pläne für das rd. 35.000 m² große Möbelhaus nördlich von Rheine wolle die Möbelkette in einigen Wochen präsentieren. Sicher sei jedoch, dass dort wieder Möbel verkauft werden. „Ein Lager wird das nicht werden“, sagte Röpert. Das Stammhaus von Feldmann in Ochtrup dagegen will XXXLutz nicht übernehmen.

Der Standort in Holsterfeld sei „strategisch interessant“ – insbesondere durch die Autobahnanbindung, begründete Röpert die Entscheidung, das insolvente Möbelhaus zu kaufen. Wann das Einrichtungshaus wieder öffne, könne er aber noch nicht sagen. „Einen nahtlosen Übergang wird es nicht geben“, kündigte
er an. So sollen zunächst Umbauarbeiten erfolgen. Möglicherweise übernimmt XXXLutz auch ehemalige Feldmann-Mitarbeiter. „Wir prüfen das“, sagte Röpert.

Unter welcher Marke die österreichische Möbelhauskette letztlich in Holsterfeld verkauft, ließ er offen. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Wien betreibt nach eigenen Angaben mittlerweile 150 Einrichtungshäuser unter verschiedenen Marken mit über 17.500 Mitarbeitern in Österreich, Deutschland, Tschechien, Ungarn und der Slowakei und setzt damit rd. 2,3 Mrd. € pro Jahr um. XXXLutz verfolgt seit Jahren eine Expansionspolitik, will Marktführer in Europa werden.

Feldmann hatte im Oktober vergangenen Jahres beim zuständigen
AG Lingen einen Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Manfred Vellmer aus Borghorst bestellt.

Während des Insolvenzverkaufs war das Möbelhaus Feldmann immer wieder in die Schlagzeilen geraten, u.a. weil ein Mitbewerber dem Unternehmen vorgeworfen hatte, mit sog. unzulässigen „Mondpreisen“ an den Markt zu gehen.


(Quelle: Ahlener Zeitung)


Druckhaus stellt Insolvenzantrag

23.6.2010 Amberg:

Die Druckerei Druckhaus Oberpfalz GmbH & Co. KG aus Amberg hat beim AG Amberg am 21.6.2010 vorsorglich Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das AG Amberg hat daraufhin Dr. Jochen Zaremba aus der Amberger Niederlassung der Kanzlei Schwartz zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Auslöser der Krise war laut einer ersten Analyse von Dr. Zaremba der „Umsatzrückgang der vergangenen Monate“. Die Druckerei hatte zu ihren besten Zeiten knapp 100 Mitarbeiter. Derzeit sind noch 38 Mitarbeiter vorhanden. Der Geschäftsbetrieb wird vorerst einmal aufrechterhalten. Die Kanzlei Schwartz Rechtsanwälte habe bereits die Suche nach einem Investor aufgenommen. „Eine vorläufige Insolvenz bedeutet nicht automatisch das Ende des Unternehmens „wir tun das uns Mögliche, damit es weiter geht“, so Dr. Zaremba.

(Quelle: Mittelbayerische)


Mäc-Geiz-Insolvenzverwalter verbreitet Optimismus

21.6.2010 Landsberg:

Der Geschäftsbetrieb des insolventen Nonfood-Discounters Mäc-Geiz hat sich „spürbar stabilisiert“, meldet die Insolvenzverwaltung. Die Gehälter der Mitarbeiter seien bis Juli gesichert. Mäc-Geiz verzeichne seit der Insolvenzanmeldung eine „deutliche Umsatznormalisierung“ und habe gar einen der „umsatzstärksten Montage der Unternehmensgeschichte“ erlebt, meldete der vorläufige Insolvenzverwalter Rainer Eckert; Zahlen dazu lieferte er jedoch nicht.

Eckert prüft derzeit den besten Sanierungsweg. Erwogen werden eine Sanierung des Unternehmens über den Verkauf an einen Investor oder über einen Insolvenzplan. Während des vorläufigen Insolvenzverfahrens sind keine Filialschließungen geplant – nur, wenn die Schließung des jeweiligen Standorts schon vor der Insolvenz feststand.

Mäc-Geiz hatte Mitte Mai Insolvenz angemeldet. Nach Angaben Eckerts unterstützen die Lieferanten das Unternehmen in der aktuellen Notlage: „Nun füllen sich die Regale wieder“, so der Insolvenzverwalter. Auch die Entwicklung der Liquidität verlaufe erfreulich.

Die rd. 1.700 Mitarbeiter von Mäc-Geiz hätten bereits ihre Löhne und Gehälter für den Monat Mai erhalten, so die Insolvenzverwaltung. Auch die Lohnzahlungen für die Monate Juni und Juli seien über das Insolvenzgeld gesichert.

(Quelle: Der Handel)


Montessori: Rettung geglückt

17.6.2010 Neuruppin:

Es ist vollbracht. Mit Ausnahme des Privatgymnasiums Neuruppin sind alle der Einrichtungen des Bildungszentrums der Prignitzer Wirtschaft (BBZ) an die Lebenshilfe Prignitz als neuer Träger verkauft worden.

„Mit der Unterzeichnung der Kaufverträge ist die Rettung der BBZ-Einrichtungen endgültig abgeschlossen“, so Insolvenzverwalter Sebastian Laboga, der sich bereits im April mit der Lebenshilfe über den Verkauf geeinigt hatte. Allerdings zog sich der Trägerwechsel wegen verschiedener Betriebsgenehmigungen hin, die das Potsdamer Bildungsministerium nun in den nächsten Tagen erteilen soll.

Gerettet sind somit die beiden Montessori-Kinderhäuser und -Grundschulen in Neuruppin und Wittenberge, daneben die beruflichen Bildungsstätten in Neuruppin, Perleberg, Stendal und Wittenberge sowie die Fachschule für Technik und Wirtschaft in Perleberg. „Dass fast alle rd. 190 Arbeitsplätze im Rahmen des Verkaufs erhalten werden konnten, ist sehr erfreulich“, so
Laboga. Sich einen neuen Job suchen müssen lediglich die vier fest angestellten Lehrer des Privatgymnasiums.

Insgesamt besuchen rd. 1.800 Kinder, Jugendliche und Erwachsene Einrichtungen des BBZ, das seit Juni 2009 Insolvenz angemeldet hatte und seitdem von Laboga ohne Einschränkungen fortgeführt worden war.

(Quelle: Die-Mark-Online)


Neue Zukunft für die Krautzberger GmbH

Der Insolvenzplan für die Krautzberger GmbH ist rechtskräftig. Damit ist der Erhalt des traditionsreichen Unternehmens endgültig gesichert.

15.06.2010 Wiesbaden/Eltville:

Gute Nachrichten für die Krautzberger GmbH: Der Insolvenzplan, dem die Gläubiger am 16. Juni 2010 zugestimmt haben, ist seit gestern rechtskräftig. Beim Insolvenzgericht gingen keine Beschwerden gegen das vom Insolvenzverwalter Dr. Jürgen Blersch ausgearbeitete Sanierungskonzept ein. Damit ist das Unternehmen, das sich schon seit über einem Jahr auf Sanierungskurs befindet, endgültig gerettet. Da die Krautzberger GmbH im operativen Geschäft bereits wieder Gewinne erwirtschaftet, arbeitet sie nun auf sicherer finanzieller Grundlage. 
Eine Zerschlagung oder gar Liquidation des Eltviller Traditionsunternehmens ist endgültig vom Tisch.

Auch die 58 Mitarbeiter der Krautzberger können endlich aufatmen. 
Alle Arbeitsplätze am Standort bleiben dauerhaft erhalten. „Die Sanierung ist vor allem ein Verdienst der Beschäftigten der Krautzberger GmbH“, betont der Insolvenzverwalter Dr. Jürgen Blersch von BGP Insolvenzverwaltungen. „Nur durch ihr großes Engagement und ihre Bereitschaft zum Verzicht auf erhebliche tarifliche Leistungen war es überhaupt möglich, der Krautzberger GmbH den Weg in eine erfolgreiche Zukunft zu ebnen“, so der Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter. Aber auch den übrigen Gläubigern, die dem Insolvenzplan mit großer Mehrheit zugestimmt haben, gebührt der ausdrückliche Dank des Insolvenzverwalters: „Die Kooperationsbereitschaft war auf allen Seiten von Anfang an sehr groß.“

Bereits am 25. Februar 2009 hatte die Geschäftsführung der Krautzberger GmbH den Insolvenzantrag gestellt, nachdem binnen weniger Monate der Umsatz im Automotive-Sektor, einem Kernbereich des Unternehmens, um 50 Prozent eingebrochen war. Dr. Blersch, vom Amtsgericht als Insolvenzverwalter bestellt, sah dennoch eine Perspektive für die auf Oberflächenveredelung spezialisierte Firma. 
„Das Unternehmen, speziell seine Belegschaft, verfügt über ein umfassendes Know-how und stellt Nischenprodukte her, die in vielen Bereichen als das Nonplusultra gelten. Das war eine gute Basis, um für einen Fortbestand der Krautzberger zu kämpfen und die Sanierung anzustreben.“

Nach intensiven Verhandlungen mit den Banken, Lieferanten und Arbeitnehmern der zahlungsunfähigen Firma, wurde einvernehmlich ein harter Sanierungskurs eingeschlagen, um die Überlebensfähigkeit des Unternehmens wieder herzustellen. Wegen des dramatischen Umsatzeinbruchs war dabei ein Personalabbau unvermeidlich. 21 von zuletzt 79 Arbeitnehmern mussten gekündigt werden. Für sie wurde ein Sozialplan aufgestellt. Die verbliebenen Arbeitnehmer machten erhebliche Zugeständnisse: Im Rahmen einer Betriebsvereinbarung erklärten sie sich bereit, bis Ende 2011 auf 10 Prozent ihres Bruttogehalts sowie auf Sonderzuwendungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld zu verzichten.

Dieses Paket an Sanierungsmaßnahmen trug bereits nach wenigen Monaten  Früchte. Lieferanten und Mitarbeiter hielten dem Unternehmen die Stange. Auch der Absatz der Produkte konnte aufgrund intensiver internationaler Vertriebsaktivitäten, darunter auch die Präsenz bei wichtigen Fachmessen, wieder stabilisiert werden. „Letzlich“, so Dr. 
Blersch, „ist es dadurch gelungen, die ertragsorientierte Fortführung des Unternehmens bei gleichzeitiger erheblicher Entschuldung zu ermöglichen.“ Auf dieser Basis gelang es schließlich, die Gläubiger von dem nun rechtskräftigen Insolvenzplan zu überzeugen und das Unternehmen in die Erfolgsspur zurück zu bringen.

Die Krautzberger GmbH in Eltville entwickelt, produziert und vertreibt weltweit an mehreren Standorten Geräte und Anlagen zur Oberflächenveredelung mittels Spritztechnik. Hauptabnehmer sind industrielle Kunden, unter anderen aus dem Automobilzuliefererbereich. In diesem Kernbereich des Unternehmens brach der Umsatz Ende 2008 um rund 50 Prozent ein. Das Unternehmen besteht seit mehr als 100 Jahren. Es verfügt über zwei ausländische Beteiligungsgesellschaften und viele weltweite Handelspartner, die von der Insolvenz der Gesellschafterin aber nicht betroffen sind.

(Quelle: Pressemitteilung BGP Blersch Goetsch Partner Insolvenzverwaltungen)


Insolvenzverwalter für Primacom bestellt

Berlin: 

Der Kabelnetzbetreiber Primacom hat am 16.6.2010 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim AG Charlottenburg beantragt. Rechtsanwalt Hartwig Albers wurde vom Gericht zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Das teilte der Vorstanddes Unternehmens jetzt in einer Pflichtmeldung mit. Die für den operativen Betrieb zuständigen Tochtergesellschaften sind von der Insolvenz nicht betroffen. „Das Geschäft läuft ganz normal“, sagte ein Primacom-Sprecher der dpa.

Die Primacom AG drückt eine Schuldenlast von 340 Mio. €. Mehrheitseigner ist die von Scott Lanphere kontrollierte Investmentgesellschaft Escaline, die sich mit den Kreditgebern nicht auf ein Sanierungskonzept hatte einigen können. Nachdem die Gläubiger Verbindlichkeiten von 29,2 Mio. € fällig gestellt hatten, musste die Primacom Holding ihre Zahlungsunfähigkeit erklären. Weitere Gespräche mit den Gläubigern führten zuletzt nicht zu einer Einigung.

Aus Gläubigerkreisen war wiederholt verlautet, die Kreditgeber der Primacom AG wollten das Geschäft weiter betreiben. In der Insolvenz soll nun die Schuldenlast verringert werden. Die Kreditgeber planen einem Bericht zufolge, die Zinsen zu senken und die Darlehenslaufzeiten zu verlängern. Escaline hatte zuvor wiederholt gefordert, die Gläubiger sollten auf einen wesentlichen Teil ihrer Forderungen verzichten, was diese ablehnen.

Das niederländische Bankhaus ING hat die als Sicherheit verpfändete Primacom Management GmbH, in der das operative Geschäft des Kabelnetzbetreibers gebündelt ist, zur Versteigerung ausgeschrieben. Interessenten dafür dürfte es in der Branche durchaus geben, doch könnten die Gläubiger auch selbst zuschlagen. Bei Primacoms Schwestergesellschaft Tele Columbus, die eine ähnliche Leidensgeschichte hat, hatten die Gläubiger zum Jahreswechsel das Ruder übernommen.

(Quelle: heise online)


Alu-Druckguss meldet Insolvenz an

Berlin: 

Der Autozulieferer Alu-Druckguss GmbH & Co. KG hat Insolvenzantrag für die beiden Standorte in Berlin-Reinickendorf und Brieselang (Havelland) gestellt.

Alu-Druckguss produziert mit 56 Mitarbeitern in Berlin und 220 Mitarbeitern in Brieselang Motor- und Getriebeteile für die Automobilindustrie.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Verfahren beider Standorte wurde Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff bestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter sagte gegenüber der Presse, dass ein Insolvenzplan zur Sanierung des Unternehmens erarbeitet werden solle. Der Geschäftsbetrieb läuft zunächst uneingeschränkt weiter.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Die Firma Lott ist wieder insolvent

17.6.2010 Oberachern: 

Am 15.6.2010 wurde für die Lott Feinpappen GmbH & Co. KG ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim AG Baden-Baden gestellt. Der Antrag erfolgte durch eine Gläubigerin des Unternehmens; Ferdinand Kießner von Schultze & Braun, Achern, wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Das Unternehmen wurde bereits 1870 in Oberachern gegründet und ist Hersteller von Fein- und Spezialpappen, die vor allem in der Industrie für Büroorganisationsmittel eingesetzt werden – hier besonders für Aktenordner – sowie in der Luftfahrt- und Automobilindustrie, bei Möbelherstellern und in Schuh-Manufakturen.

Feinpappe Lott befindet sich nun zum zweiten Mal in seiner Unternehmensgeschichte in einem Insolvenzverfahren. Im ersten Verfahren, das im Jahr 2004 – ebenso mit Kießner als Insolvenzverwalter – eröffnet wurde, konnte Feinpappe Lott durch einen Insolvenzplan entschuldet werden, heißt es in der Pressemitteilung. „Es ist im Moment noch zu früh, um eine Prognose für die Zukunft von Lott abzugeben“, meinte Kießner. „Zunächst werden wir die Möglichkeiten zur Betriebsfortführung prüfen, um dann intensiv nach Lösungen und Chancen zur Sanierung zu suchen. Nach einer ersten Einschätzung kann festgestellt werden, dass die Auftragsbücher gefüllt sind“. Seit knapp einem Jahr ist Bob Roche als Geschäftsführer für Feinpappe Lott verantwortlich. Hinter dem Unternehmen stehen die Motion Immobilien Verwaltungs GmbH in Weisenbach als Kommanditistin sowie die Feinpappen und Kunststoffe Lott GmbH in Achern als Komplementärin.

Das Unternehmen beschäftigt 70 Mitarbeiter, deren Löhne und Gehälter bis einschließlich Mai 2010 bezahlt sind. Ab Juni 2010 sind diese durch das Insolvenzgeld für max. drei Monate gesichert.

(Quelle: Baden online)


Happich-Geschäftsbetriebe gehen an Firma aus
Witten

Wuppertal:

Die Geschäftsbetriebe der insolventen Wuppertaler Happich Fahrzeug- und Industrieteile sowie der Happich Profile sind verkauft. Nach beinahe einjähriger vorheriger Umstrukturierung hat Insolvenzverwalter Bruno M. Kübler die Pelzer Acoustic Products GmbH (PAP) in Witten als branchennahen strategischen Investor gewinnen können.

Dabei gab es dem Insolvenzverwalter zufolge zwar etliche Interessenten, doch es sei schwierig gewesen, einen Investor zu finden, der in diesen Krisenzeiten erstens auch über die Finanzmittel und zweitens die Unterstützung seiner Banken verfügt.

Mit dem Verkauf der Geschäftsbetriebe bleiben in Wuppertal rd. 100 Arbeitsplätze erhalten. PAP habe zugesichert, die Geschäfte von Wuppertal aus weiter zu betreiben. Ein Dutzend Beschäftigte werden jedoch nicht übernommen, sondern sollen in eine Transfergesellschaft wechseln. Schon zuvor waren bei Happich in Wuppertal 90 Arbeitsplätze verloren gegangen. Angesichts der Ereignisse während des vergangenen Jahres auch mit gescheiterten Rettungsversuchen spricht die IG Metall jedoch von einer guten Nachricht.

Denn, so der Insolvenzverwalter, Happich hatte mit insgesamt 550 Mitarbeitern als Zulieferer für die Lkw- und Omnibusindustrie und zwei inländischen sowie sieben ausländischen Tochtergesellschaften zuletzt beträchtliche Verluste eingefahren und stand kurz vor dem Aus. Besonders schwierig wurde es, als der tschechische Produktionsstandort ebenfalls in die Insolvenz geriet und die Auslieferungen an die überwiegend deutschen Kunden zeitweise sogar zum Erliegen kam.

Inklusive der Wuppertaler Arbeitsplätze bleiben bei den betroffenen Happich-Betrieben nun etwa 200 Arbeitsplätze erhalten.

(Quelle: Westdeutsche Zeitung)


Importhändler Willi Scheuche insolvent

Lampertswalde:

Der Floristik-Import-Großhandel Willi Scheuche aus Lampertswalde bei Dresden musste den bitteren Gang zum Insolvenzgericht antreten. Grund für diesen Schritt ist die drohende Zahlungsfähigkeit wegen eines nicht bewilligten Saisonkredits. Beglichen werden sollte damit eine Rechnung aus China, wo die Firma viele Artikel produzieren lässt.

Dies teilte der die Geschäftsführung unterstützende Rechtsanwalt Helgi Heumann mit. Das Insolvenzverfahren soll in Eigenverantwortung laufen und die Geschäfte laufen erst einmal ohne Einschränkung weiter, hieß es. Auch die Löhne für die 58 Mitarbeiter seien für die kommenden Monate gesichert. Willi Scheuche ist ein in dritter Generation familiengeführter Betrieb und bedient den gesamten Bedarf für Floristen.

(Quelle: wer-zu-wem)


Rohwedder streicht 100 Jobs

Bermatingen:

Bei der insolventen Rohwedder AG (Bermatingen) werden rd. 100 von derzeit 420 Stellen in Deutschland gestrichen. Dies sieht der Sozialplan vor, der zwischen dem Gesamtbetriebsrat und Insolvenzverwalter Volker Grub ausgehandelt wurde.

Danach sollen am Standort Bermatingen 35 von 140 Arbeitsplätze wegfallen, in Radolfzell 40 von 100 und in Bruchsal und Lörrach insgesamt etwa 25. „Schmerzliche Entlassungen konnten nicht verhindert werden“, teilte Renate Schittek, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, mit. Es sei jedoch gelungen, den zu entlassenden Mitarbeitern den Eintritt in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungseinheit anzubieten.

Das nächste wichtige Anliegen der Arbeitnehmer- und Jugendvertreter des Unternehmens sei es, das Rohwedder-Ausbildungszentrum in Markdorf zu erhalten. Dort werden derzeit 35 Auszubildende zum Industriemechaniker oder Mechatroniker ausgebildet. Auch ein Teil der BA-Studiums „Technik“ erfolgt in diesem Ausbildungszentrum. Derzeit würden Unternehmen aus der Region gesucht, die sich an den Kosten des Zentrums beteiligen wollen, so Renate Schittek. Es gehe darum, in der Region einem drohenden Mangel an Fachkräften vorzubeugen.

(Quelle: Südkurier)


Drei gesetzliche Krankenkassen von Insolvenz bedroht

16.6.2010 Hamburg:

Drei gesetzliche Krankenkassen sind von der Pleite bedroht – und es könnten in diesem Jahr noch mehr werden. Eine Sprecherin der BKK bestätigte, dass nach der City BKK und der BKK Heilberufe auch die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) eine Warnung vor der Insolvenz angemeldet habe. Die GBK hatte als erste gesetzliche Kasse deutschlandweit einen Zusatzbeitrag von 8 € im Monat erhoben. Doch auch die zusätzliche Finanzspritze der Mitglieder half anscheinend nicht.

Bei einer drohenden Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung müssen gesetzliche Kassen das beim Bundesversicherungsamt (BVA) anzeigen. Für die 33.000 Kunden der GBK bleibt der Versicherungsschutz bestehen. Auch um die medizinische Versorgung muss sich niemand sorgen. Behandlungskosten werden zwischen alter und neuer Kasse verhandelt. Wenn eine Kasse ihren Versicherten die Insolvenz mitgeteilt hat, sollte man sich binnen zwei Wochen nach dem genannten Termin eine neue Krankenversicherung suchen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die neue Kasse keine Zusatzbeiträge erhebt. Vorteile aus einem Bonusprogramm lassen sich nicht auf eine neue Kasse übertragen.

„Wir werden womöglich ein Kassensterben erleben, wenn vor der Sommerpause keine Klarheit über ein politisches Modell herrscht“, sagte der Gesundheitsexperte Jürgen Wasem der „Passauer Neuen Presse“. Ohne eine politische Lösung für das drohende Defizit müssten viele Kassen für 2011 Insolvenz anmelden. Nach Ansicht von Wasem kann nur ein erhöhter Beitragssatz oder die Abschaffung des Gesundheitsfonds die Pleitewellenverhindern. Experten bemängeln seit Langem, dass die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht reichen, um die Ausgaben der Kassen zu decken. Auch unter den größten fünf Kassen Deutschlands ist ein Insolvenzkandidat.

(Quelle: Hamburger Abendblatt)


Cloppenburg Automobil SE übernimmt die Standorte des Autohauses Lammer

Mannheim/Wald-Michelbach:

Vor gerade einmal fünf Wochen hat die Geschäftsführung des Autohauses Lammer Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Bereits jetzt ist der Neustart des traditionsreichen BMW-Händlers perfekt. Die Auto Cloppenburg GmbH mit Sitz in Bad Kreuznach, 100%ige Tochter der europaweit
tätigen BMW-Handelsgruppe Cloppenburg Automobil SE, hat zum 14.6.2010 die beiden Standorte in Wald-Michelbach und Viernheim übernommen.

Mit dem Verkauf konnten die beiden Insolvenzverwalter Marc Schmidt-Thieme und Tobias Hoefer von der Mannheimer Kanzlei Hack | Hoefer die beiden Standorte sowie den überwiegenden Teil der Arbeitsplätze erhalten. Der neue Eigentümer übernimmt in Wald-Michelbach 15 der 18 Mitarbeiter, in Viernheim bleiben 21 der 26 Beschäftigten an Bord.

Beide Insolvenzverwalter konzentrierten sich von Beginn an auf die erfolgreiche Sanierung und haben sich dabei eng abgestimmt. „Wir freuen uns, dass wir mit der Cloppenburg Automobil SE einen Käufer gefunden haben, der über große Erfahrung im Automobilhandel verfügt und breit aufgestellt ist“, sind sich Schmidt-Thieme und Hoefer einig. Das seien gute Voraussetzungen für eine langfristige Zukunftsperspektive.

„Die beiden Autohäuser sind eine ideale Ergänzung für unser Filialnetz und stärken unsere Präsenz in der Rhein-Main-Region“, sagt Claus Müller, Geschäftsführer der Auto Cloppenburg GmbH. „Die Mitarbeiter in Wald-Michelbach und Viernheim sind jetzt Teil der großen Cloppenburg-Familie.“ Claus Müller betonte, dass die beiden Standorte auch in Zukunft für den besonderen Service und den hohen Qualitätsstandard stehen würden. „Beide Standorte wurden bereits mit der BMW Quality Trophy ausgezeichnet. An diesem Anspruch möchten wir uns weiterhin messen lassen.“

Ermöglicht wurde die Übernahme der beiden Standorte auch durch die gute Zusammenarbeit mit BMW. Der Hersteller unterstützte von Beginn an die Sanierungsbemühungen der beiden Insolvenzverwalter.

Die Geschäftsführung des Autohauses Lammer hatte am 30.4.2010 wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das zuständige AG Darmstadt bestellte daraufhin Rechtsanwalt Marc Schmidt-Thieme für den Standort Wald-Michelbach und Rechtsanwalt Tobias Hoefer für den Standort Viernheim zu vorläufigen Insolvenzverwaltern.

Die Autohaus Lammer GmbH betrieb in Wald-Michelbach und Viernheim zwei Autohäuser mit Werkstattbetrieb. Am Stammsitz Wald-Michelbach war das Unternehmen seit 1934 als Vertragspartner der BMW AG präsent. Der Standort Viernheim wurde 2003 eröffnet. Das Unternehmen beschäftigte 44 Mitarbeiter (davon acht Auszubildende).

Die Cloppenburg Automobil SE mit Stammsitz in Düsseldorf, ist eine europaweit tätige BMW-Handelsgruppe mit insgesamt 31 Standorten in Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Die Gruppe beschäftigt insgesamt 870 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 499,3 Mio. €.

(Quelle: rw konzept)


Cha Cha Thai Street Kitchen-Muttergesellschaft insolvent

15.6.2010 Hamburg:

Die Life Food Systems AG (LFS) mit Sitz in Hamburg, Muttergesellschaft der Cha Cha Restaurant Kette, hat Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Ulrich Rosenkranz bestellt.

Der LFS-Vorstand strebt ein Insolvenzplanverfahren zur Sanierung an. Geplant ist alle bestehenden Cha Cha-Standorte zu erhalten. Die Restaurants bleiben zunächst trotz des Insolvenzantrags geöffnet. LFS betreibt in Deutschland sechs Restaurants, davon ein Lizenzbetrieb in Berlin, der nicht vom Insolvenzantrag betroffen ist.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


b&d-Verlag und Tochtergesellschaften insolvent

14.6.2010 Düsseldorf:

Der Magazin-Verlag b&d stellte Insolvenzantrag beim AG Düsseldorf. Betroffen sind rd. 80 Mitarbeiter. Der Verlag bringt Fun- und Trendsport Magazine (u.a. das Lifestyle-Magazine Blonde) heraus. Weiter wurden Insolvenzanträge für die Tochtergesellschaften b&d media network AG, b&d services GmbH und blond media GmbH gestellt.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Horst Piepenburg bestellt. b&d gehört seit 2006 zur Vereinigte Verlagsanstalten GmbH (VVA). VVA hatte bereits im Mai Insolvenzantrag gestellt.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Übernahme der Fribad Gruppe endlich gelungen

Südbaden:

Die lange angekündigten, rechtsverbindlichen Zustimmungserklärungender Sicherungsgläubiger gingen erst am 28.5.2010 bei den Insolvenzverwaltern der Fribad Cosmetics Group GmbH und ihrer Töchter ein. Die kurzzeitige lettische Inhaberschaft hatte das Verfahren durch die internationale Finanzierungsehr zeitaufwendig gestaltet.

Rechtzeitig zum 1.6.2010 konnten nun wie geplant der Einkauf und der Vertrieb auf die Baden-Baden Cosmetics Group AG und deren Töchter, die COSMÉTIQUE SANS SOUCIS GmbH, die BIODROGA COSMETIC GmbH und die FUTURESSESPA GmbH übergehen. Bereits vor dem 1.6.2010 war ein Team der BCG AG über viele Wochen beiden Insolvenzverwaltern vor Ort, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen.

Im Innenverhältnis werden die Insolvenzverwalter noch für einige Wochen zuständig sein, da noch ein Vertrag zwischen der BCG AG und dem japanischen Großkunden abgewickelt werden muss. Der Vorstand der BCG AG, Michael Vogt, hat auf mehreren Asienreisen bereits gute, eigene Kontakte zum japanischen Großkunden knüpfen können. Ein neues, langfristiges Lieferabkommen festigt diese Partnerschaft.

In voraussichtlich sechs bis acht Wochen werden die Voraussetzungen für einen Gesamtbetriebsübergang auf die BCG AG geschaffen sein. Damit werden dann am Standort Baden-Baden 160 Arbeitsverhältnisse von der BCG AG dauerhaft übernommen.

Trotz Insolvenz ist es der Fribad Cosmetics Group GmbH gelungen, innovative neue Produkte zu entwickeln, wie bspw. eine Pflege mit Apfelstammzellen. Die BCG AG kann so mit einem attraktiven Sortiment der Marken SANS SOUCIS, BIODROGA, BASICS und FUTURESSE starten.

Michael Vogt sieht für die Marken einen klaren Erfolgskurs. Hinsichtlich der strategischen Ausrichtung wird die Marke SANS SOUCIS auch weiterhin eine Preiseinstiegsmarke für Parfümerien und Warenhäuser bleiben. Die Beibehaltung der hohen Qualitätsstandards sowie eine Repositionierung entsprechendder Inhalte und Werte der Marke, weg vom reinen Beauty-Image und der Aufbau einer Pflanzen- und Naturkosmetikserie, werden die Marke positiv neu aufladen. Eine stärkere Fokussierung auf Kernthemen innerhalb der Produktpalette wird zur Schärfung des Markenprofils beitragen. Die Marke BIODROGA SYSTEMS wird die Positionierung im bio-technologischen, innovativen Produktfeld weiter ausbauen.

Neben dem deutschen Markt werden Kunden auf allen fünf Kontinenten in 63 Ländern beliefert, darunter Japan, USA, Kanada, Norwegen und Südafrika. Beliefert werden auch „Exoten“ wie Grönland, Bahrain und Malaysia bis hin zu den niederländischen Antillen. In diesen Ländern ist mit den Marken SANS SOUCIS, BIODROGA, BASICS und FUTURESSE „Qualität aus Baden-Baden“ ein Begriff.

(Quelle: Suedbaden.business-on.de)


Asdis Software ist insolvent

Berlin:

Der Anbieter von Lösungen zum sicheren Management der IT-Infrastruktur in komplexen IT-Umgebungen „Asdis Software GmbH“ soll saniert werden. Nachdem das Berliner Unternehmen Insolvenz anmelden musste, hat jetzt der vorläufige Insolvenzverwalter Sebastian Laboga, Partner der Kanzlei Kübler, Gespräche mit potenziellen Investoren aufgenommen. „Die erste Resonanz ist gut“, erzählt er.

„Die Asdis-IT-Lösungen sind nach wie vor am Markt gefragt, und das Unternehmen verfügt über einen äußerst renommierten Kundenstamm. Deshalb sind wir sehr zuversichtlich, relativ kurzfristig eine Investoren-Lösung zu erzielen.“ Dank dieser soll Asdis saniert werden. Neben Umsatzrückgängen hatten Darlehens- und Mietverbindlichkeiten zu dem Liquiditäts-Engpass geführt, der Asdis in die Pleite trieb.

Derzeit geht der Geschäftsbetrieb jedoch „ohne Einschränkungen“ weiter, betont Laboga: „Insbesondere können alle Wartungs- und Service-Arbeiten weiterhin ausgeführt werden“. Auch die Löhne und Gehälter der 24 Mitarbeiter seien über das Insolvenzgeld gesichert.

(Quelle: IT-Business)


Akson AG beantragt Insolvenz

11.6.2010 Tröbitz:

Der Vorstand der Akson AG hat am 10.6.2010 beim zuständigen AG Cottbus Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Betroffen sind ca. 170 Mitarbeiter des Dienstleisters rund um Stahl.

Mit dem Insolvenzantrag sieht der Vorstand Chancen auf eine Sanierung des Unternehmens. „Die Insolvenzordnung bietet uns gute Möglichkeiten ein Unternehmen in der Insolvenz zu sanieren“, sagt Dr. Stefan Weniger, Vorstand der Akson AG. Um die Chance bestmöglich zu nutzen, haben die Verantwortlichen den Antrag auf ein Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung gestellt.

Geplant ist, gemeinsam mit dem zu bestellenden vorläufigen Insolvenzverwalter zu prüfen, mit welchem Konzept Akson auf wirtschaftlich gesunde Füße gestellt werden kann. Erste Gespräche des neuen Vorstands mit wesentlichen Geschäftspartnern wie Banken, Lieferanten und Kunden verliefen trotz jetzigem Insolvenzantrags positiv. „Wir haben Signale erhalten, dass sie uns unterstützen wollen“, sagt Weniger.

Die Vertriebs- und Verwaltungsholding war in eine schwierige Lage geraten, weil die allgemeine konjunkturelle Krise ihre Geschäftsbereiche Stahlbau, Logistik und Spezialtiefbau getroffen hatte. Ein zweiter Insolvenzantrag wurde für die Akson Logistik gestellt.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Restrukturierungskonzept für AZM Auto-
Zentrale-Mittelsachsen GmbH

Die AZM Auto-Zentrale-Mittelsachsen GmbH hat am 9.6.2010 beim AG Dresden die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen beantragt. Ziel ist es, ein Sanierungskonzept, welches den Erhalt des Unternehmens und der derzeit 95 Arbeitsplätze zum Gegenstand hat, im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens umzusetzen. Der Geschäftsbetrieb soll aufrecht erhalten werden.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Rüdiger Weiß, Dresden, bestellt. Der Insolvenzexperte Rechtsanwalt Jörg Spies erstellt das Restrukturierungskonzept mit Insolvenzplan und wird zeitnah in die Geschäftsleitung eintreten.

Die AZM Auto-Zentrale-Mittelsachsen GmbH ist Servicepartner und Vertragshändler der Marken Opel, Chevrolet und Suzuki. Das Unternehmen befindet sich in einer wirtschaftlich angespannten Situation, die durch hohe Betriebsverluste in 2007 und erheblichen Steuernachzahlungen im Zusammenhang mit einem Paketverkauf aller Fahrzeuge, die über die GMAC Bank finanziert waren, im November 2009 entstanden sind.

Ziel des Planinsolvenzverfahrens ist es, das Unternehmen finanziell grundlegend zu restrukturieren, um Kapitalkraft und Kostenstruktur den Marktgegebenheiten anzupassen und hierdurch das Unternehmen auch unter schwierigen Marktbedingungen tragfähig zu machen. Vor diesem Hintergrund stellt das mit dem Insolvenzplan verfolgte Restrukturierungskonzept vorrangig auf die leistungswirtschaftliche Sanierung durch Ausübung insolvenzrechtlicher Gestaltungsrechte und die Anpassung der Kostenstruktur ab.

(Quelle: PKL KELLER SPIES)


Manager übernehmen insolvente TV-Produktionsfirma Pro GmbH

10.6.2010 Köln:

Die neu gegründete Kölner Pro TV Produktion GmbH hat die Vermögenswerte der insolventen TV-Produktionsgesellschaft Pro GmbH übernommen. Die Verträge wurden von den neuen geschäftsführenden Gesellschaftern Andreas Lichter und Jürgen Brandt unterzeichnet, wie Insolvenzverwalter Christoph
Niering am 10.6.2010 mitteilte. Zuvor hatte auch der Gläubigerausschuss
der 1979 u.a. von Alfred Biolek gegründeten Pro GmbH die Übernahme befürwortet. Über Vertragsdetails wurde Stillschweigen vereinbart.

Die beiden neuen geschäftsführenden Gesellschafter waren zuvor Geschäftsführer und Prokurist bei der insolventen Pro GmbH. Sie hätten einen guten Ruf in der Medienbranche, erklärte Insolvenzverwalter Niering: „Viele Medienpartner haben bereits ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der neuen Pro TV Produktion GmbH signalisiert“. Die neue Gesellschaft
wird sich zukünftig vor allem auf den Bereich TV-Show-Formate konzentrieren.

Das Format „Mann an Bord“, die Beteiligung an der Produktion „Mitternachtsspitzen“ und die weitere Tätigkeit für die Sendung „Menschen bei Maischberger“ seien dafür eine gute Ausgangsbasis, betonte Geschäftsführer Andreas Lichter. Zudem arbeite man mit Hochdruck an neuen Formaten.

Der Geschäftsführung der Pro GmbH hatte im März 2010 beim zuständigen AG Köln Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Als Grund für den Insolvenzantrag nannte sie ein fest eingeplantes Großprojekt, das nicht wie geplant im Jahr 2010 umgesetzt werden konnte. Die Insolvenz ließ sich trotz des bereits vor einiger Zeit eingeschlagenen Sanierungsweges damit nicht mehr vermeiden.

(Quelle: Ad hoc news)


Insolvenzverwalter: Lage bei Hummel problematisch

10.6.2010 Coburg/Sonnefeld:

Der vorläufige Insolvenzverwalter des oberfränkischen Polstermöbelherstellers Hummel, Thomas Linse, hat die Situation des Unternehmens als schwierig bezeichnet. In einer Pressenotiz gibt er bekannt, dass sich die Fortführung bzw. Wiederaufnahme einer Weiterproduktion problematisch gestalte. Sowohl die Auszahlung von Löhnen und Gehältern als auch die Pachtzahlungen für das Produktionsgebäude seien seit Monaten ausgeblieben. Eine Liquidität sei nicht gegeben.

Nachdem bereits zum Versand stehende Möbel und anproduzierte Kundenkommissionen vervollständigt werden konnten, soll die Produktion zunächst weiter aufrecht erhalten werden. Unter Mitwirkung eines möglichen Investors konnte der Insolvenzmasse ein Kredit zur Verfügung gestellt werden. Hierdurch werde es ermöglicht, die Produktion von immer noch eingehenden Aufträgen wieder aufzunehmen und Material zuzukaufen. Weiter eröffne dies die Möglichkeit, Gespräche über eine übertragende Sanierung bzw. Rettung von Teilen der Hummel-Produktion zu führen. Die rechtlichen und tatsächlichen Umstände blieben problematisch. Immerhin bestehe ein Funke Hoffnung, dass es zumindest mit einem Teil von Hummel weitergehe, so Linse. Wann das Insolvenzverfahren endgültig eröffnet wird, sei noch unbekannt.

(Quelle: Möbelmarkt online)


Bei Conta drohen Entlassungen

Hechingen:

Das Hechinger AG hat jetzt das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Firma Gebr. Conzelmann GmbH & Co. KG eröffnet. Gegenstand des Insolvenzverfahrens ist auch die Komplementär GmbH Conta Wirk- und Strickwaren. Das Gericht folgte damit dem Insolvenzantrag beider Unternehmen vom 16.3.2010. Das AG bestellte den Rottweiler Rechtsanwalt
Alexander Kästle zum Insolvenzverwalter. Dessen Büro bestätigte auf Anfrage Restrukturierungsmaßnahmen in dem traditionsreichen Tailfinger Textilunternehmen. Auch gebe es aktuell Verhandlungen mit dem Betriebsrat mit dem Ziel, die Struktur zu verschlanken.

Das heißt im Klartext, dass bevorstehende Entlassungen nicht auszuschließen sind. Betroffen sind insgesamt 215 Arbeitsplätze, davon 122 in Albstadt, 93 in Schwenningen/Heuberg sowie in den 15 Hersteller-Shops.

Die Firma Gebr. Conzelmann ist einer der führenden Hersteller für Damen- und Herren-Unterwäsche unter den Marken „conta“ und „Sangora“. An den beiden Standorten in Tailfingen sowie in Schwenningen/Heuberg wird vollstufig produziert. Das Unternehmen beliefert den Facheinzelhandel, Konzerne, Versender und die 15 „Conta-Shops“.

In einer ersten Stellungnahme in Zusammenhang mit dem Insolvenzantrag im März nannte das Büro des Insolvenzverwalters steigende Energie- und Rohstoffkosten und die Rabattschlachten im Handel sowie ein schlechtes Konsumklima als ursächlich für die finanzielle Schieflage des Unternehmens.

(Quelle: Südwest Presse)


Signet Solar ist insolvent

Mochau:

Der Dünnschicht-Solarmodulhersteller Signet Solar, mit Sitz in Mochau, hat beim AG Chemnitz Insolvenz angemeldet. Das AG hat den Rechtsanwalt Dr. Christoph Junker zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmt. Damit wurde die Einzelzwangsvollstreckung eingestellt. Der Insolvenzverwalter ist überzeugt, dass man das Unternehmen erfolgreich sanieren könne. Bis zum Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit soll es keine Gehaltsrückstände für die 160 Mitarbeiter gegeben haben.

(Quelle: evertiq)


Pappenfabrik meldet Insolvenz an

9.6.2010 Riedenburg:

Die Riedenburger Pappenfabrik hat wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Das bestätigte die Geschäftsführung. Die Zukunft von rd. 40 Arbeitsplätzen ist damit völlig offen. Am 8.6.2010 wurde vom AG Regensburg das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet.

Den Grund für die Misere bei der Pappenfabrik nennt der seit Mitte April als Geschäftsführer fungierende Ott ohne Umschweife: „Zahlungsunfähigkeit.“ Hintergrund der Zahlungsunfähigkeit der Pappenfabrik sind nach Unternehmensangaben geplatzte Verhandlungen mit der Firma Herlitz, dem laut Ott größten Kunden. „Es gab Preisverhandlungen, die gescheitert sind“, räumt Ott ein. Im Klartext: Die Pappenfabrik wollte die Preise erhöhen, Herlitz spielte offenbar nicht mit. Ott begründet die von seiner Firma angestrebte Preisanpassung mit gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten. Doch es sei nicht möglich gewesen, sich mit Herlitz zu einigen. Eine weitere Produktion zu den alten Preisen hätte für die Pappenfabrik aber permanente Verluste bedeutet, erklärt der Geschäftsführer. „Wir haben das schon eine ganze Zeit gemacht“, sagt Ott. Doch man könne nicht sehenden Auges Verluste einfahren, erklärt er sinngemäß. „Die Insolvenz war unabwendbar“, versichert er.

Es gibt aber noch Hoffnung. „Wir sind mit Herlitz noch im Gespräch“, bestätigt Ott. „Doch wir konnten uns noch nicht auf einen Preis einigen, zu dem sich für uns die Produktion lohnt“, sagt er. Daraufhin seien die Verhandlungen abgebrochen worden – die Insolvenz war die Folge. Ott will aber dennoch nicht ausschließen, dass es noch zu einer Einigung kommt.

Die Produktion in der Pappenfabrik ruht derzeit. Der Großteil der Beschäftigten sei in den Urlaub geschickt worden, sagt Ott. Die wenigen Arbeiter vor Ort seien derzeit mit Wartungs- und Reparaturarbeiten beschäftigt, so der Geschäftsführer.


Vorläufige Insolvenzverwalterin ist die Regensburger Anwältin Johanna Lehmann-Mayer.

(Quelle: Donaukurier)


Woolworth-Logistikschwester macht dicht

Frankfurt/M.:

Die insolvente Logistiksparte der gerade verkauften Woolworth-Kaufhäuser macht dicht. Die neuen Eigentümer der Kaufhauskette hätten mit der DWLogistics GmbH (DWL) im westfälischen Bönen keinen neuen Vertrag über Logistikdienstleistungen geschlossen, berichtete am 7.6.2010 der Insolvenzverwalter Georg Bernsau in Frankfurt. In der Folge sei der an DWL interessierte Investor abgesprungen.

Die Woolworth-Kaufhäuser waren von einer Holding der Tengelmann-Gruppe übernommen worden, die Einkauf und Logistik mit ihren eigenen Billigketten zusammenlegen will. Die Textilkette kik ist wie die bisherige Woolworth-Logistik in Bönen beheimatet.

Der Investor hatte laut Insolvenzverwalter geplant, den Betrieb der DWL mit etwa 85 % der Mitarbeiter weiterzuführen. Nun müssten auch die verbliebenen 270 DWL-Mitarbeiter bis Ende Juni in eine Transfergesellschaft wechseln, die bereits 260 Kollegen von ihnen aufgenommen hat. Die Beschäftigten erhalten
laut Mitteilung des Verwalters bis zum 31.7.2011 75 % ihres früheren Nettogehalts. Die DWL hatte etwa ein halbes Jahr nach dem Insolvenzantrag der Deutschen Woolworth GmbH die eigene Zahlungsunfähigkeit festgestellt.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Luftfrachtspezialist stellt vorläufigen Insolvenzantrag

Hamburg/Leipzig:

Hinter den Kulissen schwelte ein monatelanger Streit. Das Opfer ist jetzt das gemeinsame Tochterunternehmen. Die Garbe World Cargo Center GmbH (GWCC) hat die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Operativ sei das Unternehmen aber in Ordnung, betonte Geschäftsführer Markus Wolf. Doch
ein Streit zwischen den GWCC-Gesellschaftern Garbe Logistic und dem niederländischen Projektentwickler Geomar BV mache den Schritt zum Insolvenzrichter notwendig.

Die GWCC ist ein auf Entwicklung und Bau von Luftfrachtzentren spezialisiertes Unternehmen. Vorausgegangen war eine seit Anfang 2009 dauernde Auseinandersetzung über die nachträgliche Bewertung der gemeinsam realisierten Luftfrachtzentren an den Flughäfen in Leipzig und Hamburg. Geomar bestätigte lediglich, dass es eine Auseinandersetzung gibt, wollte sich aber nicht näher äußern. Bei Garbe Logistic hieß es, dass seit Längerem mit Geomar über eine Trennung verhandelt werde. Deshalb werde nicht mehr über die Tochter GWCC agiert. Die bisher dort realisierten Luftfrachtzentren in Hamburg und
Leipzig würden Garbe Logistic direkt gehören.

„Der vorläufige Insolvenzantrag war nicht zu vermeiden“, sagte GWCC-Geschäftsführer Wolf. Durch die mit den unterschiedlichen Bewertungen im Zusammenhang stehenden For-derungen an sein Unternehmen sei eine bilanzielle Überschuldung eingetreten. Die Ansprüche seien nicht zu erfüllen. „Wirtschaftlich stehen wir aber gut da.“ Das Geschäft laufe wieder gut an nach zwei schlechteren Jahren. Die Luftfracht sei von der Krise stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Das hätten auch die GWCC-Kunden gespürt.

Die Kooperation mit den Holländern begann im Jahr 2001. Die Garbe-Tochter hatte sich in der Zeit beim Bau von Umschlagflächen und Luftfrachtgebäuden für Flughäfen zum europäischen Marktführer gemausert. Das Unternehmen setzte auf die massive Expansion der Luftfracht. Und das geht nur mit Logistikimmobilien in intelligenter Architektur und mit moderner Technik. Nach 2001 hatte das Thema Sicherheit in der Branche für zusätzlichen Aufwand gesorgt. Der lässt sich am besten in modernen Frachtzentren bewältigen.

Die vorläufige Insolvenz wirke sich auch nicht auf das Geschäft aus, so Wolf. Die Firma habe z.B. mit dem Bau eines Frachtzentrums am Flughafen Hannover-Langenhagen begonnen, so Wolf. Bei Garbe Logistic heißt es dagegen, Hannover werde in Eigenregie bearbeitet.

Das Luftfrachtzentrum in Leipzig wurde für 30 Mio. € gebaut und ist vor einem Jahr in Betrieb gegangen. Im Jahr zuvor wurde das Luftfrachtzentrum beim Nordport am Hamburger Flughafen in Betrieb genommen. Auch an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt/M. ist GWCC mit einem Frachtzentrum
vertreten. Projekte wie die in Budapest und weiteren Standorten in Zentraleuropa scheinen aber noch nicht über die Planungsphase hinausgelangt zu sein.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt und Betriebswirt Moritz Sponagel bestellt. Ziel der Geschäftsführung sei es, zusammen mit Sponagel die bereits begonnenen Projekte zu realisieren, so Wolf. „Dazu gehört die Fertigstellung des Luftfrachtzentrums in Hannover, ein Projekt mit einem Volumen von etwa 18 Mio. €“, so der GWCC-Geschäftsführer.

(Quelle: Die Welt)


Berggruen gewinnt Rennen um Karstadt

8.6.2010 Essen:

Der Investor Nicolas Berggruen hat den Zuschlag für die Warenhauskette Karstadt erhalten. Das teilte der Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg am 7.6.2010 in Essen mit. „Wir werde mit Nicolas Berggruen einen notariellen Vertrag schließen“, sagte Görg nach einer Sitzung des Gläubigerausschusses.

Er hoffe, dass Karstadt nun erfolgreich weitergeführt werde, erklärte Görg. Berggruen sagte, er sei glücklich, dass es nun vorwärts gehe. Der Sohn des 2007 verstorbenen Kunstsammlers Heinz Berggruen hat in verschiedenen Zeitungsinterviews betont, mit Karstadt kein „schnelles Geld“ machen zu wollen, sondern langfristig zu investieren.

Die elf Mitglieder des Gläubigerausschusses hatten neben dem Angebot von Berggruen auch über Offerten des Immobilienkonsortiums Highstreet sowie der deutsch-schwedischen Investmentfirma Triton beraten. Insgesamt neun Stimmen wurden für Berggruen abgegeben. Die drei Interessenten hatten
ihre Angebote zuvor kurzfristig noch nachgebessert.

(Quelle: Stern)


Pleitegeier über dem Bambooland

Gaimersheim:

Das Ende 2006 eröffnete Bambooland ist pleite. Das AG Ingolstadt hat das Insolvenzverfahren für die Bamboo-Land-Gaimersheim GmbH & Co.KG eröffnet.

Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung gibt das Gericht als Gründe für den Bankrott der Gesellschaft an. Bereits am 3.5.2010 hat das Bambooland Gaimersheim seinen Betrieb eingestellt, bestätigte der zum Insolvenzverwalter bestellte Nürnberger Rechtsanwalt Volker Böhm. Den neun Angestellten war
bereits vor dem Insolvenzantrag gekündigt worden. Dieser Tage haben in der Halle die Handwerker das Sagen – ans Bambooland erinnert nur noch der dschungelartige Anstrich der gläsernen Halle und die vor dem Eingang hockenden Pandabären.

Dabei war das Bambooland – ein Franchiseunternehmen der in Berlin ansässigen Bambooland Betriebs AG – als „Spaß für die ganze Familie“ angepriesen worden. Ein „echtes Erlebnisland“ wurde im Gaimersheimer Gewerbegebiet versprochen, mit „vielfältigem Angebot an Spiel- und Spaßmöglichkeiten“.

Doch die Begeisterung der Bürger für den aufwendigen Indoor- Park ebbte schnell ab. Gegenüber dem Insolvenzverwalter gab der Geschäftsführer der Bamboo-Land-Gaimersheim GmbH & Co.KG, Fathi Nefati, an, das Geschäft sei insbesondere in den Sommermonaten schlecht gelaufen. Dies läge insbesondere an der ländlichen Umgebung. „Auf dem Land spielen die Kinder lieber in der Natur.“

(Quelle: Donaukurier)


Rot-Weiß Essen stellt Insolvenzantrag

7.6.2010 Essen:

Vorläufiger Insolvenzverwalter des früheren deutschen Fußball- Meisters Rot-Weiß Essen ist der Düsseldorfer Rechtsanwalt Frank Kebekus. Das teilte ein Sprecher des AG Essen mit. Kebekus sei vom Gericht damit beauftragt worden, die Vermögensverhältnisse des Vereins zu ermitteln. Der von zwei
Vorständen des Essener Traditionsvereins unterzeichnete Insolvenzantrag war den Angaben zufolge am 4.6.2010 bei dem Gericht eingegangen.

Rot-Weiß Essen hatte mitgeteilt, es sei nicht gelungen, die Bedingungen des DFB für die Regionalliga-Lizenzerteilung zu erfüllen. Es fehlte letztlich ein Betrag i.H.v. rd. 2,2 Mio. €. Deshalb wurde Insolvenz wegen Überschuldung beantragt. Dem zuletzt nur noch viertklassigen Club droht nun die Einstellung des Spielbetriebs.

In den 50er Jahren hatte der Verein über Jahre eine der stärksten Mannschaften in der Bundesrepublik gestellt. 1955 wurde Essen deutscher Meister. Für RWE spielte damals u.a. Fußball-Weltmeister Helmut Rahn.

(Quelle: Ad hoc news)


Hightech-Firma Ideema ist pleite

6.6.2010 Kamenz:

Die derzeit noch 13 Mitarbeiter müssen um ihre Jobs bangen. Der Ideema GmbH ist das Geld ausgegangen. Sie ist zahlungsunfähig und musste beim AG Dresden Insolvenz anmelden.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Dresdner Rechtsanwalt Henry Girbig bestellt. Ob und wie viele Arbeitsplätze zu retten sind, könne er noch nicht sagen. Er müsse sich jetzt erst einen Überblick „über die Zahlen verschaffen“, so Girbig und die Ursachen für die wirtschaftliche Schieflage der
Firma analysieren. Offenbar trugen auch Geschäftspartner dazu bei, dass die Firma ins Trudeln kam. So habe Ideema Maschinen gekauft, um eine neue Fertigungslinie aufzubauen. Ideema setzte auf technisches Know-how im Wettbewerb. In drei Schichten wollte der Spezialist für Industriedesign und
Maschinenbau inzwischen Präzisionsteile produzieren. Doch das lief offenbar nicht wie geplant.

Henry Girbig: „Die Maschinen wurden vom Hersteller nicht rechtzeitig in funktionsfähigem Zustand übergeben.“ Es habe bloß Schwierigkeiten damit gegeben, was durch die weltweite Wirtschaftskrise noch verschärft wurde. Als die Maschinen endlich funktioniert hätten, seien die Kunden abgesprungen gewesen. Gerade als die Wirtschaft wieder anzog, war das Kamenzer Unternehmen finanziell am Ende.

„Jetzt müssen wir sehen, wie das Unternehmen weitergeführt werden kann“, so Henry Girbig. Er denke in alle Richtungen. „Ich bin positiv eingestellt, eine Lösung zu finden, um die Arbeitsplätze und die Firma zu erhalten.“

Der Geschäftsbetrieb laufe aber weiter und die Löhne würden über Insolvenzausfallgeld finanziert. Für den Insolvenzverwalter kommt der Verkauf an einen Investor ebenso in Frage, wie ein Neustart aus dem Unternehmen heraus. Immerhin verbessere sich die Auftragslage jetzt wieder, schätzt Girbig ein. Dieser Aufschwung müsse jetzt genutzt werden, um Kunden zu gewinnen.

Ideema ist ein Spezialist für Industriedesign, die Konstruktion hochpräziser Feinmechanik und Automatisierungssysteme, Maschinenbau und CNC-Fertigung.

(Quelle: Sächsische Zeitung)


Gehälter bis Juli sicher

5.6.2010 Kommern:

Das Kommerner Unternehmen connecting ideas GmbH hat beim Bonner AG Insolvenzantrag gestellt. Das bestätigte der vorläufige Insolvenzverwalter Siegfried Müller aus Mechernich.

Man habe sich gemeinsam mit der Geschäftsführung entschlossen, ein Konzept zu erarbeiten, wie der Betrieb dauerhaft fortgeführt werden könne. „Ob das unter dieser oder unter einer anderen Rechtsträgerschaft geschehen kann, steht noch nicht fest“, so Müller. Die Belegschaft habe auf jeden Fall Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert.

Fest stehe, dass die Gehälter der derzeit 48 Mitarbeiter für die Monate Mai, Juni und Juli gesichert seien. In den nächsten Wochen würden die Unterlagen des Unternehmens eingehend geprüft. Auftraggeber für das Unternehmen, das sog. Mailings, also Briefwurfsendungen, produziert, stünden für die nächsten zwei Monate noch zur Verfügung. „Das Ziel des Verfahrens ist es auf jeden Fall, die Arbeitsplätze zu erhalten“, sagte Rechtsanwalt Müller.

(Quelle: Kölnische Rundschau)


Racke stellt Insolvenzantrag

05.06.2010 Mainz/Bad Kreuznach:

Das traditionsreiche Weinunternehmen Racke hat Insolvenzantrag gestellt. „Die Bemühungen um eine ordentliche Abwicklung der Unternehmung Racke sind nun doch kurz vor dem Ziel gescheitert“, so der Gesellschafter und Geschäftsführer Marcus Moller-Racke. Demnach hat Moller-Racke für die MR
Abwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, Bad Kreuznach, die Insolvenz beantragt. Der Sitz der Nachfolgegesellschaft der Racke GmbH & Co. KG sei zuvor von Mainz nach Bad Kreuznach verlegt worden.

Lange hatte Markus Moller-Racke versucht, diesen Schritt zu vermeiden. Im Herbst 2009 hatte er angekündigt, fast alle Marken zu verkaufen, um danach neu starten zu können. Der Hintergrund: Racke hätte in den kommenden Jahren Verpflichtungen aus Betriebsrenten zu tragen gehabt, die die
Summe von 50 Mio. € deutlich übersteigen. „Der letzte Rentner wird nach Berechnungen der Allianz bis 2062 Ansprüche an uns haben“, erläuterte damals Racke. Obwohl er zu dieser Zeit das operative Geschäft als nach wie vor profitabel bezeichnete, drückte ihn diese Last so sehr, dass er „mit Rücksicht
auf sich und seine Familie“ einen Befreiungsschlag plante.

Gleichzeitig mit dieser Ankündigung Ende Oktober hatte Moller-Racke den Verkauf der Weinmarke Blanchet an die Freyburger Sektkellerei Rotkäppchen-Mumm bekannt gegeben. Bereits zuvor hatte er seine 50 %ige Beteiligung an dem Joint Venture Golden Kaan in Südafrika aufgegeben. Zum Verkauf standen u.a. das kalifornische Weingut Donum Estate, die Beteiligungen an den Auslandstöchtern Racke Nederland und Racke Tschechien, die 50 %-Anteile an den Joint Ventures Espiritu de Chile und Espiritu de Argentina sowie Grande Vitae und nicht zuletzt die Gebäude auf der Kupferbergterrasse in Mainz, die im März 2010 von der Mainzer Richter-Gruppe erworben
wurden.

Trotz eines guten Geschäftsjahres 2008/2009 hatte Moller- Racke nach eigenen Angaben nicht alle Verpflichtungen erfüllen können. „Wir waren auf einem ordentlichen Weg, hatten die Abwicklung zu 80 % abgeschlossen“, zitiert die Zeitschrift Wein + Markt aus einem persönlichen Brief an die
Rentner. „Umso bedauerlicher ist es daher, dass eine Forderung von uns an einen Dienstleister in namhafter Höhe kurzfristig und ohne Vorankündigung ausfiel.“ Dies sei der Grund, warum der Insolvenzantrag unumgänglich wurde. Die fälligen Renten sollen künftig durch den Pensions-Sicherungs-
Verein (PSVaG) geleistet werden. Ein noch zu benennender Insolvenzverwalter soll Racke bis zur endgültigen Firmenschließung abwickeln.

(Quelle: Allgemeine Zeitung)


VVA-Dachgesellschaft stellt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

Düsseldorf:

Die Wesel Verwaltungs GmbH hat als Dachgesellschaft der VVA-Gruppe beim Insolvenzgericht Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Horst Piepenburg aus Düsseldorf bestellt.

Mit der Insolvenz der Dachgesellschaft erhält das Expertenteam von Piepenburg einen umfassenden Einblick in alle Töchter des Unternehmens, unabhängig davon, ob diese Insolvenzantrag gestellt haben. Dadurch wird die derzeit laufende Bestandsaufnahme und Bewertung der Sanierungs- und Verkaufsperspektiven deutlich vereinfacht. „Bevor diese Bestandsaufnahme nicht abgeschlossen ist, können wir uns nicht zu den Zukunftsperspektiven der VVA äußern. Vorerst führen wir den Geschäftsbetrieb unverändert fort“, so Piepenburg.

Mit der Konkordia GmbH, der Langenstein Medien GmbH, der VVA Kommunikation GmbH und der VVA Datenmanagement GmbH haben weitere Töchter der Gruppe Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. In allen Fällen wurde wie bei der Vereinigte Verlagsanstalten GmbH Rechtsanwalt
Horst Piepenburg aus Düsseldorf zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Am 19.5.2010 hatte die Vereinigte Verlagsanstalten GmbH (VVA) bereits Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrensgestellt. Die bis heute eingereichten Insolvenzanträge betreffen nun in etwa 650 der 710 Mitarbeiter der Gruppe in Düsseldorf, Essen und Baden-Baden. Die Löhne und Gehälter dieser Beschäftigten werden über das Insolvenzgeld zunächst für drei Monate gesichert.

(Quelle: rw konzept)


Kirchner droht Zahlungsunfähigkeit

04.06.2010 Buchloe:

Das Buchloer Transportunternehmen Johann Kirchner GmbH hat beim AG Kempten wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. 43 Mitarbeiter inklusive Teilzeit- und Aushilfskräfte kümmern sich bei dem Buchloer Familienbetrieb seit 25 Jahren um Dienstleistungen rund um Transport und Lagerung.

Gesellschafter-Geschäftsführer Wolfgang Kirchner zeigt sich trotz der Misere optimistisch. „Die Mitarbeiter sind genauso wie ich sehr betroffen“, erzählt der 44-Jährige, der den Betrieb seit 1989 zu seiner „jetzigen Größe kontinuierlich aufgebaut“ habe. Der Chef des international tätigen Transportunternehmens macht neben der seit 2008 anhaltenden Konjunkturkrise mehrere Faktoren für die jetzige Geschäftssituation verantwortlich: „Unter anderem waren die Preissteigerungen beim Kraftstoff und die Erhöhung bei der Maut kontraproduktiv.“

Das Insolvenzgericht Kempten bestellte Rechtsanwalt Dr. Thomas Karg aus der Memminger Kanzlei Schwartz zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Als Gründe für die Schieflage macht auch er nach einer ersten Analyse die einbrechende Konjunktur bei steigenden Kosten in der Transportbranche aus.

(Quelle: Buchloer Zeitung)


Rohwedder AG: Insolvenz ist eröffnet

Bermatingen:

Das AG Konstanz hat am 1.6.2010 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Rohwedder AG (Bermatingen) eröffnet und Volker Grub als Insolvenzverwalter bestellt. Wie es nun weitergehen soll, ließ Grub in Form einer Pressemeldung verlautbaren. Danach sollen nun die einzelnen Geschäftsbereiche des Unternehmens „im Wege eines Asset Deals an Dritte“ veräußert werden. Asset Deal heißt: Es werden die Wirtschaftsgüter des Unternehmens, also etwa Grundstücke, Gebäude, Maschinen, bei einem Verkauf einzeln übertragen. Das Unternehmen als bisheriges Ganzes wird also zerschlagen werden. Dessen ungeachtet liegen derzeit laut Grub mehrere Angebote für die Gesamtaktivitäten der Rohwedder AG vor, u.a. von einem USMaschinenbaukonzern und von einem britischen Finanzinvestor.

Zudem gebe es Einzelangebote für die Standorte in Bermatingen, Radolfzell, Lörrach und Bruchsal sowie für die Töchter JOT Automation und Rohwedder Canada. Er rechne damit, dass die Übernahmegespräche bis Ende Juni abgeschlossen werden könnten, teilte Grub mit.

Gleich wie die Veräußerung des Unternehmens ablaufen wird, werden weitere Entlassungen nötig sein, heißt es. Vorgesehen sei in diesem Zusammenhang die Einrichtung einer Beschäftigungs-und Qualifizierungseinheit. Entsprechende Gespräche mit dem Gesamtbetriebsrat seien bereits aufgenommen worden.

Die Rohwedder AG als börsennotierte AG soll aufgelöst, die Aktien aus dem Handel genommen und die Börsenlistung gelöscht werden – beantragt mit sofortiger Wirkung. Nachdem die AG nicht fortgeführt werden wird, werde den Aktionären auch kein Abfindungsangebot unterbreitet. Für die Aktionäre des Sondermaschinenbauers ändert sich damit nichts: Wie vorWochen bereits bekanntgegeben, werden sie nicht mit Auszahlungen rechnen können.

(Quelle: Südkurier)


Bundeskartellamt gibt grünes Licht für Woolworth-Übernahme

Frankfurt/M.:

Das Bundeskartellamt hat die Genehmigung für den Erwerb aller 162 Woolworth-Filialen erteilt, da es keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken hat. Damit steht der zum 1.7.2010 geplanten Übernahme der Discount-Warenhauskette Woolworth durch das Erwerberkonsortium – im Wesentlichen bestehend aus der Tengelmann-Gruppe und der H.H. Holding GmbH – nichts mehr im Weg. Dies bedeutet auch den Erhalt eines Großteils der Arbeitsplätze in den Filialen.

„Ich freue mich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass sie nach der Zeit der Ungewissheit wieder eine neue Perspektive und Sicherheit an der Seite eines starken strategischen Investors haben“, sagt Insolvenzverwalter Ottmar
Hermann
.

Die Übernahme der Warenhauskette stand nicht nur unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamtes. Auch die Vermieter, die nicht zum Hautptvermieter Cerberus gehören, mussten einer Weiterführung der Mietverhältnisse zustimmen. Die Befragung zur Einwilligung mit den Nicht-Cerberus-Vermietern ist noch nicht endgültig abgeschlossen. Zum jetzigen Zeitpunkt werden demnach ab dem 1.7.2010 voraussichtlich mindestens 140 Woolworth-Filialen vom neuen Investor fortgeführt. Zzt. werden in der Woolworth-Hauptverwaltung in Frankfurt-Niederrad unter Hochdruck alle Maßnahmen getroffen, um eine reibungslose Übergabe an den neuen Betreiber zu gewährleisten.

„Durch die Zustimmung des Kartellamtes sind nunmehr alle Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Die Strategien für das operative Geschäft können endgültig ausgebaut werden, sodass einer erfolgreichen Weiterführung der Marke Wool-worth nichts mehr im Wege steht“, erklärt Maike Joost, Prokuristin der H.H. Holding GmbH.

(Quelle: dictum law communications)


Affeldt an Elmshorner ASM verkauft

02.06.2010 Neuendorf/Elmshorn:

Es besteht wieder Hoffnung für einen großen Teil der Affeldt-Mitarbeiter. Am 1.6.2010 hat der Hamburger Insolvenzverwalter Dr. Klaus Pannen betriebsnotwendige Vermögensgegenstände der Neuendorfer Affeldt Verpackungsmaschinen GmbH an den Elmshorner Stahlbaubetrieb ASM
verkauft. Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der
Affeldt Verpackungsmaschinen GmbH wurde am 14.5.2010 eröffnet. Bei Affeldt handelt es sich um einen seit mehr als 40 Jahren am Markt präsenten und weltweit agierenden Hersteller von Verpackungsmaschinen für die Produktbereiche Druck, Agrar/Frucht und Backwaren mit zuletzt rd. 160 Mitarbeitern.

„Ich freue mich, dass es nach langen und intensiven Verhandlungen gelungen ist, den Neustart der Affeldt zu ermöglichen“, kommentiert Dr. Klaus Pannen. „Es ist den Mitarbeitern zu wünschen, dass möglichst viele Arbeitsplätze im Rahmen der Neustrukturierung erhalten werden“, so Pannen weiter.

ASM-Geschäftsführer Moeller: „Ich sehe in Affeldt ein großes Potential für einen Neustart unter neuer Flagge“. Der Elmshorner Maschinenbauer ASM plant im Rahmen eines Neuaufbaus die Neueinstellung von 80 – 100 Mitarbeitern und rd. 20 Ausbildungsplätzen.

Uwe Zabel, 1. Bevollmächtigter und Geschäftsführer IG Metall Unterelbe kommentiert: „Am Ende wird doch alles gut: Faire tarifgebundene Arbeitsplätze mit Zukunftsperspektiven für ehemalige Affeldt Beschäftigte durch den Neustart. Dieser Elmshorner Beschäftigungspakt muss nun schnell von Banken, Landesregierung und der Agentur für Arbeit unterstützt werden, damit unsere Kolleginnen und Kollegen aus der Arbeitslosigkeit schnell in neue gute Arbeit kommen.“

(Quelle: Dr. Pannen Rechtsanwälte)


Ambiente Fashion ist insolvent

Am 31.5.2010 hat der Damenoberbekleidungs-Spezialist Ambiente Fashion GmbH die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim AG Mönchengladbach beantragt. Als voläufiger Insolvenzverwalter wurde Volker Quinkert bestellt. Quinkert gehört der Kanzlei Hützen und Quinkert in Mönchengladbach an.

Im Rahmen der Wirtschaftskrise litt die Ambiente Fashion GmbH laut eigener Erklärung unter Warenüberhängen in Osteuropa, Umsatzeinbrüchen im Export sowie verlustbringenden Outlets. Zur letztlichen Illiquidität führten auch reduzierte Kreditlinien der Banken.

Die Aussicht auf eine Weiterführung des Geschäftsbetriebes scheint aber durchaus realistisch. Alteigentümer Peter Boveleth, der noch 2006 seine Anteile an Ambiente Fashion veräußerte scheint nun wieder an einem Einstieg interessiert zu sein.

Ambiente-Geschäftsführer Michael Boveleth erklärt außerdem, dass die Herbst-/Winterkollektion definitiv geliefert werden kann und sich guter Resonanz der Kunden erfreut.

(Quelle: Mode.net)


Preußen ist pleite – 07 meldet Insolvenz an

Hameln:

Preußen Hameln 07 ist pleite! Die Vereinskasse ist leer. Aus eigener Kraft kann der Hamelner Traditionsklub, der bereits 1999 kurz vor dem Aus stand, den Schuldenberg i.H.v. angeblich 140.000 € nicht mehr abbauen. Jetzt zieht Preußen-Chef Roman von Alvensleben die Notbremse. Ihm bleibt als Vereinsvorsitzender nichts anderes übrig, als Insolvenz anzumelden. Das Insolvenzplanungsverfahren ist laut von Alvensleben die einzige Chance für einen Neuanfang. Der Vorsitzende will den ältesten Fußballverein der Stadt, der in den vergangenen 103ahren viele Höhen und Tiefen erlebte, vor dem endgültigen Aus retten.

Ein vorläufiger Insolvenzverwalter wurde mit Dr. Rainer Eckert bereits gefunden. Der Rechtsanwalt aus Hannover ist in der Fußballszene übrigens kein Unbekannter. Mit seiner Hilfe konnte im Jahr 2007 die Insolvenz des Sportvereins Arminia Hannover abgewendet werden. Damals gelang es mit seiner Hilfe, mit den Gläubigern einen Vergleich zu schließen. Daraufhin zog der Vereinsvorstand seinen Insolvenzantrag zurück. So wurde der Traditionsverein aus Hannover, der gerade in der Bezirksoberliga den Titel holte, doch noch gerettet. 07- Boss Roman von Alvensleben hofft, dass es dem Insolvenzverwalter auch in Hameln gelingt, den in finanzielle Schieflage
geratenen Verein zu sanieren – und so den Weg für einen Neuanfang freizumachen.

Wie es bei Preußen 07 sportlich nach dem besiegelten Abstieg in die Landesliga weitergeht, ist ungewiss. Trainer Kai Oswald, der wie die Spieler seit Monaten vergeblich auf sein Geld wartet, trat nach der letzten Heimniederlage am letzten Oberliga- Spieltag gegen Ramlingen zurück.

(Quelle: Deister- und Weserzeitung)


Hitzbleck meldet Insolvenz an

01.06.2010 Duisburg:

Das Duisburger Bauunternehmen Karl Hitzbleck GmbH hat am 31.5.2010 Insolvenz angemeldet. Der harte Konkurrenzkampf in der Bauindustrie, die Wirtschaftskrise und die außergewöhnlich harten Wintermonate gab der ausgeschiedene Geschäftsführer Karl Eduard Hitzbleck in einer Presseerklärung als Grund für die Insolvenz an.

Im Jahr 2005 hatten die Gesellschafter des Bauunternehmens und die Banken zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, doch auch so konnte der Finanzierungsbedarf des Unternehmens nicht mehr gesichert werden. Die Insolvenz wurde eingeleitet, obwohl das Unternehmen nach eigenen Angaben über einen Auftragsbestand verfügt, der in den nächsten Monaten volle Beschäftigung gewährleistet hätte. Dies bestätigte der geschäftsführende Gesellschafter Rüdiger Tuldoziecki-Berg: „Wir verfügen momentan über einen komfortablen Auftragsbestand, aber das hilft uns nicht weiter.“

Vergangenes Jahr zeigte sich Tulodziecki-Berg noch zufrieden mit der Auftragslage 2008 im Bereich Wirtschaftsbau. Im zweiten Halbjahr 2008 gab es sogar eine Steigerung der Aufträge. Das Krisenjahr 2009 schwächte das Bauunternehmen. „Im ersten Quartal des Jahres wurden sogar Aufträge storniert. Die Wirtschaftskrise und besonders der lange Winter, der zu einem viermonatigen Baustopp führte, haben zu der Insolvenz geführt“, sagte der Geschäftsführer.

Zzt. sind 22 Mitarbeiter, davon die Hälfte Angestellte, von der Insolvenz betroffen. Was mit den Projekten geschehen soll, die momentan in der Ausführung sind, ist noch unklar. „Wir stehen in Verhandlungen mit den Bauherren. Am Ende muss der Insolvenzverwalter entscheiden wie es weitergeht“, so Tulodzieki- Berg.

Die IG Bau will sich nun einsetzen, dass die Beschäftigten „in Brot und Arbeit bleiben“. Das Bauunternehmen, das 1897 gegründet wurde, war u.a. am Bau des City Palais und des Theaters am Marientor beteiligt. Wie es nun weitergeht, ist unklar.

(Quelle: Rheinische Post)


Wilhelm Beines Söhne ist insolvent

31.05.2010 Mönchengladbach:

Das auf das Färben und Bedrucken von Stoffen spezialisierte Unternehmen Wilhelm Beines Söhne GmbH hat am 28.5.2010 Insolvenzantrag gestellt. Insolvenzantrag wurde auch für die Beines-Tochtergesellschaft gestellt.

Betroffen sind rd. 46 Mitarbeiter des Mönchengladbacher Traditionsunternehmens.

Bereits 2006 musste das Unternehmen, das in der sechsten Generation in Famileinbesitz ist, Insolvenz beantragen, konnte sich damals aber innerhalb des Insolvenzverfahrens neu aufstellen. Gestiegene Baumwollpreise und der harte Wettkampf mit der asiatischen Konkurrenz führten jetzt erneut zur Insolvenz.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter der GmbH wurde Rechtsanwalt Heinrich C. Friedhoff bestellt. Vorläufiger Insolvenzverwalter der Beteiligungstochter ist Rechtsanwalt Arne Meyer.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Die Uhr für Rowi läuft ab

30.05.2010 Pforzheim:

Die traditionsreiche Pforzheimer Unternehmen Rowi Schäfenacker, bekannt für seine Uhrenarmbänder, sah sich zur Insolvenzanmeldung gezwungen. Über Gründe für die Zahlungsunfähigkeit muss spekuliert werden. Es seien in einigen Bereichen keine positiven Ergebnisse erwirtschaftet worden, teilte der Insolvenzverwalter lediglich mit.

Rowi Schäfenacker ist ein metallverarbeitendes Unternehmen und stellt Präzisionstechnik sowie Uhrenarmbänder und weitere Uhrenteile her. Mit seinen Fixoflex-Uhrbändern hat Rowi Weltruhm erlangt und war einer von weltweit drei Herstellern der patentierten Zugbänder. Zuletzt beschäftigte die Firma, die ausschließlich in Deutschland produziert, etwa 30 Mitarbeiter.

Wie es weitergehen soll, ist noch unklar, aber der Insolvenzverwalter Andreas Wille ist optimistisch. Man befinde sich in Verkaufsverhandlungen mit regional ansässigen und internationalen Kaufinteressenten. Uhrbandfertigung und Präzisionstechnik werden gute Entwicklungschancen eingeräumt. Die Uhrenund
Schmuckfabrik Rowi wurde bereits 1885 gegründet. 2006 übernahmen die Pforzheimer das renommierte Unternehmen Schäfenacker.

(Quelle: Wer-zum-wem)


Spedition insolvent: 320 Arbeitsplätze in Gefahr

29.05.2010 Flensburg:

Eine große Fahrzeugflotte hat die Flensburger Spedition Nielsen & Sörensen – und die kommt sie jetzt teuer zu stehen. In der Spedition hat seit dem 26.5.2010 der Insolvenzverwalter das Sagen. Der Spedition Nielsen & Sörensen sind die liquiden Mittel ausgegangen. Gläubiger machen millionenschwere Forderungen geltend, die derzeit nicht beglichen werden können. 320 Mitarbeiter sind bei der deutschen Firma mit dänischem Hintergrund derzeit noch angestellt, in guten Zeiten vor wenigen Jahren waren es mal rd. 500 – wie es auch heute noch im englischen Teil der Homepage des Unternehmens steht.

Das Insolvenzverfahren betreffe bislang nur die Muttergesellschaft Nielsen & Sörensen GmbH, erläuterte für die White & Case Insolvenz GbR tät ige Rechtsanwältin Sylvia Fiebig. Hier sind 270 Personen beschäftigt, die anderen 50 bei Tochterfirmen. „Unser Ziel ist es, das Unternehmen zu sanieren“, bekräftigte
Sylvia Fiebig. Deshalb werde der Geschäftsbereich komplett aufrecht erhalten. Es herrsche zwar eine gewisse Hektik und Aufregung wegen der jüngsten Ereignisse, ansonsten laufe aber das ganz normale Tagesgeschäft.

White & Case arbeitet an einer schnellen Sanierungslösung. „Die ist aber nur mit einem Investor möglich“, so Rechtsanwältin Fiebig. Es gebe in der Tat ernsthafte Interessenten, man sei in guten Gesprächen. Es gebe aber noch eine Reihe von Fragen zu klären.

Die finanziellen Probleme von Nielsen & Sörensen haben es in sich. Nach Tageblatt-Informationen erhebt allein die Firma Euro-Leasing aus Sittensen bei Hamburg Forderungen i.H.v. knapp 2,5 Mio. € plus weiterer fällig werdender Rechnungen. Euro-Leasing hat eine große Zahl von Fahrzeugen an Nielsen & Sörensen vermietet. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat sie Dritte aufgefordert, Fahrzeuge von Nielsen &Sörensen nicht mehr zu beladen; außerdem wurden die Flensburger zur Rückgabe der Fahrzeuge aufgefordert.

Die Ursache für die Misere bei dem großen Logistik-Unternehmen am westlichen Stadtrand verortet die Insolvenzexpertin in der Finanzkrise. „Im Zuge der Krise wurde die Logistikbranche brutal getroffen“, berichtet Sylvia Fiebig. Frachtpreise seien tief in den Keller gefallen. Gerade große Firmen, die große Fahrzeugflotten geleast haben, konnten das kaum verkraften. Auf der N & S-Homepage ist von 1.400 Einheiten die Rede. „Dazu kam der lange, harte Winter, der eine Katastrophe für die Logistik war, die im Wesentlichen auf Lkw-Verkehr basiert.“

Doch es gab auch hauseigene Probleme. „Man hatte sich zwei ganz neue Marktsegmente geschaffen“, so die Anwältin. Beide seien jedoch fehlgeschlagen. In Kumulation mit den Effekten der Finanzkrise sei das am Ende nicht mehr zu verkraften gewesen.

(Quelle: Flensburger Tageblatt)


Den Frankfurt Lions fehlen 2 Mio. €

29.05.2010 Frankfurt:

Die Frankfurt Lions haben am 29.5.2010 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim AG Frankfurt gestellt. „Dieser Schritt war erforderlich, da sich die aktuelle finanzielle Lage nicht zum Positiven entwickelt hat“, sagte der Mehrheitseigner des Eishockey-Proficlubs, Siggi Schneider. Den Löwen, die seit 16 Jahren ohne Unterbrechung in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) spielen und 2004 Meister wurden, fehlen für die nächste Saison 2 Mio. €. „Die Suche nach neuen Sponsoren ist leider nicht so verlaufen, wie wir uns das gewünscht haben“, sagte Schneider. Er sprach von einem „letzten Aufbäumen“. Noch sei sein „Kampfgeist nicht erloschen, doch es ist mehr als traurig, dass unser Ersuchen um Hilfe bei vielen Menschen in dieser Stadt kein Gehör gefunden hat“. Als Insolvenzverwalter wurde der Frankfurter Rechtsanwalt Fabio Algari bestimmt.

Schneider hatte mit zwei Freunden, deren Namen er in der Öffentlichkeit nicht preisgibt, im Dezember 2008 das Unternehmen SSD AG gegründet, das nach dem Tod von Alleingesellschafter Gerd Schröder die Lions übernahm. Insgesamt steckten die neuen Eigentümer laut Schneider aus ihrem Privatvermögen mehr als 5 Mio. € in den Verein. Zu weiteren Investitionen
sind sie nun nicht mehr willens und nicht mehr in der Lage: „Bei aller Liebe, mehr können wir nicht machen“, so Schneider Die Gespräche mit der Stadt und Sponsoren oder Investoren liefen zwar weiter, „es ist aber nicht so, dass wir unmittelbar vor einem Abschluss stehen.“ Gedanken, wie es mit dem Eishockey in Frankfurt weitergehen würde, sollten die Lions keine Lizenz für die nächste Saison in der DEL bekommen, machen sich die Verantwortlichen derzeit offiziell noch nicht. „Unsere Energie ist voll und ganz darauf ausgerichtet, doch noch eine Lösung zu finden, um Erstliga-Eishockey in Frankfurt weiter zu ermöglichen.“ Erst wenn das Insolvenzverfahren eröffnet wird, hätten sie keine Chance mehr, eine Spielgenehmigung zu bekommen. Spätestens am 14.6.2010 herrscht Klarheit.

„Wir haben aufgezeigt, wie man gemeinsam zusätzliche Einnahmen gewinnen und Kosten minimieren kann“, sagte der Frankfurter Dezernent für Wirtschaft und Sport, Markus Frank (CDU). Die Stadt habe allerdings „keine Millionen herumliegen“, um ein „Loch zu stopfen, das in den vergangenen Tagen plötzlich noch einmal größer wurde“. Nun sei vielmehr der Klub am Zug.

Frank kritisierte die grundsätzliche Situation der an vielen Standorten defizitär arbeitenden DEL: „Es ist unfassbar, in welchem Zustand diese Liga ist.“ Neben den von der Zahlungsunfähigkeit bedrohten Kassel Huskies, die von den DEL-Gesellschaftern ausgeschlossen worden waren und jetzt vor Gericht ums Überleben kämpfen, haben auch Aufsteiger EHC München, die Kölner Haie und die Krefeld Pinguine erhebliche finanzielle Nöte. Die Frankfurt Lions sind nach Ansicht vieler Beobachter nur ein weiteres Beispiel dafür, dass das deutsche Eishockey-System in der jetzigen Form kaum überlebensfähig ist.
(Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)




440 Arbeitsplätze sind gerettet

Friedrichshafen:

440 Beschäftigte mussten um ihren Job zittern, nachdem Peter Busjahn am 14.4.2010 Insolvenz angemeldet hatte. Seine Gebäudereinigung, die Filialen in Friedrichshafen, Freiburg, Konstanz und Ulm betrieb, war zahlungsunfähig. Gut 70 % seines Jahresumsatzes von zuletzt 3 Mio. € hatte das Unternehmen durch öffentlich-rechtliche Aufträge erzielt. Innerhalb von sechs Wochen ist es dem vorläufigen Insolvenzverwalter Jan van Bruggen gelungen, einen Interessenten zu finden, der Busjahn im Rahmen einer sog. übertragenden Sanierung kauft: die Lattemann & Geiger Dienstleistungsgruppe – ein 10.000 Mitarbeiter
starkes Unternehmen mit Sitz in Dietmannsried, das nicht nur in der Reinigungsbranche aktiv ist, sondern auch Klinikdienste, Textilservice, technische Wartungen und Catering in ganz Deutschland anbietet. Am Bodensee ist Lattemann & Geiger seit 1989 durch die Gebäudereinigungsfirma Göpfert vertreten. Nach der Eingliederung der ehemaligen Busjahner wird Göpfert mit rd. 850 Beschäftigten zum Branchenriesen in der Region. „Sechs Interessenten haben sich um die Übernahme beworben“, verriet Insolvenzverwalter van Bruggen und freute sich darüber, verkünden zu können, „dass der allergrößte Teil der Arbeitsplätze erhalten bleibt“. Er betonte, dass auch die Region vom nahtlosen Übergang profitieren werde, da Busjahn viele lokale Auftraggeber habe.

Lattemann & Geiger wird aber nicht nur in die neuen Mitarbeiter investieren, sondern auch für 200.000 € neue Maschinen, Geräte und Fahrzeuge anschaffen. Alles, was nicht übernommen wird, geht in die Masse, um die Gläubiger anteilsmäßig zu befriedigen.

(Quelle: Schwäbische Zeitung)


Sanierung erfolgreich: Auto-Maurer gerettet

28.05.2010 Bad Kreuznach:

Das Traditionsunternehmen Auto-Maurer GmbH mit Sitz in Kirn ist gerettet. Knapp ein Jahr nach Stellung des Insolvenzantrages ist es dem Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Jens Lieser aus Koblenz, nach intensiven Verhandlungen gelungen, einen Investor zu finden und so das Fortbestehen von Verkauf und Werkstatt zu sichern. Der Investor ist die Klos-Gruppe mit
Sitz im Saarland. Der neue Eigentümer will das Unternehmen unter dem Traditionsnamen fortführen. „Besonders erfreulich ist, dass es uns gelungen ist, alle derzeit bestehenden Arbeitsplätze zu sichern. Dies war von Anfang an eines unserer Hauptanliegen“, betont Rechtsanwalt Lieser. Zum Erfolg habe auch
das Engagement des Hauptgläubigers, der Kreissparkasse Birkenfeld, beigetragen.

Neben dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen der Marken Fiat und Fiat Professional wird das Autohaus auch mit den Marken Alfa Romeo und Lancia weitergeführt. Der Werkstattbetrieb bietet weiterhin wie gewohnt seine umfangreichen Serviceleistungen, auch markenübergreifend, an. „Ich freue mich, dass es in einem für die Automobilbranche sehr schwierigen Marktumfeld und zudem in einer Krisenzeit gelungen ist, mit der Klos-Gruppe einen erfahrenen Investoren zu finden, der unseren Namen fortführt. Nun können wir einer erfolgreichen Zukunft entgegen sehen und unsere Kunden können weiterhin das Angebot und den Service des Autohauses in gewohnt guter
Qualität nutzen“, sagt Karl-Otto Süß, Geschäftsführer des Autohauses. So wird auch dieses Jahr wieder pünktlich zur Sommerzeit ein Urlaubscheck angeboten.

Das 1919 gegründete Traditionsunternehmen Auto-Maurer hatte 2009 einen Insolvenzantrag stellen müssen. Ein schwieriges Geschäftsjahr mit schwachem Absatz und die Verschärfung durch die Finanzmarktkrise hatten das Unternehmen in eine finanzielle Schieflage gebracht.

(Quelle: dictum media)


Das Ende von Rung-Druck

Göppingen:

Nach 113 Jahren ist die Göppinger Druckerei Rung am Ende. Im Insolvenzverfahren wurden 27 Mitarbeiter entlassen, das Inventar schon großteils verkauft. Was aus dem Gebäude wird, scheint offen.

Mitten in der Göppinger Innenstadt gibt es Veränderungen in der Gewerbelandschaft. Die Firma Rung-Druck GmbH wird abgewickelt. Der Insolvenzverwalter, der Stuttgarter Anwalt Marcus Winkler, bestätigte, dass zum 1.2.2010 das Insolvenzverfahren eröffnet worden sei. Nach den Verhandlungen mit diversen Übernahmeinteressenten aus der Druckbranche habe sich recht schnell gezeigt, dass keine Chance auf Fortführung des im Jahr 1897 gegründeten Betriebs bestehe. Deshalb wurden in den vergangenen Wochen die letzten Aufträge abgearbeitet, dann mussten die 27 Mitarbeiter für immer gehen. Kürzlich wurden dann das meiste Inventar und Maschinen verkauft.

Ausschlaggebend für das Aus seien verschiedene Gründe gewesen, erklärt Winkler, bspw. die „allgemeine Marktsituation“. Der Umsatz sei letztlich zu gering für die Personalkosten gewesen. In der Vergangenheit habe Rung für lange Zeit ein Alleinstellungsmerkmal bei den Kunden gehabt. Schließlich wurden aber scheinbar sichere Aufträge über Ausschreibungen vergeben, was auf die Erlöse bei Rung gedrückt habe, so Winkler.

(Quelle: Südwest Presse)


Stock Deutsche Fenster meldet Insolvenz an

Angersbach:

Das Unternehmen Stock Deutsche Fenster GmbH in Wartenberg-Angersbach (Vogelsbergkreis) hat am 25.5.2010 beim AG Gießen einen Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter für das 50-Mann-Unternehmen hat das Gericht den Gießener Rechtsanwalt Ralf Diehl bestellt.

Als Grund für den Insolvenzantrag wurden vom Geschäftsführer bei der Versammlung „hohe Außenstände, zu wenige Aufträge und eine schlechte Zahlungsmoral“ angegeben. Der Insolvenzverwalter sei aber zuversichtlich, dass die Produktion zunächst fortgesetzt und bestehende Aufträge „abgearbeitet“ werden könnten. Außerdem wolle man sich nun um einen Investor bemühen, der das Unternehmen evtl. übernehme.

Bereits vor rd. 6 Jahren musste die Fensterfirma – damals noch in anderen Eigentumsverhältnissen Insolvenz anmelden. Nach Entlassungen und Kostensenkungen wurde eine neue Firma gegründet, mit der der – auch heute noch tätige – Geschäftsführer die Fabrikation fortsetzte und durch neue Produkte und Konzentration auf den Export zunächst Erfolg vermeldete. Der Geschäftsführer ist auch Mehrheitsgesellschafter der Firma; außerdem besitzt die Familie Stock, die früher Besitzer waren und der Firma den Namen gaben, noch Teile an dem Unternehmen.

Im März 2008 hatte das Unternehmen zuletzt auf sich aufmerksam gemacht, weil es einen Auftrag zur Lieferung von Holzfenstern für 100 große Villen in Baku (Aserbaidschan) erhalten hatte. Der Auftragswert lag nach Firmenangaben im hohen siebenstelligen Bereich. Hans-Jürgen Schlüpner, Geschäftsführer
des Angersbacher Fensterbauers Stock Deutsche Fenster berichtete damals im Vorfeld einer Nürnberger Fachmesse, das Unternehmen sei einer der kompetentesten deutschen Holzfensterhersteller und könne auf eine beinahe 100-jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken.

(Quelle: Osthessen-News


Drettmann reagiert auf Preisverfall

27.05.2010 Bremen:

Der Bremer Yachtbauer und -händler Drettmann ist zahlungsunfähig und zieht die Notbremse. Die Geschäftsführung des international tätigen Familienunternehmens mit Firmensitz am Arberger Hafendamm in Hemelingen hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Drettmann reagiert damit nach eigenen Angaben „auf den anhaltenden Preisverfall im Gebraucht yachtsegment insbesondere bei Fremdfabrikaten.“

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Bremer Rechtsanwalt Edgar Grönda bestellt. Das Unternehmen beschäftigt in Hemelingen rd. 100 Mitarbeiter. Deren Rettung sowie die Sanierung der Firma werden als Ziele der Insolvenzstrategie bezeichnet. Der Schritt solle keine spürbaren Beeinträchtigungen für die Kunden mit sich bringen, Yachten und Zubehör sollen weiterhin weltweit vertrieben werden.

1970 begann das Ehepaar Traute und Dierk Drettmann in einer Garage mit dem Handel von Gebrauchtbooten, 1972 zog die Firma nach Dreye. Später stieg der Sohn Albert als Geschäftsführer ein. Seit 1993 lässt Drettmann seine Luxus-Yachten in Taiwan bauen und verkauft sie anschließend auch von Bremen
aus in alle Welt. 2006 zog Drettmann von Weyhe an den Arberger Hafendamm. Dort hat das Unternehmen eigene Liege- und Kranplätze sowie Ausstellungshallen für die millionenschweren Luxus-Yachten. Drettmann ist mit eigenen Agenturen in Frankreich, Spanien, Kroatien und Dubai vertreten.

(Quelle: Kreiszeitung)


Gute Perspektive: Insolvenzplan für Krautzberger GmbH angenommen

17. 06.2010 Wiesbaden/Eltville:

Die Gläubiger im Insolvenzverfahren der Krautzberger GmbH stimmen dem vorgelegten Insolvenzplan mit überwältigender Mehrheit zu. Damit ist ein entscheidender Schritt zum Erhalt des Unternehmens gelungen.

– In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der Krautzberger GmbH konnte am Mittwoch (16.06.2010) der Weg in eine neue Zukunft des Unternehmens weiter geebnet werden:  Im Termin vor dem Insolvenzgericht des Amtsgerichts Wiesbaden stimmten die Gläubiger des zahlungsunfähigen Unternehmens für eine Umsetzung des von Insolvenzverwalter Dr. Jürgen Blersch vorgelegten Insolvenzplans. Dieser sieht den vollständigen Erhalt des Eltviller Traditionsunternehmens und seiner zuletzt 57 Arbeitsplätze vor. Auch das komplette Produktportfolio des Oberflächen- und Spritztechnikspezialisten, das in Fachkreisen hohes Ansehen genießt, bliebe demnach bestehen. Befriedigungsleistungen für die Gläubiger sollen sukzessive bis zum Frühjahr 2012 erbracht werden.

Nach nochmaliger ausführlicher Präsentation haben bis auf eine Ausnahme alle anwesenden Gläubiger dem vorgelegten Insolvenzplan uneingeschränkt zugestimmt. „Mehr als ein Jahr intensive Reorganisation und Verhandlungen mit den unterschiedlichen Gläubigergruppen konnten nun erfolgreich zu Ende gebracht werden“, teilte Rechtsanwalt Dr. Jürgen Blersch, BGP Insolvenzverwaltungen, Wiesbaden, erleichtert mit.

„Das Unternehmen erzielt bereits jetzt im operativen Geschäft Überschüsse und dürfte daher in der Lage sein, die im Plan vorgesehenen Befriedigungsleistungen für die Gläubiger zu erbringen bzw. zu finanzieren“, so die Einschätzung des Insolvenzverwalters. Er weist weiter darauf hin: „Den wesentlichen Sanierungsbeitrag haben aber die Arbeitnehmer geleistet, die sowohl durch ihren erheblichen Verzicht auf tarifliche Leistungen als auch durch den unermüdlichen Einsatz für das Unternehmen in den vergangenen Monaten die eingetretene positive Entwicklung maßgeblich beeinflusst haben. Auch die sich abzeichnende leichte wirtschaftliche Erholung hat zu dem erzielten positiven Ergebnis beigetragen.“

Die Darlehen der an den Immobilien der Gesellschaft besicherten Gläubiger werden entweder abgefunden oder umgeschuldet. Nach langen Verhandlungen hat sich die Wiesbadener Volksbank zu einer Anschlussfinanzierung bereit erklärt. Vorbehaltsgläubiger bzw.  gesicherte Lieferanten erhalten eine Abfindungsquote in Höhe von 65 Prozent ihrer gesicherten Forderungen. Der Pensions-Sicherungs-Verein erhält eine Zahlung von 264.000 Euro auf seine Forderungen. Darüber hinaus werden die auf den „PSV“ mit Insolvenzeröffnung übergegangenen Versorgungsanwartschaften für die weiterbeschäftigten Mitarbeiter wieder von der Gesellschaft übernommen. Die privatwirtschaftliche Sicherungseinrichtung wird entsprechend entlastet. Schließlich erhalten alle ungesicherten Gläubiger circa 6 Prozent ihrer Forderungen, was etwa einer Verdoppelung der Befriedigungschancen im Falle einer vollständigen Abwicklung des Unternehmens entspricht, so Dr. Blersch.

Es bleibt nun abzuwarten, ob der heute durch das Insolvenzgericht erlassene Bestätigungsbeschluss binnen zwei Wochen rechtskräftig wird. Dann könne zügig mit der Umsetzung des Plans und der Befriedigung der beteiligten Gläubiger begonnen werden. Nach Aufhebung des Verfahrens - voraussichlich Ende Juli 2010 - könne das Unternehmen dann endgültig wieder in das reguläre Wirtschaftsleben zurückkehren, erläutert der Wiesbadener Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht.

Die Krautzberger GmbH in Eltville entwickelt, produziert und vertreibt weltweit an mehreren Standorten Geräte und Anlagen zur Oberflächenveredelung mittels Spritztechnik. Hauptabnehmer sind industrielle Kunden, unter anderen aus dem Automobilzuliefererbereich. In diesem Kernbereich des Unternehmens brach der Umsatz Ende 2008 um rund 50 Prozent ein. Das Unternehmen besteht seit mehr als 100 Jahren. Es verfügt über vier, teilweise ausländische Beteiligungsgesellschaften, die von der Insolvenz der Gesellschafterin nicht betroffen sind.

(Quelle: Pressemitteilung BGP Blersch Goetsch Partner Insolvenzverwaltungen)


Niggemann meldet Insolvenz an

27.05.2010 Unna:

Die Niggemann Innovations GmbH hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind alle Tochterunternehmen. Weil der Großkonzern Siemens aus der Partnerschaft mit Niggemann ausgestiegen ist, steht der Mittelständler vor einem Scherbenhaufen.

Das Unternehmen beschäftigte zuletzt 60 Mitarbeiter, die müssen nun um ihre Jobs fürchten. Denn wie es weitergeht, ist völlig unklar. Wie viele Kollegen er, wenn überhaupt, weiterbeschäftigen kann – „ich weiß es nicht, leider”, sagt Olaf
Niggemann. Siemens habe ihm den Distributionsstatus gekündigt, nun darf Niggemann nicht mehr im Namen der Firma als direkter Großhändler auftreten. Da die Kunden aber lieber direkt mit einem Siemenshändler als mit einem Subunternehmer Geschäfte machen würden, brach Niggemanns Umsatz ein. „Ich weiß nicht einmal, wieso Siemens mir die Distributionsrechte aberkannt hat”, sagt er.

Mit dem Insolvenzverwalter Dr. Michael Bien besprach Niggemann erste Details. Dr. Bien ist nur für den insolventen Firmenzweig „Niggemann-Innovation” zuständig. Dort sind sieben Mitarbeiter beschäftigt. Dr. Bien erklärte, er wolle den Betrieb „einstweilig fortführen” und nach Rettungslösungen suchen. Die Gehälter zumindest für die sieben zur Innovation gehörenden Mitarbeiter seien aus dem Insolvenzgeld gesichert. Für die sechs weiteren Tochterunternehmen, die allesamt ebenfalls insolvent sind, müssen noch Juristen benannt werden.

Seine Firmenzentrale, so viel kann Olaf Niggemann schon sagen, wird er nicht halten können. Das Gebäude befindet sich in seinem Privatbesitz. Die Bank wird wohl erst einmal versuchen, die Immobilie zu vermarkten. Löhne und Gehälter, auch die Steuern, seien bis zuletzt bezahlt worden. „Wir haben keine Außenstände”, betont Niggemann.

(Quelle: Der Westen)


Bittere Medizin: Stern-Apotheke insolvent

Solingen:

Für die Stern-Apotheke an der Konrad-Adenauer-Straße in Solingen ist das Insolvenzverfahren angemeldet worden. „Dass eine Apotheke in die Insolvenz geht, kommt ganz selten vor“, erläutert der Solinger Rechtsanwalt Robert Fliegner, der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden ist. „Die Stern- Apotheke bleibt geöffnet und soll fortgeführt werden“, so der Anwalt. In den kommenden Wochen will Fliegner nach einer Lösung suchen, wie es weitergehen kann. „Im Augenblick sind wir in ruhigem Fahrwasser. Die Belieferung mit Medikamentenist ebenso gesichert wie es die Einkünfte der Mitarbeiter sind.“ Gerade mit Blick auf die Mitarbeiter sei eine Fortführung des Geschäftes wichtig.

Dass eine Apotheke zahlungsunfähig wird, ist Vertrauensapotheker Christian Veithen in Solingen noch nicht begegnet. „Und ich bin schon 25 Jahre hier.“ Aber wie bei jedem anderen Unternehmen auch gebe es geschäftliche Risiken für Apotheken.

Mit Blick auf die Solinger Innenstadt sieht Christian Veithen allerdings Probleme. „Der Kunde fragt sich natürlich, warum es gerade in der Innenstadt so viele Apotheken gibt?“ Rechne man aber die 43 Solinger Apotheken auf das ganze Stadtgebiet um, gebe es keine Überversorgung. Die Ballung von Apotheken
in der Innenstadt bedeute natürlich einen höheren Konkurrenzdruck. Das Angebot von Online-Apotheken spiele dabei keine Rolle. Christian Veithen: „Der Umsatz über das Internet liegt bundesweit bei gerade einmal ein bis zwei Prozent.“

Erschwerend aber kommt für die Apotheken in der Innenstadt hinzu, dass es kaum Parkmöglichkeiten gibt. „Das ist ein echter Nachteil, denn der Kunde entscheidet häufig seine Apothekenwahl nach der Frage, wo er mit dem Auto hinfahren kann.“

(Quelle: Solinger Tageblatt)


Berliner Jazzradio meldet eneut Insolvenz an

26.05.2010 Berlin:

Die JazzRadio Limited, die Vermarktungsgesellschaft von JazzRadio 101,9 in Berlin, hat am 20.5.2010 Insolvenz beim AG Charlottenburg angemeldet. Damit stehe JazzRadio nach der ersten Insolvenz 2003 erneut vor einer unsicheren Zukunft, hieß es. Vorläufiger Insolvenzverwalter sei Rechtsanwalt Christian
Graf Brockdorff
aus Potsdam. Der Sendebetrieb werde zunächst wie gewohnt weitergehen, da die Lizenz über die Jazz Radio und Verlag GmbH läuft, die von der Insolvenz nicht betroffen ist.

Bereits 2003 musste das Berliner JazzRadio in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit Insolvenz anmelden. Damals konnte der Sender jedoch im Rahmen einer Kostenbeteiligungsvereinbarung mit 98,2 Radio Paradiso aus einem Studio in Wannsee senden und somit gerettet werden.

(Quelle: Satnews)


Mitteldeutscher Flugzeugmotorenhersteller Thielert stellt wieder ein

25.05.2010 Lichtenstein/Chemnitz:

Nach dem Personalabbau in den vergangenen Jahren stellt der insolvente Flugzeugmotorenhersteller Thielert erstmals wieder Mitarbeiter ein. Wie die „Leipziger Volkszeitung“ unter Berufung auf den Insolvenzverwalter Bruno M. Kübler berichtet, baut das Unternehmen seine Konstruktionsabteilung in Lichtenstein bei Chemnitz aus und sucht dafür Ingenieure.

Kübler begründete in der Zeitung den Personalaufbau mit einem gut laufenden Geschäft. „Die Auftragslage ist sehr erfreulich.“ Die Standorte in Lichtenstein und Altenburg (Thüringen) „sind voll ausgelastet“. Das Unternehmen arbeite profitabel. „Wir schreiben sehr schöne schwarze Zahlen.“ Zwar habe Thielert wie die gesamte Luftfahrtbranche die Wirtschaftskrise gespürt. Nach einem leichten Rückgang im vergangenen Jahr werde der Motorenhersteller 2010 aber den Umsatz voraussichtlich sogar leicht steigern können. „Das Jahr hat gut angefangen.“ Konkretere Angaben machte Kübler dazu nicht. Im April 2008 hatte die damalige Thielert-Geschäftsleitung wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. In den darauf folgenden zwei Jahren sank die Mitarbeiterzahl von etwa 300 auf 230.

Kübler strebt bis Ende 2010 den Verkauf des Unternehmens an einen Investor an. Zeitdruck gebe es aber nicht. „Ich hätte den Betrieb längst verhökern können, aber – da bin ich mir mit dem Gläubigerausschuss einig – es soll ein optimales Ergebnis erzielt werden.“ Anfangs hätten sich an die 50 potenzielle Investoren bei ihm gemeldet. Wegen der Finanzmarktkrise habe das
Interesse zwischenzeitlich zwar nachgelassen, mittlerweile wachse es aber wieder. Mit drei bis vier Interessenten führe er „intensive Gespräche“, sagte Kübler. „Wir sind guten Mutes.“

Als Grund für die Insolvenz nannte der Jurist Managementfehler. Thielert habe Käufern von neu entwickelten Flugzeugmotoren und Komponenten eine viel zu lange Laufzeit zugesichert. Das Unternehmen habe dann nachbessern oder einen neuen Motor liefern und dadurch hohe Garantieaufwendungen verkraften müssen. „Das vor allem hat der Firma das Genick gebrochen.“ In den vergangenen zwei Jahren seien trotz der Insolvenz ein erheblicher Entwicklungsaufwand betrieben und die Laufzeit der Motoren und einzelner Komponenten erheblich gesteigert worden. Thielert ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Hersteller von Diesel-Flugzeugmotoren für die allgemeine Luftfahrt. 2009 wurden mehr als 360 Stück ausgeliefert.

(Quelle: Leipziger Volkszeitung)


Traditionsverein Tennis Borussia meldet Insolvenz an

Berlin:

Der Berliner Tradtionsklub Tennis Borussia hat beim AG Charlottenburg den Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Damit ist der Abstieg in die Oberliga besiegelt. „Es gibt keine andere Möglichkeit“, sagt Christian Schwarzkopf, der im Vorstand des Vereins für die Finanzen zuständig ist.

Die Nachricht kommt nicht überraschend, Schwarzkopf hatte sie schon viel früher erwartet. TeBe leidet seit Monaten unter finanziellen Problemen, die Spieler haben seit dem vergangenen Herbst nur sporadisch Abschlagszahlungen auf ihre Gehälter bekommen. Insgesamt fehlt Tennis Borussia ½ Mio. €. Zuletzt
hatte der Klub seine Hoffnung auf einen obskuren Geldgeber gesetzt, der kurzfristig 500.000 € zugesagt und in der kommenden Saison 1,5 Mio. € zahlen wollte. Geld aber haben die Berliner nie gesehen. Und auch die Verpflichtung von Werner Lorant als Sportdirektor, der für den Verein neue Sponsoren auftreiben sollte, erwies sich letztlich nur als schlechter PR-Gag.

Tennis Borussia will nun in der kommenden Saison in der Oberliga antreten, „mit einem Mini-Etat von 100.000 bis 150.000 €“, wie Schwarzkopf sagt. Sicher ist das noch nicht. Zunächst muss das Insolvenzverfahren abgewickelt werden
und eine Einigung mit den Gläubigern erzielt werden. Das sind vor allem das Finanzamt, Krankenversicherungen und andere Sozialversicherungsträger. Um das Verfahren einzuleiten, benötigt der Verein jedoch zunächst einmal rd. 25.000 € – die er derzeit nicht hat. „Es ist nichts da“, sagt Schwarzkopf. Immerhin ist er zuversichtlich, zumindest diese Summe auftreiben und den Insolvenzverwalter bezahlen zu können. Andernfalls würde es für TeBe noch ärger kommen: Ohne Insolvenz müsste der Verein getilgt und aus dem Vereinsregister gelöscht werden.

(Quelle: Der Tagesspiegel)


Die Adlerbrauerei streicht erneut die Flügel

Geislingen:

Erneut hat die Adlerbrauerei in Altenstadt Insolvenz angemeldet, nach zweieinhalb Jahren ist das Unternehmen wieder zahlungsunfähig. Damit scheint das endgültige Aus für die Traditionsbrauerei besiegelt.

Die Worte von Arndt Geiwitz, dem Insolvenzverwalter aus Neu-Ulm, zur Zahlungsunfähigkeit der Adlerbrauerei Altenstadt GmbH, fallen mehr als deutlich aus: „Der Patient war bereits bei der Einlieferung in die Klinik mausetot.“ Eine Wiederbelebung erscheint selbst dem erfahrenen Rechtsanwalt aussichtslos. Er zählt auf, was er vorgefunden hat: Gehälter seit Januar offen und nicht mehr gezahlt; die Brauanlage vom Landratsamt stillgelegt, weil eine TÜV-Abnahme aussteht; bei Reparaturen im Rückstand; der einzige Lastwagen kaputt. Außerdem wolle der finnische Gesellschafter kein Geld mehr zuschießen. Die Immobilie gehört ohnehin nicht der insolventen Gesellschaft, sondern Diplombraumeister Konrad Götz als Privatperson.

Kurz nach dem Tod des 82-jährigen Brauereipatriarchen und Alleingeschäftsführers Karl Götz sen. hatte die mit 1,2 Mio. € verschuldete Adlerbrauerei Altenstadt Karl Götz GmbH & Co. KG im Oktober 2008 beim AG Göppingen Insolvenz anmelden müssen. Insolvenzverwalter Michael Pluta verkaufte Ende 2008 das Betriebsgrundstück an Konrad Götz, den Sohn von Karl Götz sen. Die Betriebseinrichtung und Warenbestände kaufte die neu gegründete „Adlerbrauerei Altenstadt GmbH“. Deren Geschäftsführer wiederum sind Konrad Götz und Michael Steinke. Alleiniger Gesellschafter ist zwischenzeitlich die Lomataitury Oy mit Sitz im finnischen Sotkama.

In seiner Geschäftsführerfunktion beantragte Konrad Götz, am 12.5.2010 beim Göppinger AG Insolvenz für die Adlerbrauerei Altenstadt GmbH. In den Monaten zuvor hatte die Brauerei „Götz-Biere“ in traditionellen Flaschen und mit ebensolchen Etiketten vertrieben. Offenbar wegen Liefer- und Qualitätsmängeln
trennten sich aber mehr und mehr Gaststätten von der Adlerbrauerei – sogar der TV Altenstadt. Das werteten Beobachter als entscheidendes negatives Signal, waren doch der Verein und die Brauerei seit alters her verbunden. Dem ist nun nicht mehr so.

(Quelle: Südwest Presse)


Über 40 Arbeitsplätze gerettet

22.05.2010 Burgkirchen:

Das Unternehmen Jaindl in Burgkirchen wird fortgeführt. Innerhalb relativ kurzer Zeit konnte ein Käufer für den Montage-, Installations- und Servicebetrieb gefunden werden. Das bedeutet, dass nach aktuellem Stand in diesem Bereich 41 Arbeitsplätze erhalten bleiben, Wachstum bei guter Auftragslage nicht ausgeschlossen. Das bestätigte Insolvenzverwalter Martin Manstein.

Außerdem ist es dem Münchner Anwalt gelungen, eine Insolvenzquote von voraussichtlich über 20 % zu erzielen, was ihm innerhalb und außerhalb der Gläubigerversammlung hohe Anerkennung einbrachte. Daran hatte kaum jemand geglaubt.

Bei Stellung des Insolvenzantrages am 5.3.2010 hatte die Situation völlig anders ausgesehen. Zunächst schien die Intention, dass der Insolvenzantrag mangels Masse abgewiesen werden sollte. Allerdings war bereits als „Vorratsgründung“ am selben Tag eine neue GmbH beim zuständigen Registergericht in Traunstein eingetragen worden. Als Geschäftsführer und Mehrheitsgesellschafter dieser GmbH war der Steuerberater der insolventen GmbH benannt.

Diese neue GmbH habe sich im Insolvenzverfahren ebenfalls um eine Übernahme der insolventen GmbH beworben, sagt Rechtsanwalt Martin Manstein. Allerdings hätte sie deutlichweniger Arbeitsplätze erhalten wollen als der Käufer, der jetzt den Zuschlag erhalten hat. Der Käufer sei seit rd. 40 Jahren in der Haustechnik im Münchner Raum etabliert und wolle sich in
der Region engagieren. Das heißt, die Arbeitsplätze sollen nicht nach München verlagert, sondern in der Region erhalten bleiben.

Die Geschäftsführung wird künftig das Münchner Unternehmen stellen. Die Kompetenz der Monteure und Installateure vor Ort und die betriebswirtschaftliche Erfahrung des Münchner Unternehmens – „das ist eine Win-Win-Situation, in der beide Seiten profitieren“, sagt Martin Manstein. Auch die Auszubildenden werden übernommen.

(Quelle: Passauer Neue Presse)


Böwe Systec: Insolvenzantrag gestellt

Augsburg:

Die Böwe Systec AG aus Augsburg hat Insolvenzantrag gestellt. Zum Insolvenzverwalter wurde Werner Schneider aus Augsburg ernannt. Weiterer Insolvenzverwalter ist der Augsburger Fachanwalt Christian Plail.

Die 600 Mitarbeiter sollen noch drei Monate lang Lohn beziehen. „Die Insolvenz trifft uns in Mark und Bein“, sagte Böwe- Betriebsratsvorsitzender Claus Bunk bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Noch am Tag vorher habe der Vorstand versichert, die Mitarbeiter könnten „beruhigt in Urlaub gehen“, das Wort Insolvenz müsse niemand in den Mund nehmen.

Dabei ist das Unternehmen laut Bunk gut aufgestellt: „Wir haben ein Auftragsvolumen von 18 Mio. € und sind das erste Halbjahr voll ausgelastet. Operativ schreiben wir schwarze Zahlen.“ Was Böwe in die Insolvenz getrieben habe, sei die hohe Schuldenlast. Sie liege im hohen dreistelligen Millionenbereich. Gescheitert sei eine Rettung schließlich an der Weigerungder Banken, eine Lösung für eine Zwischenfinanzierung zu suchen.

IG-Metallchef Jürgen Kerner sieht die Ursache der Insolvenz „im Größenwahn vergangener Jahre“. Dadurch habe sich eine „gigantische Schuldenlast“ aufgetürmt, die auch durch eine gute Auftragslage nicht mehr abgearbeitet werden könne. Kerner hofft nun, in den nächsten Wochen sowohl Management als auch Kreditgeber, Mitarbeiter und Stadtspitze an einen Tisch zu bringen. „Es muss uns gelingen, Investoren zu finden, die an die Zukunft der Firma glauben. Interessenten gibt es durchaus.“

Den Insolvenzantrag hatte Böwe Systec beim AG Augsburg eingereicht. Der Geschäftsbetrieb solle aber ohne Einschränkungen weiterlaufen, hieß es in einer Mitteilung. Ziel sei es, „das Unternehmen binnen einer möglichst kurzen Frist auch von der Kapitalstruktur wieder solide aufzustellen“.

Das Unternehmen hatte Anfang 2009 ein umfassendes Restrukturierungsprogramm mit dem Abbau von 120 Mitarbeiterstellen eingeleitet und will das Projekt auf Basis des Insolvenzrechts abschließen. Man wolle versuchen, die Böwe Systec AG als Ganzes zu erhalten.

Die gesamte Böwe-Gruppe beschäftigt rd. 3.600 Mitarbeiter. Die Stimmung bei den Mitarbeitern war schon vorher auf dem Nullpunkt. Nach Auftragseinbruch, mehrfachem Wechsel im Vorstand, nach Kurzarbeit, Ertrags- und Schuldenfiasko hatte vor wenigen Tagen der bisherige Hauptaktionär des Augsburger Kuvertiermaschinenherstellers Insolvenz angemeldet. Unklar ist, ob aus dem Böwe Systec Konzern weitere Gesellschaften einen Insolvenzantrag stellen werden.

(Quelle: Augsburger Allgemeine)


Monforts Werkzeugmaschinen insolvent

Mönchengladbach:

Seit rd. 11 Monaten herrscht in den Werkshallen der A. Monforts Werkzeugmaschinen z.T. Kurzarbeit Null. Am 20.5.2010 hat die Geschäftsführung Insolvenz angemeldet. 199 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.

„Die Wirtschaftskrise hat uns voll erwischt“, sagt Hans Lehmann, stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats. Um 70 % sei der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen, teilt Geschäftsführer Dr. Reinhard Körsmeier mit.

Zwar zeige die Entwicklung des Auftragseingangs in 2010 steigende Tendenz, um den Geschäftsbetrieb mittelfristig aufrechtzuerhalten, reiche das aber nicht. Dazu sei eine Restrukturierung des Unternehmens erforderlich. Zudem seien die Kreditlinien reduziert worden. „Die Stimmung ist gedrückt“ sagt Lehmann.

„Bei Werkzeugmaschinen muss man viel vorfinanzieren“, weiß Reimund Strauß, erster Bevollmächtigter der IG Metall in Mönchengladbach. Strauß sieht für das angeschlagene Unternehmen trotzdem gute Chancen auf dem Markt zu bestehen. „Das Unternehmen ist sehr flexibel und kann auf namhafte Firmen auf der Kundenliste verweisen.“ Die Edel-Automarke Rolls Royce soll dabei sein. Wie es weitergehen wird, ist unklar.

Als Insolvenzverwalter wurde Emil Rinkens eingesetzt. Die A. Monforts Textilmaschinen ist von der Insolvenz nicht betroffen.

(Quelle: Rheinische Post)


Drei Tochtergesellschaften des DGK melden Insolvenz an

21.05.2010 Marburg:

Am 20.5.2010 stellten drei Tochtergesellschaften des Deutschen Grünen Kreuz (DGK), der Verlag im Kilian GmbH und die Deutsches Grünes Kreuz Förderergesellschaft mit beschränkter Haftung sowie die Medialog, Insolvenzantrag.

Das AG Marburg bestellte Rechtsanwalt Manfred Böhm zum vorläufigen Verwalter des Verlags im Kilian. Der Verlag gibt Literatur zum Gesundheitsschutz heraus.

Rechtsanwalt Manfred Kuhne wurde zum vorläufigen Verwalter der Föderergesellschaft bestellt. Aufgabe der Gesellschaft sind Vertrieb, Versand und Auftragsarbeiten des DGK und seiner Tochtergesellschaften.

Vorläufiger Insolvenzverwalter der MEDIALOG Gesellschaft für Kommunikation und Marketing mbH wurde Rechtsanwalt Hartmut Mitze. Medialog ist die Agentur für Öffentlichkeitsarbeit des DGK.

Das Deutsche Grüne Kreuz ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der Förderung des Gesundheitsbewusstseins widmet. Bekannt ist die Aufklärungskampagne „Schluckimpfung ist süß – Kinderlähmung ist grausam“, oder die Aktion „Besser Hören“.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Lindenau-Werft vor dem Aus

20.05.2010 Kiel:

Der Lindenau-Werft in Kiel droht trotz massiver Entlassungen das finanzielle Aus, falls ein dringend benötigter Kredit ausbleibt. Die HSH Nordbank habe die Finanzierung des einzigen Neubau-Auftrages vorläufig abgelehnt, teilte der Kieler IGMetall- Chef Wolfgang Mädel mit.

Auf Initiative der Landesregierung Schleswig-Holsteins sind neue Gespräche zwischen der Lindenau-Werft und der HSH Nordbank aufgenommen worden, um die Finanzierung des zu bauenden Schiffes zu ermöglichen, bestätigte Insolvenzverwalter Jan H. Wilhelm. „Ministerpräsident Carstensen hat sich hervorragend eingesetzt“, lobte indes IG-Metall-Chef Mädel.

Die für den Bau eines Doppelhüllentankers notwendigen 9 Mio. € sind Voraussetzung für den beschlossenen Neustart. Der Auftrag der Cuxhavener Reederei Glüsing hatte im April für ein Aufatmen bei der Traditionswerft gesorgt. Glüsing steht zu dem Auftrag, erwartet aber kurzfristig eine Finanzierungsgarantie. Zum 1. Juli soll Lindenau mit nur noch 95 Mitarbeitern
und 10 Auszubildenden antreten. Nach 20 Monaten im Insolvenzverfahren werden 156 Kollegen entlassen. Nur so habe ein jetziges Aus verhindert werden können, sagte Mädel. Sollte der Kredit endgültig abgelehnt werden, wäre das ein „absoluter Tiefschlag“ für die Neustrukturierung der Werft. Auch mit reduzierter Mannschaft will Lindenau die bisherige Bandbreite des Angebots für Neubauten und Reparaturen aufrechterhalten. Die Zukunft sieht Geschäftsführer Dieter Kühne vor allem im Bau kleinerer Spezialschiffe. „Wir müssen jetzt nur den Gordischen Knoten durchschlagen“, sagte er mit Blick auf die Kreditklemme. Mit dem Küstentanker „Seychelles Paradise“ übergab Lindenau im Oktober 2009 den vorerst letzten Neubau.

(Quelle: Täglicher Hafenbericht)


Bender & Kunz ist insolvent

Ruppertshofen:

Geschäftsführer Joachim Muth hat am 18.5.2010 für die Bender & Kunz GmbH in Ruppertshofen beim AG Aalen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Stuttgarter Rechtsanwalt Dr. Helmut Hemmerling.

Das Unternehmen wurde im Jahr 2002 von Klaus Bender und Peter Kunz gegründet und machte zwei Jahre später auf sich aufmerksam, als es in Ruppertshofen große Teile des Geländes der früheren Fried Holztechnik GmbH kaufte. Die Fried-Pleite war ein herber Schlag für den Arbeitsmarkt in Ruppertshofen – rd. 140 Arbeitsplätze gingen dadurch verloren. Die Hoffnungen, dass Bender & Kunz und andere Firmen diesen Verlust kompensieren könnten, erfüllten sich nicht. Bender & Kunz hat sich in den letzten Jahren auf den Handel mit gebrauchten Gerüsten namhafter Hersteller spezialisiert. Auf dem Firmengelände lagern gebrauchte Gerüste, Baumaschinen und Rollgerüste, die aus Insolvenzverkäufen und Betriebsauflösungen stammen und in fremden und eigenen Namen vermarktet werden. Die Umsatzentwicklung war in der Wirtschaftskrise in dieser Branche natürlich stark rückläufig. Helmut Hemmerling kann erst nach erfolgter Analyse der Bücher festlegen, ob der Geschäftsbetrieb weitergeführt wird.

Im Zuge der Übernahme von Bender & Kunz durch Joachim Muth wurden Teile des Geländes an die BLK Bender Klaus, Geschäftsführer Klaus Bender, und an die Monte-Leone GmbH, Geschäftsführerin Roswitha Kunz, verkauft. Dadurch reduzierte sich das Bender & Kunz-Gelände auf 11.300 m², davon sind 6.000 m² Hallenfläche. Bender & Kunz wickelte seine Geschäfte ausschließlich über Vorkasse bzw. Barzahlung bei Warenerhalt ab.

(Quelle: Schwäbische Post)


Vereinigte Verlagsanstalten (VVA) stellen Insolvenzantrag

Düsseldorf:

Die Vereinigte Verlagsanstalten GmbH (VVA) mit Hauptsitz in Düsseldorf hat am 19.5.2010 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrensgestellt. Das Insolvenzgericht bestellte Rechtsanwalt Horst Piepenburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Die eingereichten Insolvenzanträge betreffen in etwa 350 der 700 Mitarbeiter der Gruppe in Düsseldorf, Essen und Baden- Baden. Die Löhne und Gehälter dieser Beschäftigten werden über das Insolvenzgeld zunächst für drei Monate gesichert.

Derzeit verschafft sich ein Expertenteam den Überblick über die Vermögenssituation und die Beteiligungsverhältnisse der komplexen Gesellschaftsstruktur. „Bevor diese Bestandsaufnahme nicht abgeschlossen ist, können wir uns nicht zu den Zukunftsperspektiven der Vereinigten Verlagsanstalten äußern. Vorerst führen wir den Geschäftsbetrieb unverändert fort“, so Piepenburg.

Die VVA sind ein Kommunikationsunternehmen mit Schwerpunkt im Verlagswesen. Das Unternehmen stellt bspw. überregionale Magazine wie „Bücher“ oder regionale Publikationen wie die „… geht aus“-Reihe für zahlreiche Städte her. Es hat Niederlassungen in Düsseldorf, Essen, Baden-Baden, Berlin, Hamburg, Köln, München, Ludwigsburg, Dubai und Zürich.

(Quelle: rwkonzept)


Hummel International meldet Insolvenz an

Sonnefeld:

Der Sonnefelder Polstermöbel-Hersteller Hummel International hat Insolvenz beantragen müssen. Ein entsprechender Antrag wurde am 18.5.2010 beim AG in Coburg gestellt. Betroffen sind 140 Beschäftigte.

„Die Produktion kann zwar teilweise fortgeführt werden, aber die Lage ist schwierig“, erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Thomas Linse. Die zweite Insolvenz innerhalb von vier Jahren bedeute nichts Gutes. Gegenwärtig sei er noch am Sichten und Prüfen. Löhne und Gehälter seien aber bis Ende des Monats gesichert.

Die Hummel International GmbH & Co. KG war im Jahr 2006 aus der insolventen Hermann Hummel GmbH & Co. hervorgegangen. Rd. 150 Arbeitsplätze konnten damals gerettet werden. Mit einer deutlich schlankeren Produktpalette sollte neu durchgestartet werden.

Insbesondere hohe Lagerkosten hatten damals zu finanziellen Belastungen geführt. Der Exportanteil lag vor vier Jahren bei rd. 40 %.

(Quelle: Neue Presse)


Einigung erzielt: Stephanusstift ist gerettet

20.05.2010 Delmenhorst/Oldenburg:

Das Stephanusstift sowie die beiden weiteren insolventen von der Diakonie betriebenen Oldenburger Seniorenheime, „Haus für Senioren“ Büsingstift und Evangelisches Seniorenzentrum Schützenweg, sind gerettet. „Um den Fortbestand der Einrichtungen zu sichern, verzichten die Mitarbeitenden auf Gehaltsbestandteile“, teilte Diakoniesprecher Frerk Hinrichs mit.

Alle Mitarbeiter der diakonischen Altenheime im vorläufigen Insolvenzverfahren haben seinen Angaben zufolge neue Arbeitsverträge unterschrieben. Damit seien auch die Arbeitsplätze gesichert. „Die Bewohner der diakonischen Einrichtungen erhalten Pflege in gewohnter Weise und Qualität“, so Hinrichs.

„Wir haben uns bemüht, eine Lösung zu finden, die die Mitarbeiter möglichst gering belastet“, erläutert Diakonie-Vorstand Joachim von der Osten. Gleichwohl leisteten die Mitarbeiter einen erheblichen Beitrag zu Finanzierung des Sanierungskonzeptes. Dieses sehe die Gründung von drei neuen Betriebsgesellschaften vor und habe den vorläufigen Insolvenzverwalter,
Rechtsanwalt Hermann Berding, überzeugt. Das Konzept sichere die wirtschaftliche Grundlage der Betriebe auf Dauer und verschaffe ihnen eine gute Ausgangssituation im Wettbewerb mit anderen Pflegeeinrichtungen. Bei andauernder guter Auslastung und steigenden Pflegeentgelten sehe Berding die
Chancen zur künftigen Verbesserung der Mitarbeitervergütung, die immer noch über denen privater Anbieter liege.

Laut Hinrichs wird Berding jetzt alle Schritte einleiten, um das Konzept im Insolvenzverfahren zum Abschluss zu bringen. In Delmenhorst wird künftig die gemeinnützige Stephanusstift GmbH die Pflege in der Einrichtung übernehmen.

(Quelle: Delmenhorster Kreisblatt)


Mäc Geiz meldet Insolvenz an

Halle/S.:

Der Nonfood-Discounter Mäc Geiz hat wegen Finanzierungsprobleme Insolvenz angemeldet. Rainer Eckert wurde durch das zuständige AG Halle (Saale) zum vorläufigen Insolvenzverwalter von Mäc Geiz bestellt. Er will den Geschäftsbetrieb im vorläufigen Verfahren fortführen. Die Löhne und Gehälter
der rd. 1.600 Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.

Der Insolvenzverwalter zeigt sich optimistisch: „Ich sehe nach jetzigem Stand durchaus Chancen, dass Mäc Geiz gestärkt aus dem Insolvenzverfahren herausgeht“, sagte Eckert in einer ersten Stellungsnahme.

Die Nonfood-Kette Mäc Geiz ist bundesweit an rd. 260 Standorten vertreten. Als Grund für die Insolvenzanmeldung wurden akute Finanzierungsprobleme genannt. „Gerade solche Probleme lassen sich im Zuge eines Insolvenzverfahrens oft lösen“, betonte Eckert.

Er will nun Kontakt zu den wichtigsten Lieferanten und Gläubigern aufnehmen, um die Fortführung des Unternehmens sicher zu stellen. Die Beschäftigten wurden bereits über die Lage und die nächsten Schritte informiert.

Insolvenz angemeldet haben die „PaKo Non Food Warenhandelsgesellschaft mbH“, die „Mäc-Geiz Non Food Vertriebsgesellschaft mbH“ und die „PaKo Logistik GmbH“, aus denen der Geschäftsbetrieb von Mäc Geiz im Wesentlichen besteht. Rainer Eckert wurde bei allen drei Gesellschaften zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

(Quelle: Der Handel)


Fußball-GmbH stellt Insolvenzantrag

18.05.2010 Thannhausen:

Dem Abstieg aus der Bayernliga folgt jetzt der finanzielle Fall: Die Fußball-GmbH der TSG Thannhausen, die sich für die erste und zweite Mannschaft verantwortlich zeichnet, ist pleite. Am 19.5.2010 stellte Geschäftsführer Daniel Häußler beim AG Neu-Ulm Insolvenzantrag. Der Grund: eine Finanzierungslücke in Höhe von circa 60.000 €.

Für die finanzielle Schieflage ist nach eigener Pressemitteilung die Insolvenz des früheren Hauptsponsors Kögel in Burtenbach mitverantwortlich. Das Defizit konnte nicht mehr geschlossen werden. Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise seien weitere Sponsorenverträge gekündigt worden, dringend erforderliche
neue Finanzpartner seien nicht mehr gefunden worden. Weitere Gründe sind laut der Fußball-GmbH weniger Einnahmen durch rückläufige Zuschauerzahlen. In den vergangenen Tagen gab es mehrere Rettungsversuche.
Kommt es zu keinem Insolvenzverfahren und die Fußball- GmbH wird liquidiert, dann droht der sportliche Neubeginn der A-Klasse. Ist dagegen genügend Insolvenzmasse vorhanden und besteht ein Insolvenzgrund, so erlässt das Gericht einen Beschluss, mit dem das Verfahren eröffnet wird. Das könnte sportlich bedeuten, dass die TSG als Absteiger in der nächsten Saison der Landesliga an den Start geht.

(Quelle: Augsburger Allgemeine)


Gläubiger schickt Jahns-Bräu in die Insolvenz

17.05.2010 Ludwigsstadt:

Für die Ludwigsstadter Jahns-Bräu wurde ein Insolvenzantrag gestellt. „Seitdem sind wir damit beschäftigt, die Fortführung des Betriebes sicherzustellen“, erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Jürgen Wittmann.

Die Ursache ist in erster Linie in den explodierten Rohstoffpreisen und Energiekosten in den Jahren 2006 und 2007 zu suchen. Wittmann betonte, man sei derzeit dabei, Gespräche mit Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern zu führen, um diese bei der Stange zu halten und letztlich auch deren Ansprüche zu sichern.

Kurzfristig sieht Wittmann kein Problem, den Betrieb aufrecht halten zu können. Langfristig könne er aktuell noch keine Prognose abgeben, da konkrete Sanierungsmaßnahmen erst noch erarbeitet werden müssten. Positiv sei jedoch das derzeit positive Betriebsergebnis. „Wenn jeden Tag neue Verluste auflaufen
würden, könnte man den Betrieb nicht fortführen“, so Wittmann.

Der Geschäftsführer der Jahns-Bräu, Helmut Vetter, zeigte sich von der Hausbank und der aktuellen Entwicklung enttäuscht. „Wir hätten eine Finanzspritze gebraucht. Aber die ist uns verwehrt geblieben.“ Dafür zeigt er nur bedingt Verständnis: „Mit etwas gutem Willen hätte man uns einen Überbrückungskredit geben können“, verweist Vetter letztlich auch auf Gutachten von Wirtschaftsprüfern. Demnach sei die Brauerei sanierungsfähig. Zudem schreibe das Unternehmen momentan schwarze Zahlen: „Wir haben kein Absatz- und Qualitätsproblem.“

Die Bank hatte ein solches Gutachten als Grundlage für die Kreditvergabe gefordert. Doch noch vor der Fertigstellung hat nun ein Gläubiger den Insolvenzantrag gestellt.

(Quelle: inFranken.de)


Rettungsversuch ist gescheitert

Fürth:

Die Kunstanstalt Krugmann ist nicht mehr zu retten. Drei Monate
nach Eröffnung der vorläufigen Insolvenz haben sich alle
Bemühungen um eine Übernahme der 97 Jahre alten Etikettendruckerei
zerschlagen.

Die 76 Beschäftigten trifft das Aus umso härter, weil Insolvenzverwalter
Stefan Waldherr anfangs noch überzeugt war, dass der Betrieb mit neuem Eigentümer weitergeführt werden kann. Die Belegschaft sei motiviert, das Unternehmen solide und die Kundenstruktur gut. Zudem sei rechtzeitig Insolvenz angemeldet worden.

Die Interessenten ließen auch nicht lange auf sich warten. Mit insgesamt 13 verhandelte Waldherr. Zuletzt mit der Tann- Gruppe (Trierenberg Holding) aus Traun in Oberösterreich. Auch bei einer Betriebsversammlung am 29.4.2010 mit Wirtschaftsreferent Horst Müller nahm Waldherr den Beschäftigten
noch die Sorge, vorerst freigestellt zu werden. Am 12.5.2010 musste er ihnen dann jedoch reinen Wein einschenken: Die Firma wird aufgelöst. 17 Jahre lang habe sie rote Zahlen geschrieben. Investitionen in den Maschinenpark seien vernachlässigt worden.

Der Weiterbetrieb hätte laut Waldherr sechsstellige Verluste pro Monat bedeutet. Dass bis zuletzt produziert wurde, sei für die Abwicklung des Unternehmens jedoch von Vorteil gewesen, da die Aufträge abgearbeitet werden konnten.

Zwei bis drei Jahre, schätzt der Insolvenzverwalter, wird es dauern, bis das Unternehmen verwertet, die Gläubiger befriedigt sind. Der Vermutung aus Kreisen der Belegschaft, das Unternehmen sei gezielt heruntergewirtschaftet worden, um einem neuen Einkaufszentrum Platz machen zu können, begegnet der Fürther Wirtschaftsreferent mit der Versicherung, dass an dieser Stelle garantiert kein Einkaufszentrum genehmigt werde. Keine Frage ist es nach Angaben des Insolvenzverwalters, dass es einen Sozialplan zum Abfedern von Härten für die ehemaligen Krugmann-Mitarbeiter geben wird. Der Interessenausgleich stehe kurz vor dem Abschluss. Danach, so Waldherr, beginnen die Verhandlungen über den Sozialplan.

(Quelle: Fürther Nachrichten)


79 Mitarbeiter verlieren ihren Job

13.05.2010 Gefrees:

Der traditionsreiche Spezialmaschinenbauer Müller Stanz- und Umformtechnik in Gefrees ist am Ende. Die Rettungsversuche sind gescheitert, die 79 Mitarbeiter verlieren ihren Job. 50 von ihnen erhalten in den nächsten Tagen ihre Kündigung, 29 haben bereits vorzeitig Aufhebungsverträge abgeschlossen. Dies berichtete Siegfried Meisel, Mitarbeiter des Insolvenzverwalters Dr. Ulrich Graf (Bayreuth), auf Anfrage.

Müller war spezialisiert auf den Bau von Maschinen zum Stanzen, Umformen und Pressen von Metallen. Die Wurzeln des Traditionsunternehmens gehen bis ins Jahr 1913 zurück. Es hatte vor zwei Monaten wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet, nachdem die Aufträge infolge der weltweiten
Wirtschaftskrise völlig weggebrochen waren. Am 1.5.2010 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Produktion steht schon seit Monaten still. Kunden waren z.B. Automobilzulieferer wie Schaeffler.

Laut Insolvenzverwalter ist es nicht gelungen, einen Investor zu finden, der bei Müller einsteigen würde. „Wir haben uns große Mühe gegeben, leider war das Interesse äußert gering. Offensichtlich bestehen erhebliche Produktionsüberkapazitäten in diesem Segment des Maschinenbaus; da tut es sich vor dem Hintergrund der Finanzkrise kein potenzieller Investor an, noch zusätzliche Produktionskapazitäten aufzubauen“, erklärte Dr. Graf.

Zwar kam noch Hoffnung auf, nachdem ein großer Kunde signalisiert hatte, eine neue Maschine bei Müller bauen zu lassen. Er zog jedoch am 23.4.2010 ein Angebot eines Konkurrenzunternehmens vor. „Damit war klar: Der Bereich Maschinenbau ist für einen Investor nicht mehr attraktiv“, teilte Graf mit.

Jetzt ziehe die Nachfrage insgesamt allmählich wieder an – umso bedauerlicher sei es, dass Müller nun aufgeben müsse, bevor das Unternehmen von dem sich abzeichnenden Aufschwung profitieren könne. Nur der Bereich „Service und Wartung“ wird nach Auskunft Siegfried Meisels mit sechs bis sieben
Arbeitskräften fortgeführt. „Erfreulicherweise konnte trotz der schwierigen Marktbedingungen zumindest dieser Bereich gerettet werden.“

Die zuletzt fatale Entwicklung schilderte auf Anfrage Geschäftsführer Heiko Müller: Der Einbruch bei den Aufträgen lag bei sage und schreibe 90 %. „In den letzten 15 Monaten vor der Insolvenz hatten wir so viele Auftragseingänge wie früher innerhalb von vier Wochen.“ Im Jahr 2008 verfügte das Unternehmen
nach Angaben Müllers noch über einen Auftragsbestand i.H.v. 6,5 Mio. €. 2009 waren es dann gerade mal 400 000 € – „so viel Umsatz haben wir früher in drei Wochen gemacht“.

(Quelle: Frankenpost)


Autositzhersteller Pampus meldet Insolvenz an

12.05.2010 Unna/Meinerzhagen:

Am 12.5.2010 wurden die 372 Beschäftigten auf einer eilig einberufenen Belegschaftsversammlung darüber informiert, dass die Geschäftsführung Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt hat. Auch der vorläufige Insolvenzverwalter, Dr. Dirk Andres aus Hagen, stellte sich vor.

„Ich hab‘ da das schlechte Gefühl, dass sich das Unternehmen vom Standort Unna trennen will – und das auf die billigste Art und Weise”, befürchtet Gewerkschafter Ralf Wehmeier. Was den IG Metall-Bevollmächtigten sorgt, ist das Planinsolvenzverfahren, das die Geschäftsführung in ihrer Pressemitteilung
als realistische Chance sieht, „um die Sanierung des Unternehmens fortzusetzen und den Fortbestand wesentlicher Teile des Unternehmens zu sichern”.

Denn das bedeute, „dass wohl bereits konkretere Pläne in der Schublade liegen, wie es weiter gehen soll”, so Ralf Wehmeier. Und dass der Standort Unna dabei besonders kritisch im Visier der Verantwortlichen liegt wird ebenfalls aus der Unternehmensdepesche deutlich. Die Zahlungsunfähigkeit drohe „durch mangelnde Kapazitätsauslastung insbesondere des Werkes in Unna”, da maßgebliche Auftraggeber der „Pampus Automotive” ihre Aufträge deutlich reduziert hätten.

Die Reduzierung der seit Mitte des Vorjahres laufenden Kurzarbeit hatte kürzlich noch für leichte Hoffnungsschimmer bei der Belegschaft gesorgt, die mit der anhaltenden Krise auf dem Automobilmarkt und der Insolvenz von Automobilbauer Saab (für den wie für Fiat-Alfa in Unna Sitze gefertigt werden) seit Ende Februar einen Stellenabbau befürchtet.

Der Geschäftsbetrieb soll laut Unternehmensführung mit dem Insolvenzverwalter möglichst im vollen Umfang aufrecht erhalten werden – und über Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes die Löhne und Gehälter der 720 Beschäftigten (weitere Standorte Meinerzhagen, Remscheid, Meerane) bis Juni sicher stellen.

Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete die „Pampus Automotive GmbH” einen Umsatz von 76 Mio. €. Sämtliche weiteren Unternehmen der Pampus-Gruppe sind durch den Insolvenzantrag nicht betroffen.

(Quelle: Der Westen)


Online-Firma I-Makler ist insolvent

Frankfurt/M.:

Der Online-Vermittler I-Makler aus Bad Soden hat Insolvenz angemeldet. Geschäftsführer Harald Blumenauer nannte die schlechte Auftragsanlage und eine gescheiterte Zwischenfinanzierung als Grund für die Zahlungsunfähigkeit. Die Aufträge seien um 30 % eingebrochen, sagte Blumenauer. Derzeit hat
das Unternehmen, das seit zwei Jahren Maklerleistungen überdas Internet für eine Pauschale anbietet, lediglich rd. 400 Objekte im Angebot.

Das Preismodell hatte in der Maklerbranche für großen Unmut gesorgt. Der Immobilienverband Deutschland (IVD) war gegen das Blumenauer-Modell sogar vor Gericht gezogen. Es beinhaltet die Wertermittlung, Inserate im Internet
und die Abwicklung des Kaufs. Die Pauschale war auch fällig, wenn der Verkauf nicht gelang. „Eine kontrollierte Insolvenz kann dem Unternehmen auch gut tun“, sagte Blumenauer. Der vorläufige Insolvenzverwalter rechne mit einer
Fortführung des Unternehmens, das gegenwärtig acht Mitarbeiter beschäftigt.

(Quelle: Die Welt)


Eintracht Bamberg stellt Insolvenzantrag

12.05.2010 Bamberg:

Der Fußballverein 1. FC Eintracht Bamberg hat am 11.5.2010 beim AG Bamberg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Vereins hat das Gericht Rechtsanwalt Volker Böhm von Schultze & Braun bestellt.

Der finanziell arg gebeutelte Verein, vier Spieltage vor Saisonende Tabellen-Vorletzter der Süd-Staffel, stand damit schon vorab als zweiter Absteiger aus der 4. Liga neben Schlusslicht Bayern Alzenau fest.

„Wir konnten nicht in ausreichendem Umfang Sponsoren finden, uns fehlen 500.000 €“, so Eintracht-Manager Jan Vetter. Die Oberfranken wollen die ausstehenden Punktspiele dennoch absolvieren und hoffen, 2010/11 in der Bayernliga antreten zu dürfen.

(Quelle: RevierSport)


Aus Tronox wird Crenox: Zeichen für Neuanfang

Uerdingen:

Der Titandioxid-Hersteller Tronox hat seinen Firmen-Namen geändert und heißt ab sofort Crenox. Das gab Insolvenzverwalter Eberhard Stock bekannt.

Stock führt das Unternehmen seit rd. einem Jahr, nachdem die US-Mutter mit ihrer Pleite auch den deutschen Ableger mit in die Krise gerissen hatte. In dem Werk im Uerdinger Chemiepark sind rd. 550 Mitarbeitern beschäftigt.

„Der neue Name setzt ein Zeichen für den Neuanfang des Unternehmens“, sagt der Insolvenzverwalter. Ihm war es gelungen, das Unternehmen wieder in Schwung zu bringen. Stock stellte sogar 40 neue Mitarbeiter ein, die Auftragsbücher sind voll und die Kapazitäten restlos ausgelastet. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Absatz im ersten Quartal des Jahres im hohen zweistelligen Bereich gestiegen. Stock erwartet ein ähnliches Wachstum auch in den folgenden Quartalen.

(Quelle: Der Westen)


Maschinenbauer an der Müritz auf Rettungskurs

11.05.2010 Waren:

Die für ihre großen Anlagen zur Aufbereitung von Holz bekannte Forst- und Spezialmaschinenbau GmbH Forus in Waren wird weiter produzieren. Sechs Monate nach der vorläufigen Insolvenz im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise haben die Gläubiger der Weiterführung zugestimmt, teilte der Potsdamer Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorff mit. Die Sanierungsmaßnahmen beginnen langsam zu greifen,“ Brockdorff erarbeitet nun einen Insolvenzplan.

Forus exportiert weltweit Holz- und Müllzerkleinerer und forscht außerdem an Brechern für Glas, Aluminium und Porenbeton. 2009 hatte sich der Forus-Umsatz halbiert.

(Quelle: Ostsee-Zeitung)


Rehaklinik pleite

10.05.2010 Großpostwitz:

Der Großpostwitzer Gesundheitsanbieter Reha Salus ist zahlungsunfähig. Das Dresdener AG gab jetzt die vorläufige Insolvenz der ambulanten Rehaklinik bekannt. Rechtsanwalt Dr. Christoph Munz wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die Arbeit gehe aber trotzdem weiter, sagte Rechtsanwältin Annett Kittner-Treublein von der Kanzlei Munz. „Jeder Patient wird wie bisher auch behandelt.“ Von den über 20 Mitarbeitern werde vorerst keiner entlassen, so die Juristin. In den kommenden Wochen erarbeiten die Experten ein Gutachten zur Zukunft von Reha Salus.

Als wesentliche Ursache für die Pleite nannte die Juristin die gravierenden Schwierigkeiten von Reha Salus in der Startphase – die Großpostwitzer Einrichtung war erst im Frühjahr letzten Jahres eröffnet worden. Das Unternehmen habe bei der Patientenakquise und den nötigen Zulassungen Probleme gehabt, so Kittner-Treublein. Die Geschäftsführung hoffte zunächst auf einen speziellen Rettungskredit, aber der Antrag sei abgelehnt worden.

In der ambulanten Klinik werden Patienten nach Operationen und Unfällen betreut, um wieder fit für den Alltag zu werden. Außerdem gibt es Fitnesskurse und Vorträge für Gesundheitsbewusste. Reha Salus verfügt über ein Schwimmbad, eine Sauna und zahlreiche Übungsräume. Im Gebäude stehen alles in allem 3.000 m² zur Verfügung.

(Quelle: Sächsische Zeitung)


Perfekter Neustart

10.05.2010 Venusberg/Grünhainichen:

Nach zwei Jahren hat Insolvenzverwalter Christoph Junker die „übertragende Sanierung“ der Franz Karl GmbH abgeschlossen. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Engelmanufaktur Blank mit Inhaber Gerd Blank an der Spitze den Geschäftsbetrieb an den Standorten Venusberg und Grünhainichen übernimmt.

Zwar bleibt die Marke erhalten, aber „die Franz Karl GmbH gibt es nicht mehr“, sagte Gerd Blank. Sein Unternehmen ist für die Produktion der bekannten Faltenrockengel sowie der Franz-Karl-Erzeugnisse zuständig.

Junker spricht derweil von einem perfekten Neustart. Es sei gelungen, alle 37 zuletzt bei Franz Karl fest angestellten Mitarbeiter in der neuen Firma weiter zu beschäftigen. Die Zukunft der nunmehr 47 Mitarbeiter zählenden Engelmanufaktur sieht der Rechtsanwalt optimistisch: Die Reaktion der Kundschaft asse keinen Zweifel daran, dass sich die neue Gesellschaft im schwierigen Umfeld der kunstgewerblichen Branche dauerhaft am Markt behaupten kann.

Gleich zu Beginn des Insolvenzverfahrens stand Junker vor der Aufgabe, den Standort in Grünhainichen nahezu ohne Unterbrechung der Produktion in ein anderes Fabrikgebäude zu verlagern. Das alte Gebäude hatte die Sparkasse unter Zwangsverwaltung gestellt und versteigert. Die geglückte Sanierung des Unternehmens ist Junker zufolge maßgeblich auch ein Verdienst der Beschäftigten selbst. Alle hätten vom ersten Tag an mit ihm an eine Lösung geglaubt und entsprechend engagiert mitgewirkt.

(Quelle: Freie Presse)


Woolworth findet einen Käufer

08.05.2010 Frankfurt:

Die Woolworth-Kaufhäuser in Deutschland gehen nach mehr als einem Jahr in der Insolvenz an die H.H. Holding; sie ist ein Konsortium des Handelskonzerns Tengelmann mit seinen Discount- Töchtern Kik und Tedi.

Ein Sprecher des Insolvenzverwalters Ottmar Hermann sagte, der Kaufvertrag sei nach langen, intensiven Gesprächen ausverhandelt: „Er bedeutet eine Perspektive für viele der 4.500 Arbeitsplätze.“ Die H.H. Holding bietet der Belegschaft in den 162 Läden allerdings nur auf ein Jahr befristete Stellen, so der Sprecher. Die Zukunft der Zentrale mit mehr als 200 Beschäftigten ist ungewiss.

Mit der Wahl des Käufers hat der Finanzinvestor Cerberus, dem gut 80 Woolworth-Häuser gehören, seine Vorstellungen über den künftigen Mieter der Läden durchgesetzt. Dem Kauf müssen noch der Gläubigerausschuss und das Kartellamt zustimmen.

ver.di indes fürchtet um die Tariftreue im neuen Unternehmen: Der an der Holding beteiligte Discounter Kik sei bereits in der Vergangenheit wegen sittenwidrig niedriger Löhne verurteilt worden, so eine Gewerkschaftssprecherin. „Wir fordern langfristige Perspektiven auch für die Beschäftigten“, betonte sie.

Mit dem Verkauf an H.H. geht der US-Investor Gordon Brothers leer aus: Er hatte sich voll hinter Hermanns Konzept eines „Familien-Discounters“ gestellt und sein Angebot angesichts der Konkurrenz noch aufgestockt. Auch vom Kartellamt hatte Gordon schon grünes Licht bekommen. Der im Familienbesitz
befindliche Investor hatte zugesagt, alle Woolworth-Angestellten mindestens drei Jahre zu behalten. Cerberus blockierte aber eine Einigung mit Gordon.

(Quelle: Nürnberger Nachrichten)


Giants Düsseldorf melden Insolvenz an

Düsseldorf:

Basketball-Bundesliga-Absteiger Giants Düsseldorf hat am 5.5.2010 beim AG Düsseldorf einen Insolvenzantrag gestellt. „Ende April ist die Zahlungsunfähigkeit eingetreten, der Schritt war unumgänglich“, sagte Giants-Geschäftsführer Claudio Di Padova. In Gesprächen mit Sponsoren will Di Padova allerdings in den kommenden Wochen versuchen, die Insolvenz möglicherweise doch noch abzuwenden. Eine weitere Möglichkeit wäre die Gründung einer neuen GmbH ohne die auf mehr als 300.000 € geschätzten Verbindlichkeiten.

Auf eine Unterstützung durch die Stadt Düsseldorf setzt man bei den Giants nicht. „Die Stadt kann uns nicht allein unterstützen, wir müssten erst einmal einen hohen sechsstelligen Betrag aus der Privatwirtschaft erhalten“, sagte Di Padova.

Die Giants waren nach lediglich acht Siegen in 34 Ligaspielen als zweites Team neben den Paderborn Baskets abgestiegen, hatten sich aber nach dem Aufstiegs-Verzicht des Pro-A-Vizemeisters Cuxhaven BasCats Hoffnung auf eine Wildcard für die neue Erstliga-Saison gemacht.

(Quelle: FOCUS-online)


Energiepark Bürstadt beantragt Insolvenz

Bürstadt:

Der Energiepark Bürstadt (Hessen) hat Insolvenzantrag gestellt. Grund ist, nach Angaben des geschäftsführenden Gesellschafters, dass der Stromversorger EWR seine Zahlungen eingestellt habe.

Der Energiepark Bürstadt produziert mit zwei voneinander unabhängig betriebenen Biogasanlagen jährlich 18.400 MWh Strom. Eine Anlage verarbeitet ausschließlich nachwachsende Rohstoffe, in der zweiten Anlage werden Speisereste und Lebensmittelabfälle verwertet.

Das Regierungspräsidium hatte im Energiepark bereits die Speiseabfall-Anlage und die Anlage für nachwachsende Rohstoffe stilllegen lassen. Grund war ein negatives TÜV-Gutachten und Bedenken bezüglich der Sicherheit der Anlagen.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das AG Darmstadt Rechtsanwalt Tobias Hoefer.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Müller Bau meldet Insolvenz an

Thurnau:

Die Firma Müller Bau ist zahlungsunfähig. Geschäftsführer Fred Unger hat am 5.5.2010 Insolvenzantrag gestellt. 60 Beschäftigte bangen um ihren Job. Als vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Bayreuther AG den Kronacher Fachanwalt Jürgen Wittmann eingesetzt, der in Gesprächen mit Fred Unger gleich nach Möglichkeiten gesucht hat, wie der Betrieb fortgeführt werden kann. „Wir haben von Auftraggebern erste positive Signal erhalten und gehen davon aus, dass das Geschäft in der nächsten Woche wieder aufgenommen werden kann“, sagt Wittmann, der auch nach den Ursachen geforscht hat, die das im Jahre 1933 gegründete Unternehmen in die Schieflage gebracht haben.

Wittmann und Unger sprechen beide von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, „die in den letzten Jahren zu erheblichen Forderungsverlusten geführt hat“. Über mehrere Jahre wurde laut Wittmann ein negatives Geschäftsergebnis eingefahren, „weil durch die Forderungen kein hauseigener Gewinn mehr erwirtschaftet werden konnte“. Auch die sehr hohen Außenstände, die Fred Unger auf 900.000 € beziffert, haben laut Wittmann die Liquidität beeinträchtigt. Als dann in diesem Jahr der lange Winter das Baugeschäft gebremst habe, sei der Firma schließlich „die Puste ausgegangen“, so der Fachanwalt für Insolvenzrecht.

(Quelle: inFranken.de)


Bio-Caterer gescheitert

06.05.2010 Nürnberg:

In Nürnberg ist ein großer Anbieter von Bio-Essen in Schulkantinen gescheitert. Der Insolvenzverwalter hat Bio-Caterer Weiß mit täglich 1.000 Mittagessen den Geldhahn abgedreht, bestätigte Geschäftsführerin Sieglinde Weiß.

„Wir können die Schulen doch jetzt nicht hängenlassen“, sagte Sieglinde Weiß. Sie will in den nächsten Tagen trotzdem Essen an ihre 10 Schulen und 27 Kindergärten liefern. Die Belegschaft werde fast geschlossen weiter arbeiten. Gemeinsam mit einem im Bio-Bereich erfahrenen Projektmanager will Sieglinde Weiß eine Auffanglösung erarbeiten.

Verantwortlich für die finanzielle Schieflage sei ein grundsätzlicher Kostenspagat, so Weiß. Um wirtschaftlich Mittagessen in Schulen anbieten zu können, müssten Bio-Caterer 5 € pro Essen verlangen. Das sei in Schulen aber nicht durchsetzbar. Fördergelder gibt es bisher keine. Öko-Caterer könnten rentabel arbeiten, wenn sie auch den Getränkeverkauf in den Pausen übernehmen könnten. Der liege allerdings meistens fest in der Hand der Hausmeister.

(Quelle: BR-online)


Komödie Dresden stellt Insolvenzantrag

Dresden:

Die Dresdner Komödie hat Insolvenz angemeldet. Wie Geschäftsführer Jürgen Wölffer mitteilte, stellte er den Antrag bereits am 3.4.2010. Zzt. sei das Theater noch liquid, allerdings drohe in den besucherschwachen Sommermonaten die Zahlungsunfähigkeit. Laut einer Mitteilung der Bühne werden alle angekündigten Veranstaltungen bis zum Ende der Saison definitivstattfinden.

 

„Das Kernproblem ist die Vermietung“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Udo Feser im Vorfeld. Der Vermieter des Dresdner World Trade Centers (WTC), wo das Theater seit 1996 untergebracht ist, kündigte unlängst den Mietvertrag. Dieser läuft Ende August aus. Komödie-Geschäftsführer Wölffer will gerichtlich gegen die Kündigung vorgehen. Unabhängig davon sieht er sich aber bereits nach einer neuen Spielstätte um.

 

Der Antrag auf Insolvenz gibt der Komödie einen größeren finanziellen Spielraum, weil drei Monate Insolvenzgeld von der Arbeitsagentur gezahlt wird.

Die Komödie Dresden gilt als das größte Privattheater Sachsens. Das Programm besteht aus einem Repertoire, das weit über die Gattung Komödie hinausgeht. Auf der Bühne waren und sind Künstler wie Künstlerinnen zu sehen, die aus Film und Fernsehen bekannt sind. Dazu zählen Tom Pauls, Herbert Köfer, Peter Herden, Heinz Rennhack und Alfred Müller. Auch Johannes Heesters trat schon mehrmals auf.

(Quelle: MDR)


Fasan Schuhfabrik stellt Insolvenzantrag

05.05.2010 Dahn:

 

Die Fasan Schuhfabrik in Dahn hat Insolvenzantrag gestellt.
Das Traditionsunternehmen produziert in der 3. Generation mit
rd. 65 Mitarbeitern Bequemschuhe für Damen.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Steuerberater Thomas
Maier
bestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist nun
im Unternehmen, um Sanierungsmöglichkeiten zu sondieren.


Insolvenzverwalter und Geschäftsführung erklärten, dass es ihr
Ziel sei, die pünktliche Auslieferung der Herbst/Winterkollektion
zu gewährleisten.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Europäische Kommission ernennt Dr. Klaus Pannen zum Mitglied der Insolvency Law Expert Group (ILEG)

Die Expertengruppe zum Insolvenzrecht wurde von der Generaldirektion Binnenmarkt und Dienstleistungen im Zusammenhang mit ihrer Arbeit zum grenzüberschreitenden Krisenmanagement eingesetzt. Sie besteht aus Fachleuten auf den Gebieten des Rechts der Reorganisation und der Abwicklung und Insolvenz von Banken.

Zur Unterstützung der bereits von der EU Kommission eingeleiteten Maßnahmen zur Beseitigung der Finanzkrise wird die Expertengruppe Strategien und mögliche Gesetzgebungsmaßnahmen zur Stabilisierung des Finanzsektors innerhalb der EU erarbeiten. Dazu wird sie drei Mal jährlich zur Beratung und Analyse der aktuellen Situation zusammenkommen.

Dr. Klaus Pannen wird die Expertengruppe insbesondere durch seine Expertise im Bereich der Bankeninsolvenzen unterstützen können.

Herr Dr. Pannen ist Fachanwalt für Insolvenzrecht und Namensgeber der überregional tätigen Kanzlei DR. PANNEN RECHTSANWÄLTE. Während seiner nunmehr 27-jährigen Berufspraxis hat Herr Dr. Pannen zahlreiche Insolvenzverfahren, Konkurs- und Gesamtvollstreckungsverfahren als Verwalter bearbeitet und zahlreiche Unternehmen im In- und Ausland saniert.

Die Kanzlei DR. PANNEN RECHTSANWÄLTE, mit Hauptstandorten in Hamburg, Frankfurt am Main, Düsseldorf und München, gehört zu den in Deutschland führenden Insolvenzverwalterpraxen.

Kontakt: bschwend@drpannen.de


Arnold Kock Textil ist insolvent

Steinfurt:

Der Textilproduzent Armold Kock Textil mit Sitz in Steinfurt stellte Insolvenzantrag. Von diesem Schritt sind rd. 100 Mitarbeiter betroffen.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das zuständige AG in Münster Rechtsanwalt Ralph Schmid. Schmid kennt das Unternehmen, da er schon vor sieben Jahren Insolvenzverwalter bei der ersten Arnold-Kock-Pleite war.

Die Löhne der Arnold-Kock-Mitarbeiter sind durch die Insolvenzgeld-Vorfinanzierung gesichert.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Das Autohaus Bünde ist insolvent

Bünde:

Geschäftsführung des Autohauses Bünde sowie deren Tochterunternehmen Autohaus Löhne, MP-Automobile GmbH sowie MAG Bonte GmbH haben am 26.4.2010 beim zuständigen AG Bielefeld Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Stefan Meyer aus Lübbecke bestellt worden. Meyer betreut bereits das Insolvenzverfahren der MAG Metz Gruppe, zu der u.a. die Corsmann GmbH gehört.

Die Autohaus Bünde GmbH & Co. KG (Volkswagen) unterhält Standorte in Bünde, Bückeburg, Stadthagen, und Rinteln. Die MAG Bonte GmbH (Volkswagen) betreibt einen Standort in Braunschweig und die Autohaus Löhne GmbH (Volkswagen) den Standort in Löhne. Durch die MP-Automobile GmbH (Audi) schließlich werden Standorte in Stadthagen und Bünde betrieben. Der Umsatz beträgt nach eigenen Angaben etwa 150 Mio. €. Die Gesellschaften waren bis vor Kurzem der sog. MAG Metz Gruppe konzernrechtlich verbunden. Die betroffenen Unternehmen beschäftigen insgesamt 260 Arbeitnehmer
(Autohaus Bünde GmbH & Co. KG 136 Arbeitnehmer, MAG Bonte 61 Arbeitnehmer, Autohaus Löhne neun Arbeitnehmer sowie MP-Automobile GmbH 54 Arbeitnehmer). „Lohn- und Gehaltszahlungen sind zum Zeitpunkt der Antragstellung in allen Gesellschaften noch nicht rückständig. Die Ansprüche der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind bis auf Weiteres durch Insolvenzgeldzahlungen der Agentur für Arbeit abgesichert“, betont Rechtsanwalt Stefan Meyer.

Die Geschäftsführung der Autohaus Bünde sowie deren Tochtergesellschaften führen das Unternehmen ebenso wie die übrigen Gesellschaften der MAG Metz Gruppe mit ausdrücklicher Zustimmung und unter Beteiligung des vorläufigen Insolvenzverwalters und seiner Mitarbeiter uneingeschränkt fort. Der vorläufige Insolvenzverwalter und ein Stab Sanierungsexperten haben ihre Arbeit bereits aufgenommen. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten sei die Darstellung einer langfristigen Fortführungslösung für die gesamte MAG Metz Gruppe.

(Quelle: Westfalen-Blatt)


Kago kappt jeden dritten Arbeitsplatz

Postbauer-Heng:

Der insolvente Ofen- und Kaminbauer Kago aus dem oberpfälzischen Postbauer-Heng entlässt etwa ein Drittel seiner 315 Beschäftigten. Wie Insolvenzverwalter Volker Böhm anlässlich der Eröffnung des Insolvenzverfahrens sagte, sind „massive Kosteneinsparungen“ nötig, um den Betrieb fortführen zu können. Mehr als die Hälfte der wegen der „äußerst angespannten Auftragslage“ wegfallenden Arbeitsplätze sollen die Verwaltung betreffen. Böhm bedauerte die Entlassungen: „Doch ist dieser Schritt leider nicht zu vermeiden, wenn wir die Chance zur Rettung des Unternehmens und der übrigen Arbeitsplätze aufrecht erhalten wollen.“ Er zeigte sich optimistisch, dass Investoren „in Kürze verbindliche Kaufangebote“ für das seit 35 Jahren bestehende Unternehmen vorlegen werden. Die Firma ist durch ihre Werbung in den Toiletten von Autobahnraststätten weithin bekannt. Mitte Februar hatte Kago den Insolvenzantrag beim AG Nürnberg gestellt. Grund soll ein starker Auftragsrückgang gewesen sein, der den Umsatz im vergangenen Jahr um ein Fünftel einbrechen ließ.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung)


promobil Lämmermann + Schneider: Standort
Groß-Gerau startet als Autohaus Lämmermann neu

Groß-Gerau/Mannheim:

Die Autohaus Lämmermann GmbH übernimmt zum 1.5.2010 das insolvente Autohaus promobil Lämmermann + Schneider in Groß-Gerau. Im Autohaus und der Werkstatt werden auch in Zukunft Autos von Volkswagen verkauft und repariert.

Mit dem Verkauf des Standortes Groß-Gerau kann Insolvenzverwalter Tobias Hoefer von der Mannheimer Kanzlei Hack | Hoefer rd. 5 Monate, nachdem promobil Lämmermann + Schneider Insolvenzantrag gestellt hat, die Sanierung der Gruppe erfolgreich abschließen. Vor zwei Monaten hatte er bereits den Standort Kelsterbach an einen neuen Eigentümer übergeben.

„Trotz eines schlechten wirtschaftlichen Umfelds konnten wir damit für beide Autohäuser von promobil Lämmermann + Schneider eine strategische Lösung realisieren“, sagt Insolvenzverwalter Tobias Hoefer. „Damit haben wir unser Ziel erreicht. Wir konnten nicht nur die Gruppe erfolgreich sanieren,
sondern alle Standorte und einen Großteil der Arbeitsplätze erhalten.“ In Kelsterbach wurden 13 Mitarbeiter vom neuen Eigentümer übernommen, in Groß-Gerau bleiben 23 Mitarbeiter – davon drei Auszubildende – von promobil Lämmermann + Schneider an Bord.

Das Autohaus Lämmermann führt die Tradition der Familie Lämmermann in Groß-Gerau fort, die dort bereits in der vierten Generation im Automobilhandel tätig ist. „Wir werden unseren Kunden weiterhin den Service und die Qualität bieten, den sie gewohnt sind und den sie mit dem Namen Lämmermann verbinden“, sagt Geschäftsführer Michael Lämmermann. Er war
bereits bei promobil Lämmermann + Schneider in dieser Funktion tätig und teilt sich die Geschäftsführung des Autohauses Lämmermann mit Richard Schnitzer von der perPuls Automobile GmbH.

„Die neuen Eigentümer des Autohauses Lämmermann haben deutlich gemacht, dass sie auf Wachstum setzen. Deshalb bin ich sicher, dass das Autohaus Lämmermann eine gute Perspektive hat und hier in Zukunft weitere Arbeitsplätze entstehen“, sagt der Insolvenzverwalter.

Um die Übernahme der beiden Standorte von promobil Lämmermann + Schneider zu ermöglichen, hatten Hoefer und sein Team ein Restrukturierungs- und Sanierungskonzept erarbeitet und umgesetzt. So konnte das Unternehmen so aufgestellt werden, dass nach der Eröffnung des Verfahrens am 1.2.2010 die Löhne und Gehälter wieder aus dem laufenden Betrieb erwirtschaftet wurden.

(Quelle: rw Konzept)


Mitarbeiter wollen Diakonie-Häuser übernehmen

Oldenburg/Delmenhorst:

Die Mitarbeiter von drei zahlungsunfähigen Altenheimen der Oldenburger Diakonie wollen ihre Einrichtungen selbst übernehmen. Das hat der Vorsitzende der Mitarbeitervertretungen in der niedersächsischen Diakonie, Freyermuth, mitgeteilt. Bei ersten Informationstreffen hätten sich viele Mitarbeiter für die
Idee interessiert. Es geht um das Stephanius-Stift in Delmenhorst und zwei Seniorenheime in Oldenburg. Sie hatten Ende März Insolvenz angemeldet.

Der Insolvenzverwalter aus Cloppenburg hält eine Übernahme durch die Mitarbeiter „im Prinzip“ für möglich. Entscheidend sei aber, dass es ein schlüssiges Konzept gebe, mit dem auch die Banken als Kreditgeber überzeugt werden könnten. Mitarbeitervertreter Freyermuth sagte, er sei überzeugt, dass die Heime mit zusammen rd. 220 Pflegeplätzen gerettet werden könnten. Um Lohnverzicht komme man aber sicher nicht herum.

(Quelle: radiobremen)


Konsum in Nordsachsen zahlungsunfähig

Leipzig:

Der Konsum Sachsen-Nord eG ist pleite. Der vorläufige Verwalter Michael Schoor sagte, Deutschlands älteste Konsumgenossenschaft habe am 23.4.2010 Insolvenz beantragt. Zuvor habe es „Probleme mit Lastschriftbuchungen bei Edeka gegeben“, hieß es. Daraufhin stellte der Hauptlieferant ebenso die Zusammenarbeit ein wie die Kreditversicherer und die Hausbank.

Der Konsum Nordsachsen erlöste im vorigen Jahr in der Region Eilenburg/Torgau/Wurzen etwa 20 Mio. €. Dabei entstand eine Million Euro Verlust. Schoor zufolge läuft das Geschäft in den 42 Filialen mit etwa 260 Mitarbeitern weiter. Problematisch sei, dass mit den Sublieferanten einzeln verhandelt werden müsse. Ziel sei ein Insolvenzplanverfahren, bei dem die Gläubiger auf einen Teil der Forderungen verzichten. Das erhöhe die Sanierungschancen.

Der Konsum hat 160.00 Mitglieder. Er war 1991 aus den Genossenschaften Eilenburg, Torgau und Wurzen entstanden. Seine Wurzeln gehen zurück bis 1850. Mit den Handelsketten Konsum in Dresden und Leipzig hat das Unternehmen nichts zu tun.

(Quelle: Sächsische Zeitung)


BMW-Autohaus Grabs in Pirna ist pleite

Pirna:

Das BMW-Autohaus Grabs in Pirna ist pleite. Der Sonnensteiner Vertragshändler hat neun Mitarbeiter, Geschäftsführer ist Andreas Grabs. Als Insolvenzverwalter wurde der Dresdner Rechtsanwalt Franz-Ludwig Danko von der Kanzlei Kübler bestimmt. Der will sich nun schnell einen Überblick über die finanzielle Lage des Autohauses verschaffen, äußerte er gegenüber der SZ.

Die Mitarbeiter hätten ihre Gehälter für den März noch erhalten. Für die kommenden drei Monate dürfen sie auf Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit setzen.

Der Insolvenzverwalter kann nun entscheiden, welche Verträge er weiter erfüllt und welche nicht. Er äußerte aber die Hoffnung, dass BMW seinen Pirnaer Händler unterstützt.

Nach unbestätigten Quellen hatte das Unternehmen einen Jahresumsatz von ungefähr 3 Mio. €. Zum 1.1.2009 hatte das Autohaus laut Angaben im Bundesanzeiger Verbindlichkeiten von 1,7 Mio. €.

(Quelle: Sächsische Zeitung)


Xanto meldet Insolvenz an

München/Düsseldorf:

Der Briefdienstleister Xanto hat Insolvenz anmelden müssen. Grund: Vodafone, größter Kunde von Xanto, ist kurzfristig abgesprungen. Als Insolvenzverwalter wurde Dr. Jörg Nerlich eingesetzt.

„Das ist sehr bitter“, sagte Xanto-Geschäftsführer Christian Holland-Moritz. „Wir hatten gerade, also im Oktober vergangenen Jahres, den Break Even erreicht.“ Vodafone habe für 70 % des Umsatzes von Xanto gestanden; der Absprung des
Großkunden habe nicht mehr aufgefangen werden können. Dann drohte die Zahlungsunfähigkeit.

Von der Insolvenz sind 25 Mitarbeiter betroffen. Gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter will Holland-Moritz nun ein Konzept erarbeiten, wie Xanto auf kleinerem Niveau weitergeführt werden kann. Der Geschäftsführer kann sich vorstellen, sich etwa auf die Zustellung von Werbesendungen inkl. Katalogversand zu spezialisieren. Laut Holland-Moritz beginnt das Insolvenzverfahren in etwa drei Monaten. Bis dahin solle das neue Konzept stehen. Bislang hatte Xanto für 110 regionale Briefdienste überregionaler Aufträge gemanagt.

Die Ursache für die Insolvenz sieht Xanto-Geschäftsführer Holland- Moritz bei der Deutschen Post. Die senke nämlich zum 1.7.2010 massiv die Preise. In der Tat hatte Brief-Vorstand Jürgen Gerdes vor Kurzem eine Preisoffensive angekündigt. „Die Sicherung von Mengen und Umsatz hat Vorrang, und dafür verzichten wir auf einen jährlichen Ergebnisbeitrag in niedriger dreistelliger Millionenhöhe“, sagte Gerdes der FAZ. Der Zeitung zufolge will der Bonner Konzern von Juli an seine Rabatte erhöhen. Grund: Die Belastung der Geschäftskunden durch die Mehrwertsteuer soll aufgefangen werden. Xanto-Chef Holland-Moritz spricht von bis zu 38 % günstigeren Angeboten.

(Quelle: OnetoOne)


INSOLGROUP regt Umwandlungsgesetz an

05.05.2010 München/Wiesbaden:

Aller Voraussicht nach bleibt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auch in diesem Jahr auf hohem Niveau. Das wirft nicht nur bei Experten die Frage auf, ob die deutsche Insolvenzordnung ausreichend moderne Instrumente für eine Deeskalation der Lage bietet. „Durch Justierung einiger Stellschrauben könnte ein im internationalen Vergleich gutes System noch einmal deutlich effizienter werden“, so die Einschätzung von Dr.  
Jürgen Blersch, Gründungsmitglied und turnusmäßiger Sprecher der INSOLGROUP, eines bundesweit agierenden Verbandes selbstständiger Insolvenzverwalter. Im Hinblick auf zahlreiche mittelständische „Folgeinsolvenzen“, die nach aktuellen Einschätzungen noch im Laufe des Jahres zu erwarten seien, müsste der Gesetzgeber hier wesentliche Reformen auf den Weg bringen.

Verbesserungsfähig seien vor allem die Sanierungsoptionen im Antragsverfahren. „Damit ein insolventes, aber im Kern intaktes Unternehmen wieder handlungsfähig wird, wäre es oftmals hilfreich, es mitsamt seinen bisherigen Vertragsverhältnissen so schnell wie möglich auf einen neuen Unternehmensträger zu übertragen“, so Dr.  
Blersch. Diese Möglichkeit gibt es bisher nur in einem langwierigen Planverfahren.

In der Praxis sei festzustellen, dass Gesellschafter bisweilen die Sanierung des Unternehmensträgers blockieren. Teilweise versuchen Vertragspartner die Insolvenz auch auszunutzen, um die Konditionen aus bestehenden Verträgen zu verbessern. Diese zeit- und kostenträchtige Blockadehaltung kann dadurch aufgelöst werden, dass die Insolvenzordnung dahingehend geändert wird, dass es dem Insolvenzverwalter ermöglicht wird, das Unternehmen mit allen Rechten und Pflichten auf einen neu gegründeten Unternehmensträger zu übertragen – bei gleichzeitigem Verbleib der Geschäftsanteile in der Insolvenzmasse. Die Übertragung von Unternehmen bzw.  
Unternehmensteilen kann an die Vorschriften zur Ausgliederung nach dem Umwandlungsgesetz angenähert werden.

Nach der Ausgliederung könnte der neue Unternehmensträger dann mit den weiteren Sanierungswerkzeugen des Insolvenzrechtes saniert werden. Der Erlös aus der Verwertung der Geschäftsanteile würde so in voller Höhe den Gläubigern zufließen. Ansätze für „Erpressungsgelder“ sind nicht mehr gegeben. Durch diese Regelung wäre dann die bestehende Lücke zwischen Insolvenzplanverfahren und übertragender Sanierung geschlossen, erklärt Dr. Blersch.


Kranverleiher Laukant ist pleite

04.05.2010 Dresden:

Die Laukant Kranverleih GmbH in Dresden ist pleite. Rechtsanwalt Dr. Christoph Munz wurde durch Beschluss des AG Dresden zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Während der Standort Berlin geschlossen wird, soll der Geschäftsbetrieb am Sitz in Dresden und in Chemnitz aufrecht erhalten werden. In Sachsen arbeiten 25 der insgesamt 37 Beschäftigten. Laut Munz haben sie drei Monate keinen Lohn bekommen.

Der Verwalter sieht im harten Winter eine wesentliche Ursache für die Pleite. „Die zweieinhalb Monate, in denen der Bau zum Erliegen kam, waren vom Unternehmen nicht zu kompensieren“, sagte er. Munz setzt auf ein Insolvenzplanverfahren, bei dem die Gläubiger teilweise auf Forderungen verzichten und dem Unternehmen so Sanierungschancen eröffnen.

Die blauen Autokrane mit dem auf der Spitze stehenden „L“ gehören seit 1991 zum Straßen- und Baustellenbild Dresdens. Zzt. stehen die auch an der Altmarktgalerie. Laukants Umsatz ist seit Jahren rückläufig. 2009 betrug er etwa 3 Mio. €.

(Quelle: Sächsische Zeitung


Insolvenzverfahren der Produktionsfirma Pro GmbH eröffnet

04.05.2010 Köln:

Das AG Köln hat zum 1.5.2010 das Insolvenzverfahren über die Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH (Pro GmbH) eröffnet. Zum Insolvenzverwalter bestelltedas Gericht den Kölner Fachanwalt für Insolvenzrecht Dr. Christoph Niering. Er war dort bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter tätig. Der Geschäftsbetrieb der 1979 u.a. von Alfred Biolek gegründeten Gesellschaft läuft auch nach Eröffnung des Verfahrens unverändert weiter. Aktuell arbeitet die Pro GmbH u.a. an der Kabarettsendung „Mann an Bord“, der Krimi-Reihe „Mord mit Aussicht“ und an „Mitternachtsspitzen“.

Niering hat das Ziel, die Gesellschaft durch eine übertragende Sanierung zukunftsfähig aufzustellen. Ein entsprechendes Konzept ist in den vergangenen Wochen gemeinsam mit dem Geschäftsführer Andreas Lichter erarbeitet worden. „Wir verhandeln derzeit mit den Beteiligten, um mit einem Sanierungs-konzept und einer neuen Gesellschafterstruktur, das Unternehmen zukunftsfähig aufstellen zu können“, sagt Niering. Er sieht Chancen, dass dies Mitte des Jahres gelingen kann. Die Signale der Partner und Auftraggeber der Pro GmbH seien während des gesamten vorläufigen Insolvenzverfahrens positiv gewesen.

Die Geschäftsführung der Pro GmbH hatte Anfang März 2010 beim zuständigen AG Köln Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Als Grund für den Insolvenzantrag nannte sie ein fest eingeplantes Großprojekt, das nicht wie geplant im Jahr 2010 umgesetzt werden konnte. Die Insolvenz ließ sich trotz des bereits vor einiger Zeit eingeschlagenen Sanierungsweges damit nicht mehr vermeiden.

(Quelle: rw konzept)


Herzzentrum pleite

03.05.2010 Essen:

Das Herzzentrum Essen, das seit einem Jahr von Prof. Reiner Körfer geleitet wird, ist insolvent. Das AG Essen teilte mit, es habe am 30.4.2010 einen Rechtsanwalt zum Insolvenzverwalter über die Herzzentrum Essen GmbH bestellt. Für die 50 Mitarbeiter war die Nachricht ein Schock. „Wir haben nicht einmal mehr unser Gehalt für April bekommen“, sagte eine Angestellte.

Das Herzzentrum Essen gehört zur Contilia-Gruppe, die von zwei Stiftungen und der Caritas im Bistum Essen getragen wird.

Vor einem Jahr hatte Körfer, der Gründungsvater und frühere Direktor des NRW-Herzzentrums in Bad Oeynhausen, die Leitung des seit 1998 bestehenden Essener Herzzentrums übernommen. Die Contilia-Gruppe hatte mit Körfer nicht nur einen weltweit renommierten und mit 25.000 Operationen sehr erfahrenen Herzchirurgen ins Boot geholt. Sie hoffte auch, mit seinen Verbindungen zu Krankenkassen und Landesregierung endlich die Genehmigung zu bekommen, gesetzlich Versicherte operieren zu dürfen. Denn bis dahin wurden fast ausschließlich Privatpatienten versorgt. Und deren Zahl reichte nicht, um das Herzzentrum wirtschaftlich zu betreiben.

Unter Körfers Führung stiegen die OP-Zahlen beträchtlich – nach seinen Angaben von jährlich 200 auf jetzt 1.000. Aber längst nicht jede Operation wurde bezahlt. Zwar war es dem Herzzentrum mit Körfers Hilfe gelungen, Versorgungsverträge mit gesetzlichen Krankenkassen zu schließen, doch sind die bis heute nicht in Kraft: Es fehlt die Zustimmung des NRW-Gesundheitsministers.

Bis die vorliegt, zahlen die gesetzlichen Kassen nur, sofern es sich bei Herzoperationen um die Versorgung von Notfällen handelt. Weil das in etlichen Fällen strittig ist, haben die Kassen diese Eingriffe bisher nicht bezahlt. Das Herzzentrum ließ die Rechnungen liegen, weil es täglich mit der Genehmigung aus dem Gesundheitsministerium rechnete, doch die kommt wohl nicht mehr: Vor zwei Wochen erklärte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann auf der Homepage seines Ministeriums, in NRW gebe es 15 Herzchirurgien, und damit stehe das Land im Bundesvergleich gut da. Der Minister sieht offenbar keinen Bedarf für das Herzzentrum Essen, denn die benachbarte Herzchirurgie in der Uniklinik Essen habe noch keinen Patienten abweisen müssen, heißt es aus dem Ministerium. Körfer hingegen sieht im Ruhrgebiet eine Mangelversorgung auf seinem Spezialgebiet – der Betreuung von Kranken, die an einer chronischen Schwäche des Herzmuskels leiden.

(Quelle: Westfalen-Blatt)


Firma Powertec stellt Insolvenzantrag

30.04.2010 Schwanau/Allmannsweier:

Die Geschäftsleitung der Firma Powertec GmbH & Co. KG mit Sitz in Allmannsweier hat am 26.4.2010 Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Thorsten Schleich von der Lahrer Kanzlei Schleich & Kollegen bestellt.

Die Wirtschaftskrise habe nun auch das seit 45 Jahren als Spezialist und Systemanbieter für Gabelstapler, Arbeitsbühnen und Reinigungsmaschinen tätige Familienunternehmen, erreicht, schreibt die Anwaltskanzlei in ihrer Pressemitteilung. Trotz einer kontinuierlichen Steigerung der Ertragskraft in den letzten Jahren habe ein Umsatzeinbruch 2009 und der Wegfall eines Hauptlieferanten zu den Schwierigkeiten geführt. Zwar sei es in den ersten Monaten des laufenden Jahres, die negative Umsatzentwicklung zu stoppen und wieder Anschluss an die gute Ausgangslage der Vorjahre zu finden, jedoch sei es trotz gewaltiger Anstrengungen nicht möglich gewesen, in diesem Zeitraum auch die Zahlungsfähigkeit dieses Unternehmens zu sichern. Die Geschäftsleitung habe sich deshalb gezwungen gesehen, vor dem Hintergrund der Liquiditätslage Insolvenz anzumelden.

Weder die Eigenkapitalsituation noch die Ertragskraft seien für diesen Schritt ursächlich, so der vorläufige Insolvenzverwalter. Dies stärke die Zuversicht der Geschäftsleitung, dass eine Fortführung des Unternehmens erreichbar sein werde. Geschäftsleitung und Schleich gehen davon aus, dass die rd. 3.000 Stammkunden dem Unternehmen auch in dieser Überbrückungsphase die Treue halten werden.

Das vor 45 Jahren als Weber Gabelstabler gegründete Unternehmen beschäftigt 30 Mitarbeiter. Es bietet Systemlösungen für Logistik, Lagerung und Reinigung an.

(Quelle: Badische Zeitung)


Die LMG ist insolvent: Schock für 130 Mitarbeiter

29.04.2010 Lübeck:

Firmenchef Hans-Hinrich Gottwald hat beim AG Verden/Niedersachsen am 23.4.2010 Antrag auf Insolvenz gestellt – und zwar für die LMG Anlagenbau GmbH & Co. KG und die ALVVerwaltungs GmbH. Das AG Verden prüfe noch seine Zuständigkeit, denn eingetragen ist die LMG im Handelsregister des
AG Lübeck. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Bremer Rechtsanwalt Edgar Grönda bestellt. Nach Aussagen des Gewerkschaftssekretärs Jürgen Kandulla könnten Ende des Monats die Gehälter nicht mehr gezahlt werden.

Vor drei Jahren hatte der Bremer Wirtschaftsingenieur Hans- Hinrich Gottwald vom damaligen Insolvenzverwalter das Anlagevermögen der LMG übernommen. Gottwald startete die neue eigenständige Firma LMG Anlagenbau mit Hilfe einer Finanzierung unter Federführung der Sparkasse zu Lübeck und
mit maßgeblicher Unterstützung des Landes. Der LMG gelang es recht schnell, in den Geschäftsfeldern Stahlwerksausrüstung, Windkraft, Schiffbau/Schiffreparatur und Hafentechnik und im Behälter- und Druckbehälterbau neue Kunden zu gewinnen. Ziel der LMG war es, in Lübeck eine Werft für Megayachten und Spezialschiffe aufzubauen. Ende September 2008 erklärte Hans-Hinrich Gottwald, für den Lübecker Hafen sei es von großer Bedeutung, „dass er eine Werft hat, die Schiffe warten und reparieren kann“. Doch konkret wurde der Werftenplan nicht. Die Wirtschaftskrise machte auch dem Anlagenbauer schwer zu schaffen. Wichtige Aufträge wurden storniert.

Aufsehen erregte im September 2008 der Rohbau einer 63 m langen Yacht, die vom LMG-Gelände aus zu Wasser gelassen wurde. Den sog. Kasko baute die LMG für die renommierte Bremer Lürssen-Bardenfleeth-Werft. Ende vergangenen Jahres war die LMG noch optimistisch, vom Boom beim Aufbau von Windkraftanlagen auf See profitieren zu können. So erhielt der Lübecker Anlagenbauer den Großauftrag für den Innenausbau der 83 m langen Beine der riesigen Hubinsel „Thor“, die vom Konzern Hochtief in Danzig gebaut wird.

Zu einer Kontroverse zwischen IG-Metall und LMG kam es Ende 2008, als die LMG aus dem Arbeitgeberverband austrat. Die Gewerkschaft warf dem Unternehmen vor, gültige Tarifverträge der Mitarbeiter durch den Abschluss von Einzelverträgen außer Kraft zu setzen.

(Quelle: Lübecker Nachrichten)


Rovema ist gerettet

28.04.2010 Gießen:

 

Seit November 2009 mussten die rd. 450 Mitarbeiter beim Hersteller von Verpackungsmaschinen Rovema bei Gießen um ihre Firma bangen. Nun ist – vorerst – Aufatmen angesagt, denn eine Investorengruppe hat einen Kaufvertrag mit Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner unterzeichnet, der Gläubigerausschuss hat bereits zugestimmt.

Nach Mitteilung von Plathner haben sich die Erlöse von Rovema auf hohem Niveau stabilisiert, die Zusammenarbeit mit Belegschaft und Betriebsrat sei gut gewesen. Die jetzt gefundene Lösung sei „zukunftsweisend und tragfähig“, so Plathner. Details sind noch keine bekannt, auch nicht zu den Plänen der neuen Eigentümer für die Belegschaft. Bislang habe es nur einzelne Abgänge im Rahmen der natürlichen Fluktuation gegeben, so ein Sprecher von Plathner, in der Zukunft werde es Veränderungen geben.

Käufer von Rovema sind die laut Pressemeldung „erfahrenen Maschinenbaumanager“ Sepp Lachenmaier, Winfried Ley und Thomas Becker. Lachenmaier ist Geschäftsführer bei der Wuppertaler Unternehmensberatung für Antriebstechnik Intech Power Transmission.

Noch keinen Grund zur Erleichterung gibt es beim kleineren Rovema-Schwesterunternehmen Hassia-Piltz in Butzbach. Hier gibt es noch Verhandlungen mit mehreren Interessenten. Die Gespräche seien in der Endphase und würden voraussichtlich in den nächsten Wochen abgeschlossen, so der Sprecher von Plathner. Die rd. 60 Mitarbeiter seien nach wie vor in Kurzarbeit, die jedoch verringert worden sei.

(Quelle: Frankfurter Rundschau)


Firma Degen stellt Insolvenzantrag

27.04.2010 Heilbronn:

Die Firma Degen Communication aus Heilbronn hat am 27.4.2010 einen Insolvenzantrag gestellt. Laut dem geschäftsführenden Gesellschafter Ingo Degen sind für die Schieflage des Mobilfunkhändlers vor allem auch „Altlasten“ verantwortlich, die das Unternehmen seit „einiger Zeit“ mit sich herum schleppe. Klar ist: Die Degen Communication GmbH schreibt seit zwei Jahren rote Zahlen. Betroffen von der Insolvenz sind 90 Mitarbeiter.

Nach Auszügen aus dem Unternehmensregister betrug das Minus bereits im Jahr 2008 unterm Strich 4,5 Mio. €. Ein Jahr zuvor, 2007, war Degen noch mit 200.000 € plus knapp in der Gewinnzone. In der Bilanz ist die Rede von „Fehleinschätzungen des Marktes seitens der Unternehmensführung“. Ein Teil
der Geschäftsführung wurde ausgetauscht. Eine Wende hat es allerdings nicht gegeben.

Nach Angaben des Managements hat die Firma im Jahr 2009 zwar ihren Umsatz von knapp 40 Mio. auf 63 Mio. € steigern können, die Verluste seien jedoch geblieben. Ein Fehlgriff war laut Degen die Übernahme der CSC-City Shop GmbH Ende 2008. Inzwischen hat man die zwölf Shops, die sich über Baden-
Württemberg verteilen, wieder abgestoßen.

Die Mitarbeiter haben nach Angaben der Geschäftsführung bisher alle Gehälter ausgezahlt bekommen. Anders sieht es beim Sponsoring aus: Die Firma Degen, die bei den Heilbronner Falken, den Ringern des VfL Neckargartach sowie mehreren kleinen Vereinen aktiv war, hat die Zahlungen inzwischen eingestellt. Wie es mit Degen weitergeht, ist unklar.

(Quelle: Heilbronner Stimme)


Autozentrale Klein ist am Ende

26.04.2010 Bad Hersfeld:

Die Autozentrale G. Klein in Bad Hersfeld schließt zum 31.7.2010. Diese Übereinkunft haben die verbliebenen 20 Mitarbeiter des Ford- und Peugeot-Vertragshändlers mit Insolvenzverwalter Carsten Koch von der Kasseler Sozietät Leonhardt, Westhelle & Partner getroffen. Noch in dieser Woche erhalten die Mitarbeiter die Kündigungen.

Frank Robert Klein, der Inhaber des Autohauses, hatte im September 2007 beim AG in Bad Hersfeld Insolvenz angemeldet. Seitdem hatte Rechtsanwalt und Notar Carsten Koch im Auftrag der Gläubiger das Autohaus fortgeführt, das anfänglich 40 Mitarbeiter zählte. Der Insolvenzverwalter setzte darauf, einen Investor für die sog. Fordzentrale zu finden und einen intakten Betrieb mit einem treuen Kundenstamm zu hinterlassen.

Das ist z.T. gelungen. Besonders der Verkauf „junger Gebrauchtwagen“ entwickelte sich gut und überbrückte die Zeit, bis die Abwrackprämie auch dem auf Peugeot und Ford spezialisierten Autohaus Auftrieb gab.

Noch im September des vergangenen Jahres hatten die Gläubiger dem Vorschlag zugestimmt, den Betrieb fortzuführen. Damals hatte sich die Belegschaft bereits halbiert. Diese Situation hat sich nun so zugespitzt, dass in der Werkstatt gerade noch drei von ehemals 15 Monteuren den Service garantieren. Einen Service-Meister hat das Autohaus nicht mehr.

„Uns gehen die Mitarbeiter aus“, bestätigt Kfz-Monteur Nico Wildemann, der dem Betriebsrat angehört. Gerade zur Urlaubszeit sei der Betrieb nicht mehr aufrechtzuerhalten. In diesem Jahr läuft auch der Mietvertrag für das Autohaus aus.

(Quelle: Hessische/Niedersächsische Allgemeine Zeitung)


Ramondin übernimmt Kapselfabriken

Nackenheim:

Die Vereinigte Kapselfabriken Nackenheim GmbH (Vkn) hat einen Käufer für ihr Metallkapselgeschäft gefunden. Insolvenzverwalter Dr. Robert Schiebe teilte mit, dass die Ramondin-Gruppe aus Spanien das Geschäft übernehmen werde. Bisheriger Gesellschafter des 1868 gegründeten Unternehmens nahe Mainz war der französische Konzern Sparflex.

Vkn musste im April letzten Jahres wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anmelden. Das Unternehmen produziert Metallkapseln für Wein- und Sektflaschen. Ursprünglich wurde der Verkauf des gesamten Unternehmens angestrebt. Nun ist für das Metallkapselsegment ein Käufer gefunden und
auch für den Wickelkapselbereich bahnt sich ein Lösung an: Einige Mitarbeiter wollen diese Sparte selbst übernehmen.

Für die Mitarbeiter von Vkn bedeutet die Übernahme jedoch noch keine Entwarnung. Ramondin wolle die Aufträge im Metallbereich und Teile der Vertriebsstruktur übernehmen. Allen verbliebenen Mitarbeitern würden vorsorgliche Kündigungen ausgesprochen, teilte Insolvenzverwalter Schiebe mit.

(Quelle: wer-zu-wem)


Lübecker Möbelspedition Longuet ist pleite

Lübeck:

Seit 153 Jahren steht Longuet in Lübeck für Logistik. Jetzt musste Geschäftsführerin Kirsten Fröde-Longuet beim AG Lübeck Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens für die Möbeltransport Heinrich Longuet GmbH stellen.

Von der Firmenpleite sind 50 Mitarbeiter betroffen, die jetzt um die Zukunft ihrer Jobs bangen. Der vorläufige Insolvenzverwalter, der Hamburger Steuerberater Peter Knöpfel, will sich um Investoren bemühen. Der Betrieb läuft zunächst weiter. Die Gehälter sind durch das von der Agentur für Arbeit gezahlte Insolvenzausfallgeld größtenteils gesichert. Die Forderungen der Gläubiger an das zahlungsunfähige Unternehmen belaufen sich auf gut 5 Mio. €. In guten Zeiten setzte der Longuet Möbeltransport 4 – 5 Mio. € im Jahr um.

Die guten Zeiten sind indes schon länger vorbei. Im Jahr 2008 fielen Verluste i.H.v. 1,5 Mio. € an. Um die Kosten zu drücken, wurden 40 Stellen gestrichen. Dennoch gab es auch 2009 wieder einen Verlust von fast 600.000 €.

Nach einer ersten Analyse von Insolvenzverwalter Knöpfel trug vor allem der Nahverkehr des Unternehmens zu den roten Zahlen bei. Im Fernverkehr mit 20 Mitarbeitern habe man dagegen rentabel gearbeitet, so Knöpfel. In diesem Geschäftsbereich beliefert Longuet Möbelhäuser wie Höffner und ist als Spezialtransporteur für Textilien auf Tour. Im Nahverkehr, der sich
hauptsächlich auf Schleswig-Holstein konzentriert, brachen die Erlöse nach dem Verlust des Großkunden Quelle dramatisch ein, für den Elektrogeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler nicht nur geliefert, sondern auch vor Ort montiert wurden.

Zur Zahlungsunfähigkeit bei Longuet hätten unternehmerische Fehlentscheidungen geführt, erklärt Knöpfel. Der Insolvenzverwalter sieht derzeit kaum Chancen, diesen Geschäftsbereich weiter führen zu können. Positiver sehe es im Fernverkehr beim Möbeltransport aus. „Dafür dürfte man schon eher einen Investor finden“, meint Knöpfel.

Von der Firmenpleite nicht betroffen sind die Heinrich Longuet Umzugsspedition mit 15 Mitarbeitern und die Heinrich Longuet Dienstleistung-Logistik GmbH mit 22 Mitarbeitern, die hauptsächlich für Dräger tätig ist.

(Quelle: Lübecker Nachrichten)


Buchhandlung Schöttler: Inhaber meldete Insolvenz an

Diepholz:

Augenscheinlich lief das Geschäft gut, aber im Hintergrund gab es schon länger Probleme. Nun musste Michael Röder, Inhaber der traditionsreichen Diepholzer Buchhandlung Schöttler, Insolvenz anmelden. Doch bis mindestens Ende Mai geht der Geschäftsbetrieb an weiter, werden auch wieder Bestellungen
angenommen.

„Unser Ziel ist es, die Buchhandlung Schöttler auch als Kultur- Institution in Diepholz zu erhalten“, so Michael Röder. Bis Ende Mai soll eine Lösung gefunden werden, mit der die Buchhandlung Schöttler, die am 18.3.2010 95 Jahre alt wurde, eine Zukunft haben kann.

Als Michael Röder im Jahr 1996 die Buchhandlung Schöttler übernahm, startete er sehr ambitioniert. „Zu ambitioniert“, wie er heute sagt. Denn Michael Röder baute einen für die Geschäftsgröße riesigen Lagerbestand auf. Bis zu 20.000 Titel hielt er vorrätig. Das band Kapital. Zwar verringerte Röder in den letzten Jahren den Bestand auf rd. 8.500 Titel, aber das Grundproblem blieb.

Dann kam ein schleichender Umsatzrückgang hinzu, der z.T. in der wachsenden Konkurrenz durch große Online-Shops begründet liegt. Der gelernte Buchhändler Röder versuchte, sich dieser Konkurrenz durch einen eigenen Internet-Auftritt mit umfangreicher Buchtitelsuche und Bestellmöglichkeit zu stellen, doch das war nur schwer bekannt zu machen.

Insgesamt sieht Michael Röder aber weiterhin Chancen für die Buchhandlung Schöttler: „Diepholz kann zwei Buchhandlungen verkraften“, meint er mit Blick auf den Mitbewerber, der ein anderes Publikum habe. 2003 wurde die Buchhandlung vom niedersächsischen Wissenschaftsministerium mit der Auszeichnung„Niedersächsische Buchhandlung des Jahres“ honoriert.

(Quelle: Kreiszeitung)


Die Duve Holding GmbH rutscht in die Insolvenz

30.03.2010 Neuenrade:

Für die Firma Duve Holding GmbH und ihre Firmen ASC Umformtechnik GmbH und ASC Kaltformtechnik GmbH ist Mitte März ein Insolvenzeröffnungsverfahren eingeleitet worden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter über das Vermögen ist Rechtsanwalt Dr. Winfrid Andres vom Hagener AG bestellt worden.

Das Insolvenzverfahren läuft: Seit mehreren Wochen ist Duve mit seiner 7.000 m² großen Gesamtfläche zum Kaufpreis von 1,9 Mio. € bei einem Immobilienanbieter im Internet zu finden.

Die zertifizierte Firma bedient Kunden in den Geschäftsbereichen Automotive, Baubefestigungen und Industrie. Im Detail werden u.a. Zusatzteile für Abgasanlagen, Automatikgetriebe, Batterien und Reserveräder für die Automobilindustrie, Werkmaterial für den Fenster-, Türen- und Dachbau sowie lange Schrauben, Kaltformteile und Drahtbiegeteile für weiterverarbeitende
Industriefirmen produziert.

Nach wie vor werde in den Werkhallen der Firmen ASC Umformtechnik GmbH und ASC Kaltformtechnik GmbH normal weiter produziert, informierte Rechtsanwalt Andres. Die Löhne und Gehälter der etwa 70 Mitarbeiter seien für April aus der Insolvenzgeld-Finanzierung bezahlt worden.

Ob das Unternehmen gerettet werden könne, darüber wollte sich Andres zwar nicht äußern, erklärte aber, mit mehreren möglichen Investoren aus dem weiteren Umkreis in Kontakt zu stehen. „Es liegen mehrere Anfragen vor, jetzt müssen wird sehen, was dabei heraus kommt.“ Die Interessenten kommen aus
verschiedenen Branchen.

(Quelle: come-on)


Spedition Kohlhardt durch Insolvenzplan gerettet

29.03.2010 Leipzig:

Die Leipziger Spedition Kohlhardt ist saniert. Ihre Gläubiger haben am 1.2.2010 beim AG Leipzig dem von Insolvenzverwalter Dr. Florian Stapper vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt. Das Gericht hat den Plan bestätigt. Bernd Kohlhardt, der Inhaber des traditionsreichen Unternehmens „Internationale Spedition Bernd Kohlhardt e. K.“ kann seinen Betrieb nun fortführen. Die 1938 gegründete Spedition war durch die Folgen der Wirtschaftskrise in Zahlungsprobleme geraten.

Das AG Leipzig hatte am 1.5.2009 das Insolvenzverfahren eröffnet und Dr. Florian Stapper als Insolvenzverwalter eingesetzt. Der Geschäftsbetrieb wurde durch einige Umstrukturierungen auf den profitablen Kernbereich reduziert. In sanierter Form ist das Unternehmen dann bis zur Bestätigung des Insolvenzplans fortgeführt worden. Dem Insolvenzverwalter Dr. Stapper ist es
damit gelungen, die Spedition bereits acht Monate nach Verfahrenseröffnung durchsaniert aus dem Insolvenzverfahren zu entlassen. 14 von 17 Arbeitnehmern konnten ihren Arbeitsplatz behalten. Durch die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes und die Betriebsfortführung in der Insolvenz sind sämtliche Löhne und Gehälter der verbliebenen Mitarbeiter bezahlt worden.

(Quelle: Rechtsanwälte Stapper & Korn)


Autohaus Schüler kauft Plauener Autoservice

Falkenstein/Plauen:

Das Falkensteiner Familienunternehmen Autohaus Schüler & Co. GmbH hat als VW und Audi Partner einen Teil der insolventen Autoservice Wunderlich GmbH gekauft. „Ab 1. April wird es das Autohaus Schüler in Plauen Hans-Sachs-Str. 26 geben“, sagte Geschäftsführer Falk Schüler. Der Vertrag mit dem Insolvenzverwalter Thomas Beck wurde am 25.3.2010 unterzeichnet. Übernommen werden sollen auch etwa 20 Mitarbeiter im Autohaus und in der Werkstatt.

Autoservice Wunderlich GmbH mit Standorten in Plauen und Rodewisch hatte im Januar Insolvenz anmelden. 75 Mitarbeiter sind betroffen. Nach Aussage des Insolvenzverwalters wurden nahezu alle Mitarbeiter in einer Beschäftigungsgesellschaft aufgenommen. „Ich bin froh, dass wir mit dem Autohaus Schüler ein renommiertes vogtländisches Unternehmen gefunden
haben, dass sich trotz der schwierigen Zeit zu dem Standort in Plauen und zu den regionalen Arbeitsplätzen bekannt hat“, sagte der Plauener Rechtsanwalt.

Die Geschichte des Familienunternehmens reicht bis ins Jahr 1968 zurück. Noch zu DDR-Zeiten wurden in der Werkstatt neben Trabis und Ladas auch die ersten VW-Golf repariert. Nach der Wende wurde das Autohaus Schüler gegründet und
ein Händlervertrag mit VW und Audi unterzeichnet. Neben Falkenstein gibt es das Autohaus seit 2007 auch in Oelsnitz. Momentan sind bei Schülers 57 Mitarbeiter beschäftigt. Nun kommt Plauen hinzu. „Wir werden bei laufendem Betrieb die Geschäfte übernehmen“, sagte Falk Schüler. „Am Anfang werde ich selbst in Plauen sein und mich um die Kunden kümmern. Immerhin haben wir bereits Kundschaft aus dem Raum Plauen. Für diese werden nun die Wege kürzer. Wir werden so los legen wie es ist und erst nach und nach umbauen und renovieren. Erst muss mal alles anlaufen“, so der 50-Jährige weiter. In diesen Tagen laufen die Vorstellungsgespräche. Denn wie Insolvenzverwalter Beck sagte, wird Schüler allen früheren Wunderlich-Mitarbeitern eine Chance geben.

Während für die VW-Sparte ein neuer Eigentümer gefunden ist, sucht der Insolvenzverwalter noch Käufer für die beiden Peugot- Autohäuser in Plauen und Rodewisch. „Ich versuche Stück für Stück an den Markt zu bringen. Es gibt auch bereits Gespräche mit Interessenten. Aber es bleibt weiter mein oberstes Ziel, so viel wie möglich Arbeitsplätze für die Region zu erhalten. Mit dem Autohaus Schüler ist das super gelungen, nun hoffe ich auch für die Peugot-Sparte auf einen Erfolg“, betonte Beck.

(Quelle: Vogtland Anzeiger)


Rohwedder stellt Insolvenzantrag

Bermatingen:

Der Automatisierungsspezialist Rohwedder hat am 26.3.2010 beim AG Konstanz Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter sei der Stuttgarter Rechtsanwalt Volker Grub ernannt worden, teilte das Gericht auf Anfrage mit.

Die börsennotierte Rohwedder AG mit Sitz in Bermatingen (Bodenseekreis) hatte den Schritt mit Zahlungsunfähigkeit begründet. Es sei nicht gelungen, die notwendige Finanzierung bis zu einer erwarteten neuen Belebung des Geschäfts sicherzustellen.

Auch im Januar und Februar dieses Jahres hätten sich Kundenaufträge weiter verzögert. Die Kunden hätten jedoch deutlich signalisiert, dass es möglich gewesen wäre, ab Ende März „signifikant an den Planansatz im Auftragseingang aufzuschließen“, hieß es in einer Mitteilung.

Rohwedder ist mit Automatisierungstechnik in Europa, Amerika und Asien aktiv. Die Anlagen werden in den Branchen Automobil, Telekommunikation, Elektro sowie Medizintechnik eingesetzt.

(Quelle: Saarbrücker Zeitung)


Imhäuser-Gießerei verkauft

26.03.2010 Olpe/Düsseldorf:

Nachdem bereits zum 1.11.2009 der Geschäftsbetrieb des Teilbereichs „Rohrzug“ an einen Investor veräußert werden konnte, ist in dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der MGI – Metallwerke Gustav Imhäuser GmbH & Co. KG Olpe auch ein Investor für den zweiten Geschäftsbereich, die Gießerei, gefunden worden. Das teilte Andreas Pantlen, Rechtsanwalt/Steuerberater und Fachanwalt für Insolvenzrecht aus der bundesweit tätigen und auf Insolvenverwaltung spezialisierten Kanzlei Wellensiek, in Düsseldorf mit.

Am 25.3.2010 wurde ein entsprechender notarieller Kaufvertrag zwischen Insolvenzverwalter Andreas Pantlen und der GTO – Gusstechnik Olpe geschlossen. Drei gleichberechtigte Gesellschafter haben die Firma neu gegründet. Geschäftsführender Gesellschafter ist Jochen Laski, der von 2006 – 2008 bei MGI als Geschäftsbereichsleiter Gießerei tätig war. „Wir sind
keine Neulinge“, betonte Laski. So besitze ein Gesellschafter selbst eine Gießerei, mit der man „positive Berührungspunkte“ nutzen könne, und der weitere Gesellschafter habe ein Unternehmen für die mechanische Gussbehandlung.

„Dass dies gelungen ist, war nur mit der Unterstützung aller Beteiligten, insbesondere der Mitarbeiter, der Kunden, der Lieferanten, der kreditgebenden Banken, möglich“, erklärte Pantlen. Die Sparkasse werde GTO als Hausbank partnerschaftlich zur Seite stehen.

Die neue Firma wird den Geschäftsbetrieb ab dem 1.6.2010 mit ca. 30 Mitarbeitern an alter „Wirkungsstätte“ fortführen. Der Insolvenzverwalter freut sich zwar, dass „letztlich der überwiegende Teil der 130 bei Insolvenzantragsstellung vorhandenen Arbeitsplätze erhalten wird“, gleichwohl haben viele ehemals bei Imhäuser Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren. Vor vier Jahren zählten die Metallwerke Gustav Imhäuser noch rd. 200
Mitarbeiter. Als der Insolvenzantrag im Juli 2009 gestellt wurde, waren es nur noch besagte 130. In den beiden Firmen, die die Teilbereiche „Rohrzug“ und „Gießerei“ nun übernommen haben, sind es insgesamt 85.

Der Insolvenzverwalter hatte das Unternehmen seit der Insolvenz fortgeführt und anfangs versucht, das gesamte Unternehmen zu veräußern. Nachdem dies nicht gelungen war, spaltete er das Unternehmen auf und verkaufte einzeln.

(Quelle: Siegener Zeitung)


Insolvenzplan sichert Fortbestehen von Parat

Remscheid:

Die Gläubiger haben jetzt einem Insolvenzplan für die Parat Schönenbach GmbH + Co. KG zugestimmt. Sie werden für ihre Forderungen mit Quoten von 20 – 70 % befriedigt. Wie Insolvenzverwalter Marco Kuhlmann berichtet, hatten insgesamt rd. 1.000 Gläubiger ihre Forderungen angemeldet. Mit dem Insolvenzplan kann das Unternehmen mit 700 Arbeitsplätzen fortgeführt werden, teilt Kuhlmann mit. In Remscheid wird die Zahl von 41 auf 25 reduziert. Parat stellt Cabrio-Dachsysteme,
Zubehör für den Caravan- und Nutzfahrzeugbereich sowie Werkzeugtaschen und -koffer her.

(Quelle: Rheinische Post)


Spedition Ehrhardt wird abgewickelt

Neuenstein:

Der Spedition Fritz Ehrhardt GmbH mit Sitz in Neuenstein droht das Aus: Am 23.3.2010 wurde Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Heilbronner Rechtsanwalt Harry Kressl bestellt, der eine Weiterführung für unmöglich halt. „Es besteht
leider keine andere Chance“, sagte er. Grund für die Insolvenz seien nach ersten Erkenntnissen massive Umsatzrückgänge um mehr als 50 % – vor allem durch den wichtigsten Kunden, der aus der Auto-Zuliefererindustrie kommt. Die Folge: Die Kapitalrücklagen wurden komplett aufgebraucht, einige Mitarbeiter
erhielten bereits seit Oktober keinen Lohn mehr, berichtete Kressl. Nun werde der Betrieb abgewickelt. Für die Branche kein Einzelfall, hat der Anwalt festgestellt: „Wenn nicht sauberst kalkuliert wird, funktioniert es heutzutage nicht mehr.“

Auf mehr als 90 Jahre blickt das Unternehmen zurück, wenn auch unter wechselnden Namen: 1919 gründete der Großvater unter dem Namen Müller ein Fuhrunternehmen, das mit Pferdegespannen für die Reichsbahn, Molkereien und weitere ortsansässige Unternehmen unterwegs war. Noch vor dem Zweiten
Weltkrieg wurde der erste Lastwagen gekauft. Nach dem Krieg stieg Fritz Ehrhardt in das Unternehmen ein und baute den Betrieb auf vier Lastwagen aus.

Nach wie vor war die Deutsche Bahn ein wichtiger Kunde. 1971 wurde die Fritz Ehrhardt GmbH gegründet und Zug um Zug vergrößert. Zuletzt waren knapp 20 Mitarbeiter bei der Spedition beschäftigt – ehe sie in die Krise schlitterte.

(Quelle: Heilbronner Stimme)


160 Arbeitsplätze in Gefahr – Firma Affeldt meldet
Insolvenz an

25.03.2010 Neuendorf:

Die Geschäftsführung der Firma Affeldt Verpackungsmaschinen GmbH hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit offenbar Insolvenz angemeldet.

„Die Belegschaft ist geschockt und sauer. Wir tragen nicht die Verantwortung für die unternehmerischen Entscheidungen und die Managementfehler“, sagt die Betriebsratsvorsitzende Astrid Petersen.

Es gab trotz Wirtschaftsflaute Aufträge – und es gibt sie noch. „Wir hatten voriges Jahr Arbeit, wir haben jetzt Arbeit, und es sind diesen Monat neue Aufträge hereingekommen“, so Petersen. Dennoch habe die Geschäftsführung von April bis Ende Oktober Kurzarbeit angeordnet. Es folgte die Entlassung von
13 Mitarbeitern, ehe ab Januar wieder Kurzarbeit griff. „Die Arbeitsabläufe funktionieren nicht“, kritisiert die Betriebsratschefin. Und sie klagt, dass nur noch Stellen für leitende Angestellte geschaffen worden seien, während ansonsten Kollegen gehen mussten.

Auch soll die Geschäftsführung die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates verletzt haben. „Man hat uns zwar gefragt. Aber wenn wir nein gesagt haben, wurde es trotzdem gemacht“, so Petersen weiter. Der Betriebsrat habe sich mit 18 Verfahren vor dem ArbG gewehrt.

Inzwischen hat die IG Metall sogar bei der Staatsanwaltschaft Itzehoe Strafantrag wegen strafbarer Behinderung des Betriebsrates gestellt. Das berichtet Uwe Zabel, Bevollmächtigter der IG Metall Unterelbe. Er will den Blick jetzt nach vorn richten: „Wir fordern eine Perspektive für die Beschäftigten, die
Produktion muss weitergehen, und die Löhne müssen gezahlt werden.“ Er ruft den vom Gericht zu bestellenden Insolvenzverwalter auf, den Betrieb fortzuführen und mit der Gewerkschaft sowie dem Betriebsrat ein Konzept zur Rettung möglichst vieler Arbeitsplätze auszuarbeiten Bei einer Fortführung des Betriebes im Insolvenzfall werden die Löhne und Gehälter für max. drei Monate von der Agentur für Arbeit übernommen. Die Affeldt-Beschäftigten haben bereits im Februar nur einen Teil ihrer Bezüge erhalten, für März ist bisher kein Geld geflossen.

(Quelle: Hamburger Abendblatt)


1600 Arbeitsplätze in Gefahr

24.03.2010 Oldenburg:

Die Oldenburger Hansa-Gruppe ist insolvent. Das Unternehmen, das Senioren- und Pflegeheime betreibt, hatte am 19.3.2010 für die zur Gruppe gehörenden Unternehmen Anträge
auf Eröffnung der Insolvenzverfahren beim AG Oldenburg gestellt. Die Gruppe beschäftigt rd. 1.600 Mitarbeiter.

Seit 1982 betreibt die Hansa-Gruppe Wohn- und Pflegeeinrichtungen für Senioren. Mittlerweile gibt es 18 Häuser zwischen Nordsee und Sauerland – viele davon in Oldenburg, Wilhelmshaven, Bremerhaven, Nordhorn und Papenburg. Außerdem gehören zwei Altenpflegeschulen in Oldenburg und
Wilhelmshaven zu dem Gesamtbetrieb, genau wie ein ambulanter Pflegedienst.

Bemühungen, einen Finanzierungsengpass zu überwinden, waren gescheitert. Daraufhin folgte der Insolvenzantrag. Als Insolvenzverwalter wurden die beiden Bremer Rechtsanwälte
Edgar Grönda und Detlef Stürmann bestimmt.

Diese teilten mit, dass die Versorgung der Alten- und Pflegeheime mit 1.200 Pflegeplätzen und 1.300 Plätzen für betreutes Wohnen trotz der Insolvenzanträge unverändert aufrecht erhalten
werden soll. Sie seien zuversichtlich, „zunächst für die Dauer des Insolvenzantragsverfahrens unter Einbeziehung der Kostenträger die Fortführungen zu ermöglichen“. Erste Kontakte mit der Arbeitsverwaltung hätten außerdem ergeben, dass das Gehalt der Mitarbeiter bis Ende Mai gesichert sei. In den kommenden Tagen sollten Gespräche über eine langfristige Stabilisierung der
Finanzierung des Unternehmens wieder aufgenommen werden. Sowohl Lieferanten als auch Mitarbeiter hätten signalisiert, dass sie zum Unternehmen halten wollten. „Es ist jetzt das vorrangige
Ziel der Beteiligten, die notwendigen Finanzierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen voran zu bringen“, so Grönda.

(Quelle: Kreiszeitung)


Amerikaner drehen Pelikan den Geldhahn zu

23.03.2010 Münster:

Tausende von Diabetikern in Deutschland und darüber hinaus in Europa warten auf Hilfe. Sie können ihre Blutzuckermessgeräte der Firma Pelikan Technologies zzt. nicht nutzen, weil ihnen Lanzetten fehlen, mit denen der Blutzucker gemessen wird. Die Lanzetten aber werden nicht mehr ausgeliefert, weil
das münsterische Unternehmen Insolvenz anmelden musste. Und das nur deshalb, weil die amerikanische Muttergesellschaft mit Sitz im kalifornischen Palo Alto plötzlich Mitte Dezember den Geldhahn zugedreht hat, so Rechtsanwalt Dr. Frank Kreuznacht in Münster.

Damit sind auch die hochfliegenden Pläne für den Bau einer neuen Europa-Zentrale endgültig gestorben: Schon vor einiger Zeit hatte Pelikan sich von dem Projekt verabschiedet, das den Bau eines neuen Bürogebäudes und einer Produktionshalle mit insgesamt rd. 120 Arbeitsplätzen vorsah.

Der Insolvenzverwalter kritisiert, dass die Amerikaner auch ihren Verpflichtungen aus einem Vertriebsvertrag nicht nachgekommen seien. Sie haben nach Angaben von Kreuznacht die Lizenz zur Herstellung der Geräte verloren, was dazu führte, dass Pelikan in Deutschland die zugehörige Sensortechnik nicht mehr absetzen konnte.

 

Die Verantwortlichen in der amerikanischen Zentrale hätten der Geschäftsführung in Münster bereits im Dezember überraschend mitgeteilt, dass keine weitere Zahlung erfolge. Die Folge: Die Geschäftsführer Dr. Norbert Batetzko und Gerhard Rühl mussten aufgrund der Zahlungsunfähigkeit beim AG den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens einreichen.

 

Dabei hätte Pelikan für die Entwicklung der neuen Stechhilfe für Diabetiker nur noch zwei Jahre gebraucht, um das Produkt am Markt platzieren zu können, betont Dr. Frank Kreuznacht. Er spricht von einer „Top-Entwicklung“ – und von einer hervorragenden Technik, die richtungweisend sei. Jetzt liegt die
Pelikan-Entwicklung auf Eis.

 

Das Gehalt der 30 Mitarbeiter wurde aus dem Insolvenzausfallgeld bestritten. Den Beschäftigten, so heißt es, sei bereits im vorläufigen Insolvenzverfahren gekündigt worden. Kreuznacht hofft jetzt, dass er schnellstmöglich – bevor alle
Mitarbeiter Pelikan verlassen haben – einen Investor findet, der die Entwicklungen weiter vorantreibt und die Patente sowie das Know-how der Belegschaft übernimmt. „Die Loyalität der Mitarbeiter ist unglaublich“, freut sich der Insolvenzverwalter.

(Quelle: Westfälische Nachrichten)


Magna will Karmann Dachsparte übernehmen

Graz/Osnabrück:

Magna und der Insolvenzverwalter der Wilhelm Karmann GmbH i.I., Rechtsanwalt Ottmar Hermann, haben nach konstruktiven Verhandlungen einen Kaufvertrag über die deutsche Sparte der Dachsysteme unterzeichnet. Die deutsche Dachsparte von Karmann ist Teil der europäischen Dachsparte, die neben dem Werk in Osnabrück (359 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) auch die Anteile an der polnischen Gesellschaft in Zary (362 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) umfasst. Bevor dieser Kaufvertrag wirksam wird, müssen noch verschiedene Bedingungen erfüllt werden. Die Wesentlichste dabei ist die Zustimmung des Bundeskartellamtes zum Verkauf der europäischen Dachsparte. Über Vertragsinhalte und den Kaufpreis wurde von allen Seiten Stillschweigen vereinbart. „Mit Magna haben wir eine hervorragende Lösung gefunden. Ich freue mich sehr, dass Magna mit diesem Schritt bereit ist, der engagierten Belegschaft eine gute Perspektive zu bieten“, sagt Hermann.

Karmann Dachsysteme zeichnen sich durch ein hohes Qualitätsniveau aus. Die Fertigung umfasst die klappbaren Dachsysteme (Retractable Hardtops) und die Stoffdächer, die besonders bei Cabrios im Premium Segment eingesetzt werden. Die wichtigsten europäischen Kunden sind BMW (1er Cabrio), Mercedes-Benz (E-Klasse Cabrio) oder Renault (Mégane Cabrio).

Magna International ist der am stärksten diversifizierte Autozulieferer der Welt. Magna konstruiert und fertigt Bauteile, Baugruppen, Systeme und Module, entwickelt und fertigt komplette Fahrzeuge und liefert diese an Hersteller von Pkws und kleinen Nutzfahrzeugen in Nordamerika, Europa und Asien, Südamerika und Afrika. Zu den Kompetenzen gehören Design, Entwicklung, Fertigung und Testung von Innenausstattungen, Sitzsystemen, Schließsystemen, Karosseriesystemen, Spiegelsystemen, Außenausstattungen, Dachsystemen, Elektroniksystemen und Antriebssträngen, hybriden und elektrischen Fahrzeugen und Systemen sowie die Entwicklung und Produktion kompletter Fahrzeuge.

Magna beschäftigt 72.500 Mitarbeiter in 238 Produktionsstandorten und 79 Engineering- und F&E-Zentren in 25 Ländern.

(Quelle: dictum law communications)


Investor sichert Zukunft der Peine Gruppe

23.03.2010 Wilhelmshaven:

Die Peine Gruppe, die im Oktober vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet hat und deren Insolvenzverfahren im Januar eröffnet wurde, gab bekannt, dass sich die Investmentgesellschaft Gordon Brothers International LLC mit Insolvenzverwalter Michael Waculik auf den Kauf des Unternehmens geeinigt
habe. In einer Pressemitteilung der Peine Gruppe ist von einer „neuen Zeitrechnung“ die Rede. Nach den Verhandlungen der letzten Wochen seien beide Seiten mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden. „Wir haben mit Gordon Brothers eine ausgezeichnete Lösung gefunden und damit unser Ziel, 90 Arbeitsplätze und den Fortbestand des Unternehmens zu sichern, erreicht“, so Waculik. Die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft seien bereits in den vergangenen Monaten gestellt worden. „Eine umfangreiche Restrukturierung des Unternehmens und eine Konzentration auf die Kernkompetenz, nämlich Qualität und Design, waren wesentliche Meilensteine“, erläuterte der Insolvenzverwalter. Der neue Investor sei eine auf Einzelhandel und Konsumgüterindustrie spezialisierte Investmentgesellschaft, die den langfristigen Fortbestand des Unternehmens sichere. Markus Kamsteeg, verantwortlicher Geschäftsführer für Vertrieb, Produkt und Marketing, kündigte an, im Rahmen der strategischen Neuausrichtung die Marken Barutti und Masterhand in den Vordergrund zu rücken.

(Quelle: Jeversches Wochenblatt)


Holzspielzeughersteller Heros ist insolvent

22.03.2010 Lam:

Die Hermann Roßberg GmbH, bekannt unter dem Markennamen Heros stellte am 19.3.2010 Insolvenzantrag. Das AG Regensburg bestellte Rechtsanwalt Harald Schwartz zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Von der Insolvenz des in Lam ansässigen Herstellers sind rd. 230 Mitarbeiter betroffen. Die Produktion soll zunächst uneingeschränkt weitergeführt werden. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist nun vor Ort um Möglichkeiten zu Rettung des Unternehmens zu sondieren.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Mineralölhändler insolvent trotz guter Auftragslage

21.03.2010 Illertissen:

Weil Kunden ihre Rechnungen nicht beglichen haben, ist ein weiteres Illertisser Unternehmen mit langer Firmengeschichte in Schieflage geraten. Schrapp Multi Oils hat Insolvenz angemeldet. Seit 8.3.2010 führt Rechtsanwalt Markus Fröhlich aus Ulm als vorläufiger Insolvenzverwalter die Geschäfte.

Die rd. 7.000 Kunden von Schrapp Multi Oils merken bislang davon nichts. „Die Auftragsbücher sind voll, der Betrieb wird in vollem Umfang weitergeführt“, erklären Rechtsanwalt Fröhlich und Unternehmer Timo Schrapp auf Anfrage unisono. Auch das Ziel des Verfahrens definieren sie klar: „Der Betrieb wird reorganisiert“, sagen sie. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich inzwischen reduziert. Früher seien es einmal um die 70 Beschäftigte gewesen, heute laut Rechtsanwalt noch rd. 50. Sie sind vor allem im Logistikbereich eingesetzt.

Das am 8.3.2010 begonnene Verfahren ist vorläufig. Fröhlich wird in den nächsten Wochen ein Gutachten über das Unternehmen erstellen. Danach wird das AG entscheiden, ob das eigentliche Insolvenzverfahren abzuwickeln ist, wovon Fröhlich ausgeht. Schrapp hofft, die Angelegenheit vorher bereinigen und auch die 50 Arbeitsplätze erhalten zu können.

1932 wurde die Firma Schrapp gegründet. Unternehmenszweck über all die Jahre: der Handel mit Mineralölen und Schmierstoffen aller Art. Privathaushalte stellen die überwiegende Zahl der Kunden. Sie beziehen ihr Heizöl von Schrapp Multi Oils. Die Nachfrage sei nach wie vor groß. Und das, obwohl der Preis kräftig angezogen habe, weiß Timo Schrapp. Anfang der 2000er Jahre hatte sein Unternehmen in Jedesheim eine große Abfüllanlage errichten wollen. Das wurde in dem Sondergebiet nicht genehmigt. Multi Oils hat danach umdisponiert, lasse inzwischen nur noch in München abfüllen, so Timo Schrapp.

Gleichzeitig erschloss sich das Unternehmen einen neuen Geschäftsbereich:
die Spedition. Seit etwa 2006 werden rd. 50 Last- und Lieferwagen im Transportgeschäft eingesetzt. Zu den Kunden zählen u.a. die Post-Tochter DHL, aber auch privatwirtschaftliche Briefverteiler- und Zustellerfirmen.

Der massive Forderungsausfall, der Schrapp Multi Oils in Schieflage gebracht hat, sei in eben diesem Speditionsbereich entstanden, vermutlich durch einen Großkunden. Näheres dazu lassen sich Fröhlich und Schrapp derzeit nicht entlocken. Offenbar war es auch nicht möglich, den Liquiditätsengpass mithilfe von Banken zu überbrücken.

(Quelle: Augsburger Allgemeine)


Nach Insolvenz: Keine Rettung für Rieger-Pelze

19.03.2010 München:

Das insolvente Traditionshaus Rieger-Pelze schließt für immer. Der Insolvenzverwalter konnte – wegen der hohen Miete und ungünstiger Marktaussichten – keinen Investor für das einstige Renommiergeschäft finden. Noch Mitte Januar klang Rolf G. Pohlmann, im Januar als vorläufiger Insolvenzverwalter für Rieger Pelzmoden eingesetzt, optimistisch. „Die Sanierungsaussichten sind positiv“, hatte er gesagt – wenn es einen Investor
gebe. Jetzt gibt es schlechte Nachrichten: Die Rettung des Pelzhauses ist gescheitert. „Wir haben alle Bemühungen unternommen, um den Betrieb und den Namen Rieger-Pelze zu erhalten“, erklärte Pohlmann. Vergeblich.

Zwei der sechs verbliebenen Rieger-Mitarbeiterinnen haben bereits einen neuen Job gefunden. Die anderen vier, die in der vergangenen Woche laut Pohlmann „sehr gefasst“ auf das Aus reagiert haben, sind noch bis Juni angestellt.

Nach Pohlmanns Angaben hätte ein Investor mehr als 1 Mio. € aufwenden müssen, um den umsatzschwachen Sommer zu überbrücken und ein moderneres Marketing auf die Beine zu stellen. Zwar hätten noch zwei Pelzhäuser – eines aus NRW, eines aus Österreich – Interesse an Rieger-Pelze bekundet. Wegen der massiven Umsatzeinbußen und der hohen Mietkosten
für den Laden seien beide aber letztlich abgesprungen. Generell
seien Pelzfirmen derzeit zurückhaltend, weil sich „der Handel mit hochwertigen Pelzen seit den ersten Anzeichen der Krise rückläufig entwickelt“, so Pohlmann.

Für Pelzunternehmer Bernhard Rieger, Sohn des Firmengründers, ist die Wirtschaftskrise schuld an der Insolvenz. Ursache für den Niedergang sei „die konjunkturbedingte Kaufzurückhaltung insbesondere beim Mittelstand“, sagte er. Pohlmann dagegen macht auch den baulich nicht optimalen Laden an der
Residenzstraße mit verantwortlich: In die Verkaufsräume gelangt man nur über eine Treppe im nicht besetzten Foyer. Zudem sei Rieger zuletzt nicht hinreichend gelungen, sich „auch einer jüngeren, modisch orientierten Kundschaft zu präsentieren“.

Mehr als 60 Jahre lang war Rieger-Pelze in München eine Institution. Auch weit außerhalb der Stadtgrenzen kannte man das Pelzgeschäft, das bis 2007 im Rieger-City-Komplex am Isartorplatz residierte. Lange Jahre hatte sich die Kundschaft rege auf 13 000 m² Verkaufsfläche eingekleidet und viel Geld im Laden gelassen. Denn: Wer etwas auf sich hielt, trug Pelz.

1999 hatte Bernhard Rieger das Unternehmen von seinem Vater Hertz Rieger übernommen. 2001 starb der Senior. 2007 erfolgte der Umzug an die Residenzstraße, Rieger-City am Isartorplatz wurde an einen US-Investor verkauft. In den letzten Jahren nun brach das Geschäft rapide ein – von 3 auf 2 Mio. €, das ermittelte Pohlmann, sanken Bernhard Riegers Umsätze – bis er Ende 2009 Insolvenz anmelden muss.

(Quelle: Münchner Merkur)


Gebrüder Conzelmann insolvent

Albstadt-Taiflingen:

Die Wirk- und Strickwarenfabrik Gebrüder Conzelmann GmbH & Co. KG hat beim AG Hechingen einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.

Mit seinem Beschluss eröffnete das AG das Verfahren und bestellte den Rottweiler Anwalt Alexander Kästle zum vorläufigen Insolvenzverwaltung.

Keine Angaben zu den Hintergründen der finanziellen Schieflage machte Prokurist Thomas Bantle. Bei ihrem ersten Gespräch vereinbarten Geschäftsleitung und Insolvenzverwalter die Weiterführung des Betriebs im bisherigen Umfang, auch die Herstellerverkäufe sollen geöffnet bleiben. Laut Auskunft von Thomas Bantle ist die Firma mit der Auszahlung von Löhnen und Gehältern nicht im Rückstand.

Das Tailfinger Traditionsunternehmen beschäftigt im 90. Jahr seines Bestehens 215 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon 140 in Tailfingen. Der Hersteller für Damen, Herren und Kinderwäsche gehört bundesweit zu den wenigen Textilunternehmen, die noch vollstufig arbeiten, also von der Ausrüstung über Strickerei und Fertigung bis hin zu Lager und Versand alles unter einem Dach vereinen. Die betriebseigenen Nähereien befinden sich in Tailfingen und in Schwenningen auf dem Heuberg, dort werden rd. 30 % der unter den Markennamen -conta- und Sangora angebotenen Wäsche hergestellt. 70 % kommen von Nähereien aus Rumänien und Kroatien.

(Quelle: Zollern-Alb Kurier)


Dieter Pukall Metall-Design meldet Insolvenz an

Bremen:

Der Edelstahlverarbeiter Dieter Pukall Metall-Design hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen war in eine finanzielle Notlage geraten, nachdem es zu Fixpreisen Aufträge angenommen hatte, deren Abwicklung dann deutlich teurer wurde, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Edgar Grönda mitteilte.

Die Firma blieb auf den Mehrkosten sitzen. Bemühungen, den Engpass kurzfristig zu überwinden, scheiterten. Der Geschäftsbetrieb soll den Angaben zufolge zunächst uneingeschränkt weiterlaufen – bis das Insolvenzantragsverfahren abgeschlossen ist; i.d.R. dauert es drei Monate. Die Dieter Pukall Metall- Design beschäftigt in Bremen-Farge 34 Mitarbeiter. Das Unternehmen be- und verarbeitet Edelstahl vornehmlich für den Bau von Yachten.

(Quelle: PR-inside)


Amerikaner übernehmen Gießerei Ueckermünde

Ueckermünde/Saarbrücken:

Die Gießerei in Ueckermünde (Kreis Uecker-Randow), die zur Sakthi-Germany-Gruppe (Neunkirchen) gehört, wird nach mehr als einem Jahr Insolvenz vom amerikanischen Autozulieferer MAT Holdings übernommen. Das teilte der zuständige Insolvenzverwalter Udo Gröner mit. Von den etwa 900 Arbeitsplätzen Ende 2008 sollen rd. 700 Stellen erhalten bleiben, davon 257 in Ueckermünde. Die Gläubiger und der Betriebsrat hätten der Lösung bereits zugestimmt. Die Krise im Automobilbau hatte 2008 für einen Umsatzeinbruch gesorgt, die Produktion läuft seit Längerem wieder.

(Quelle: Ostsee-Zeitung)


60 Arbeitsplätze bei Hähl gerettet

Dußlingen:

Die insolvente Horst Hähl GmbH kann voraussichtlich weiter geführt werden. Das Unternehmen, das Spritzgussteile für die Autoindustrie herstellt, beschäftigt rd. 60 Mitarbeiter/innen.

Wegen rückläufiger Aufträge in der Wirtschaftskrise musste es im Juni 2009 Insolvenz anmelden. Seither bemühte sich der Tübinger Insolvenzverwalter Gerhard Walter um einen Vergleich mit den Gläubigern.

Der ist nun gelungen. Die Gläubigerversammlung stimmte einer Schuldenentlastung um 1 Mio. € bei Auszahlung einer einmaligen Quote in ungenannter Höhe zu. Noch offen ist der Ausgleich mit den Kreditgebern der Holding, in deren Besitz die Horst Hähl GmbH ist.

Weitere „flankierende Maßnahmen“ zur Sanierung des Betriebs seien nötig, sagte Walter. Er gehe davon aus, dass alle Arbeitsplätze – „bis auf zwei oder drei“ – erhalten bleiben.

(Quelle: Schwäbisches Tagblatt)


Müllentsorger Nath stellt Insolvenzantrag

18.03.2010 Fleckebyer:

„Unser Ziel ist es, den Betrieb in größtmöglichem Umfang fortzuführen“, zeigte sich der vorläufige Insolvenzverwalter Jan H. Wilhelm optimistisch, was die Zukunft des Fleckebyer Unternehmens betrifft. Die Heinrich Nath Transport GmbH hatte am 12.3.2010 den Insolvenzantrag gestellt.

Wie der Kieler Anwalt Wilhelm weiter mitteilte, sei es auch das Ziel, die rd. 40 Mitarbeiter zu halten. Die Firma Nath sei ein alteingesessener Betrieb, es ginge darum, die stabile Marktposition zu sichern, sagte Wilhelm.

Gesichert ist auch die Müllentsorgung in Eckernförde und im Nordosten des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Sowohl Miriam Brandt von der Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR) als auch Erwin Braatz vom Unternehmen Remondis, für den die Firma Nath als Subunternehmer tätig ist, bestätigten auf Nachfrage, dass trotz der aktuellen Situation die Entsorgung weiterhin erfolgen werde. „Die AWR hat Remondis als Dienstleister den Auftrag erteilt“, sagte Brandt, wer die Leistung vollbringe, sei dabei zweitrangig. „Die Bürger werden das nicht zu spüren bekommen.“ So sieht das auch Erwin Braatz von der Remondis-Geschäftsleitung: „Der Auftrag wird weiterhin ausgeführt“.

Der Recyclinghof in Birkensee, der von der Abfallbereitungs und Verwertungsgesellschaft mbh (BVG), ein Firmenzweig von Heinrich Nath betrieben wird, ist nach Aussage von Miriam Brandt nicht von der Insolvenz betroffen.

(Quelle: Holsteinischer Courier)


Gläubiger beschließen einstimmig Insolvenzplan

Berlin:

Auf dem Erörterungs- und Abstimmungstermin haben die Gläubiger des Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Berlin e.V. einstimmig den von dem Insolvenzverwalter vorgelegten Restrukturierungsplan beschlossen. Der Plan sieht vor, dass die Gläubiger eine Quote in Höhe von knapp 30 % ihrer Forderung erhalten und damit das im Jahr 2006 eröffnete Insolvenzverfahren beendet ist. Der Berliner Landesverband des ASB ist mit diesem Plan von knapp 40 Mio. € entschuldet worden und kann seine Wohlfahrtsarbeit weiter betreiben. Dies teilte der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus mit.

Voigt-Salus erklärte, dass Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss des Insolvenzverfahrens mit einem Plan die Übertragung zahlreicher Einrichtungen des ASB auf solvente neue Träger gewesen sei, die diese Einrichtung auch mit der nötigen Finanzkraft ausstatten konnten. Das Insolvenzverfahren konnte zudem genutzt werden, um die nötigen leistungswirtschaftliche Sanierung in Angriff zu nehmen, erläuterte Voigt-Salus weiter. Sehr zufrieden zeigte sich der Verwalter darüber, dass alle 180 Arbeitsplätze in den Heimen und Einrichtungen gerettet werden konnten. Weiter 600 Arbeitsplätze blieben trotz der Insolvenz des ASB bei einer Tochtergesellschaft erhalten, indem diese durch einen Gesellschafterwechsel herausgelöst worden sei.

Der Landesverband des ASB musste im Jahr 2006 Insolvenz anmelden, nachdem er bereits über Jahre erhebliche Verluste aufbaute, die sich zu einem Fehlkapital von 17 Mio. € kumulierten. Krisenursachen waren vor allem die Neuorganisation des Kreditwesens in Berlin im Jahre 1996 bis 2001 und hohe Pensionslasten.

Die ASB ist eine große Wohlfahrtsorganisation, den allein in Berlin über 50.000 Mitglieder tragen.

(Quelle: Rechtsanwälte Voigt-Salus)


Musikinstrumentenhersteller Schreiber & Keilwerth stellt Insolvenzantrag

17.03.2010 Nauheim:

Der Musikinstrumentenhersteller Schreiber & Keilwerth hat eigenen Angaben zufolge am 12.3.2010 beim AG Darmstadt einen Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsführer des Traditionsunternehmens Eckert und der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Hoefer ließen verlauten, dass trotz Insolvenzantrag
Produktion und Vermarktung in vollem Umfang weiterlaufen würden. Auch sehe man nach ersten Analysen gute Chancen, den langfristigen Fortbestand der rd. 300 Arbeitsplätze zu sichern. Mit einer Investorensuche habe man mittlerweile begonnen.

Ursache für die Insolvenz sei nach Angaben der Geschäftsleitung die Auswirkung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Hinzu getreten wären branchenübliche, saisonal schwächere Umsätze in den Monaten Januar und Februar.

Der Hersteller von Holzblasinstrumenten Schreiber & Keilwerth ging 1996 aus der Eingliederung des Unternehmen Julius Keilwerth in das Unternehmen W. Schreiber & Söhne hervor. Beide Betriebe blicken auf eine lange Tradition zurück. Die beiden deutschen Standorte des Unternehmens befinden sich in Nauheim im Rhein-Main Gebiet sowie in Markneukirchen im Vogtland.

(Quelle: KLASSIK.com)


Hotel Höltje stellt Insolvenzantrag

15.03.2010 Verden:

Der Geschäftsführer der Hotel Höltje Glander Betriebs GmbH hat am 12.3.2010, beim AG Verden die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft beantragt.

Das AG bestellte daraufhin den Verdener Fachanwalt für Insolvenzrecht Dr. Christian Willmer (Kanzlei Willmer &Partner) zum Sachverständigen und später vorläufigen Insolvenzverwalter für das Vier-Sterne-Hotel.

Dieser führt den Hotelbetrieb des traditionsreichen Hauses, dessen Wurzeln am Standort Verden bis in das Jahr 1823 zurückreichen, in vollem Umfang fort und ist zusammen mit seinem Team bestrebt, das Hotel mit seinen insgesamt 35 Arbeitnehmern zu erhalten.

Der Beherbergungsbetrieb in der Verdener Innenstadt firmiert seit 1956 unter Hotel Höltje und wird seit 1983 durch die Familie Glander geführt. Im Jahre 1990 schloss sich das exklusive Vier-Sterne-Haus der Hotel-Kooperation „Akzent“ an. Die Hauptklientel des Unternehmens besteht aus Geschäftsreisenden und Kunden der Pferdeauktionen des Hannoveraner Verbandes.

Insgesamt beschäftigt der Betrieb 35 Arbeitnehmer, deren Löhne und Gehälter über das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit bis Ende April gesichert sind. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Willmer strebt im Rahmen der Fortführung des Geschäftsbetriebes eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes an
und steht hierzu bereits in Kontakt mit der zuständigen Agentur für Arbeit.

Der Geschäftsführer Günter Glander führt die Krise des Unternehmens auf gefallene Gästezahlen in den Jahren 2008 und 2009 zurück, die mit den negativen Auswirkungen der allgemeinen Wirtschaftskrise auf die Reise- und Touristikbranche in Verbindung stehen.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Christian Willmer wird mit seinem Team nun nach einer ersten Analyse der derzeitigen Situation prüfen, welche Chancen für eine dauerhafte Sanierung des traditionsreichen Verdener Hotels bestehen.

(Quelle: Kreiszeitung)


Gurtweberei Schickhardt ist insolvent

Nagold:

Die Band- und Gurtweberei Schickhardt aus Nagold bei Tübingen hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen beschäftigt rd. 60 Mitarbeiter und stellt Gurte für viele Einsatzbereiche her, bspw. für Rollläden oder Maschinen. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Jürgen Sulz bestellt.

Nach Angaben des Geschäftsführers Hans-Dieter Schirmer sei der Umsatz im Jahr 2009 um 25 % eingebrochen. Normalerweise liege dieser bei rd. 5 Mio. €. Das Familienunternehmen hoffe auf eine Fortführung des Betriebs.

(Quelle: wer-zu-wem.de)


RoboWatch ist insolvent

15.03.2010 Berlin:

Das Berliner Unternehmen RoboWatch, das auf unbemannte Fahrzeuge und Robotiksysteme spezialisiert ist, meldete am 12.3.2010 Insolvenz an.

RoboWatch Technologies entwickelt und vertreibt mobile Sicherheitsroboter und Roboter, die autonom (gesundheits-)gefährliche Aufgaben erledigen. Das im Jahr 2000 gegründete mittelständische Unternehmen spricht mit seinen Produkten die Sicherheitsbranche und die Industrie an.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Dirk Wittkowski bestellt.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Neue Chance für Christian Hang GmbH

13.03.2010 Göppingen:

Der in die Insolvenz geratene Göppinger Traditionsbetrieb Christian Hang GmbH kann möglicherweise auf Dauer fortgeführt werden. Jedenfalls sieht Insolvenzverwalter Marcus Winkler aus Stuttgart gute Chancen dafür. Gemeinsam mit den Führungskräften des 140 Jahre alten Unternehmens, das rd. 60 Beschäftigte zählt, sei eine Umstrukturierung entwickelt worden, die nun umgesetzt werden soll. Zu diesem Konzept zählt laut Winkler eine flexiblere Gestaltung des Personalbereiches, um dem hauptsächlich durch die Wirtschaftskrise verursachten Umsatzrückgang Rechnung zu tragen. Nach Verhandlungen mit Betriebsrat und IG Metall sei es gelungen, einen vom Flächentarifvertrag abweichenden Anerkennungsvertrag für die Dauer von drei Jahren abzuschließen. Winkler: „Das war unbedingte Voraussetzung für eine Sanierung der Unternehmen.“

In den nächsten Wochen und Monaten werde es Aufgabe sein, so der Stuttgarter Rechtsanwalt weiter, sämtliche Restrukturierungsmaßnahmen umzusetzen und den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren – und dann einen Investor für eine langfristige Standort- und Arbeitsplatzerhaltung zu finden.

Schon zu Beginn des Insolvenzverfahrens im Januar, so verrät Winkler, hätten sich Interessenten für einen Kauf des Unternehmens gemeldet. Darüber hinaus habe er einen umfangreichen Verkaufsprozess angestrengt und am Markt geworben. Winkler: „Die Gespräche mit vermeintlichen Investoren dauern aber noch an.“

Das Unternehmen hatte aufgrund drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. Winkler und seine Mitarbeiter hätten dann, so der Anwalt, die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Unternehmens untersucht und eine kurzfristige – zunächst für die Dauer des Insolvenzverfahrens geltende – Liquiditätsplanung erstellt. Dass der Geschäftsbetrieb stabilisiert und das Unternehmen fortgeführt werden konnte, ist laut Winkler zunächst der guten Grundausstattung in Form von „funktionierenden Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie dem Auftragsbestand“zu verdanken. Ebenso aber auch dem Umstand, dass durch eine schnelle Entscheidung der Göppinger Agentur für Arbeit die Insolvenzgelder vorfinanziert werden konnten.

(Quelle: Südwest Presse)


Lindenmaier geht an Mittelständler

Laupheim:

Der Geschäftsführer des Eisenacher Automobilzulieferers Mitec, Michael Militzer, übernimmt die insolvente Laupheimer Lindenmaier AG. Nach einem turbulenten Jahr hat der Laupheimer Automobilzulieferer Lindenmaier nun einen neuen Eigentümer. Der Gläubigerausschuss einigte sich auf den Thüringer Mittelständler Michael Militzer, dessen größtes Unternehmen Mitec ebenfalls ein Automobilzulieferer ist. Über die Höhe des Kaufpreises wollte der Insolvenzverwalter Hans-Jörg Derra keine Angaben machen, sprach aber von einem unbefriedigenden Ergebnis.

Militzer sei jedoch zuversichtlich, was die Zukunft von Lindenmaier angehe: „Ich traue der Firma eine Menge zu“, sagte er. Diese Haltung spiegelt sich auch in der Entscheidung wider, den bisherigen Vorstand beizubehalten und ihm eine Vollmacht für die Verhandlungen mit Gewerkschaft und Betriebsrat zu übertragen. Militzer sprach dem Finanzvorstand Peter Rieser und dem Produktionsvorstand Robert Stöhr sein Vertrauen aus und teilte mit, dass er ohne ihr Verbleiben bei Lindenmaier die Firma nicht übernommen hätte. Bei dem Kauf handele es sich um eine „reine Privatinvestition“ und keinesfalls um die Übernahme durch Mitec, sagte der Unternehmer. Die Formalitäten sollen bis zum 1.5.2010 abgeschlossen sein.

Die Ursachen für die Insolvenz sieht Militzer zum einen darin, dass der alte Gesellschafter nicht schnell genug auf die Veränderungen in der Branche reagiert habe und zum anderen in einer „zu hohen Personaldecke“. Vor allem letzteres Thema dürfte in Zukunft noch einigen Konfliktstoff bieten. Denn die Vorstellungen darüber, wie viel Mitarbeiter zukünftig beschäftigt werden sollen, gehen zwischen Käufer und Betriebsrat auseinander. Während der Betriebsratsvorsitzende Klaus Sandmaier erklärte, dass wohl alle 267 Mitarbeiter nötig seien, um die momentane Auftragslage abzuarbeiten, sprach Militzer davon, dass zwischen 200 und 220 Mitarbeiter übernommen würden. Momentan verfügen nach Angaben von Rechtsanwalt Derra 201 Mitarbeiter über feste und 66 über befristete Arbeitsverträge.

Die Lindenmaier AG war bereits 2008 in Schieflage geraten und musste schließlich im April 2009 Insolvenz anmelden. Seither wurden 227 Mitarbeiter entlassen, der Umsatz brach von rd. 70 Mio. € im Jahr 2008 auf etwa die Hälfte ein. Nun möchte Militzer das Unternehmen „stabilisieren“. Auch Derra sprach von einer „stabilen Auftragslage“, die besser sei als zu Beginn der Insolvenz. Außerdem sei es mit Militzer gelungen, einen Käufer mit industriellem Hintergrund und keinen Finanzinvestor zu finden.

Die Unternehmensgruppe von Michael Militzer hatte nach eigenen Angaben im Jahr 2009 einen Umsatz von mehr als 200 Mio. €. Militzer war einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden, als er mit seinem Unternehmen Mitec den Autokonzern Ford verklagte.

(Quelle: Südwest Presse)


Maschinenbauer Müller meldet Insolvenz an

Gefrees:

Der renommierte und traditionsreiche Spezialmaschinenbauer Müller Stanz- und Umformtechnik hat Insolvenz angemeldet. Das Gefreeser Unternehmen mit 79 Mitarbeitern ist ein Opfer der weltweiten Wirtschaftskrise: Im Jahr 2009 ist der Umsatz völlig weggebrochen, die Produktion steht still. Die Beschäftigten erhalten drei Monate lang Insolvenzgeld. Müller ist spezialisiert auf den Bau von Anlagen zum Stanzen, Umformen und Pressen.

Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Bayreuther Rechtsanwalt Dr. Ulrich Graf. Sein Mitarbeiter Siegfried Meisel erklärte die Ursachen der Insolvenz. Das Unternehmen habe zwei Standbeine, nämlich die Produktion und die Wartung der Maschinen. Die Produktion sei im vergangenen Jahr total eingebrochen, der Umsatz ging um fast 100 % zurück. „Niemand kaufte neue Maschinen.“ Kunden von Müller sind z.B. Automobilzulieferer wie Schaeffler (Herzogenaurach), die Firma Meiser Vogtland (Oelsnitz, Hersteller von Metallprodukten) oder Dosenproduzenten für die Lebensmittelbranche. Das zweite Müller-Standbein, die Wartung von Maschinen, konnte nach Auskunft Meisels den Einbruch im Bereich Produktion nicht auffangen.

Die Zukunft des Unternehmens und der 79 Mitarbeiter ist ungewiss. Es sei viel zu früh für eine Aussage, wie es weitergeht, sagte Meisel. Aber: „Wir wollen die Firma erhalten.“ Es gebe schon Anfragen von Interessenten für eine Übernahme. Nun würden Gespräche mit den Mitarbeitern und Kunden geführt. „Wir gehen jedes einzelne Projekt durch.“ Zu klären sei, ob georderte Anlagen fertig gestellt werden und ob Aufträge in Aussicht stünden. „Weitere Aussagen wären hochspekulativ“, sagte Meisel.

(Quelle: Frankenpost)


Ruku schrumpft weiter

Illertissen:

Lange war es befürchtet worden: Bei Ruku in Illertissen müssen etliche Beschäftigte gehen. Wie Insolvenzverwalter Hans- Jörg Derra verkündete, werden 40 Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung entlassen, 31 weitere werden freigestellt. D.h., sie haben ihre Arbeit verloren, bleiben aber noch bis zum Ablauf ihrer Kündigungsfrist beim Unternehmen angestellt. In der Insolvenz ist die Zeit allerdings auf max. drei Monate begrenzt.

Mit den verbliebenen 83 Beschäftigten will das renommierte Unternehmen weiterproduzieren. „Ruku wird fortgeführt“, versprach Derra. Damit schrumpft die Firma weiter: Vor Kurzem war der Bereich Klappmöbel und Saunen ausgegliedert worden. Er wird als „Ruku Manufaktur“ vom ehemaligen Prokuristen Gotthard Balles und seinem Schweizer Partner weitergeführt. Übrig geblieben ist der Produktionsbereich, mit dem das Unternehmen bekannt geworden ist – die Fertigung von Toren und Türen.

Um überhaupt weitermachen zu können, sei der Personalabbau unumgänglich gewesen, erklärte der Ulmer Insolvenzverwalter. Andernfalls hätte es passieren können, dass man das Unternehmen in zwei bis drei Monaten hätte dichtmachen müssen. Als Grund für die Entwicklung führte er vor allem die wetterbedingt mäßige Nachfrage in der Baubranche an. Übers Jahr gesehen gleiche sich die zwar wieder aus, aber ein Unternehmen in der Insolvenz habe keinen so langen Atem, die Mittel der Gläubiger dürften nicht verpulvert werden. Allerdings sieht Derra Hoffnungszeichen, denn die Auftragslage ziehe bereits wieder an. Mit den verbliebenen Mitarbeitern könne das Geschäft noch bewältigt werden, er will aber nicht ausschließen, dass trotzdem noch „jemand zurückgeholt werden muss“. Sehr vorsichtig äußerte sich Derra zur Zukunft des Unternehmens. Er habe mit Interessenten sehr intensiv gesprochen, sie stünden bereit für abschließende Verhandlungen: „Eigentlich denke ich, dass es funktionieren sollte.“

Die Arbeitnehmervertretung gab sich etwas optimistischer. Franz Marksteiner, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, sagte klar: „Wir sind sehr zuversichtlich.“ Wie die Stimmung in der Firma sei? „Die Mannschaft steht voll zum Betrieb.“

Prokurist Balles und der Schweizer Ruku-Verkäufer Pius Engel haben die Produktion der Bierbänke und Saunen aus dem Unternehmen herausgekauft. Damit sicherten sie in Illertissen 51 Arbeitsplätze und stellten in Aussicht, möglicherweise aufzustocken, weil das Geschäft sehr gut gehe. Der übrig gebliebene Türen- und Torbereich gilt wegen einer Vielzahl an Produkten sowie einem hohen Finanzierungsbedarf als schwerer zu veräußern.

(Quelle: Augsburger Allgemeine)


Wüllner ist insolvent

12.03.2010 Coesfeld:

Für die Buchhandlung Wüllner beginnt ein trauriges Kapitel ihrer über 60-jährigen Firmengeschichte, das möglicherweise sogar mit ihrem Ende schließen wird: Wüllner ist insolvent. Wie aus den Bekanntmachungen des AG Münster hervorgeht, ist das Verfahren eröffnet und der Dülmener Rechtsanwalt Michael Wölte zum Insolvenzverwalter bestellt worden.

Tatsache ist, dass für die inhabergeführten Buchgeschäfte in der Innenstadt die Situation nach der Eröffnung des Medien-Riesen Thalia nicht leichter geworden ist. „Durch Thalia hat sich der Umsatzkuchen verändert“, hatte Norbert Großfeld gesagt, als er Ende 2007 die Buchhandlung Wüllner, die er knapp zehn Jahre zuvor von Stefan Wüllner übernommen hatte, an Gundula Czeke übergab. Sie hoffte, nach Investitionen und einer Erweiterung um 100 m² Verkaufsfläche mit einem veränderten Konzept bestehen zu können – die Rechnung ist offenbar nicht aufgegangen. Obwohl der Buchhandel das Kerngeschäft blieb, waren auch Geschenkideen zum Buch bei Wüllner erhältlich, außerdem wurde der Schreibwaren- und Papierbereich deutlich erweitert. Die neue Inhaberin hatte nicht nur in Aussicht gestellt, alle Mitarbeiter übernehmen zu wollen, sondern auch angekündigt, zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Was nun aus den Mitarbeitern wird, ist ungewiss.

(Quelle: Ahlener Zeitung)


Kamera Werk Dresden in Insolvenz

11.03.2010 Dresden:

Das in der langen Tradition der sächsischen Fototechnik stehende Kamera Werk in Dresden musste am 10.3.2010 Insolvenzantrag stellen. Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wurde Rechtsanwältin Katrin Bringezu von der Kanzlei Hermann bestellt.

Das Kamera Werk Dresden ist eine der letzten deutschen Firmen, die noch eigene Kameras entwickelt und baut. Bereits 1998 war das, damals unter Kamera Werk Noble GmbH firmierende, Unternehmen gefährdet: Nur durch die Übernahme durch Peter Hoffmeister konnte die Insolvenz abgewendet werden. Das Spektrum der Erzeugnisse reicht heute von analoger und digitaler Kameratechnik bis zur Fertigung medizintechnischer Geräte.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Lindenhof-Kino droht dunkle Leinwand

Wildeshausen:

Im Wildeshauser Kino drohen die Lichter auszugehen. „Wenn nicht bis Ende dieses Monats ein neuer Betreiber für die Lindenhof-Lichtspiele gefunden wird, ist Schluss“, teilte der Oldenburger Rechtsanwalt Dr. Dirk Rüffert mit, der vom AG Delmenhorst als Insolvenzverwalter eingesetzt worden ist.

Zzt. läuft das Programm des einzigen Kinos in der Kreisstadt noch wie gewohnt. Zusammen mit einem Mitarbeiter des Inhabers Heinz Rigbers organisiert Rüffert den Betrieb mit 15 bis 16 Teilzeitkräften. Daneben laufen unter Hochdruck die Bemühungen um einen Käufer. Der Anwalt schätzt die Aussichten, einen Nachfolger für Rigbers zu finden, „fifty-fifty“ ein. Das Kinogeschäft sei nicht ganz einfach, auf der anderen Seite sei der Einstieg für einen Interessenten jetzt „extrem günstig“. Rüffert: „Das beste Gebot erhält den Zuschlag.“

Heinz Rigbers hat das kleine, gemütliche Kino mit seinen 130 Plätzen 1990 von seiner Tante übernommen und 20 Jahre lang ambitioniert und erfolgreich geführt. Für sein abwechslungsreiches Programm hat er diverse Preise erhalten. Auch bei sog. Bundesstarts neuer Filmproduktionen machte er trotz hoher Verleihkosten häufig mit. Rigbers hatte zuletzt auch versucht, sein Kino für Konzerte und Theateraufführungen zu öffnen. Offenbar haben alle Anstrengungen nicht gefruchtet: Ein Insolvenz-Antragsverfahren musste eingeleitet werden. Das ebenfalls von Rigbers in Bremen betriebene City-Kino mit mehreren Sälen ist bereits geschlossen.

(Quelle: Nordwest Zeitung)


Aus für Nycron Ltd.?

Villingen-Schwenningen:

Nycron Ltd. stellte am 9.3.2010 Insolvenzantrag. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet Getränke und vertreibt unter dem Namen Aqua-Center 24 Filtersysteme für Haushalte und Unternehmen zur Trinkwasseraufbereitung.

Im Unternehmenssitz Villingen-Schwenningen beschäftigt Nycron nach eigenen Angaben ca. 20 Mitarbeiter. Außerdem sind rd. 600 freiberufliche Mitarbeiter bundesweit für den Vertrieb der Trinkwasseraufbereitungsfilter unterwegs.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Paul Johann Frank bestellt.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Blade-Experte Verari Deutschland ist zahlungsunfähig

Hamburg:

Die deutsche Tochter der Verari Systems, Spezialist für Blade und Speicherplattformen, stellte jetzt beim AG Hamburg Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Die deutsche Filiale des international agierenden, kalifornischen Unternehmens war erst im September 2008 eröffnet worden. Das Unternehmen stand auf dem deutschen Markt im Schatten der Marktführer Hewlett-Packard (HP) und IBM.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Achim Ahrendt bestellt.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Geba-Küchen stellt Insolvenzantrag

10.03.2010 Löhne:

Der Küchenhersteller Geba beantragte am 9.3.2010 Insolvenz beim AG Bielefeld. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt und Steuerberater Jochen Schnake bestellt.

Die Krise begann im Sommer 2008, als Geba den Großkunden Sanitas Troesch verlor. Dramatische Umsatzrückgänge verschärften die Lage des stark exportorientierten Küchenherstellers. Kurzarbeit war die Folge.

Der vorläufige Insolvenzverwalter ist nun im Unternehmen, um Möglichkeiten zur Rettung zu prüfen.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Gute Auftragslage lässt hoffen

Geislingen/Eislingen:

Trotz guter Auftragslage haben die Nowotech-Firmen in Geislingen und Eislingen Konkurs angemeldet. Betroffen sind 180 Beschäftigte.

Erst haben die Mitarbeiter keine Löhne erhalten, dann blieb doch nur noch der Gang zum Insolvenzgericht. Am 5.3.2010 wurde vom AG Göppingen das Insolvenzverfahren gegen die Nowotech Alu GmbH in Eislingen und die Nowotech Schweißtechnik GmbH in Geislingen eröffnet. In beiden Gesellschaften
ist Jürgen Nowotny Geschäftsführer. Als vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Gericht Rechtsanwalt Michael Pluta von der gleichnamigen Ulmer Kanzlei bestimmt.

Nowotech stellt verschiedene Behälter aus Stahl oder Aluminium her. Sie werden z.B. als Kraftstofftanks für Busse und Baumaschinen verwendet. Auch Gepäckabdeckungen, Kühlerhauben, Werkzeugschränke und Briefkästen sind im Angebot. Zu den Abnehmern gehören Firmen wie Liebherr, Evobus oder MAN. An den beiden Standorten Eislingen und Geislingen sind jeweils etwa 90 Personen beschäftigt, so Gabriele Wunnenberg von der Pressestelle der Pluta Rechtsanwalts GmbH.

Die Belegschaft hatte zunächst im Dezember und Januar keinen Lohn erhalten. Der Dezember-Lohn ist dann verspätet Mitte Februar ausbezahlt worden. Damals hatte die IG Metall die Arbeitnehmer an ihr Recht auf Arbeitsverweigerung erinnert. Die Rede war auch davon, dass eine geordnete Insolvenz für Beschäftigte und Firma womöglich besser wäre, als die Weiterführung unter der bisherigen Leitung. Beschäftigte berichteten zudem, sie seien im Februar von der Geschäftsführung und einem vermeintlichen Investor dazu gedrängt worden, einen Lohnverzicht zu unterzeichnen. Zu der Übernahme durch den angeblichen Investor war es aber nicht gekommen.

Die Mitarbeiter werden jetzt für die Monate Januar, Februar und März Insolvenzgeld über die Bundesagentur für Arbeit erhalten. Ob die beiden Firmen erhalten werden können, ist noch offen. Nach Auskunft der Kanzlei Pluta würden derzeit Gespräche mit möglichen Investoren geführt. Details könnten aber noch nicht genannt werden.

Nach Auskunft von Gewerkschaftsvertretern und auch von Nowotech-Beschäftigten ist die Auftragslage insgesamt gut, sodass eine Chance auf Fortbestand der Firmen bestünde. Dies bestätigt auch Pluta-Sprecherin Wunnenberg. „Die Kapazitätsauslastung liegt bei 100 %.“ Allerdings sei im vorigen Jahr schon das Personal reduziert worden. Zu Gründen der Insolvenz trotz ordentlicher Auftragslage wollte sich die vorläufige Insolvenzverwaltung nicht äußern.

(Quelle: Südwest Presse)


Zirn-Gruppe stellt Insolvenzantrag

Ulm:

Seit dem 8.3.2010 ist die Landhandelsfirma Zirn zahlungsunfähig. Mehr als 160 Mitarbeiter sind betroffen.

Geschäftsführer Michael Zirn sagte: „Wir sind in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 in eine finanzielle Schieflage geraten. Diese habe nicht mehr aufgefangen werden können. Der Umsatz des 1927 gegründeten Unternehmens mit seinen 14 Standorten lag bei über 50 Mio. €.

Insolvenzantrag wurde für die Zirn GmbH & Co. KG, Zirn Logistik GmbH & Co. KG, Zirn Logistik Verwaltungs-GmbH, Zirn Naturfüllstoffe GmbH, Zirn Verwaltungs-GmbH und die Zirn Agrar GmbH gestellt.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter für die Zirn GmbH & Co. wurde Rechtsanwalt Fritz Zanker bestellt. Vorläufiger Insolvenzverwalter der Zirn Logistik und der Zirn Naturfüllstoffe ist Rechtsanwalt Dr. Dieter Schmid. Rechtsanwalt Michael Wahl wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Zirn Logistik Verwaltungs-GmbH und der Zirn Verwaltungs-GmbH. Vorläufiger Insolvenzverwalter der Zirn Agrar ist Rechtsanwalt Michael Pluta.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Maka Maschinenbau beantragt Insolvenz

09.03.2010 Nersingen:

Das Maschinenbauunternehmen Maka (Max Mayer Maschinenbau GmbH) im bayerischen Nersingen hat am 8.3.2010 Insolvenzantrag gestellt. Vom Insolvenzantrag des Traditionsunternehmens sind rd. 180 Mitarbeiter an 4 Standorten betroffen, die sich zzt. teilweise in Kurzarbeit befinden.

Das AG Neu-Ulm bestellte Rechtsanwalt Prof. Dr. Martin Hörmann zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Er ist nun vor Ort um Möglichkeiten zur Rettung des Unternehmens zu sondieren. Der Geschäftsbetrieb soll zunächst in vollem Umfang weiter geführt werden.

(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Firma E + K Küchen ist insolvent

15.02.2010 Hiddenhausen:

Die Firma E + K Küchen aus Hiddenhausen hat Insolvenz angemeldet. „Im Januar haben die 75 Mitarbeiter des Unternehmens keinen Lohn mehr bekommen“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Matthias Lehmann aus Minden.

Erste Gespräche mit Banken habe es bereits gegeben. „Wir prüfen nun, wie es für das Unternehmen weitergehen kann“, sagte Lehmann, der für die Anwaltskanzlei „Handschuh und Lehmann“ in Minden arbeitet. Er sei jedoch zuversichtlich, dass der Geschäftsbetrieb bis zum 1.4.2010 weiterlaufen könne. An diesem Tag solle das Insolvenzverfahren eröffnet werden, sagte Lehmann.

Gesellschafter Axel Ellersiek, dessen Vater und Großvater das Familienunternehmen im Jahr 1962 gegründet hatten, zeigte sich ebenfalls zuversichtlich: „Der Insolvenzverwalter hat einen guten Ruf und konnte schon bei der Firma Böschemeyer aus Espelkamp einen Fortbestand erreichen.“

Zudem hätten alle Mitarbeiter sofort Bereitschaft signalisiert, weiterzuarbeiten. „Wir hatten allerdings vorher Kurzarbeit. Ab sofort gilt nun für alle Angestellten wieder die 35-Stunden- Woche“, sagte Axel Ellersiek. Ganz ohne Personalabbau werde man wahrscheinlich nicht auskommen. „Von 75 Arbeitsplätzen werden wir versuchen, 70 zu erhalten“, erklärte der Gesellschafter.

Mithilfe des vorläufigen Insolvenzverwalters und des Betriebsrates sei nun erst einmal eine Auffanggesellschaft gegründet worden, um die Fortführung des Unternehmens zu sichern. Geschäftsführer Ralf Ellersiek gab an, dass verschiedene Faktoren die Insolvenz herbeigeführt hätten. Nach Meinung von Gesellschafter Axel Ellersiek hätten auch Management-Fehler mit dazu beigetragen.

Als mittelständisches Familienunternehmen in der zweiten Generation produziert E +K Küchen seit mehr als 45 Jahren hochwertige Einbauküchen. Die Produktionsfläche beträgt 7.500 m². In der Ausbildungswerkstatt der Firma erlernen jährlich bis zu sechs Auszubildende den Beruf des Holzmechanikers. Noch 2005 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 14 Mio. €. 60 % der Jahresproduktion gingen dabei in den Export, vornehmlich nach Frankreich und in die Benelux-Länder.
(Quelle: Westfalen-Blatt)


Ofenhersteller Kago kann nicht mehr zahlen

15.02.2010 Nürnberg:

Das oberfränkische Familienunternehmen ist in Zahlungsschwierigkeiten und musste in Nürnberg Insolvenz anmelden. Laut Insolvenzverwalter gingen die Aufträge in den letzten vier Jahren immer weiter zurück und ein Umatzminus von 20 % aus dem abgelaufenen Jahr konnte nicht mehr verkraftet werden. Die 388 Beschäftigten konnten zuletzt ihre Gehälter nur noch mit Verzögerung entgegennehmen. Auch die zur Unternehmensgruppe gehörende Kago-Röhl Ofenkachelfabrik musste in der ersten Februarwoche das Handtuch werfen. Kago ist einer der größten Ofen- und Kaminhersteller in Deutschland und erfüllt auch Aufträge in den Bereichen Schornsteinbau und -sanierung sowie Heizsysteme.

Gegründet wurde die Firma vom gelernten Fabrikschornsteinmaurer Kago, dem sog. Kaminkönig, im Jahr 1972. In den erfolgreichsten Zeiten wurden bis zu 2.000 Mitarbeiter in 79 Verkaufsniederlassungen beschäftigt. Zwar sank diese  letzter Zeit kontinuierlich, doch erst 2009 wurde Kago durch den Verlag Deutsche Standards als Marke des Jahrhunderts ausgezeichnet.
(Quelle: wer-zu-wem.de)


Insolvenz bei Saarbrücker Dachdeckerfirma Güth

15.02.2010 Saarbrücken:

Das Saarbrücker Dachdecker-Unternehmen Güth ist insolvent. Das geht aus einer Mitteilung des AG Saarbrücken hervor. Als Insolvenzverwalter setzte das Gericht den Saarbrücker Rechtsanwalt Udo Gröner ein.

Als Grund gibt Geschäftsführer Gerhard Güth an, dass ein erheblicher Zahlungsausfall aus einem Großauftrag zu beklagen sei, den die Firma auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein ausführte. Außerdem hätte das Unternehmen aufgrund des strengen Winters drei Monate keine Umsätze erwirtschaften können. Obwohl die gewerblichen Mitarbeiter ihre Überstunden abgefeiert und danach Saison-Kurzarbeitergeld erhalten hätten, seien viele Kosten weitergelaufen und hätten „die Liquiditätssituation zusätzlich verschärft“, sagte Güth.

Gröner will mit einem Insolvenzplanverfahren die Firma retten. Bei diesem Verfahren muss man sich mit den Gläubigern darauf einigen, in welcher Höhe sie auf ihre Forderungen verzichten. Die Auftragslage sei gut, wenn sich das Wetter bessere, gehe der Betrieb weiter, so Güth. Die Firma beschäftigt 65 Mitarbeiter.
(Quelle: mein sol.de)


Autohaus Georg von Opel meldet erneut Insolvenz an

15.02.2010 Bielefeld:

Das Autohaus Georg von Opel GmbH hat nach 3 1/2 Jahren erneut Insolvenz angemeldet. Das Autohaus hat Niederlassungen in Frankfurt, Offenbach, Eschborn und Würzburg. Für die Autohaus Georg von Opel GmbH ist es die zweite Insolvenz nach 2006. Damals meldete die 1936 gegründete Unternehmensgruppe erstmals Insolvenz an. Aus der Insolvenz ist die Autohaus G.V.O. GmbH mit 7 Autohäusern erhalten geblieben.

Nach der Insolvenzanmeldung der MAG Metz GmbH und der Corsmann GmbH, meldete nun auch die zur Gruppe gehörende Autohaus Georg von Opel GmbH beim AG in Bielefeld Insolvenz an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Stefan Meyer aus Lübbecke bestellt, der auch die anderen Verfahren der MAG Metz Gruppe betreut.
(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Kunstanstalt Krugmann meldet Insolvenz an

17.02.2010 Fürth:

Die traditionsreiche Fürther Kunstanstalt Krugmann hat Insolvenz angemeldet. Es gibt jedoch bereits Interessenten an einer Weiterführung des rd. 80 Mitarbeiter beschäftigenden Unternehmens.

Der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Nürnberger Rechtsanwalt Stefan Waldherr legt daher vorsichtigen Optimismus an den Tag. Die Insolvenz sei rechtzeitig angemeldet worden, sagt Waldherr, die Kundenstruktur gut und die Mitarbeiter motiviert. Auch der hervorragende Ruf des solide aufgestellten Unternehmens mache die Betriebsfortführung wahrscheinlich. Die Auszahlung der Gehälter sei durch Vorfinanzierung bis Ende April gesichert.

Liquiditätsprobleme haben die 1913 gegründete und von der Unternehmerfamilie Eckart gehaltene Etikettendruckerei unter Druck gesetzt. Vergeblich bemühte sich Wirtschaftreferent Horst Müller bei den beteiligten Banken um eine Verlängerung der Kreditlinien. Nachdem die Eigentümerin die geforderte Bürgschaft nicht leisten wollte, wurde der Geldhahn zugedreht. Den Wegfall eines irischen Großkunden vor einem Jahr, der 15 % des Umsatzes sicherte, macht Geschäftsführer Reiner Zimmermann für die Schräglage verantwortlich.

Der Betriebsrat gibt der Firmenleitung die Schuld für die Misere. Von Missmanagement und fachlicher Inkompetenz spricht Betriebsratsvorsitzender Bernd Peters. Die Auftragsbücher seien voll, die Belegschaft ausgelastet bis überlastet. Dem unverständlichen Wunsch der Geschäftsleitung nach Kurzarbeit rückwirkend ab Dezember habe man auch deshalb nicht zustimmen können, weil diese der Forderung nach einer Finanzanalyse durch einen unabhängigen Gutachter nicht nachkommen wollte.

Die Belegschaft hat nach Einschätzung der Betriebsräte ihren Beitrag zur Unternehmenssanierung längst geleistet. Schon seit acht Jahren nehme man Abstriche vom Tariflohn hin. Zwei Wochenstunden Mehrarbeit ohne Lohnausgleich werde in der Abteilung Papier und Pappe geleistet.

Was der Betriebsrat neben der Transparenz hinsichtlich Wirtschaftslage vermisst, sind Bemühungen der Geschäftsleitung zur Rettung des angeschlagenen Unternehmens – etwa durch Beauftragen eines Betriebsprüfers. Statt von einer Vertrauensbasis sei das Verhältnis zur Belegschaft von Misstrauen geprägt. Zum Ausdruck gebracht in den Augen des Betriebsratsvorsitzenden zuletzt durch die Verstärkung des Security-Personals, das verhindern solle, dass Mitarbeiter nach der Insolvenz-Ankündigung lange Finger machen. Insolvenzverwalter und Wirtschaftsreferent sehen in der Wirtschaftskrise einen wichtigen Faktor für die Probleme auch der Kunstanstalt Krugmann. Waldherr berichtet von dramatischen Unsatzeinbrüchen der Druckbranche in den letzten Monaten.
(Quelle: Fürther Nachrichten)


VfB Lübeck – Insolvenzplan von Gläubigern angenommen!

15.02.2010 Lübeck:

In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen des VfB Lübeck wurde im Erörterungs- und Abstimmungstermin vor dem AG Lübeck am 15.2.2010 der Insolvenzplan von den Gläubigern angenommen. Der VfB Lübeck ist damit – nach Ablauf der Rechtsmittelfristen – wieder selbstständig und ausschließlich für die eigenen Geschicke zuständig. Durch den Insolvenzplan konnte die Zerschlagung des VfB Lübeck vermieden werden.

Nachdem die beteiligten Banken und Großgläubiger bereits im Vorfeld mitgeteilt haben, dem Insolvenzplan im Termin am 15.2.2010 zuzustimmen, hat dies auch die Hansestadt Lübeck in der Bürgerschaftssitzung am 28.1.2010 beschlossen. Der Insolvenzplan enthält im Wesentlichen folgende Regelungen: Die Gläubiger des VfB Lübeck erhalten 3,75 % ihrer angemeldeten und festgestellten Forderungen und sie verzichten auf den Restbetrag, um eine Liquidation des VfB Lübeck zu vermeiden.

Während des Insolvenzverfahrens wurde dem Planverfasser Rechtsanwalt Dr. Mark Zeuner, Hamburg von vielen Seiten Unterstützung und Verhandlungsbereitschaft mit dem Ziel signalisiert, den VfB Lübeck nicht zu liquidieren, sondern in eine gesicherte Zukunft zu führen. Auch der Spieler- und Trainerkader des Vereins hat durch den Sieg des Vereins in der ersten Runde des DFB-Pokals am 31.7.2009 gegen den FSV Mainz 05 einen wichtigen Grundstein für die erfolgreiche Zukunft gesetzt.

Der sportliche Erfolg ist die wesentliche Bedingung für das weitere – auch wirtschaftlich erfolgreiche – Bestehen des VfB Lübeck. Hieran haben während des Insolvenzverfahrens alle Beteiligten gearbeitet. Durch den Insolvenzplan konnte der VfB Lübeck saniert und die Grundlage für den langfristigen Fortbestand des Traditionsvereins gesichert werden.
(Quelle: WZR Group)


Autohäuser Corsmann sind insolvent

12.02.2010 Herford:

Die Unternehmensgruppe MAG Autowelt Deutschland hat am 10.2.2010 den Insolvenzantrag gestellt. Betroffen davon sind auch die vier Autohäuser Corsmann in Herford, Bünde, Vlotho und Löhne. 90 Mitarbeiter bangen um ihren Arbeitsplatz.

Die vier Opel-Autohäuser Corsmann im Kreis Herford gehören seit 1988 dem Kaufmann Rainer Metz. Der hat bundesweit die MAG Autowelt aufgebaut mit zeitweise 1.100 Mitarbeitern. Sie alle sind von der Insolvenz betroffen.

Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Blome sagte: „Es kam für uns überraschend, aber wir hoffen trotzdem, dass es irgendwie weitergeht.“ Der Betriebsrat habe bereits einen Anwalt hinzugezogen. Wer der Insolvenzverwalter wird, stünde nicht fest. Blome: „Mit ihm steht und fällt unsere Zukunft. Wenn er eine
Auffang- oder Transfergesellschaft befürwortet, dann können wir optimistisch sein.“

Erste Gespräche mit der Gewerkschaft IG Metall hat der Betriebsrat der Corsmann-Häuser ebenfalls schon geführt. „Wir vermuten, dass es bei der MAG Autowelt zu Zahlungsschwierigkeiten gekommen ist, das liegt nahe. Auch die Opel-Krise hat sicher einen Beitrag zu der Insolvenz geleistet“, sagte Siegfried Thüte, bei der Herforder IG Metall zuständig für den Handwerksbereich. Die Mitarbeiter in allen Filialen hätten aber bis Januar ihre Gehälter bekommen. Bis April sei nach Insolvenzrecht der Lohn gesichert. Thüte: „Der Insolvenzverwalter hat also genügend Zeit, das Schiff auf einen guten Kurs zu bringen.“ Es soll alles darangesetzt werden, dass der Betrieb weitergeführt werden könne, in welcher Form auch immer. „Wir gehen davon aus, dass Opel selbst Interesse daran hat, dass der Herforder Standort bestehen bleibt.“ Allerdings räumte Siegfried Thüte ein, dass wohl einige Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren werden. Der IG Metaller: „Personalabbau gibt es bei Insolvenzen ja meistens. Wie viele Mitarbeiter aber an den vier Standorten betroffen sein werden und ob überhaupt alle Filialen gerettet werden können, das ist völlig offen.“

Das Tagesgeschäft soll an allen vier Standorten in Herford, Bünde, Vlotho und Löhne zunächst wie gewohnt weitergehen.
(Quelle: Westfalen-Blatt)


Winteropfer: Zirkus-Show „India“ ist pleite

12.02.2010 Mörfelden:

Der Veranstalter der Zirkus-Show „India“ hat wegen finanzieller Probleme einen Insolvenzantrag gestellt. Für die Prime Time Entertainment AG im südhessischen Mörfelden ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt worden. Dessen Sprecher sagte, am Sitz des Unternehmens gebe es etwa 10 Mitarbeiter, im Show-Betrieb rd. 40 Festangestellte. Premiere des bunten Spektakels, bei dem rd. 75 indische Akrobaten zu Live- Musik auftraten, war am 17.12.2009 in einer eigens für die Show gebauten Maharadscha-Zeltstadt in Frankfurt, die jetzt leer steht. Mehr als 70.000 Zuschauer sahen nach Angaben der Veranstalter die Zirkus- und Tanz-Show am Main. Als Begründung wurden die „seit Wochen anhaltenden schlechten bis katastrophalen Wetterbedingungen“ genannt. Der India-Chef Matthias Hoffmann hatte nach eigenen Angaben 7 Mio. € investiert.
(Quelle: Die Welt)


Blue Wings ist insolvent

12.02.2010 Düsseldorf:

Die Fluggesellschaft Blue Wings hat Insolvenz beantragt. Dies teilte das Unternehmen am 11.2.2010 mit. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Frank Kebekus bestellt. Der Schritt sei unausweichlich geworden, nachdem der russische Großinvestor Alexander Lebedew finanzielle Zusagen nicht oder verzögert eingehalten habe, hieß es. Blue Wings arbeitete zuletzt mit sieben Flugzeugen und hat 250 Mitarbeiter. Momentan gilt ein Flugverbot, weil die Gesellschaft nicht den Nachweis erbringen kann, über finanzielle Ressourcen für den Betrieb zu verfügen. Mit Lebedew hatte es zuletzt heftige Auseinandersetzungen gegeben.
(Quelle: Süddeutsche Zeitung)


Pleite in der Vorzeigebranche

11.02.2010 Bremerhaven:

Der Insolvenzverwalter des zahlungsunfähigen Windradbauers Innovative Windpower (IWP), Gerrit Hölzle, sieht Chancen, das Unternehmen zu retten. „Das Unternehmen verfügt über ein hochinnovatives Konzept“, sagt er. „Wir suchen jetzt einen Investor, der bereit ist, sich dafür finanziell zu engagieren.“

Das im Technologiezentrum Timeport II angesiedelte Unternehmen musste Insolvenz anmelden. Auslöser war die fällige Rückzahlung einer Anleihe, die IWP 2008 ausgegeben hatte: Dafür wären einschließlich Zinsen 32 Mio. € nötig gewesen – Geld, das das Unternehmen nicht hat.

Denn bislang hat Innovative Windpower noch nicht einen Euro verdient. Das Unternehmen war 2006 mit Geld aus dem Emirat Dubai gegründet worden. Zwei Bremerhavener Ingenieure wollten mit diesem finanziellen Polster im Rücken eine 1,25-Megawatt-Windenergieanlage entwickeln, die speziell für den Einsatz in Schwellen- und Entwicklungsländern ausgelegt ist.

Doch das Projekt kam nicht voran. Geplant war, im Jahr 2009 bereits 200 Exemplare des Windrads vom Typ „Falcon“ in Serie zu bauen. Tatsächlich geht erst jetzt der erste Prototyp auf der GHH-Brache in Nordenham in Betrieb. „Die gesamte Entwicklung hat sich furchtbar verzögert“, sagt Insolvenzverwalter
Hölzle. So ging dem Unternehmen das Geld aus.

Über die Gründe für die Verzögerung kann auch Hölzle im Moment nur erste Vermutungen anstellen. Tatsache ist: Die beiden Ingenieure und ihre Geldgeber liegen mittlerweile im Clinch. Und 31 Mio. € Anleihe- und Stammkapital sind „verbrannt“. Auf der Habenseite stehen ein fertiger Windrad-Prototyp und die Hoffnung, mit diesem Modell vor allem auf asiatischen Exportmärkten Geld verdienen zu können. Ein 37.000 m² Grundstück in Nordenham hat IWP bereits gekauft; dort sollte in Kürze eine Produktionshalle entstehen. Hölzle schätzt den Wert des Unternehmens und seiner großen Pläne auf „irgendwo zwischen 6 und 11 Mio. €“ – so viel Geld müsste ein Investor also auf den Tisch legen, damit es bei IWP weitergeht.

Amtsgerichtspräsident Uwe Lissau, der Hölzle mit der Suche nach einer Lösung für das Unternehmen und seine 40 Mitarbeiter beauftragt hat, ist zuversichtlich: „Die Insolvenz muss nicht das Ende sein“, sagt er. „Die Windenergie ist eine Branche mit Zukunft.“
(Quelle: Nordsee-Zeitung)


Auktionshaus Schopmann steht vor dem Aus

11.02.2010 Hamburg:

Diese Nachricht dürfte die feine Hamburger Gesellschaft erschüttern: Das traditionsreiche Auktionshaus Schopmann am Speersort ist insolvent.

Es sind laut Geschäftsführerin Silvia Wanagat 14 Mitarbeiter betroffen. Das Auktionshaus, das Wanagat erst Anfang 2008 übernommen hatte, ist seit dem 10.2.2010 geschlossen. Die Insolvenz dürfte viele Kunden hart treffen. Es sind mehrere Fälle bekannt, in denen Erlöse aus Versteigerungen nicht oder nur
teilweise an die Veräußerer ausbezahlt wurden.

Das Auktionshaus Schopmann ist eine Institution in Hamburg. Für Aufsehen sorgte z.B. die Versteigerung der Nachlässe der Schauspielerinnen Inge Meysel und Evelyn Hamann. Auch Gegenstände aus dem Besitz des verstorbenen Meistergeigers Helmut Zacharias kamen im Auktionshaus Schopmann unter
den Hammer.

Noch im November 2008 hatte Wanagat das 185-jährige Bestehen des renommierten Hauses mit einem großen Empfang im Literaturhaus begangen. Mit „Bestürzung“ reagierte der ehemalige Schopmann-Inhaber Lars Axendorf, der das Haus bis Ende 2007 geführt hatte, auf die Nachricht der Insolvenz: „Meine Gedanken sind jetzt bei den vielen treuen Stammkunden und langjährigen Mitarbeitern.“ Unterdessen gibt sich Wanagat kämpferisch: „Wir wollen gerne weitermachen. Dafür brauchen wir einen finanzkräftigen Investor, der uns hilft. Aber zunächst einmal übernimmt der Insolvenzverwalter das Geschäft“, sagte Wanagat.
(Quelle: Hamburger Abendblatt)


Insolvenz trotz voller Auftragsbücher

10.02.2010 Herten:

Die Firma ISE & Buck Elektro GmbH mit Sitz in Herten sowie in Grenzach hat beim AG Lörrach einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die Firma beschäftigt sich mit Elektroplanung und Ausführungsinstallation sowohl für die Industrie als auch im Wohnungsbau.

Grund für den Insolvenzantrag ist nach Angaben der Firma die drohende Zahlungsunfähigkeit. Das Unternehmen beschäftigt in Herten 39 Mitarbeiter, davon 14 Lehrlinge. Obwohl die Auftragsbücher momentan voll sind und eine Vollauslastung herrscht, brechen ISE durch den massiven Preisverfall im Gewerk die Aufträge weg. Der vom AG Lörrach eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalter, Ingo Michelsen und Geschäftsführer Jürgen Issler haben die Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung über die Situation des Unternehmens informiert. Die Ausführung der laufenden Aufträge bleibt in vollem Umfang aufrecht erhalten, auch hinsichtlich zukünftiger Aufträge geht die ISE & Buck von einem weiterhin planmäßigen Geschäftsablauf aus. Zusammen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter wird ein Konzept erstellt, um die Fortführung
des Unternehmens sicher zu stellen.

Die Firma ISE hatte sich in den vergangenen Jahren im Bereich der Ausbildung besonders engagiert und ist dafür von der IHK auch ausgezeichnet worden. Auch an Lehrstellenbörsen und Informationsveranstaltungen in Schulen war die Firma oft präsent.
(Quelle: Badische Zeitung)


August Möller GmbH ist insolvent

10.02.2010 Westerkappeln:

Der Kurzarbeit beim Maschinenbauer August Möller folgte nun der Insolvenzantrag. Betroffen sind 66 Mitarbeiter des Unternehmens.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Stefan Meyer bestellt. Er erklärte, dass sämtliche vorliegenden Aufträge nach derzeitigen Planungen ordnungsgemäß und fristgerecht abgewickelt werden können.

Der vorläufige Insolvenzverwalter bittet in einer schriftlichen Stellungnahme die Kunden des Unternehmens darum, „auch in der aktuell schwierigen Phase zum Unternehmen zu stehen und weiterhin Aufträge zu platzieren.“

Die seit Dezember ausstehenden Lohn- und Gehaltszahlungen der Mitarbeiter sind durch Insolvenzgeldzahlungen des Arbeitsamtes abgesichert.
(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Cargofresh AG: Insolvenzverfahren eröffnet

09.02.2010 Reinbek:

Mit Wirkung vom 1.2.2010 wurde über die Cargofresh AG das Insolvenzverfahren eröffnet. Von dem zuständigen Insolvenzgericht in Reinbek wurde Rechtsanwalt Steffen Koch aus Hamburg als Insolvenzverwalter bestellt. Dessen Aufgabe wird es nun sein, die Vermögensverhältnisse der Cargofresh AG zu prüfen und festzustellen, ob und wenn ja welche Forderungen der Gläubiger noch erfüllt werden können.

Die auf Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München, Berlin und Zürich vertritt bereits mehrere Geschädigte in Sachen Cargofresh. Neben der Anmeldung der Forderung und der Vertretung der Gläubiger im Insolvenzverfahren besteht ferner in nicht wenigen Fällen die Möglichkeit, gegen das Wertpapierunternehmen Accessio Wertpapierhandelshaus AG wegen fehlerhafter Anlageberatung vorzugehen. Dies gilt zumindest dann, wenn die Beteiligung an der Cargofresh AG von Accessio vermittelt wurde und im Rahmen der Beratung die Risiken dieser Beteiligung nicht vollständig offen gelegt wurden.

Gegen die Accessio Wertpapierhandelshaus AG laufen bereits zahlreiche Verfahren vor dem LG Itzehoe wegen fehlerhafter Anlageberatung – teilweise auch im Zusammenhang mit Zeichnungen der Cargofresh-Anleihe. In einem Fall wurde Accessio bereits erstinstanzlich zu Schadensersatz verurteilt.

Rechtsanwalt Luber von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte rät daher allen Betroffenen, mögliche Ansprüche gegen die Accessio Wertpapierhandelshaus AG anwaltlich prüfen zu lassen. Dies insbesondere auch deshalb, weil mögliche Schadensersatzansprüche in drei Jahren ab Zeichnung der Beteiligung verjähren können.
(Quelle: Presse Anzeiger)


Brückbauer insolvent: Krisenjahr 2010 fordert erstes Opfer

08.02.2010 Bad Nauheim:

Die Auto Brückbauer GmbH musste am 5.2.2010 beim AG Friedberg einen Insolvenzantrag stellen. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Kronberger Rechtsanwalt Arno Wolf.

Gerüchte über wirtschaftliche Schwierigkeiten des Autohauses, das etwa 20 Mitarbeiter beschäftigt, kursierten bereits seit einiger Zeit. Mit einer Insolvenz wurde zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht gerechnet. Nachdem das Konjunkturprogramm des Bundes für die Autoindustrie ausgelaufen war, sackte die Nachfrage ab. Zudem sind die Reparaturaufträge zurückgegangen, weil viele alte Gebrauchtwagen verschrottet wurden, für die ansonsten ein Werkstatt-Termin vereinbart worden wäre.

Insolvenzverwalter Wolf dürfte sich im weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens
darum bemühen, die Firma zu retten, falls genügend Substanz vorhanden ist. Ob sich angesichts der schwierigen Lage des Autohandels ein Interessent findet, der den Betrieb übernehmen möchte, oder ob es eine andere Lösung gibt, ist derzeit völlig offen.

In der Werkstatt wird weiter gearbeitet, für die Kfz-Mechaniker gibt es offenbar genügend zu tun. Die Brückbauer-Kunden können ihre Fahrzeuge wie gewohnt zur Inspektion oder Reparatur anmelden. Wie weiter zu erfahren war, können vorerst allerdings weder gebrauchte noch neue Pkw angeboten werden: Die Renault-Bank, die bei Kauf und Leasing von Fahrzeugen die Finanzierung übernimmt, hat sämtliche Autos vom Firmengelände abgezogen.

Die Belegschaft hofft, das am Ende des Insolvenzverfahrens eine Rettung des Autohauses und ein Erhalt der Arbeitsplätze steht. Auch Renault dürfte daran interessiert sein, denn die Brückbauer GmbH ist der einzige Händler dieser Marke in der Wetterau.
(Quelle: Wetterauer Zeitung)


Zeitarbeits-Firma Opera meldet Insolvenz an

08.02.2010 Villingen-Schwenningen:

Das Unternehmen Opera hatte beim AG Villingen-Schwenningen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Betroffen sind insgesamt 24 Mitarbeiter, die an den beiden Standorten Schwenningen und Tuttlingen arbeiten.

Der Zeitarbeitsvermittler hat neben seinem Hauptsitz in Schwenningen noch eine Niederlassung in Tuttlingen. In Spitzenzeiten hat das Unternehmen nach Angaben des Insolvenzverwalters, die Schultze & Braun Rechtsanwaltsgesellschaft für Insolvenzverwaltung mbH, fast 100 Mitarbeiter beschäftigt.

„Die Nachfrage nach Zeitarbeitskräften ist durch die Wirtschaftskrise nochmals stark zurückgegangen, das war letztlich nicht mehr aufzufangen“, sagten die Geschäftsführer Judith Flaig und Raffaele Esposito.

Bereits Anfang des Jahres 2008 habe das Unternehmen einen Umsatzverlust von über 50 % verzeichnet. Die Wirtschaftskrise, die Ende 2008 folgte, und der damit einhergehende, weitere Umsatzrückgang habe das Unternehmen nicht mehr schultern können.

Trotz rückläufiger Auftragslage habe Opera nicht in gleichem Umfang Arbeitskräfte abbauen können, wie es erforderlich gewesen wäre, um die Kostenbelastung in einem tragbaren Maß zu halten, heißt es in der Pressemitteilung. „Gute Arbeitskräfte sind das Kapital eines Personalvermittlers, sie zu halten, ist daher oberstes Ziel“, so Buck.

Der vorläufige Insolvenzverwalter führt das Unternehmen zunächst bis Ende Februar fort. Ob es darüber hinaus eine Möglichkeit zum langfristigen Erhalt der Opera Personaldienstleistungen GmbH gibt, werde zurzeit geprüft.
(Quelle: Südkurier)


Handball-Vermarkter insolvent – HBL will klagen

07.02.2010 Hamburg:

Der Handball-Bundesliga droht ein finanzieller Verlust in sechsstelliger Höhe. Der bisherige Vermarkter der Pokal-Endrunden- Turniere sowie des Allstar-Games und des Supercups, die Agentur „kick and rush“ des früheren Fußball-Profis Stefan Schnoor, ist nicht mehr zahlungsfähig.

Agentur-Geschäftsführer Marco Schindelhauer bestätigte diese Meldung: „Den Insolvenzantrag haben wir am 7.1.2010 gestellt. Der Insolvenzverwalter hat aber Grünes Licht gegeben, dass wir unter unserem Namen weiterarbeiten können. Wir wollen keine verbrannte Erde hinterlassen, sondern mit allen Partnern einvernehmliche Lösungen finden“, sagte Schindelhauer.

Die Handball-Bundesliga (HBL) spricht von Vertragsbruch und will strafrechtliche Schritte einleiten. „Die Agentur hat uns eine Garantiesumme in einer nicht gerade kleinen sechsstelligen Höhe zugesichert. Sie ist ihren Verpflichtungen aber nicht nachgekommen“, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. Von der vereinbarten Summe im vergangenen Jahr sollen noch rd. 170.000 € offen sein.

Die Ausrichtung des diesjährigen Final-Four-Turniers am 10. und 11. April in Hamburg ist durch den finanziellen Verlust aber nicht gefährdet. „Unsere Profitabilität leidet durch den Ausfall natürlich etwas. Am Ablauf des Turniers ändert das aber überhaupt nichts. Wir haben entschieden, das Final Four nun selbst zu vermarkten“, sagte Bohmann. „Schlimmstenfalls werden wir weniger Werbebanden verkaufen.“

Der Vermarkter „kick an rush“ hatte zudem mit dem Bundesligisten HSV Hamburg einen Fünfjahresvertrag abgeschlossen. Dabei soll es laut Schindelhauer aber nicht um größere Beträge gehen. „Wir sind nur wegen der Kündigung des Gesellschaftervertrages durch einen Gesellschafter in diese Schieflage geraten. Den Gesellschafter können wir nicht von heute auf morgen
ersetzen“, erklärte der Agentur- Geschäftsführer die Ursachen für die Insolvenz.
(Quelle: Süddeutsche Zeitung)


Autohaus meldet Insolvenz an

06.02.2010 Dinslaken:

Der „Autopark am Niederrhein” ist in die Krise gerutscht: Nach Angaben von Dr. Sebastian Henneke im Duisburger „hrm”-Anwaltsbüro musste das Unternehmen Insolvenz anmelden.

Die gute Nachricht: Nachdem die Lohnzahlungen für die 18 Beschäftigten im Betrieb an der B 8 gesichert sind, kann der Ford-Vertragshändler unverändert weitergeführt werden. Zeitgleich würden Sondierungsgespräche mit potenziellen Investoren aus der Region geführt, um einen dauerhaften Erhalt der Arbeitsplätze zu sichern, heißt es weiter.

Die Geschäftsführung hatte am 28.1.2010 beim AG Duisburg den Insolvenzantrag gestellt; Sebastian Henneke wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Dazu, dass das Autohaus – Vertrieb von Neu- und Gebrauchtwagen sowie Werkstatt – weitergeführt werden könne, hätten Verhandlungen u.a. mit den Ford-Werken, Lieferanten und Kreditinstituten beigetragen. U.a. dank der zügig durch die Arbeitsagentur genehmigten Insolvenzgeld-Vorfinanzierung sei der finanzielle Spielraum geschaffen, um den Betrieb bis Ende März vollständig aufrecht zu erhalten.

Für die Kunden ändere sich daher vorerst nichts. Ziel ist nun eine Veräußerung des Unternehmens zum 1.4.2010. Den Ford-Werken sei der Erhalt des über 40 Jahre existierenden Autohauses ebenfalls wichtig.
(Quelle: Der Westen)


Kago-Röhl geht in die Insolvenz

06.02.2010 Postbauer/Schwarzenfeld:

Die zur Kago-Firmengruppe gehörende Kago-Röhl Ofenkachelfabrik GmbH in Schwarzenfeld bei Schwandorf ist in Insolvenz gegangen.

Demnach wurde in dem Insolvenzverfahren bereits Ende Januar vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amberger AG den Amberger Rechtsanwalt Harald Schwartz.

Die Ofenkachelfabrik Kago-Röhl mit Sitz in Schwarzenfeld ist 1979 gegründet worden und beschäftigte rd. 40 Mitarbeiter. Dort wurden Kacheln für Kachelöfen produziert.
(Quelle: Neumarkter Nachrichten)


Gläubiger ziehen Schlussstrich unter Witex AG

06.02.2010 Augustdorf/Detmold:

2003 war die Witex AG in Augustdorf insolvent geworden. Mit dem Schlusstermin am 5.2.2010 im AG klappten die Gläubiger das Buch nach sechseinhalb Jahren zu. „Für eine Insolvenz in der Größenordnung ein kurzer Zeitraum“, bilanzierte Dr. Per Hendrik Heerma, Sozius der Rechtsanwaltskanzlei „FRH“ in Hamburg, die den Insolvenzverwalter Wolfgang van Betteray begleitet.

Denn es habe einzelne Forderungen im hohen zweistelligen Millionenbereich und insgesamt mehr als 1.000 Gläubiger im Verfahren gegeben. Letztlich sei nun eine einstellige Insolvenzquote festgelegt worden. Wesentlicher sei aber in diesem Verfahren etwas anderes, sagte Dr. Heerma. Denn während die Witex AG abgewickelt wurde, führte der Insolvenzverwalter die 2003 gegründete
Witex International Flooring GmbH über vier Jahre weiter.

2004 sei die Witex International Flooring GmbH (WIF) insolvenzfrei gewesen, gab Dr. Heerma einen Rückblick. 2007 übernahm die US-amerikanische Investmentbank Bear Stearns Insolvenzdie Mehrheit und wandelte die Gesellschaft in die Witex Flooring Products GmbH (WFP) um.

„Die Fortführung hatte also einen wesentlich höheren Nutzen für die Gläubiger“, so Heerma. Damit seien Arbeitsplätze und auch die Absatzwege der Gläubiger erhalten worden. Die Witex- Geschichte sei damit ein Lehrbuchbeispiel für die Möglichkeiten, die eine Insolvenz bereit halten könne. „Die Insolvenz der Witex AG ist für uns ohne Auswirkungen gewesen“, sagte Dr. Börge Schümann, Geschäftsführer der heutigen WFP.

Alle 220 Mitarbeiter seien noch immer im Unternehmen. Allerdings gibt es - wie in dieser Woche berichtet - einen neuen Hauptgesellschafter: die Harvard Investment Group (HIG). Denn Bear Stearns ist in der Bank JP Morgan aufgegangen, die den damit übernommenen Anteil an der WFP abgeben wollte. HIG passe sehr viel besser zum Unternehmen, sagte Schümann. Zudem seien er und der zweite Geschäftsführer Wiest selbst als Gesellschafter eingestiegen. Die Witex AG bietet u.a. Fertig- und Halbfertigprodukte aus Holz, E-Ringe und Holzprodukte an.
(Quelle: Lippische Landes-Zeitung)


Insolvenzverfahren bei Fischer-Sehner beendet

05.02.2010 Berlin:

Die Fischer-Sehner Medical Imaging GmbH & Co. KG hatte am 7.1.2010 Insolvenz angemeldet. Als Grund wurden die Folgen der Umstellung auf digitale Röntgentechnik genannt, was u.a. das Geschäft mit Röntgenfilmen beeinträchtigte. Der vorläufige Insolvenzverwalter Sebastian Laboga von der Kanzlei KÜBLER wollte das Unternehmen kurzfristig an einen potenten Investor übertragen. Zunächst hatte er dafür gesorgt, dass der Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen aufrecht erhalten blieb und daraufhin umgehend Verhandlungen mit potenziellen Investoren aufgenommen werden konnten.

Laut der Pressemitteilung konnten diese Gespräche kurzfristig zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Der Gläubigerausschuss hat der Übernahme am 4.2.2010, zugestimmt. Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten. Als Investor wird die neu gegründete FMS Medical Service GmbH, eine Tochtergesellschaft der Valmex GmbH, genannt.

Die Valmex GmbH gehört zu den führenden Herstellern von Zubehör für medizinische Röntgentechnik in Deutschland und soll nun die Weichen für Fischer-Sehner in die Zukunft stellen. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.

(Quelle: Yellowmed)


Autohaus Unland ist insolvent

05.02.2010 Borken:

Das Autohaus Unland ist zahlungsunfähig und hat am 4.2.2010 einen Antrag auf vorläufige Insolvenz gestellt. Betroffen sind mit Aushilfskräften 50 Mitarbeiter. Als Gründe führen die Geschäftsführer Helmut Feldhaus und Werner Finke Verluste durch Leasingrückläufer, gesunkene Margen und hohe Investitionsanforderungen an. Außerdem sind die Kreditlinien durch die Banken nicht mehr verlängert worden. Vor 36 Monaten lagen die Kalkulationen für den Restwert des Autos bei Leasinggeschäften auf einem wesentlich höheren Niveau“, erläutert der geschäftsführende Gesellschafter Helmut Feldhaus. Mit jedem Wagen, derderzeit wieder auf den Hof gestellt wird, müssen die Autohändler deshalb Verluste verbuchen. Diese Lücke ist für Unland offenbar nicht mehr zu schließen gewesen, zumal 2010 viele Rückläufer erwartet werden. Außerdem machen die Hersteller den Händlern genaue Vorgaben, wie ihre Wagen zu präsentieren sind, was diese bei den Ausgaben belastet. Das Autohaus Unland musste erst 2008 den VW-Verkaufsraum aufwendig neu gestalten.

Wenn schließlich die Banken den Geldhahn zudrehen, wird es eng. „Es ist vernünftig diesen Weg zu gehen“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Helmut Feldhaus, der zusammen mit Werner Finke das Unternehmen führt. Es gebe bereits Interessenten für Unland. Möglich ist, dass diese komplett die Firma übernehmen, oder mit einer Einlage für frisches Geldsorgen.

Für den Monat Januar konnten für die Mitarbeiter des VW/Audi-Autohauses keine Löhne und Gehälter mehr bezahlt werden. Eine weitere Absicherung über das Insolvenzausfallgeld sei aber gegeben, teilt die Firmenleitung mit. Dieses wird über einen Zeitraum von drei Monaten von der Agentur für Arbeit gezahlt.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Ulrich Zerrath aus Recklinghausen vom zuständigen Insolvenzgericht in Münster bestellt worden.

Der laufende Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt weitergeführt. Alle Bemühungen gelten dem Erhalt der Arbeitsplätze.

(Quelle: Westfälische Nachrichten)


Spranz ist in Schwierigkeit geraten

05.02.2010 Aalen/Unterkochen:

Die in Unterkochen ansässige Spranz GmbH, Hersteller und Vertreiber von medizinischen Spezialbruchbändern, hat am 2.2.2010 beim AG Aalen die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Dipl.-Kfm. Arndt Geiwitz vom Ulmer Büro Schneider, Geiwitz und Partner berufen worden. Das von Georg Spranz jun. bisher als Geschäftsführer geleitete Unternehmen war nach Angaben Geiwitz’ durch Umsatzeinbrüche durch das plötzliche Wegbrechen großer Teile des Vertriebs-Außendienstes in finanzielle Schwierigkeiten gekommen. „Ein Teil der Mitarbeiter hat das Unternehmen kurzfristig verlassen. Die Ausfälle waren nicht kompensierbar. Die verbleibenden acht Mitarbeiter wurden über die derzeitige Situation informiert. Es wird nun versucht, mit kurzfristig organisierten Alternativen den Geschäftsbetrieb weiter zu führen. Man muss sehen, wie sich das Geschäft während der Zeit der Insolvenzgeldzahlung entwickelt“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz.

Der Vertrieb der sog. elastischen Spranz-Bruchbänder, die bei Brüchen im Bauchbereich zur Stützung des Gewebes eingesetzt werden, geschieht normalerweise über Sanitätshäuser und über einen neu aufgebauten Internet-Handel. Die nach individuellen Maßen gefertigten Spezialbruchbänder wurden mit der Erfahrung und Erprobung einiger Jahrzehnte von der Spranz GmbH immer wieder verbessert und konsequent weiterentwickelt. Die Produktpalette umfasst zudem Leibbinden, die nach Operationen mit großen Narben und bei Nabelbrüchen eingesetzt werden können.

(Quelle: Schwäbische Post)



Plastal ist übernommen

04.02.2010 Weissenburg:

Die langen und schwierigen Verhandlungen um die Übernahme der insolventen Plastal GmbH waren erfolgreich: Am 3.2.2010 teilte der beauftragte Insolvenzverwalter Dr. Siegfried Beck mit, dass alle sechs deutschen Standorte gesichert werden können. Der französische Automobilzulieferer Faurecia Exteriors GmbH, eine Tocher der französichen Faurecia S. A., wird alle sechs deutschen Plastal-Standorte übernehmen. Kündigungen werden nicht ausgesprochen.

Für Beck war der Komplettverkauf von Anfang an die favorisierte Lösung, weil somit alle 2.000 Arbeitsplätze gesichert werden können. Faurecia hat für die nächsten zwei Jahre sogar noch eine Standortgarantie ausgesprochen.

Ausdrücklich lobte Beck in einer Pressemitteilung das Engagement und die Qualifikation der Belegschaft des Systemanbieters, der sich auf die Produktion von Stoßfängern und Armaturenteilen spezialisiert hat. „Gerade in diesen Qualifikationen liegt der eigentliche Wert des Unternehmens, das im Übrigen nahezu ohne eigenes frei verfügbares Vermögen arbeiten musste.“

Der Vertrag mit Faurecia wird voraussichtlich zum 31.3.2010 wirksam. Die Zeitspanne ergibt sich, weil die Genehmigung der Europäischen Kartellbehörde noch aussteht. Allerdings wird hier mit einer positiven Entscheidung gerechnet. Aus diesem Grund enthält der Vertrag international gültige Klauseln, die einen Vertragsrücktritt bei erheblichen negativen Veränderungen erlauben, teilte Beck mit.

Nicht mit in den Kaufvertrag eingeschlossen sind die beiden rechtlich selbstständigen Plastal-Tochtergesellschaften in Spanien und Frankreich, für die eine Insolvenz vermieden werden konnte. Für diese Tochtergesellschaften mit insgesamt 1.200 Beschäftigten gebe es für Faurecia bis Mitte dieses Jahres ein Ankaufsrecht.

(Quelle: Weißenburger Tagblatt)


Insolventer Fruchtgroßhändler Schummer verkauft

04.02.2010 Saarbrücken:

Die zur Gemüsering-Gruppe gehörende Willi Sinn GmbH hat den insolventen Saarbrücker Fruchtgroßhandel Schummer-VOG-Gruppe übernommen. Das teilte die Insolvenzverwaltung am 3.2.2010 mit. Die Gemüsering-Gruppe ist ein Zusammenschluss aus regionalen sowie internationalen Erzeugern und Vermarktern für Obst und Gemüse.

Durch die Übernahme könne ein Großteil der Arbeitsplätze in Saarbrücken gerettet werden. Die Willi Sinn GmbH habe 48 Beschäftigte eingestellt. In Saarbrücken waren vor der Insolvenz rd. 80 der insgesamt mehr als 120 Mitarbeiter der Gruppe tätig.

Im November hatte Insolvenzverwalter Jean-Olivier Boghossian die thüringische Schwestergesellschaft mit zuletzt 38 Beschäftigten an den bisherigen Hauptkunden veräußert. 22 Mitarbeiter wurden entlassen. Sie können in eine Qualifizierungsgesellschaft wechseln. Die Schummer-Gruppe hatte Ende Oktober Insolvenz angemeldet.

(Quelle: Saarbrücker Zeitung)


DyStar-Verkauf perfekt

04.02.2010 München:

Der Verkauf des Farbtextilien-Herstellers DyStar an den indischen Konzern „Kiri“ ist besiegelt. Die Finanzierung sei sichergestellt und der Vertrag unterschrieben, sagte die Sprecherin des Insolvenzverwalters, Gabriele Wunnenberg. Damit bleiben rd. 130 Arbeitsplätze in Brunsbüttel sowie bis zu 620 an den drei anderen deutschen DyStar-Standorten Leverkusen, Frankfurt/M. und Ludwigshafen erhalten. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart, sagte Wunnenberg. DyStar hatte Ende September Insolvenz angemeldet.
(Quelle: Die Welt)


Ben Hur Live ist pleite

03.02.2010 Gelsenkirchen:

Kurz nach der gefeierten Premiere der teuersten deutschen Bühnenshow „Ben Hur Live“ zeigte sich der Veranstalter Franz Abraham zufrieden mit dem Erfolg, räumte aber bereits ein, dass die „finanzielle Anspannung damit nicht zu Ende“ sei. Gut drei Monate später haben sich die wohl schlimmsten Albträume des Bayern bewahrheitet: Abraham hatte für seine Firma Art Concerts den Insolvenzantrag stellen müssen, die eigentlich für Februar geplante Aufführung der Show in Gelsenkirchen wurde vorerst auf Mai verschoben, an die 200 Gläubiger warten auf ihr Geld. Hauptgrund für das Desaster sei gewesen, dass Versicherungsunternehmen ihre Deckung von 1,5 Mio. € zurückgezogen hätten, sagte Abraham. Sie seien von der Wirtschaftskrise und skeptischen Presseberichten verunsichert worden. Trotz „gebrochener Stimmung“ will Abraham weiterkämpfen: Er sei mit vier Investoren im Gespräch, die unter bestimmten Bedingungen in eine Nachfolgefirma investieren würden, sagte er und zeigte sich mit einer „Chance von 70 zu 30“ optimistisch, dass das Historienspiel mit 300 Akteuren weitergeht.
(Quelle: Die Welt)


Stoffdruckerei Brunotte aus Insolvenz gerettet

03.02.2010 Delmenhorst:

Früher war Rudolf Berger einer der wichtigsten Kunden der Brunotte Stoffdruckerei GmbH, seit dem 2.2.2010 ist der Mann aus Wuppertal der neue Chef. Am frühen Morgen wurde nach zähem Ringen der Vertrag unterschrieben, der das Delmenhorster Unternehmen rettet. In Zukunft wird es Brunotte Textilveredelung GmbH heißen und zur Hackenberg-Gruppe gehören. 18 der 29 Arbeiter werden übernommen, die restlichen elf in eine Transfergesellschaft überführt.

Die Hackenberg-Gruppe splittet sich in mehrere kleine Unternehmen, 70 Mitarbeiter gibt es in Deutschland, 90 in Rumänien. In Delmenhorst wurden u.a. Hosentaschenfutter und Hosenbänder für das nordrhein-westfälische Unternehmen gefärbt und gedruckt. „Seit drei Jahren haben wir eine gute Kooperation mit Brunotte“, erzählte Berger, der die Delmenhorster als einen seiner wichtigsten Lieferanten bezeichnete. Deswegen war auch sein Einstieg nach Bekanntwerden der Insolvenz ein Thema für Berger, schließlich sei es nicht so einfach, mal eben adäquaten Ersatz zu finden. „Jetzt, da Brunotte zu unserer Gruppe gehört, haben wir eine Stellung am Markt, die wohl fast einzigartig in Deutschland oder sogar Europa ist, weil wir fast alles in unserer Produktion selbst herstellen können“, erklärte Berger.

Er geht davon aus, dass seine Gruppe in Zukunft wachsen werde und bei Brunotte dann weitere Mitarbeiter eingestellt werden. Die 18 Angestellten, die übernommen werden, arbeiten zu den gleichen Konditionen wie früher, als Partner von Geschäftsführer Berger wird Joachim Brunotte, Sohn des Firmengründers Fritz Brunotte, nebst seiner Familie weiterhin eine wichtige Rolle in dem Betrieb einnehmen.

„Aus der Insolvenzmasse können wir die Transfergesellschaft drei Monate finanzieren“, erklärte Insolvenzverwalter Berend Böhme. Damit soll erreicht werden, dass die entlassenen elf Mitarbeiter schnell wieder einen neuen Job finden.

Mitte des vergangenen Jahres war der Traditionsbetrieb, der 1946 als Kunstgewerbe an der Dwostraße gegründet wurde, in schwierige Fahrwasser geraten. Was allerdings größtenteils unverschuldet war, denn die Insolvenzen von Europas größtem Möbelhersteller Schieder sowie von Karstadt-Quelle als einer der größten Abnehmer von Jugendpolstermöbeln traf die Delmenhorster schwer, damit brach das Segment Möbelstoffe in sich zusammen. Zzt. wird nicht daran gedacht, sich in diesem Bereich wieder zu engagieren.
(Quelle: Weser Kurier)


Auch Tier TV meldet Insolvenz an

02.02.2010 Berlin:

Nach dem Schwulen-Sender Timm TV hat jetzt auch der Berliner Spartenkanal Tier TV vorläufige Insolvenz angemeldet. Der Sender will aber offenbar nach einer Sanierung weitermachen. Mit Tier TV ist seit Jahresbeginn der zweite Berliner Spartenkanal pleite. Der Sender musste beim AG Berlin-Charlottenburg
Insolvenz anmelden. Laut Medienberichten will Tier TV nach einer erfolgreichen Sanierung durch neue Investoren wieder aus dem Insolvenzverfahren herauskommen.

Derzeit liefen Gespräche mit potentiellen Investoren um frisches Kapital zu erhalten und die Zukunft des Senders zu sichern. Digitales Fernsehen habe es im Moment schwer, doch würde der Online-Auftritt des Senders sehr gut angenomen, wird der Geschäftsführer zitiert.

Schon im Februar hatte der Sender wegen Finanzproblemen Mitarbeiter entlassen müssen. Im vergangenen April teilte Tier TV-Geschäftsführer Claussen mit, dass das Programm künftig nur noch im Pay-TV zu empfangen sein werde und sich vermehrt auf den Onlinebereich konzentrieren wolle.
(Quelle: Digitalfernsehen)


aumesys GmbH insolvent

02.02.2010 Ingolstadt:

Die aumesys GmbH, Entwickler und Hersteller von Elektronik und Software für die Automobilindustrie und Medizintechnik stellte jetzt Insolvenzantrag. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Renald Metoja bestellt. Der Insolvenzverwalter ist nun vor Ort um sich einen Überblick über die wirtschaftliche und rechtliche Lage zu verschaffen.

Das Unternehmen beliefert im Automobilbereich u.a. die Audi AG in Ingolstadt und Porsche AG in Weissach.
(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Rettungsdienst Gabriel in Not

02.02.2010 Neugablonz/Dietmannsried:

Das Unternehmen wurde 1994 als erster privater Rettungsdienst im Allgäu gegründet, nun braucht es selbst Hilfe: Die Krankentransport- und Notfallrettung Gabriel mit Stammsitz in Neugablonz und Niederlassung der Verwaltung in Dietmannsried ist zahlungsunfähig. Betroffen sind 21 fest angestellte Mitarbeiter.

Als Gründe für die wirtschaftliche Schieflage nannte der vorläufige Insolvenzverwalter Robert Geiger vor allem „Altlasten“ in der Bilanz sowie die Konkurrenzsituation auf dem Sektor der privaten Anbieter im Allgäu. „Der Geschäftsbetrieb läuft“, so Geiger, „ich bin zuversichtlich, dass das auch langfristig so bleibt.“ Ziel sei es, das Unternehmen zu sanieren und neu aufzustellen. Das Unternehmen Gabriel ist in der Notfallrettung, dem Krankentransport, bei Sanitätsdiensten und im Patientenrückholdienst tätig.

Für Geschäftsführer Robert Weicker war die Insolvenzmeldung nun so etwas wie ein „Befreiungsschlag“. Mit dem Kauf des Unternehmens 2006 habe er auch Schulden übernommen, die zu zwei Dritteln abbezahlt worden seien. „Ich habe auch viel privates Kapital in den Betrieb gesteckt“, sagt er. „Dann sind die Kosten explodiert.“ Im Gegensatz zur zentral von einer Kemptener Leitstelle gesteuerten Notfallrettung muss Gabriel seine Krankentransporte über die eigene Einsatzzentrale abwickeln. „Unser Unternehmen hat eine gute Perspektive, wenn wir genug Aufträge von Krankenhäusern und Seniorenheimen bekommen“, so Alleingesellschafter Weicker. „Wir sind voll handlungsfähig.“

Gabriel machte in den Anfangsjahren seit 1994 mit einem rasanten Wachstum von sich reden. Zeitweise hatte das gemeinnützige Unternehmen bis zu 45 Beschäftigte. Im Jahr 1998 wurde die Kaufbeurer Rettungswache von Gabriel durch einen Vertrag mit dem Rettungszweckverband Kempten in den öffentlich-
rechtlichen Rettungsdienst eingebunden. Ausgenommen davon blieben Krankentransportleistungen.
(Quelle: Allgäuer Zeitung)


Kartbahn-Betrieb in Bocholt geht nahtlos weiter

02.02.2010 Bocholt:

Nachdem der alte Mieter der Anlage, die Cockpit Unternehmergesellschaft (UG), ihren Geschäftsbetrieb am 30.1.2010 einstellte, öffnete der neue Betreiber, die Cockpit-Kartarena GmbH, am 1.2.2010 bereits wieder die Türen.

Die Cockpit UG war in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Geschäftsführer Thomas Grzebelus hatte deshalb die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt und die Schließung der Anlage zum 31.1.2010 angekündigt. Was Grzebelus nicht wusste: Der Vermieter hatte zu dem Zeitpunkt mit anderen
Interessenten schon einen Nachfolgevertrag geschlossen.

Zweifel, dass ein nahtloser Übergang möglich ist, räumte Dr. Leo Schoofs aus. „Der Betrieb der Kartbahn kann fortgeführt werden.“ Schoofs war vom AG Münster am zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Cockpit UG bestellt worden.
(Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung)


Green Energy insolvent

01.02.2010 Hannover:

Kapitalanleger, die in Green Energy investiert haben, müssen nun um ihr Geld fürchten, da das Mutterunternehmen Insolvenz angemeldet hat. Das AG Hannover bestellte Rechtsanwalt U. Kuhmann zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Green Energy, nach eigenen Angaben „eines der führenden Unternehmen
der jungen Geothermiebranche in Deutschland“ bot mit der Energy AG die Planung, Realisierung und den Betrieb von Geothermiekraftwerken, strategische Unternehmensbeteiligungen, Geothermie-Finanzprodukte sowie oberflächennahe Geothermie an.

Es ist zu erwarten, dass auch die anderen Firmen der Green Energy Gruppe, die beiden Fondsgesellschaften und die Green Energy Beteiligungen GmbH, von der Insolvenz betroffen sein werden.
(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


LBR stellt Insolvenzantrag

01.02.2010 Braunsbedra:

Der Dienstleister im Bereich Kunststoffabfälle hat am 27.1.2010 Insolvenzantrag für die Unternehmen LBR (Logistik) und LBR EBS (Abfallsortierung und Ersatzbrennstoffe) gestellt.

Erst im September 2007 war die hochmoderne Abfallsortieranlage der EBS in Betrieb genommen worden. Ziel war es Wertstoffe wie Metalle, Nichteisenmetalle und Kunststoffe mit einer Quote von ca. 65 % rückzugewinnen. Aus dem Restanteil wurde zu Ersatzbrennstoff für die Zementindustrie verarbeitet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Dieter Kühne bestellt.
(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Biodieselanlage und Ölmühle mit 35 Arbeitsplätzen gerettet

01.02.2010 Niederpölnitz:

Die Biodieselanlage und die Ölmühle in Niederpöllnitz, zwei wichtige Produktionsstätten in Thüringen, können dank neuer Investoren weiter arbeiten. Den Insolvenzverwaltern Dr. Florian Stapper und Dr. Thilo H. Korn, LL.M., ist es nach schwierigen Verhandlungen gelungen, ausländische Kapitalgeber dafür zu finden. Die Käufer haben die verbliebenen 35 Mitarbeiter
übernommen und die Produktion am Standort Niederpöllnitz wieder aufgenommen. Die Investoren sind Tochtergesellschaften einer Investmentgesellschaft mit Sitz in Lichtenstein, die wiederum eine Tochtergesellschaft der Moscow Industrial Bank ist.

Das AG Gera hatte am 1.12.2008 Insolvenzverfahren eröffnet und Rechtsanwalt Dr. Stapper zum Insolvenzverwalter für die Biodieselanlage und Rechtsanwalt Dr. Korn als Insolvenzverwalter für die Ölmühle bestellt. Ein kurzfristig, unterschriftsreif vorbereiteter Verkauf war zunächst gescheitert. Die Insolvenzverwalter hatten daraufhin den Geschäftsbetrieb deutlich reduziert, um eine Zerschlagung zu verhindern, die sämtliche Arbeitsplätze vernichtet hätte. In langwierigen Verhandlungen gelang es den Insolvenzverwaltern dann, in einem besonders schwierigen Marktumfeld eine auch für die Region wichtige
Investition eines ausländischen Kapitalgebers zu initiieren und umzusetzen.
(Quelle: Rechtsanwälte Stapper & Korn)


Aus für die „Luise“

30.01.2010 Berlin:

Es zählte zu den besonders schönen, aber auch besonders ehrgeizigen Bauvorhaben in der Stadt: der Umbau und die Erweiterung der unter Denkmalschutz stehenden historischen AOKZentrale am Köllnischen Park im Bezirk Mitte zu einer kleinen Siedlung. Unter dem schmucken Namen „Luise Berlin“ sollte auch das Verwaltungsgebäude mit der Fassade aus markanten roten Klinkersteinen in ein Wohnhaus umgestaltet werden. In diesem Monat ging das Vorhaben der börsennotierten Kölner Gesellschaft Vivacon in die Insolvenz.

„Die Finanzierung des Projektes konnte nicht sichergestellt werden“, sagt Vivacon-Sprecher Michael Schroeder. Keine Bank habe Kredite für die Herstellung der geplanten 200 Wohnungen geben wollen. Insgesamt 95 Mio. €, so die Pläne der Kölner, sollten in das Baudenkmal fließen. Man habe zwar versucht, das Vorhaben einem Schweizer Investor zu verkaufen. Sogar ein Vertrag sei mit diesem geschlossen worden. Doch der Investor machte von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch. Nun werde der Insolvenzverwalter nach anderen Interessenten suchen. Das vorläufige Aus für die „Luise“ kommt überraschend, denn die Vivacon hatte nach Angaben ihres Sprechers bereits 60 Wohnungen verkauft. Allerdings sollten insgesamt 200 Wohnungen in dem Gebäude entstehen, das im Jahr 1930 entstand – und die Preise waren mit 3.000 € pro m² nicht für jeden erschwinglich. Auf den freien Flächen wollte der Projektentwickler außerdem geräumige Townhouses bauen, 300 m² groß.

Und die 60 Käufer von Wohnungen in der „Luise“? Die können nun von den Verträgen zurücktreten – auf Notargebühren und gegebenenfalls auf Bereitstellungszinsen für die Darlehen ihrer Hausbanken dürften sie allerdings sitzen bleiben.
(Quelle: Der Tagesspiegel)


Überraschende Wende beim insolventen Getränkekistenhersteller

29.01.2010 Delbrouck:

Das Unternehmen ist gerettet, 63 noch verbliebene Arbeitsplätze in Menden und weitere gut 20 in Thüringen sind gesichert. Zum Zuge gekommen ist aber nicht die zuletzt als Favorit geltende Antas-Gruppe aus Potsdam. Stattdessen gibt es eine Mendener Lösung: Die Wilms GmbH hat die Firma gekauft. Nach intensiven Verhandlungen und Vorbereitungen zur Übertragung der Delbrouck-Gruppe habe man am 28.1.2010 den Kaufvertrag unterzeichnet. Insolvenzverwalter Martin Buchheister nach Monaten der Unsicherheit einen glücklichen Ausgang genommen hat”. Mit der Wilms-Gruppe, an deren Spitze Johann Erich Wilms steht, finde Delbrouck eine neue und finanzstarke Basis, das Geschäft weiterzuentwickeln und auszubauen. Delbrouck werde weiter in vollem Umfang an beiden Standorten tätig sein.

Die Wilms-Gruppe umfasst etwa 50 Unternehmen mit ca. 4.000 Mitarbeitern. Der Neuerwerb von Delbrouck soll der Ausgangspunkt einer neuen Gruppe im Bereich Kunststoff- Spritzguss werden. Fast der gesamten jetzigen Belegschaft aus der Transfergesellschaft sollen nun Arbeitsverträge angeboten werden, allerdings müssen die Mitarbeiter wohl Gehaltseinbußen hinnehmen. Das Lohnniveau soll dem der Wilms-Gruppe angepasst werden. Geschäftsführer wird wohl Johann Erich Wilms werden, zu Geschäftsleitung gehören aber Geschäftsführer Ines Delbrouck und Eckhard Broer. Dies wird in der Belegschaft kritisch gesehen.

(Quelle: Der Westen)


Softwarehersteller Steganos meldet Insolvenz an

29.01.2010 Frankfurt/M.:

Laut einer Bekanntmachung des AG Frankfurt/M. hat der Verschlüsselungs-und Sicherheitssoftwarehersteller Steganos am 27.1.2010 Insolvenz angemeldet. Die 1996 gegründete Steganos GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist insbesondere für ihre Verschlüsselungs- und Internetsicherheitsprodukte bekannt. Vor Kurzem stellt Steganos noch seine neue Internet Security Suite vor.

Die Insolvenzverwalterin Hövel verschaffte sich eine erste Übersicht über die Lage der Steganos GmbH. Zzt. sei allerdings keine Aussage zum weiteren Vorgehen möglich. Hierzu müssten zunächst weitere Informationen gesichtet und mit der Geschäftsführung gesprochen werden.
(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Westfalia ist pleite – Wohnmobil-Hersteller in Not

28.01.2010 Rheda-Wiedenbrück:

Die schlechten Nachrichten aus der Zuliefererindustrie reißen nicht ab. Nun meldet auch der Wohnmobilhersteller und Kult- Dach-Bauer Westfalia Insolvenz an. Grund sei die dramatisch verschlechterte Marktsituation, vor allem im vergangenen Jahr. Auftragseinbrüche von bis zu 70 % musste die Firma aus dem ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück einstecken. Und für dieses Jahr sieht es nicht wesentlich besser aus. Nun soll ein Insolvenzplan erstellt werden, der vor allem die Fahrzeugproduktion in Zukunft sicherstellt. Auf diesem Wege kann man das Unternehmen über eine Eigenverwaltung vielleicht in einer neuen Konstellation weiterleben lassen, meint der Geschäftsführer Sven Dübbers.

Derzeit hat das Traditionsunternehmen rd. 170 Mitarbeiter. Der Umsatz lag 2008 bei rd. 40 Mio. €. Das Unternehmen gehört zur Münchner Industrieholding Aurelius AG.
(Quelle: autoblog)


Eska Implants: 170 Jobs in Gefahr

28.01.2010 Lübeck:

Gekriselt hatte es schon länger bei Eska Implants. Nach der Pleite bangen die 170 Mitarbeiter des Produzenten von künstlichen Hüft- und Kniegelenken nun um die Zukunft ihrer Jobs. Der vorläufige Insolvenzverwalter, Dr. Klaus Pannen aus Hamburg, versicherte der Belegschaft, dass der Betrieb vorerst ganz normal weiterlaufe. „Ich werde mich jetzt sehr intensiv um einen Investor bemühen“, sagte Pannen.

Fast alle Mitarbeiter hatten zur Abwendung der Insolvenz im Dezember 2009 auf die Hälfte eines Monatsgehaltes verzichtet. Es half dennoch nichts. Das der Firma gestundete Geld werden sie nicht wiedersehen. Einen Betriebsrat, der die Interessen der Belegschaft wirkungsvoll vertreten könnte, gibt es nicht. Im Mai hatte Eska Implants Kurzarbeit eingeführt. Durch das Insolvenzgeld von der Agentur für Arbeit sind die Gehaltszahlungen drei Monate lang gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Gläubigern betragen insgesamt 13,5 Mio. €, wovon 12 Mio. € auf diverse Banken entfallen. Der Jahresumsatz betrug 2009 rd. 14 Mio. €.

Alleinaktionär und Unternehmensgründer Hans Grundei hatte seine Wertpapiere, die jetzt nichts mehr wert sind, bereits im letzten Jahr auf Druck der Banken einem Treuhänder übertragen. Fieberhaft war nach einem Investor gesucht worden – ohne Erfolg. Auch private Kapitalanleger, die Genussrechtsscheine (Garantieverzinsung 8 %) über 3 Mio. € gezeichnet hatten, sind ihr Geld los.

Als Grund für die Pleite gibt der Lübecker Rechtsanwalt Dr. Ulrich Brock, Berater des Unternehmens, hohe Verluste beim Markteintritt in den USA und europäischen Ländern an. Insider weisen darüber hinaus auf eklatante Fehler beim Finanzmanagement hin.

Das Kieler Wirtschaftsministerium habe bis zuletzt vergeblich nach Wegen gesucht, den Gang zum Insolvenzrichter abzuwenden, sagte Minister Jost de Jager. Eine Reihe von äußeren, aber auch internen Faktoren habe diesen Weg leider versperrt. De Jager hofft, dass durch einen tragfähigen Neustart möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben.
(Quelle: Lübecker Nachrichten)


Schwulensender meldet Insolvenz an

27.01.2010 Berlin:

Der Berliner Schwulensender Timm ist insolvent. Bereits am 21.1.2010 hatte der Betreiber die DFW Deutsche Fernsehwerke GmbH die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim AG Berlin Charlottenburg beantragt. Hintergrund für die Pleite ist nach Angaben des Unternehmens „Nachfinanzierungsbedarf beim weiteren Ausbau des Fernsehsenders“.

Vorläufiger Insolvenzverwalter soll der Berliner Rechtsanwalt Dr. Jürgen Wallner sein. Ob Timm den Sendebetrieb während des Insolvenzverfahrens aufrecht erhalten wird, steht also noch nicht fest. Ebenso kann nicht garantiert werden, ob Timm durch das Insolvenzverfahren saniert werden kann. Momentan läuft das Programm aber unverändert weiter. Satellitenbetreiber Astra Deutschland äußerte sich zu Gerüchten um eine Abschaltung des Sendesignals aufgrund unbezahlter Rechnungen nicht.

Am 1.11.2008 hatte Timm als erster Free-TV-Sender für schwule Männer sein Vollprogramm gestartet, musste aber aufgrund der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen Krise am Werbemarkt Mitte 2009 Mitarbeiter entlassen. Zu den Investoren des in Finanznot geratenen Senders Timm zählt u.a. die Hannoversche Verlagsgesellschaft Madsack.
(Quelle: DCRS online)


Großbäckerei Schütte insolvent

27.01.2010 Timmel/Hesel:

Die ostfriesische Großbäckerei Schütte hat am 26.1.2010 Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dirk Rüffert bestellt.

Nach Angaben des Unternehmens sind rd. 350 Mitarbeiter betroffen, etwa 300 in Ostfriesland. Die Schütte-Gruppe hat ihren Verwaltungssitz in Timmel und eine Produktionsstätte in Hesel. Der Großteil der Beschäftigten arbeitet jedoch in den Bäckerei- Filialen.

In Ostfriesland gibt es etwa 25 Geschäfte, im übrigen Niedersachsen 10. Die ostdeutschen Schütte-Filialen sowie eine weitere Produktionsstätte in Gägelow (Mecklenburg-Vorpommern) sind nach Firmenangaben nicht Teil der Insolvenz.
(Quelle: General Anzeiger)


Oberpfälzer Metallverarbeiter geht das Geld aus

27.01.2010 Parsberg:

Die oberpfälzer Firma RFP Metallverarbeitung hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 310 Arbeitsplätze. Mitarbeiter hatten das Verfahren beantragt als die Zahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld ausgeblieben war. Das Parsberger Unternehmen schloss sich dem Antrag an, nachdem das Insolvenzgericht Nürnberg ihm stattgegeben hatte.

RFP-Geschäftsführer Dietrich Steude erklärte, durch die Wirtschaftskrise sei der Umsatz des Unternehmens um über 30 % eingebrochen. Nun fehle es an Liquidität. Der Insolvenzverwalter habe aber bereits signalisiert, die meisten der 310 Arbeitsplätze retten zu wollen.

Nicht vom Tisch ist weiterhin eine mögliche Liquidation des Unternehmens. Es werden seit Monaten Verhandlungen mit Investoren geführt. Sie sind nach Unternehmensangaben schon weit fortgeschritten.
(Quelle: Nürnberger Nachrichten)


Deutsche Woolworth Logistik-Insolvenz

26.01.2010 Frankfurt/M.:

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1.2.2010 können alle 571 Mitarbeiter der Deutschen Woolworth Logistik in eine Transfergesellschaft wechseln.

Insolvenzverwalter Dr. Georg Bernsau erklärte, dass die Mitarbeiter bei der Transfergesellschaft, die unter dem Namen „DWL II“ firmiert, die gleichen Tätigkeiten wie bisher ausüben werden. Auch die Arbeitsstätte ändere sich nicht. Allerdings bedeute das auch laut Bernsau: „Nach Möglichkeit gleicher Bruttolohn wie bisher, allerdings bei längeren Arbeitszeiten und weniger Urlaub.” Das bedeutet real ein um 30 % verringertes Einkommen. Die Maßnahme erfolgte in Abstimmung mit dem Betriebsrat.

Die Transfergesellschaft kann durch Überschüsse finanziert werden, die seit Stellung des Insolvenzantrags der DWL erwirtschaftet wurden. Die Transfermaßnahme ist zunächst auf ein halbes Jahr befristet, da DWL auch vom Ablauf des Insolvenzverfahrens bei der Schwester Woolworth (DWW) abhängt. Bernsau weiter: „Sollte es hier einen Investor geben, sind wir zuversichtlich, dass der neue Eigentümer dann auch die Logistik-Dienstleistungen benötigt, die wir mit der DWL II anbieten können”.
(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Heimwerker-Kanal XXHome meldet Insolvenz an

25.01.2010 Charlottenburg:

Nachdem der digitale Spartenkanal XXHome seit September mehrfach nur noch ein Testbild gesendet hatte, ist seit kurz vor Weihnachten der Sendebetrieb komplett eingestellt. Mitte Januar stellte die Betreiberfirma Cubico Media beim AG Charlottenburg einen Insolvenzantrag. Als vorläufiger Insolvenzverwalter
wurde Rechtsanwalt Rüdiger Wienberg bestellt.

Die Geschäftsführerin und zugleich Hauptgesellschafterin Simone Langkabel führt das schwierige wirtschaftliche Umfeld und die Zurückhaltung potentieller Vermarktungspartner als Gründe für die Zahlungsunfähigkeit von Cubico Media an. Ganz aufgegeben hat man allerdings noch nicht: Alle Hoffnungen ruhen nun auf einem neuen Investor, mit dem man seit dem letzten Jahr verhandle, so Langkabel. Derzeit prüfe man zudem alle Optionen auf eine Weiterführung des Sendebetriebes.

XXHome war im Juni 2008 als Free-TV-Spartenkanal zum Thema Heimwerken an den Start gegangen und widmete sich an den einzelnen Sendetagen jeweils einem bestimmten Themenbereich, etwa Haus, Garten, Wohntrends oder Do-it-Yourself. Zu empfangen war XXHome via Astra Digital, Eutelsat und in diversen Kabelnetzen.
(Quelle: DWDL.de)


Verzinkerei meldet Insolvenz an

25.01.2010 Herzlake:

Die Verzinkerei Herzlake im Emsland hat Insolvenzantrag gestellt. Von der Insolvenz betroffen sind rd. 60 ständige Mitarbeiter und bis zu 40 Aushilfen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Andreas Sontopski bestellt.

Erst 2008 hatte Gründer Andreas Tiemann 16 Mio. € zusammengebracht, um die Verzinkerei zur modernsten Anlage ihrer Art in Europa zu machen. Eigenkapital, Kapital der Förderbank Niedersachsens und eine Bürgschaft der NBB ermöglichten den Bau.
(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


400 Karmänner behalten ihre Jobs

22.01.2010 Osnabrück:

Der Karmann-Insolvenzverwalter Ottmar Hermann hat die zum 31.1.2010 ausgesprochenen Kündigungen in der Metall- Gruppe (Metal Unit) zurück genommen. Damit bietet er 400 Mitarbeitern im Presswerk und im Werkzeug- und Anlagenbau die Chance, ihre Arbeit fortzusetzen.

Die Metall-Gruppe wartet auf einen Auftrag von VW zum Aufbau neuer Produktionsanlagen. Der Auftrag ist in Aussicht gestellt, aber offiziell noch nicht bestätigt. Eine Entscheidung über die Aufträge werde in den nächsten Wochen erwartet. Damit ist die Entscheidung vom Herbst 2009, die Metall Gruppe mangels Auslastung zu schließen, vorerst aufgehoben. „Mit unseren hoch motivierten Fachkräften verfügen wir über ausreichende Kapazitäten, um Volkswagen bei seinem Wachstum in Osnabrück mit unseren Dienstleistungen zu unterstützen“, sagt Hermann.

Der Insolvenzverwalter übernimmt damit das unternehmerische Risiko für den Fall, dass die erhofften Aufträge ausbleiben sollten. Hermann scheue das Risiko nicht, um den Mitarbeitern von Karmann eine Perspektive zu geben, teilte ein Sprecher mit. Er wolle mit der Rücknahme der Kündigungen bewusst ein Zeichen setzen.

Eine Unsicherheit bleibt: Sollte in den nächsten Wochen ein Auftragsvolumen in entsprechender Höhe ausbleiben, schließt Hermann eine erneute Kündigung der betreffenden Mitarbeiter und die Schließung der Metall-Gruppe nicht aus.
(Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung)


Reformhaus Vitalia wird fortgeführt

22.01.2010 Weyarn:

Die insolvente Reformhauskette Vitalia wird weiter bestehen. Bernd Büttner, der Gründer und frühere Eigentümer von Deutschlands Marktführer in der Reformhausbranche, steigt indirekt wieder ein. Seine Lebensgefährtin Ingrid Sonnleitner übernimmt mit ihrer Firma Vita-Sinn zum 1.2.2010 große Teile der Vitalia-Gruppe. 80 Filialen werden somit bundesweit erhalten, sagte Insolvenzverwalter Michael George. Sonnleitner und Büttner „haben das beste Angebot abgegeben“, es sei „grundsolide“. Durch die Übernahme müssten keine weiteren der verbliebenen 530 Mitarbeiter entlassen werden. Der Gläubigerausschuss habe das Konzept einstimmig angenommen.

George verteidigte den überraschenden Wiedereinstieg Büttners. Dieser habe in der Vergangenheit zwar „unbestreitbar Fehler“ in seiner Expansionsstrategie begangen. Doch habe er die vor rd. 40 Jahren gegründete Kette 38 Jahre lang „mit Bravour geführt“. Durch die Fehler der jüngsten Vergangenheit habe er sich nicht disqualifiziert. Bei vielen Lieferanten genieße Büttner Vertrauen.

Mit dem Abschluss des Insolvenzverfahrens hat ein monatelanges Tauziehen um Vitalia offenbar ein Ende. Die Kette war im Sommer 2008 ins Trudeln geraten, nachdem ein Kredit über 5 Mio. € geplatzt war. Diesen hatte Büttner für die Finanzierung seines neuen Logistikzentrums in Weyarn gebraucht. Nach längerer Investorensuche war Büttner in Kontakt mit dem österreichischen Geschäftsmann Paul A. Vorsteher und seinem Partner Harald Christ gekommen. Letzterer wurde wenig später als Mitglied im Schattenkabinett der SPD zur Bundestagswahl bekannt. Vorstehers und Christs gemeinsame Firma Innovation Codes GmbH erwarb im Mai 2009 für symbolische 2 € 51 % der Anteile an der Vitalia-Gruppe. Doch kurz nachdem Christ die Rettung Vitalias, das einst etwa 130 Filialen und 800 Mitarbeiter zählte, öffentlich verkündet hatte, überwarfen sich Büttner und die beiden neuen Investoren. Beide Seiten machen sich gegenseitig für den Niedergang verantwortlich. Hersteller stoppten wegen Zahlungsschwierigkeiten die Lieferungen, Vitalia-Regale waren über Wochen halbleer. Im Oktober stellte Vitalia Insolvenzantrag.
(Quelle: Süddeutsche Zeitung)


Uhrenhersteller Kienzle meldet Insolvenz an

22.01.2010 Schwenningen:

Kienzle, eine der ältesten deutschen Uhrenmarken, hat Insolvenz angemeldet. Seit 1997 war die Uhrenmarke im Besitz der Highway Holding mit Sitz in Hongkong. 2002 konstituierte sich die KIENZLE AG neu. Die Eigentümer unterhalten vier Jahre lang ein Verkaufsbüro in Schwenningen.

2006 übernahmen Stephan Kruse-Thamer und Marco Hahn das Unternehmen. Es folgen innovative Neuentwicklungen, wie die Hightech Uhr ANA/Digi New, die Borduhr FL 22602 sowie die Heritage Retro Repliquen. Sie unterstreichen den Anspruch von Kienzle als führender Uhrenhersteller. Im Juni 2009 übernimmt die Kienzle AG noch die insolvente Pforzheimer Uhrenmanufaktur Lacher. Dies war der vorläufig letzte Akt einer wiederum gescheiterten Strategie. Ob es weitergeht ist derzeit mehr als fraglich.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Hamburger Anwalt Michael W. Scholz aus der Kanzlei Todt & Partner KG bestellt.
(Quelle: TrustedWatch)


Junghans macht nach Insolvenz wieder Gewinn

22.01.2010 Schramberg:

Schwarze Zahlen, steigende Umsätze, sichere Arbeitsplätze: Kaum etwas deutet mehr darauf hin, dass der Schwarzwälder Uhrenhersteller Junghans vor zwölf Monaten am Abgrund stand. Vor genau einem Jahr hatten zwei Unternehmer die insolvente Firma gekauft und damit der einst weltgrößten Uhrenfabrik eine neue Zukunft gegeben.

Es hätte auch anders kommen können: Nachdem Junghans von seiner Muttergesellschaft Egana Goldpfeil 2008 in die Zahlungsunfähigkeit getrieben worden war, hofften Markenjäger auf ein billiges Geschäft.

Von der Blütezeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als bei Junghans bis zu 6.000 Menschen mehrere Millionen Uhren jährlich produzierten, ist das Unternehmen aber weit entfernt. Heute arbeiten 90 Mitarbeiter in der Fabrik in Schramberg (Baden-Württemberg). Der Markt für Uhren ist schwierig: „Die Menschen haben die Uhrzeit heute immer in ihrem Handy dabei“, erklärt Geschäftsführer Matthias Stotz. „Eigentlich braucht kein Mensch mehr mechanische Uhren.“ Damit die Menschen sie trotzdem kaufen, setze Junghans auf die Faszination der komplexen Mechanik.

An den Kult um die 149 Jahre alte Traditionsmarke wollen Stotz und sein Kollege Werner Wicklein anknüpfen. Es gehe nach der Insolvenz deutlich bergauf. Im Rumpfgeschäftsjahr von Februar bis Dezember 2009 habe das Unternehmen unterm Strich einen „sehr ordentlichen Gewinn“ verbucht. Der Umsatz sei um 6 % gestiegen, sagt Stotz. Genaue Zahlen nennt er nicht. Die Erlöse bewegten sich aber zwischen 15 und 20 Mio. €.

Aber es ist nicht nur die Produktpolitik, die Junghans profitabel gemacht hat. Vor der Insolvenz hätten immense Pensionsansprüche und ungünstige Finanzierungen das Ergebnis belastet, erklärt Wicklein. Durch die Insolvenz sei das Unternehmen diesen Klotz am Bein losgeworden – den finanziellen Schaden trugen vor allem Zulieferer, die auf Rechnungen sitzen blieben. Die neuen Eigentümer halten sich aus dem operativen Geschäft weitgehend heraus: Der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jochem Steim und sein Sohn Hannes haben in ihrem Familienbetrieb, einem Zulieferer für die Automobil-, Textil- und
Konsumgüterindustrie mit weltweit 5.000 Mitarbeitern, genug zu tun. Die Geschäfte bei Junghans ließen sie nach dem Kauf in den Händen von Stotz und Wicklein.

Knapp 40.000 Uhren stellt Junghans im Jahr her. 40 % machen Funkuhren aus, 20 % Quarzuhren und weitere 40 % die mechanischen Uhren. Gerade im lukrativen Segment der mechanischen Uhren will Junghans sein Angebot deutlich ausweiten. 300 bis 1.750 € muss man für eine Junghans auf den Ladentisch legen, für eine exklusive Eberhard Junghans dürfen es auch mehr als 15.000 € sein. Vor allem im Ausland sehen die Geschäftsführer für diese Uhren noch Potenzial. Bislang mache der Export 20 % vom Umsatz aus.

Wenn die Konsolidierung Ende 2010 abgeschlossen ist, will Junghans erstmals wieder Geschäftszahlen veröffentlichen. Bislang deute alles auf ein solides Wachstum hin, sagen die Geschäftsführer.
(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


50 Mitarbeiter können aufatmen

21.01.2010 Wetter:

Die Grundschötteler Firma Sichelschmidt Elektro-Gabelstapler, die Anfang November Insolvenz angemeldet hatte, ist saniert. Und das ohne Verlust von Arbeitsplätzen”, verkündete Insolvenzverwalter Dr. Jens Uwe Drowatzky. Alle 50 Mitarbeiter können nun aufatmen.

Ursache für die Pleite waren derzeit nicht etwa mangelnde Aufträge, sondern Forderungsausfälle und Probleme mit Zulieferern. Daran haben Drowatzky und seine Kollegen aus der Hagener Sozietät „Dr. Wehberg und Partner” in den vergangenen Wochen mit Hochdruck – und mit Erfolg – gearbeitet. „Der Geschäftsbetrieb ist in einer anderen Produktionsgesellschaft aufgegangen, aus der Sichelschmidt AG ist die Sichelschmidt GmbH geworden. Für die Kunden hat es keine Zäsur gegeben, was sehr wichtig ist”, so Drowatzky weiter. Immerhin seien die Auftragsbücher voll und er sehe gute Zukunftsperspektiven für das Unternehmen. Drowatzky: „Die Pläne sind im positiven Sinne belastbar.”
(Quelle: Der Westen)


Acument-Fortführung beschlossen

21.01.2010 Schrozberg:

Neue Hoffnung für die Mitarbeiter der Acument GmbH & Co. oHG in Schrozberg: Die Gläubigerversammlung hat am 19.1.2010 vor dem AG Düsseldorf die Fortführung des Unternehmens beschlossen.

Insolvenzverwalter Dr. Wolf von der Fecht wurde zugleich in seinem Amt bestätigt. Er soll nun in enger Abstimmung mit dem Management einen Insolvenzplan ausarbeiten. Ziel dieses Plans sei es, die Ansprüche der Gläubiger möglichst umfangreich zu befriedigen und das Unternehmen gleichzeitig finanziell zu sanieren.

„Mit ihrem Beschluss haben sich die Gläubiger klar zu Acument Deutschland bekannt“, erklärte Dr. von der Fecht. „Damit ist ein wichtiger Meilenstein für die weitere Zukunft des Unternehmens erreicht.“ Basis für den Insolvenzplan sei der Restrukturierungsplan vom 23.11.2009, den Insolvenzverwalter, Geschäftsführung von Acument Deutschland und die Arbeitnehmervertreter beschlossen hatten. Eine internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat diesen Plan inzwischen geprüft, von der Fecht ihn der Gläubigerversammlung empfohlen.

Bei Acument Deutschland handelt es sich um den deutschen Geschäftsbereich von Acument Global Technologies Inc., einem weltweit tätigen Lieferanten mechanischer Verbindungssysteme für die Automobilindustrie. Der Zentralsitz liegt in Troy (Michigan) in den USA. Der Konzern beschäftigt derzeit weltweit rd. 6.300 Mitarbeiter in 17 Ländern. Der Geschäftsbereich in Deutschland hatte am 6.8.2009 Insolvenzantrag gestellt.

Dennoch würden wohl bis Ende März 72 Entlassungen ausgesprochen, meinte der Schrozberger Acument-Betriebsratsvorsitzende Walter Doberer. Die endgültige Zahl richte sich nach den Kundenprojekten. Ursprünglich war von 103 Entlassungen die Rede. Über Vorruhestandsregelungen sollen Härtefälle aufgefangen werden, kündigte der Betriebsratsvorsitzende an, der der Gläubigerversammlung beiwohnte. „Jetzt kommt es darauf an, ob die Kunden zur Stange halten“, sagte Walter Doberer.

Eine Fortführungsvereinbarung gelte bis 30.6.2020. Was dann geschehe, sei vorerst unklar und Verhandlungssache, bspw. mit Daimler. Dort hätten sich die amerikanischen Acument-Gesellschafter wohl nicht gerade vorbildlich verhalten und mit einer Diskussion über veränderte Zahlungsziele, um die Liquidität zu sichern, „persönliche Animositäten“ ausgelöst. Der Daimler-Auftragsanteil liegt laut Doberer bei knapp 20 %. Dr. von der Fechts Aufgabe sieht Doberer jetzt darin, wieder Vertrauen herzustellen. Die Sozietät und speziell Wolf von der Fecht gelten in Fachkreisen als „Sanierer“ und nicht als „Abwickler“ von Unternehmen.
(Quelle: Südwest Presse)


paragon-Sanierung nimmt Gestalt an

20.01.2010 Delbrück:

Die paragon AG wird wie angekündigt fortgeführt. Das AG Paderborn eröffnete zum 1.1.2010 das Insolvenzverfahren. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus mit seiner Kanzlei in Paderborn ernannt. Das Unternehmen wird den fertig gestellten Insolvenzplan in wenigen Tagen beim AG Paderborn einreichen. Ein gewährter, aber nicht in Anspruch genommener Massekredit wurde in der Zwischenzeit zurückgegeben.

Der weitere Verlauf des Insolvenzverfahrens ist nunmehr terminlich klar abgesteckt. Am 19.2.2010 wird Dr. Kebekus die Gläubiger im Rahmen einer Gläubigerversammlung über den Stand des Verfahrens informieren. Später wird ein gesonderter Erörterungs- und Abstimmungstermin bzgl. des vom Unternehmen verfolgten Insolvenzplans durchgeführt werden. Am 5.3.2010 werden die zur Insolvenztabelle angemeldeten Forderungen im schriftlichen Verfahren geprüft.

Parallel zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurden auch personelle Entscheidungen getroffen. Vorstandsvorsitzender Klaus Dieter Frers und Sanierungsvorstand Andrew Seidl sollen weiter im Amt bleiben. Finanzvorstand Markus Werner scheidet dagegen einvernehmlich zum 31.1.2010 aus dem Vorstand aus. Seine Aufgaben werden bis auf Weiteres unternehmensintern verteilt.

Zum Jahreswechsel verfügte das Unternehmen über ein ausreichendes
Liquiditätspolster. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung kann paragon Löhne und Gehälter sowie Umsatzsteuern wieder in vollem Umfang selbst bezahlen.

Die im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt/M. notierte paragon AG entwickelt, produziert und vertreibt zukunftsweisende Systemlösungen in den Geschäftsfeldern Automotive (Sensorik Aktorik und Cockpit-Systeme) und Electronic Solutions. Zum Produktportfolio des Direktlieferanten der Automobilindustrie zählen u.a. der mit Abstand weltmarktführende Luftgütesensor AQS, Freisprecheinrichtungen und Anzeigeinstrumente. Neben dem Hauptsitz in Delbrück befinden sich Standorte in Suhl (Thüringen), St. Georgen (Baden-Württemberg), Nürnberg (Bayern) und Heidenheim (Baden-Württemberg). Der paragon-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2007 mit 594 Mitarbeitern einen Umsatz von 108,9 Mio. €.
(Quelle: aktien-meldungen.de)


Möbelhaus Thomas wird geschlossen

20.01.2010 Frankfurt:

Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens Krokofant Möbel GmbH & Co. Vertriebs KG, das unter dem Namen Thomas- Wohncenter firmiert, wird sofort eingestellt. Das teilte der Insolvenzverwalter der Firma, Frank Mößle, nach eigenen Angaben auf einer Betriebsversammlung mit. Eine Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs sei nicht möglich, sagte Mößle. „Wir bedauern diesen Schritt sehr. Es finden aber keine Investorengespräche mehr statt.“ Von der Schließung sind 53 Mitarbeiter betroffen. Der Insolvenzverwalter bietet ihnen an, für sechs Monaten in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Sie wird aus der Insolvenzmasse finanziert.

Das Unternehmen leide unter der Kaufzurückhaltung der Konsumenten im Rahmen der Finanz- und Wirtschaftskrise, erklärte Mößle. Neben der angespannten Marktsituation im Rhein- Main-Gebiet und dem hohen Konkurrenzdruck zwischen den Möbelhäusern sei die Verkehrsanbindung des Hauses ein nachteiliges Wettbewerbskriterium. „Zudem ist die Fläche des Möbelhauses zu klein, um die Produktpalette auf ein notwendiges Vollsortiment auszuweiten.“

Für die Kunden des Möbelhauses solle kein Nachteil entstehen. „Alle geschriebenen Aufträge werden ausgeführt“, teilte der Insolvenzverwalter mit. Das Möbelhaus, das seit 25 Jahren besteht, hatte am 12.10.2009 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Unternehmen beschäftigte damals 63 Mitarbeiter. Am 1.1.2010 wurde das Verfahren eröffnet. Die Geschäftsleitung von Thomas-Wohncenter hatte bereits in den Jahren zuvor erhebliche Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt.
(Quelle: Dieburger Anzeiger)


Lorenzen-Insolvenz: Bangen um Jobs von 48 Mitarbeitern

20.01.2010 Flensburg:

Mitten im Schneewinter ist eines der traditionsreichen Bauunternehmen der Flensburger Region in Schwierigkeiten geraten: Hans Lorenzen und Sohn GmbH & Co. KG hat bereits am 7.1.2010 Insolvenz angemeldet. Als vorläufigen Insolvenzverwalter hat das AG den Flensburger Fachanwalt Kay Hässler
(Ehler, Ermer & Partner) bestellt: „Wir haben derzeit noch 48 Mitarbeiter – und Kurzarbeit“, bestätigte Hässler. Da das Unternehmen überwiegend im Hochbau und der Dämmtechnik tätig sei, hofft der Insolvenzverwalter nun auf besseres Wetter: „Ich würde mir jetzt schon 10 bis 15 Grad wünschen“, erklärte der Insolvenzrechtler.
(Quelle: Flensburger Tageblatt)


Zahlungsunfähig und überschuldet – Agrarhandel insolvent

20.01.2010 Schwanfeld:

Die Firma R. Neubauer, Agrarhandel in Schwanfeld, hat die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt. „Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung“, nennt der vorläufige Insolvenzverwalter, Frank Hanselmann aus Würzburg, als Gründe.

Einige Landwirte aus der Region sind davon gleich mehrfach betroffen: Der Agrarhandel kann ihnen Erlöse, die er aus dem Verkauf ihres Getreides erzielt hat, nicht mehr auszahlen, Dünger, den sie bereits bezahlt haben, kann die Firma nicht mehr liefern und die vier Lager, die Neubauer in Schwanfeld, Arnstein, Waigolshausen und Bibergau unterhält, bleiben geschlossen.

Das heißt, Bauern, die ihr Getreide dort nur lagern, kommen wegen der vorläufigen Insolvenzverwaltung nicht an ihre Ernte. Bei den Betroffenen herrschen Frust, Ärger und Wut, sagt BBV-Geschäftsführer Manfred Kraus. Zwischen mehreren hundert und mehreren Zehntausend Euro sei die Firma den jeweiligen Bauern schuldig, für einige von ihnen gehe es sogar um ihre Existenz.
(Quelle: Main Post)


„Dinner-Zirkus“ meldet nach Tigerangriff Insolvenz an

19.01.2010 Hamburg:

Sechs Wochen nachdem Dompteur Christian Walliser von drei bengalischen Tigern lebensgefährlich verletzt worden ist, stellen Korinna und Stefan Pagels, die Betreiber des Hamburger „Dinner-Zirkus“, Insolvenzantrag.

Auf ihrer Homepage teilen sie mit: „Nach intensiven Verhandlungen haben wir uns leider entschließen müssen, für die Alte Dressurhalle GmbH & Co. KG Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit zu stellen. Leider ist es uns nach diesem Vorfall nicht mehr gelungen im gewohnten Umfang Karten für den DINNER-ZIRKUS zu verkaufen. Dadurch fehlen uns Einnahmen in für unser kleines Unternehmen beträchtlicher und entscheidender Höhe.“

Investoren oder Sponsoren konnten nach eigenen Angaben nicht gefunden werden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter für die Alte Dressurhalle GmbH & Co.KG wurde Rechtsanwalt Burckhardt Reimer bestellt.
(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Rotaform beendet Insolvenz – Datacolor ist neuer Investor

19.01.2010 Hausham:

Rotaform, das zum 1.7.2009 Insolvenzantrag gestellt hatte wird Teil der Datacolor Beteiligungs GmbH mit Umfirmierung zur Rotaform Dialog-Medien GmbH. Damit konnte Insolvenzverwalter Michael George aus Wolfratshausen die Investorensuche für das Haushamer Unternehmen erfolgreich abschließen. Datacolor ist wie Rotaform in der Druck- und Mailingbranche tätig.

Der Geschäftsführer der Datacolor Unternehmensgruppe, Harald Meier, in einer Pressemitteilung: „Gemeinsam krempeln wir die Ärmel auf und präsentieren für die Zukunft, eine sich verändernde Rotaform. Hochmotiviertes Personal in Hausham, gekoppelt mit Know-how aus Lüneburg und Hausham geben der zukünftigen Entwicklung von Rotaform eine nachhaltig positive Perspektive. Alles wird gut!“
(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Baufirma Bisswurm gerettet

19.01.2010 Villingen-Schwenningen:

Beim Villinger Bauunternehmen Bisswurm geht es weiter. „Der Stilllegungsbeschluss ist hinfällig“, verkündete Insolvenzverwalter Klaus Haischer am 18.1.2010. Nachdem die Rettung des Unternehmens fast an den Abfindungsforderungen von mehreren gekündigten Mitarbeitern gescheitert wäre, haben diese nun eingelenkt, sich mit Haischer geeinigt und damit den Weg freigegeben für eine Auffanggesellschaft. Diese wird laut Haischer voraussichtlich im Februar unter gleichem Namen gegründet.

20 Angestellte werden zum März ausscheiden. Für 35 Mitarbeiter wird es aber in der Auffanggesellschaft weitergehen. Als gleichberechtigte Gesellschafter werden der Juniorchef Peter Bisswurm und der bisherige Bauleiter Uwe Stoll auftreten. Der Seniorchef scheidet aus der GmbH aus, wird den neuen Inhabern aber, so hofft Haischer, beratend zur Seite stehen.

„Ohne Personalabbau wäre das Unternehmen nicht überlebensfähig gewesen“, ist Haischer überzeugt. Doch in der verschlankten Form sei der Betrieb gut aufgestellt. Die Aufträge reichten bis in den Sommer hinein. Das neue Gesellschaftergespann sei ein gutes Team, das Kompetenz für Planung, Organisation, Kalkulation und die Bauleitung „an der Front“ mitbringe.
(Quelle: Schwarzwälder Bote)


Kunsthaus Tacheles vor der Räumung

15.01.2010 Berlin:

Das Tacheles – eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Berlins historischer Mitte – steht vor dem Aus. Noch in diesem Jahr soll das gesamte Areal (21 858 m²) plus Gebäude an der Oranienburger Straße zwangsversteigert werden.

„Der vorliegende Räumungstitel kann nicht mehr angefochten werden. Die HSH Nordbank will das gesamte Gelände veräußern und ist nicht an einer Ausgliederung des Tacheles interessiert“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter des Tacheles- Vereins, Joachim Voigt-Salus. Das bedeutet, dass die Künstler innerhalb der nächsten Wochen ihre Ateliers räumen müssen.

Tacheles-Vorstand Martin Reiter zufolge hatte der Verein am 31.12.2009 einen Insolvenzantrag gestellt, um eine Räumung zu verhindern. Durch das Insolvenzrecht sei der Verein aber nicht mehr geschützt, sagte Voigt-Salus. Der Mietvertrag des Tacheles sei bereits Ende 2008 abgelaufen und nicht verlängert worden. Zudem habe die Bank bereits einen Räumungstitel erwirkt. Reiter kritisierte das Vorgehen der HSH Nordbank.

Die Gesamtfläche des Tacheles-Grundstückes (zwischen Oranienburger-, Friedrich-, Johannis- und Tucholskystraße) hatte die Johannishof Projektentwicklungs-GmbH vor elf Jahren von der Treuhand gekauft. Sie gehört zur Fundusgruppe (Träger der Luxushotels Adlon Berlin und Heiligendamm). Die HSH Nordbank hat Forderungen von mehr als 70 Mio. € an die Gesellschaft und hat deshalb Zwangsverwaltung und Versteigerung beim AG Mitte beantragt.

Besonders bitter ist für die Tacheles-Künstler die Tatsache, dass sie bereits seit dem 31.12.2008 nicht mehr Mieter des Hauses sind. „Damals lief unser Mietvertrag aus und es kam nie zu einem neuen Kontrakt“, so Tacheles-Vorstand Reiter.

Trotzdem wollen die Künstler und Mieter des Vereins Tacheles e.V. nicht aufgeben. Reiter hofft auf Hilfe aus der Berliner Politik: „Die Kunstszene der Stadt wurde teilweise durch unser Haus geprägt. Rd. 10 Mio. Touristen haben im Laufe der Jahre unser Haus bevölkert.“ Es sollte möglich sein, 3,5 Mio. € durch Sponsoren aufzubringen, um das Gebäude zu retten.
(Quelle: Berliner Morgenpost)


Graessner nach Insolvenz verkauft

14.01.2010 Dettenhausen:

Die meisten Beschäftigten der Firma Graessner GmbH & Co. KG in Dettenhausen können aufatmen. Für ihren insolventen Getriebehersteller fand sich ein Käufer.

Unter dem neuen Chef Michael Stadler können 80 der zuletzt noch gut 100 Mitarbeiter weiter am Standort Dettenhausen arbeiten. Für die 25 gekündigten Graessner-Beschäftigten haben der Betriebsrat und der Insolvenzverwalter Axel Kulas von der Stuttgarter Kanzlei Brinkmann und Partner einen Sozialplan
ausgehandelt.

Der Getriebehersteller Graessner hatte im August Insolvenz angemeldet. Kurz zuvor hatte es bei der Firma Hausdurchsuchungen gegeben. Seither ermittelt die Tübinger Staatsanwaltschaft gegen den damaligen Firmeninhaber wegen Betrugs beim Kurzarbeitergeld. Zum 1.1.2010 hat nun Michael Stadler das Dettenhäuser Unternehmen gekauft.

Der Dipl. Ingenieur betreibt in Metzingen mit der Stadler Antriebstechnik GmbH & Co. KG eine weitere Firma, die Getriebe herstellt. Man habe sich unter insgesamt 25 Bewerbern auch deshalb für Stadler entschieden, weil dieser nicht nur den Standort sichern wolle, sondern auch das „Konzept mit den meisten Mitarbeitern“ vorgelegt habe, so der Insolvenzverwalter Kulas.
(Quelle: Schwäbisches Tagblatt)


Casasa stellt Insolvenzantrag

14.01.2010 Wuppertal:

Zunächst scheiterten die Verhandlungen mit der Hausbank, im Anschluss daran auch der Einstieg eines Investors. Deshalb hat die Casasa GmbH wegen drohender Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Jens M. Schmidt von Runkel Schneider Weber nennt diesen noch im Dezember gestellten Insolvenzantrag „unausweichlich“. Denn bereits zum Jahreswechsel drohte die Zahlungsunfähigkeit.

Schmidt hat die Mitarbeiter allerdings darauf eingestellt, den Betrieb fortzuführen. Die Hoffnung, dass dieser Weiterbestand gesichert werden kann, zieht Schmidt u.a. aus der Bereitschaft der Lieferanten. Die in Kürze beabsichtigten Investorengespräche könnten das erleichtern.

Der Geschäftsbetrieb (derzeit stehen nach einem vorhergegangenen Abbau 13 Beschäftigte auf der Liste) wird derzeit uneingeschränkt fortgeführt. Schließlich sind die Auftragsbücher nach Abgaben von Schmidt gut gefüllt, auch die fristgerechte Abwicklung neu eingegangener Aufträge sei sichergestellt. Schwächen der Vergangenheit sieht er aber auf der Vertriebsseite. Wie geplant, nimmt Casasa aber an der Ende Januar in Frankfurt laufenden Messe „Christmas World“ teil.

Die Casasa GmbH gehört nach eigenen Angaben zu den großen Vollsortimentern im Bereich Geschenk- und Dekorationsbänder. Casasa ist ein reines Handelsunternehmen. Zum Sortiment gehören Meterware und Großrollen, Kleinsortimente, Saisonplatzierungen für mittlere und große Flächen, Feste Jahresplatzierungen sowie Aktionsartikel und Schnelldreher.
(Quelle: Westdeutsche Zeitung)


GFC Düren 09 meldet Insolvenz an

13.01.2010 Düren:

Am 8.1.2010 zog das Präsidium des Vereins, der vor wenigen Monaten seinen 100. Geburtstag feierte, die Reißlinie: Es ging zum Insolvenzgericht. Henner Schmidt: „Die Liquidität bis zum Saisonende war nicht mehr gewährleistet, wir können unsere finanziellen Zusagen nicht erfüllen.“

Zwei Gründe führten laut Henner Schmidt zur finanziellen Schieflage des Vereins, der schon Ende der 90er Jahre Probleme mit dem Finanzamt hatte: Zum einen müsse der Verein als Ergebnis der Betriebsprüfungen für die Jahre 2000 – 2005 einen fünfstelligen Betrag in nicht unbeträchtlicher Höhe an Lohnsteuern und Sozialabgaben nachzahlen, zum anderen habe ein Sponsor seine Zusagen für die laufende Saison nicht in vollem Umfang eingehalten.

„Da wir diese Summen nicht aufbringen konnten und weil wir auch nicht wissen, was die Betriebsprüfungen für die Jahre ab 2006 bringen, haben wir die Reißleine gezogen.“

Wie geht es weiter? Dem GFC wird nun Insolvenzverwalter Helmut Irmen aus Merzenich zur Seite gestellt, der dann eine Entscheidung treffen wird, ob das Verfahren eröffnet oder mangels Masse abgelehnt wird. Der GFC Düren 09 will den Spielbetrieb aufrecht erhalten. Schmidt hofft, dass die Spieler dem GFC zumindest bis zum Saisonende treu bleiben, obwohl sie finanzielle Abstriche machen müssen.

Eröffnet der Insolvenzverwalter das Verfahren oder lehnt er es ab, steht der GFC automatisch als erster Absteiger fest. Schmidt will dann in der Landesliga weitermachen: „Wir wollen ein sauberes Ende, einen sauberen Anfang, notfalls mit einer Neugründung, machen.“ Schmidt sagte aber auch: „Unser Insolvenzantrag ist ein Zeichen dafür, dass die Dürener Vereine kooperieren müssen, wenn höherklassiger Fußball gespielt werden soll.“
(Quelle: Aachener Zeitung)


Insolvenzverfahren über Sonnenhotel AG eröffnet

13.01.2010 Wolfshagen/Hahnenklee:

Eröffnet wurde jetzt das Insolvenzverfahren über die durch Fehlinvestitionen in eine Finanzkrise geratene Sonnenhotel AG. Betroffen sind die Sonnenhotel AG als Holding mit Sitz in Wolfshagen sowie die Betriebsgesellschaften für das Kreuzeck in Hahnenklee (Oberharz), und eine für die restlichen der insgesamt 11 Hotels der Gruppe. Sonnenhotels beschäftigt rd. 350 Mitarbeiter.

Der Insolvenzverwalter Peter Steuerwald erklärte „Wir planen derzeit keine Betriebseinstellungen“. „Es gibt sehr konkrete Verhandlungen mit potenziellen Investoren aus der Region und von auswärts, die sowohl an einzelnen Hotels, aber auch an mehreren Häusern Interesse haben“, so Steuerwald weiter. Die Unternehmensleitung zeigt sich zuversichtlich, den Betrieb auch in der kommenden Saison ohne Beeinträchtigungen für die Gäste aufrecht erhalten zu können.
(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Awo-Pflegedienst ist insolvent

13.01.2010 Ahrensburg:

Die Ahrensburger Awo-Gesellschaft „Mobile Soziale Dienste“ hat am 12.1.2010 beim AG Reinbek Insolvenzantrag gestellt. Gegenüber den Medien sagte Geschäftsführer Arp Kreßin, dass um 20 % verringerte Umsätze bei unüblich hohen (da tariflichen) Personalkosten der Grund seien. Kreßin: „Wir sind das einzige Unternehmen in Ahrensburg, das die Pflegekräfte nach Tarif bezahlt.“

Vom Insolvenzantrag betroffen sind 90 Mitarbeiter aus den Bereichen Haushaltsservice, ambulante Pflege, betreutes Wohnen, „und Essen auf Rädern“. Die Versorgung der rd. 130 Patienten und 120 anderen Awo- Kunden ist für die nächsten 3 Monate, in denen die Mitarbeiter Insolvenzgeld erhalten, sichergestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft die Lage und Möglichkeiten zur Sanierung des Unternehmens.
(Quelle: Insolvenz-Ratgeber)


Hirt Metalltechnik: Betrieb ist stillgelegt

13.01.2010 Unterkirnach:

Die Wirtschaftskrise ist noch nicht vorbei. Jetzt musste aufgrund der finanziellen Lage auch ein Unterkirnacher Privatunternehmen seine Tore schließen. Die Firma Hirt Metalltechnik ist seit 30.12.2009 stillgelegt. Dies teilte der Insolvenzverwalter Martin Mucha, Rechtsanwalt in Stuttgart, mit. Bereits Ende Oktober des vergangenen Jahres hatte die Unterkirnacher Firma offiziell Insolvenz angemeldet. Bis Ende Dezember lief der Betrieb weiter, musste jetzt jedoch stillgelegt werden. „Die Wirtschaftskrise hat das kleine Unternehmen in die Bredouille gebracht“, so der Insolvenzverwalter. So habe man mit 50 – 70 % Einnahmeeinbußen kämpfen müssen. Daher musste Mucha Ende 2009 die fünf Mitarbeiter entlassen.

Die Firma Hirt Metalltechnik, seit Juli 2004 in Unterkirnach ansässig, produzierte Präzisionsdrehteile nach Zeichnung, für viele unterschiedliche Branchen aus den verschiedensten Materialien. Den Schwerpunkt bildete allerdings die Bearbeitung von Stahl und vor allem Edelstahl. Vom einfachen rostfreien Stahl über Edelstahl für die Trinkwasseraufbereitung, bis hin zu wasserstoffbeständigen Stählen drehte das Unternehmen auch Kunststoffe, Messing und Aluminium. Außerdem lieferte es Schmiede-, Warmpressteile aus Messing, Aluminium und Kupfer, und kooperierte in diesem Bereich mit gestandenen europäischen Presswerken. Zu den Kunden des Unternehmens zählten die Sanitär-, Elektro- und Bauindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, Möbelindustrie, Werkzeugindustrie, Fahrzeugbau, Yachtbau.
(Quelle: Südkurier)


Beleuchtungshaus Remagen meldet Insolvenz an

12.01.2010 Köln:

Das bekannte Kölner Beleuchtungshaus Remagen hat Insolvenz angemeldet: Inhaber Heinrich Remagen, der das Unternehmen in der fünften Generation leitet, zog damit die Konsequenz aus den immer schlechter laufenden Geschäften im Jahr 2009.

Der Betrieb des Hauses am Neumarkt läuft derzeit weiter. Rechtsanwalt Andreas Amelung leitet das Insolvenzverfahren, das das Ende des Unternehmens verhindern soll. Zusammen mit Remagen arbeitet Amelung an einer Strategie, die die Existenz Remagens „nachhaltig sichert und garantiert, dass es auch weiterhin Licht von Remagen gibt“, so der Firmenchef. 2009 wurde das Unternehmen umstrukturiert, doch die Wirtschaftskrise hat offenbar voll eingeschlagen: Der Umsatz sei in jenem Jahr um 30 % eingebrochen und wichtige Aufträge wurden storniert, sagte Remagen. U.a. plane er nun, die Verkaufsfläche um 400 auf 900 m² zu senken und damit Mietkosten einzusparen. Zzt. beschäftigt Remagen 22 Mitarbeiter.
(Quelle: koeln.de)


360° ist insolvent

11.01.2010 Berlin:

Die Apothekenkooperation 360° Health Care hat am 9.12.2009 Insolvenz beim AG Montabaur angemeldet. Wie Insolvenzverwalter Jens Lieser bestätigte, ist der Betrieb eingestellt. Genauere Angaben wollte Lieser zum laufenden Verfahren nicht machen.

„Es gibt aber keine Gläubiger oder Schuldner, die in der Branche von Bedeutung sind“, sagte der Rechtsanwalt. Der Rückzug der noch jungen Kooperation hatte sich bereits im Oktober abgezeichnet: Bis zum Frühjahr sollten alle Marketingaktivitäten eingefroren werden. Nach dem Absprung eines potentiellen Investors in der Folge des EuGH-Urteils zum Fremdbesitzverbot wollte sich 360° neu sortieren. Doch allen Beteuerungen zum Trotz konnte die entstandene finanzielle Lücke offenbar nicht mehr gestopft werden.

360° war erst im März 2008 mit großen Ambitionen gestartet: Die teilnehmenden Apotheken sollten zu Gesundheitszentren ausgebaut werden und vor Ort Kontakte zu Ärzten knüpfen, die sich an den Präventions- und Früherkennungsangeboten beteiligen. 360° hätte sich um die Verhandlungen mit Herstellern, Kassen und Politik gekümmert. Zuletzt hatten sich rd. 20 Apotheken in der Kooperation zusammengeschlossen.
(Quelle: Apotheke adhoc)


Insolvenz-Eröffnung am Silvester-Tag

11.01.2010 Viersen:

Über das Vermögen der PD Druck + Medien GmbH aus Viersen wurde am 31.12.2009 das Insolvenzverfahren eröffnet. Das AG Mönchengladbach begründete den Schritt mit Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.

Das niederrheinische Unternehmen hatte bereits am 10.11.2009 die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt, da die finanzielle Lage immer bedrohlicher wurde. Zum Insolvenzverwalter ernannte das AG Mönchengladbach den Düsseldorfer Rechtsanwalt Paul Fink, der Partner der Sozietät FRH Rechtsanwälte ist.

Der mittelständische Betrieb wurde 1980 als PD Druck GmbH durch die beiden Geschäftsführer Johann Puffer und Lothar Düntzsch gegründet. Im Mai 2005 wurde sie durch eine Kooperation zur heutigen PD Druck & Medien GmbH, die heute geleitet wird durch die Geschäftsführer Rolf Brandt und Gabriele
Düntzsch.

Zum Kundenstamm zählten nach Firmenangaben u.a. namhafte Markenartikler wie Johnson & Johnson und Unilever. PD hatte in den vergangenen Jahren zunehmend unter einer hohen Schuldenlast gelitten. Ende 2007 beliefen sich die Verbindlichkeiten bei einer Bilanzsumme von 452.520 € auf über 410.000 €.
(Quelle: Druck&Medien)


Rosner bleibt bestehen

11.01.2010 Ingolstadt:

Das Ingolstädter Modeunternehmen Rosner hat gerade noch rechtzeitig vor dem endgültig drohenden Aus einen Investor gefunden und kann in Teilen weiter bestehen. Der Damenoberbekleidungs- Spezialist aus dem bayerischen Ingolstadt musste am 12.10.2009 Insolvenz anmelden, nachdem es bereits 2008 durch Abverkaufsschwierigkeiten in die Krise geraten war. Ein eilig aufgestellter 5-Punkte Plan, der im Januar 2009 vorgestellt wurde, sollte zwar die Wende bringen, lief jedoch angesichts der globalen Wirtschaftskrise weitgehend ins Leere.

Der wichtigste Punkt des Restrukturierungsprogramms, die Neupositionierung der Marke, scheint sich jedoch mittlerweile gelohnt zu haben. Im Kern sei das Unternehmen nämlich gesund und könne sich durchaus auf dem Markt behaupten, so der zuständige Insolvenzverwalter Michael Jaffé angesichts der Eröffnung des Insolvenzverfahrens im vergangenen Herbst. Aus diesem Grund setzte der Münchener Anwalt alles daran, den Geschäftsbetrieb von Rosner aufrecht zu erhalten und ließ die Belegschaft an den Kollektionen für die kommenden Saisons arbeiten.

Eine Strategie, die sich nun auszahlt. Wie Jaffé bekannt gab, wird Rosner von der Hamburger Beteiligungsgesellschaft Wolff & Olsen GmbH übernommen, und das rückwirkend zum 1.1.2010. Die Rettung hat allerdings ihren Preis. So sollen lediglich 60 der aktuell 150 Arbeitsplätze bestehen bleiben, der Mehrheit der Belegschaft droht die Entlassung.

Der neue Eigentümer will das Unternehmen künftig als rosner fashion GmbH fortführen und als eigenständige Schwestermarke des Modelabels Olsen auf dem Markt etablieren. „Wir wollen das Unternehmen zu einem hochwertigen Fashion-Label machen“, so die Hamburger Investoren. Attraktiv an Rosner sei vor allem das große Know-how in der Firma, das „wertgeschätzt und erhalten werden soll“.
(Quelle: Fashion United)


Mayer-Kuvert übernimmt insolvente Firma in Neuwied

11.01.2010 Neuwied:

Das Mayer-Kuvert-Network hat die Neuwieder Couvertfabrik übernommen. Der Briefumschlaghersteller war seit Oktober vergangenen Jahres insolvent. Mayer-Kuvert integriert die Firma ins eigene Netzwerk und gibt ihr einen neuen Namen.

Die Neuwieder Couvertfabrik heißt nun NC Couvert. Die bestehenden Kundenaufträge und die Markenrechte werden von Mayer-Kuvert übernommen, wie das Unternehmen aus Heilbronn mitteilte. Die Fertigung soll künftig im Verbund mit den deutschen Produktionsstandorten des Mayer-Kuvert-Networks erfolgen. Mit seinem Maschinenpark hofft der europäische Briefumschlaghersteller die Liefer-Performance für alle NCKunden verbessern zu können. Des Weiteren wird der polnische Fertigungsbetrieb NC Koperty rückwirkend zum 1.1.2010 in das Mayer-Kuvert-Network integriert. Damit will Mayer-Kuvert seine Position auf dem polnischen Markt verbessern.
(Quelle: One to One)


Spielzeughersteller Faller kann wieder durchstarten

08.01.2010 Gütenbach:

Das Schwarzwälder Traditionsunternehmen Faller wird gerettet. „Ausgehend von dem durch den Insolvenzverwalter dargestellten Sachstand wird der Pensionssicherungsverein (PSV) der Faller-Sanierung zustimmen“, teilte die Selbsthilfeeinrichtung der deutschen Wirtschaft jetzt auf Anfrage mit.

Der PSV übernimmt damit Pensions- und Rentenverpflichtungen von mehreren Mio. €. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Volker Grub sind aus Betriebsrentenzusagen für die einstmals 130 Faller-Mitarbeiter Verbindlichkeiten von 4,3 Mio. € aufgelaufen. Das ntspreche mehr als die Hälfte aller aufgelaufenen Schulden. Der PSV tritt immer dann für Betriebsrenten ein, wenn der Arbeitgeber zahlungsunfähig wird. Für Faller heißt dies: Die Rentenzusagen für die ausgeschiedenen Mitarbeiter werden vom PSV übernommen, das Gütenbacher Unternehmen zahlt nur noch für die höchstens 80 Mitarbeiter, die weiterbeschäftigt werden.

Der Insolvenzplan sieht vor, den Gläubigern bis Ende Februar 10 % der gestundeten Summen zurückzuzahlen. Diese Quote wurde ermöglicht, weil Geschäftsführer Horst Neidhard das Firmenkapital um eine Bareinlage von 500.000 € erhöht hat. Außerdem haben zwei örtliche Banken bereits Anfang November Kreditzusagen von zusammen 1,1 Mio. € um 10 Jahre verlängert und verzichten überdies auf zusätzliche Sicherheiten.

Angesichts der hohen Umsatzverluste (von 20 Mio. € im Jahr 2003 sackte Faller auf rd. 12,3 Mio. € im vergangenen Jahr ab), wird das Personal weiter abgebaut. Bis zum Jahresende verloren 50 Beschäftigte ihre Jobs. 40 Mitarbeiter wurden in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft übernommen.

Das Weihnachtsgeschäft ist nach Grubs Angaben zufriedenstellend verlaufen, liegt im Plan und wurde durch die Insolvenz nicht beeinträchtigt. Die Reorganisation von Verwaltung und Produktion verursache aber Kosten von rd. 1,3 Mio. €. Grub rechnet 2010 mit einem Jahresumsatz von rd. 10 Mio. €. Fallers Sortiment umfasst mehr als 40.000 Artikel, damit ist der 1946 gegründete Hersteller der größte Anbieter von Modellspielwaren weltweit.

(Quelle: Südwest Presse)



Halberg Guss streicht 180 Arbeitsplätze

08.01.2010 Saarbrücken/Leipzig:

Bei der insolventen Saarbrücker Gießerei-Gruppe Halberg Guss sind inzwischen erste Sanierungsschritte eingeleitet. Das teilten die Insolvenzverwalter Franz Abel (St. Ingbert) und Michael Blank (Völklingen) mit. 180 Mitarbeiter müssen das Unternehmen bis Ende März verlassen. „Die Insolvenzverwaltung und die Betriebsräte haben einen Interessenausgleich mit Sozialplan abgeschlossen und den betroffenen Mitarbeitern angeboten, in eine Transfergesellschaft überzuwechseln“, heißt es in einer Mitteilung. Mehr als 90 % der Betroffenen hätten dieses Angebot bereits angenommen. Wer in die Transfergesellschaft wechselt, erhält für neun Monate 82 % seines letzten Nettolohns. „Aufgabe der Transfergesellschaft ist die Weiterqualifizierung des Mitarbeiters und die Vermittlung eines neuen Arbeitsplatzes“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Bisher sei kein Kunde des Automobilzulieferers, der Werke in Saarbrücken und Leipzig hat, abgesprungen. Ziel der Insolvenzverwalter sei es, die rd. 1.600 an beiden Standorten verbleibenden Arbeitsplätze zu retten. Außerdem soll bis Anfang April ein Investor gefunden werden, der die Betriebe übernimmt. Im Dezember seien mehrere Angebote eingegangen.

Halberg Guss war durch die Krise der Automobil-Industrie in die Insolvenz gerutscht. Das Unternehmen gießt Motorblöcke und Zylinderköpfe.

(Quelle: Sol.de)



Auch einstiges BBZ-Hotel ist insolvent

08.01.2010 Wittenberge:

Ist der Verein des Berufsbildungszentrums der Prignitzer Wirtschaft (BBZ) schon seit Längerem insolvent, wurde nun auch gegen die Prignitz-UVW GmbH in Wittenberge die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt. Geschäftsführer sind der einstige geschäftsführende Vorstand des BBZ-Vereins, Heinz Thiede, sowie dessen Schwiegersohn André Kreuzmann.

Es handelt sich um eine Firma, die sich als Systemhaus bezeichnet und sich mit Büroeinrichtung, PC-Zubehör, Alarmmeldeanlagen, Immobilienmanagement und Mandantenbuchhaltung befasst. Im Spätsommer hatte das Unternehmen das Hotel „Seeblick“ in Flecken Zechlin (Ostprignitz-Ruppin) von der Gesellschaft für Ausbildung (GfA) übernommen, einst ebenfalls eine BBZ-Tochterfirma, die u.a. für die Ausbildung im Perleberger Restaurant „Belo Horizonte“ verantwortlich war.

Die Prignitz-UVW-GmbH hatte es sich nach der Übernahme des Hotels „Seeblick“ vor allem zur Aufgabe gemacht, die Arbeitsplätze der dort beschäftigten 15 Mitarbeiter zu erhalten. Inzwischen wurde allen 15 Mitarbeitern gekündigt, so wie es auch beim „Belo Horizonte“ in Perleberg geschehen ist. Außer dem Hauptsitz der Firma in Wittenberge gibt es noch eine Niederlassung in Berlin.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Pritzwalker Rechtsanwalt Michael Krause berufen: „Bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens und meiner Bestellung als Insolvenzverwalter sind immer noch die Geschäftsführer dafür verantwortlich, Aussagen zum Unternehmen zu treffen, und daran halte ich mich.“ Zunächst einmal müsse Krause eine Bestandsaufnahme machen.

(Quelle: Märkische Allgemeine)


Motorvision ist pleite

08.01.2010 München:

Die Unterschleißheimer Motorvision Film- und Fernsehproduktion GmbH ist pleite. Geschäftsführer Hanno Kampffmeyer stellte am 7.1.2010 einen Insolvenzantrag beim Münchner AG. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Oliver Schartl bestellt.

Motorvision TV war erst im Juli 2009 gestartet und Bestandteil des Sky Welt-Paketes. Außerdem liefen Sendungen von Motorvision auf D-Max und DSF.
(Quelle: Digitalfernsehen)


Käufer für insolvente Einkaufsgalerie A10-Center gefunden

07.01.2010 Wildau:

Für das insolvente Einkaufszentrum A10-Center in Wildau bei Königs Wusterhausen ist ein Käufer gefunden. Die börsennotierte Deutsche EuroShop AG erwirbt das Shopping-Center, wie der Berliner Insolvenzverwalter Rolf Rattunde mitteilte. Vorausgegangen war ein weltweites Bieterverfahren. Das den Angaben zufolge größte Brandenburger Einkaufszentrum mit rd. 120 Geschäften werde künftig von der ECE, dem europäische Marktführer bei innerstädtischen Shopping-Centern, betrieben.

Der neue Eigentümer wolle den Weiterbau des Ergänzungsgebäudes „Triangel“ rasch fortsetzen und damit rd. 60 weitere Geschäfte schaffen, sagte Rattunde. Die Zahl der Arbeitsplätze im Center solle sich damit um voraussichtlich 400 auf rd. 1.000 erhöhen. Das Gesamtinvestitionsvolumen inklusive einer bis 2011 geplanten Modernisierung und des „Triangel“-Neubaus beläuft sich nach Angaben der Deutschen EuroShop AG auf rd. 265 Mio. €. Mit dem Wildauer Shopping-Center erwirbt die Gesellschaft das 17. Einkaufszentrum.

Das A10-Center war 1996 eröffnet worden. Gläubiger der Betreibergesellschaft A 10 Einkaufszentrum Wildau S.a.r.l. & Co. KG mit Sitz in Luxemburg hatten am 17.8.2009 einen Insolvenzantrag gestellt, da die Gesellschaft zahlungsunfähig und überschuldet sei. Rattunde hatte das A10-Center fortgeführt und zugleich mit Interessenten aus dem In- und Ausland verhandelt. Die Deutsche EuroShop AG habe sich durchgesetzt, weil sie „einen fairen Preis“ geboten und gemeinsam mit der ECE durch ihre Kompetenz beim Betrieb von Shopping Centern überzeugt habe, sagte er.
(Quelle: BerlinOnline)


Reformhauskette Vitalia kämpft ums Überleben

06.01.2010 München:

Deutschlands größte Reformhauskette Vitalia soll im kommenden Monat einen neuen Eigentümer finden. „Das Interesse ist groß, die Gespräche laufen durchweg positiv“, sagte Insolvenzverwalter Michael George.

Über das Unternehmen in Weyran bei München hat das AG Wolfratshausen zum 1.1.2010 das Insolvenzverfahren eröffnet, wie am 5.1.2010 offiziell bekannt wurde. Betroffen sind 650 Mitarbeiter in 113 Filialen, von denen bereits 17 seit dem Insolvenzantrag Mitte Oktober schließen mussten.

Über die Insolvenzgründe hüllt sich der Verwalter in Schweigen. Hinter den Kulissen aber tobt ein Streit von Anschuldigungen und Gegenbeschuldigungen. So hatte im vergangenen Frühjahr das britische Kreditinstitut HSBC eine angeblich zugesagte Expansionsfinanzierung zurückgezogen, was den Finanzinvestor Harald Christ, auf den Plan rief. Der ehemalige Generalbevollmächtigte der Weberbank und Mittelstandsbeauftragte im Wahlkampfteam von Frank-Walter Steinmeier (SPD) erklärte Anfang Juni die  Übernahme von Vitalia. Christ versprach, 5 Mio. € zu investieren, die Geschäftsführung zu übernehmen und die Filialzahl zu verdoppeln. Nach einem Streit mit Alteigentümer Bernd Büttner, zog er sich überraschend zurück.

Christs Geschäftspartner Paul Vorsteher kaufte von Büttner 51 % der Anteile, warf dem Firmengründer dann aber in einer Firmenmitteilung vor, „unrechtmäßige Entnahmen aus dem Firmeneigentum“ vorgenommen zu haben. Obwohl Büttner dementierte, fordert der neue Mehrheitsgesellschafter von ihm nun 7 Mio. €. Noch im März 2008 hatte der Wirtschaftsprüfer den zurückliegenden Jahresabschluss mit der Bemerkung testiert, das Unternehmen werde „auch künftig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen können“. 2007 hatte Vitalia bei 45 Mio. € Umsatz 0,4 Mio. € Vorsteuergewinn erzielt. Den allerdings ließ sich Büttner, wie auch im Jahr zuvor, komplett ausschütten.
(Quelle: Handelsblatt)


Doro Tape ist insolvent – 43 Mitarbeiter betroffen

06.01.2010 Remscheid:

Die Doro Tape Ehlis GmbH & Co. KG hat jetzt Insolvenz angemeldet. Das bestätigt Rechtsanwalt Dr. Peter Neu. Er wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Betroffen sind 43 Mitarbeiter.

Ursache sind nach erster Durchsicht der Bücher sinkende Umsätze. So liefert der Betrieb u.a. Klebebänder für Fensterisolierungen, ist also für die Baubranche tätig, die ebenfalls starke Umsatzeinbrüche hinnehmen musste. Neu bemüht sich jetzt um eine Insolvenzgeld-Vorfinanzierung, um die Gehälter der Beschäftigten auszahlen zu können. Angestrebt sei eine Sanierung des Betriebes, „das sieht auch gar nicht so schlecht aus“, sagt Neu.
(Quelle: Rheinische Post)


Drohende Zahlungsunfähigkeit: Orcatech musste Insolvenz anmelden

05.01.2010 Hemer:

Einer der Zukunftsbetriebe im neuen Zentrum für Sicherheitund Katastrophenschutztechnik hat Insolvenz angemeldet. Kurz vor Weihnachten musste die Orcatech GmbH wegen drohender Zahlungsunfähigkeit den Gang zum AG Hagen antreten.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dr. Jörg Bornheimer aus Hagen bestellt. Nach Auskunft des Insolvenzverwalters geht der Geschäftsbetrieb im vollen Umfang weiter. Es werde derzeit gemeinsam mit der Geschäftsführung von Orcatech an möglichen Modellen der Weiterführung gearbeitet. Dabei stehe der Erhalt von Arbeitsplätzen im Vordergrund.

Die vorläufige Insolvenz hat nach Angaben der Geschäftsleitung zwei Hauptursachen: Aufgrund der allgemeinen Wirtschaftskrise sei die Beschäftigung im Bereich der Industriereinigung völlig eingebrochen. Die Hauptkunden in der Eisen- und Stahlindustrie sowie im Bereich Automotive hätten nahezu sämtliche Aufträge storniert.

Ein weiterer Grund sei die späte Zahlung von Versicherungsleistungen. Die Reinigung von öffentlichen Straßen nach Unfällen und Havarien werde in der Regel von den Kfz-Versicherern bezahlt. Mittlerweile müssten Firmen im sog. Unfallfolgegeschäft nicht selten mehr als ein Jahr auf ihr Geld warten, hätten jedoch gleichzeitig die laufenden Kosten zu tragen.

Orcatech ist Dienstleister im Bereich der Industriereinigung und betreibt ein bundesweites Franchisenetzwerk mit nach eigenen Angaben 150 Standorten im Bereich des Havariemanagements. 2001 war Orcatech als 100-prozentige Tochter der ebenfalls im ZSK ansässigen Firma Airmatic gegründet worden. Das Spezialunternehmen für Extremschmutzbeseitigung wuchs rasch, konnte 2004 den Umsatz auf 1,5 Mio. € steigern. Der ursprüngliche Firmensitz wurde von der Hauptstraße in die ehemalige Kaserne verlegt, 2009 zog die Europa-Zentrale ebenfalls nach Hemer. Orcatech ist laut Eigenwerbung Marktführer in der Ölspurbeseitigung. Das unter der gleichen Geschäftsführung stehende Mutterunternehmen Airmatic – Produzent des Löschpanzers – ist von dem Insolvenzverfahren nicht betroffen.
(Quelle: Der Westen)


Gusswerk muss Insolvenz anmelden

05.01.2010 Kempten/Waltenhofen:

Die Gusswerk Waltenhofen H. Staab GmbH ist pleite. Am 23.12.2009 hat die Eisengießerei Insolvenz angemeldet. Das gab Gusswerk-Geschäftsführer Christoph von Platen in einer Pressemitteilung bekannt. Die Gründe für die Zahlungsunfähigkeit sieht von Platen in den durch die aktuelle Wirtschaftsund
Finanzkrise verursachten massiven Umsatzrückgänge.

137 Mitarbeiter sind derzeit im Gusswerk Waltenhofen beschäftigt. „Zunächst wird es keine Lohnkürzungen oder Entlassungen geben“, versicherte der Geschäftsführer. „Wir haben eine reelle Chance, dass es weitergeht“, fügte von Platen an. Das Gusswerk habe aus den vergangenen Jahren gute Bilanzen stehen und sei nicht überschuldet, sagte er. Rückwirkend zum Dezember übernehme die Agentur für Arbeit für drei Monate die Lohnzahlung, wie es dann weitergeht kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, so von Platen.

Das Insolvenzgericht Kempten hat den Wirtschaftsprüfer Arndt Geiwitz zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Geiwitz und von Platen planen eine uneingeschränkte Betriebsfortführung des Gusswerks, heißt es in der Pressemitteilung. „Es gibt mehrere potentielle Investoren“, bestätigte von Platen. Absehbar sei die Insolvenz nicht gewesen, meinte der Geschäftsführer.
(Quelle: Kreisbote)


60 Stratos-Jobs gerettet

05.01.2010 Löhne:

Gute Nachrichten für 60 Arbeitnehmer, schlechte für den Löhner Kämmerer: Die Arbeitsplätze der insolventen Stratos GmbH bleiben erhalten, die Firma verlässt jedoch die Stadt. Belegschaft und große Teile der Geschäftsfelder gehen in der Phönix Global GmbH auf – in Bad Oeynhausen.

Die Stratos Speditionsgesellschaft hatte im Oktober vergangenen Jahres wegen wegbrechender Aufträge Insolvenz angemeldet. Insolvenzverwalter Marco Kuhlmann aus Lübbecke nahm eine sog. übertragende Sanierung vor.

Der Standort der Phönix Global GmbH befindet sich in Wulferdingsen. Sie ist damit Nachbar der Fennelgruppe. Stratos war bisher eine 100-prozentige Tochter der Fennel Systems GmbH, der Dachgesellschaft für Unternehmen wie Fennel GmbH und 2HJara.

Stratos hatte erst vor einigen Jahren ein hochmodernes Hochregallager in Löhne errichtet. Dieses gehört einem britischen Investor. Stratos zahlte Miete. Diese Miete soll so hoch gewesen sein, dass die Firma sie nicht mehr stemmen konnte. Nach dem Umzug bleibt das Hochregallager nun vorerst leer. „Den Geschäftsbereich Hochregallager konnten wir nicht erhalten“, so Marco Kuhlmann. Alle anderen Bereiche wie Logistik und Spedition führe die Phönix Global weiter. Phönix’ frühere Tätigkeit lag im Bereich der Montage.

Kuhlmann erklärte, die Rettung der Arbeitsplätze zeige, dass ein Insolvenzverfahren nicht zwangsläufig das Aus für ein Unternehmen bedeuten müsse. „Die Insolvenz ist ein immer stärker zu berücksichtigendes Mittel zur Sanierung und damit dem dauerhaften Erhalt eines Unternehmens.“
(Quelle: Neue Westfälische)