Interview mit den Herausgebern
Die drei Herausgeber, Prof. Dr. Hans Haarmeyer, Wolfang Wutzke und Dr. Karsten Förster, sind der Insolvenzrechtsszene durch zahlreiche Veröffentlichungen und Veranstaltungen bekannt. Das nachfolgende Interview gibt einen Überblick über die Beweggründe, als Herausgeber am Insolvenzrechtsportal.de mitzuwirken.
Was hat Sie dazu bewogen, als Team Haarmeyer/Wutzke/Förster die Herausgeberschaft für das Insolvenzrechtsportal.de zu übernehmen?
Haarmeyer: Wir haben bereits gute Erfahrungen bei der Zusammenarbeit in verschiedenen Printpublikationen gemacht. Die Herausgeberschaft eines Online-Portals ist dennoch eine völlig neue, komplexe, dadurch aber auch besonders spannende Sache. Mit dem Insolvenzrechtsportal.de konnten wir lange gehegte Ideen endlich in die Praxis umsetzen, wo wir im Bereich der Zeitschriften und Bücher einfach an die medialen Grenzen gestoßen sind.
Förster: Die Herausgeberschaft für ein juristisches Online-Portal ist sicherlich etwas ungewöhnlich und meines Erachtens in dieser Form beim Insolvenzrechtsportal.de erstmalig praktiziert worden. Aber nur so konnten wir von Anfang an und maßgeblich beim Konzept, den Inhalten und bei der Gestaltung mitwirken.
Wutzke: Besonders befruchtend ist bei uns Dreien das gleichberechtigte Zusammenspiel zwischen Wissenschaft und Praxis, kombiniert mit dem notwendigen Schuss Erfahrung. Ich denke das Ergebnis zeigt, dass sich unser Engagement gelohnt hat.
Welche Vorteile hat das Insolvenzrechtsportal.de gegenüber anderen Angeboten?
Haarmeyer: Nun, wo soll ich anfangen? Zahlreiche Ideen haben wir hier zusammen mit LexisNexis in einer Art und Weise umgesetzt, dass das Produkt einige Alleinstellungsmerkmale prägen: Angefangen beim PräsenzKommentar über das moderierte Fachforum und der "Vergütungsecke" bis hin zu den innovativen Newsdiensten wie dem Newsdienst zum Vergütungsrecht. Auch sonst bleibt durch die mit Abstand größte Onlinebibliothek zum Insolvenzrecht u.a. mit über 100 Zeitschriften, Kommentaren, Formularsammlungen, Fachbüchern und Fachlexika sowie mit über 50.000 Entscheidungen im Volltext kaum noch eine Frage offen. Für den Anwender gibt es ständig Neues zu entdecken, zumal das Angebot permanent ausgebaut wird.
Wutzke: Herauszustellen ist ganz allgemein, dass es sich hier um ein speziell für Insolvenzrechtler konzipiertes Angebot handelt, also nicht bloß um ein beliebiges Fachmodul einer großen Datenbank. Nur so konnte der Portalgedanke, nämlich im Internet die zentrale Anlaufstelle zum Insolvenzrecht zu sein, mit vielen speziellen Informationsbereichen überzeugend umgesetzt werden. Ganz nebenbei werden Sie dadurch nicht mit überflüssigen Inhalten überfrachtet.
Förster: Alles ist konzentriert auf den schnellen Informationszugang. Das intuitive Bedienkonzept und die einfach zu handhabende Technik sind aus meiner Sicht neben den inhaltlichen Vorzügen ganz wichtige Vorteile dieses Systems. Selbst weniger versierte Anwender finden stets die passenden Antworten, denn neben der intelligenten Recherchetechnologie gibt es inhaltlich unterstützende Elemente wie den Bereich "Know-how", den PräsenzKommentar oder den Suchassistenten.
Für wen lohnt sich die Anschaffung des Produkts?
Wutzke: Wichtige Zielgruppen sind selbstverständlich Insolvenzverwalter und Fachanwälte, Richter und Rechtspfleger. Die Themenvielfalt reicht allerdings über das Kerninsolvenzrecht weit hinaus und bezieht sich auch auf alle sonstigen, für die Sanierungsberatung, Insolvenz- und Zwangsverwaltung relevanten Problemstellungen. Das Insolvenzrechtsportal.de enthält daher auch wirtschafts-, arbeits-, miet-, straf- und steuerrechtliche sowie betriebswirtschaftliche Elemente. Damit ist es ebenso interessant für Fachleute mit Kernkompetenzen außerhalb des Insolvenzrechts, also Wirtschaftsprüfer, Unternehmens- und Steuerberater, Behörden und Fachhochschulen. Daneben steht das besondere Informationsbedürfnis der Mitarbeiter im Insolvenzbüro sowie in Schuldnerberatungsstellen im Vordergrund, die oftmals mehr an praktischen Handlungsanleitungen als an wissenschaftlichen Grundsatzdebatten interessiert sind.
Förster: Vielleicht spielen Sie mit dieser Frage auch auf die Kosten an? Mit 98 € monatlich ist das Angebot schließlich kein Schnäppchen. Doch sehen Sie: Hier erhalten Sie eine komplette Bibliothek und viele nützliche Online-Dienste als Flatrate, d.h. zum gut kalkulierbaren Festpreis ohne versteckte Nebenkosten. Mit diesem Premiumangebot sparen gegenüber der herkömmlichen Informationsbeschaffung viel Zeit und Mühe! Rechnen Sie einfach nur die sonst notwendige Arbeitszeit der Mitarbeiter auf, die mithilfe des Portals Ihre Rechercheaufträge effektiv und rechtssicher erledigen können…. Gerade unter diesem Blickwinkel macht sich bezahlt, dass Insolvenzrechtsportal.de eine Plattform ist, die auch ohne besondere Vorkenntnisse technischer und inhaltlicher Art schnelle, präzise Antworten bietet. Vergleichen Sie das mal mit anderen Angeboten...
Das Angebot umfasst den PräsenzKommentar Haarmeyer/Wutzke/Förster zur Insolvenzordnung. Was ist so besonders an diesem Kommentar?
Haarmeyer: Der PräsenzKommentar wurde speziell für das Insolvenzrechtsportal.de konzipiert und ist ein Kernelement des Produkts. Als reinrassiger Onlinekommentar verfügt er neben den Erläuterungstexten über besondere Newsbereiche und qualifizierte Linklisten, spielt damit seine besonderen Vorzüge insbesondere im Bereich der Aktualität und Verlinkung aus. Insoweit wirkt der PräsenzKommentar quasi als Navigator zu den verknüpften, über die Verlinkung unmittelbar abrufbaren weiteren Inhalten (Fachbeiträge, Rechtsprechung und Formulare).
Förster: Der ungewöhnliche Titel ist beim PräsenzKommentar zugleich Programm: Permanente Verfügbarkeit und größtmögliche Aktualität. So wurden die Erläuterungstexte tagesaktuell mit dem Inkrafttreten des Vereinfachungsgesetzes auf den Stand 1. Juli 2007 gebracht - aktueller geht es nicht! Der Leser kann zudem über die sog. Änderungsverfolgung stets mitverfolgen, welche Kommentierungen zuletzt angepasst wurden.
Wutzke: Ergänzen möchte ich noch, dass der PräsenzKommentar durch eine intelligente Versionierung nicht nur zitierfähig ist, sondern auch in allen älteren Rechtsständen der jeweiligen Kommentarnorm abrufbar ist. Das wiederum unterscheidet ihn von anderen, "flüchtigen" Online-Texten. Dank der erfahrenen, praxiserprobten Autoren hat der PräsenzKommentar bereits Eingang in die insolvenzrechtliche Fachliteratur genommen. Viele Gerichte haben Zugang zum PräsenzKommentar.
Welche Inhalte oder Online-Dienste würden Sie weiterhin besonders herausstellen?
Haarmeyer: Ganz klar, da wäre zunächst das moderierte Fachforum. Hier erhalten Sie innerhalb weniger Stunden und Tage selbst auf komplexe Fragen eine fundierte Antwort von einem Kollegen, denn das Forum ist ausschließlich für Insolvenzrechtler offen, was eine besondere Qualität der Beiträge fördert. Daneben möchte ich die Vergütungsecke und die Verbraucherecke hervorheben. Während Sie in der Vergütungsecke einschließlich dem integrierten E-Mail-Newsdienst vergütungsrechtlich stets auf dem Laufenden bleiben, führt Sie das Angebot in der Verbraucherecke durch alle Fallstricke des Verbraucherinsolvenzverfahrens.
Förster: Mein Favorit sind die hilfreichen Newsletter: der Rechtsprechungsreport, der wichtige Entscheidungen zum Insolvenzrecht noch vor ihrer Veröffentlichung in Zeitschriften zugänglich macht, die regelmäßige Fachpresseauswertung, die durch die Zusammenfassungen aktueller Beiträge das mühsame Durchforsten verschiedener Zeitschriften quasi überflüssig macht, sowie der Insolvenzreport, einem individuell einzurichtenden Pushdienst zu aktuellen Veröffentlichungen über Insolvenzverfahren. Weitere Newsinhalte finden sich auch auf der Startseite des Portals und im Bereich "Nachrichten".
Wutzke: Neben all den speziellen Online-Diensten sind die klassischen Informationsquellen sicher nicht zu vergessen! Im Insolvenzrechtsportal.de recherchieren Sie exklusiv über sämtliche Ausgaben der ZInsO sowie viele weitere Publikationen wie InsbürO und DZWIR, dem Hamburger Kommentar zum Insolvenzrecht, dem renommierten BGB-Kommentar Erman, dem Formularbuch Insolvenzrecht und vielem anderen mehr. Wesentlich ist hierbei herauszustellen, dass alle Inhalte über die konsequente Verlinkung miteinander verknüpft sind. So gelangen Sie beispielsweise vom PräsenzKommentar zu einem Fachbuch, von dort zu einem vertiefenden Artikel in einer Zeitschrift und von dort wiederum auf die Originalentscheidung mit weiteren Informationen - schnell und komfortabel per Mausklick.
Was würden Sie abschließend dem Leser an´s Herz legen?
Haarmeyer: Wer das Portal noch nicht erlebt hat, sollte das dringend nachholen! Einfach online anmelden und einen Monat lang kostenlos testen! Als registrierter Kunde nutzen Sie unbedingt das volle Potential des Produkts! Sie können sogar die Inhalte und Gestaltung mitbestimmen: Etwa über den "Feedback-Manager", der Sie in die Lage versetzt, mit der Fachredaktion Kontakt aufzunehmen und Verbesserungsvorschläge an Autoren und Herausgeber weiter zu geben. Über dieses neuartige Mitgestaltungselement haben wir schon zahlreiche Kundenhinweise im Rahmen der permanenten Weiterentwicklung und Optimierung des Produkts umgesetzt.
Besten Dank für das Interview, meine Herren, und viel Erfolg weiterhin bei der Weiterentwicklung und Optimierung von Insolvenzrechtsportal.de!
Exklusiv hier online:
ZInsO u.v.a. mehr
Aus dem Inhalt der aktuellen Ausgabe 35/2010:
Haftung von Gesellschaftern und Geschäftsführern in der Insolvenz ihrer GmbH - Teil 1
Zum Diskussionsentwurf für ein "Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen"
"Erfassen" oder "Erlöschen"? - Zur Wirksamkeit dinglicher Teilverzichtsklauseln
Gerade eingetroffen:
Heybrock (Hrsg.), Praxiskommentar GmbH-Recht, 2. Auflage Juni 2010
Und wieder eine Nasenlänge vorn!
Heyn, Arbeitshilfen für Insolvenzsachbearbeiter, 2. Auflage Juni 2010
Das Rundum-Sorglos-Paket für die Mitarbeiter im Insolvenzbüro!
Literaturtipp:
Pape/Graeber (Hrsg.), Handbuch der Insolvenzverwalterhaftung, 1. Auflage 2009
Beugen Sie vor, verringern Sie Ihr Haftungsrisiko!
Neu im Portal:
Prütting/ Wegen/ Weinreich, BGB, Kommentar
4. Auflage 2009











